Auch ich habe mit vielen anderen Frauen zusammen Mathe und Informatik studiert, der Anteil lag bei ca. 30%. Im Beruf hatte ich mehr Glück als meine Vorrednerin. Mein Eindruck zu männlichen (Informatiker-)Kollegen: In der Sache oberflächlich und oft nicht in der Lage vernetzt zu denken. Die (leider nur wenigen) weiblichen Kolleginnen vergessen selten bei Programmänderungen die Auswirkungen auf das Gesamtsystem zu prüfen.
Fazit: die hier von den männlichen Mitrednern zitierten Vorurteile werden auch nicht wahrer, dadurch, das sie wiederaufgewähmt werden... Noch vor gut 100 Jahren wollten männliche Forscher wissenschaftlich beweisen, das Frauen nicht in der Lage sind einen höheren Bildungsabschluß zu bekommen. Heute haben Frauen einen besseren Abiturdurchschnitt als Männer und wichtige Errungenschaften der Informatik basieren auf Erkenntnissen von Ada Lovelace, die noch nicht mal eine Universität betreten durfte!
Aber ich habe auch gelernt meinen Mund zu halten, damit die Herren der Welt nicht allzusehr geschockt sind, wenn Ihnen eine weibliche Mathematikerin entgegentritt, die mehrere Jahre lang aktiv Motorrad gefahren ist und sich trotz mehrerer Kinder nicht in die Küche verbannen läßt. Seit kurzem habe ich übrigens eine Kollegin, die immer noch gerne und ausgiebig Motorred fährt und auch Mathematik studiert hat, ich frage mich ob wir jetzt hier ein Weltbild zerstören...

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