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Numerator: Studie widerlegt Mythen über Mädchen und Mathematik

Jungs können gut rechnen, Mädchen sind eher Sprachtalente - stimmen diese Klischees wirklich? Eine neue Analyse zeigt, dass die angeblich typisch weiblichen Probleme mit Mathematik weniger mit dem Geschlecht als mit dem kulturellen Hintergrund zu tun haben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...803387,00.html
  1. #80

    Zitat von Fußballwitwe Beitrag anzeigen
    Also... ich bin eine der (nicht wenigen) Damen, die (hoch-)mathebegabt sind. Mein Denken, mein Handeln, mein Leben ist durch Logik und Analytik bestimmt, etwas, was in unserer Gesellschaft normalerweise ausschliesslich nur Maennern zugeschrieben (und vorbehalten) ist. (...)

    Jede mathebegabte Frau, die das....
    Auch ich habe mit vielen anderen Frauen zusammen Mathe und Informatik studiert, der Anteil lag bei ca. 30%. Im Beruf hatte ich mehr Glück als meine Vorrednerin. Mein Eindruck zu männlichen (Informatiker-)Kollegen: In der Sache oberflächlich und oft nicht in der Lage vernetzt zu denken. Die (leider nur wenigen) weiblichen Kolleginnen vergessen selten bei Programmänderungen die Auswirkungen auf das Gesamtsystem zu prüfen.

    Fazit: die hier von den männlichen Mitrednern zitierten Vorurteile werden auch nicht wahrer, dadurch, das sie wiederaufgewähmt werden... Noch vor gut 100 Jahren wollten männliche Forscher wissenschaftlich beweisen, das Frauen nicht in der Lage sind einen höheren Bildungsabschluß zu bekommen. Heute haben Frauen einen besseren Abiturdurchschnitt als Männer und wichtige Errungenschaften der Informatik basieren auf Erkenntnissen von Ada Lovelace, die noch nicht mal eine Universität betreten durfte!

    Aber ich habe auch gelernt meinen Mund zu halten, damit die Herren der Welt nicht allzusehr geschockt sind, wenn Ihnen eine weibliche Mathematikerin entgegentritt, die mehrere Jahre lang aktiv Motorrad gefahren ist und sich trotz mehrerer Kinder nicht in die Küche verbannen läßt. Seit kurzem habe ich übrigens eine Kollegin, die immer noch gerne und ausgiebig Motorred fährt und auch Mathematik studiert hat, ich frage mich ob wir jetzt hier ein Weltbild zerstören...
  2. #81

    Zitat von lena65 Beitrag anzeigen
    ....... Weil ein solcher Lebensentwurf aber nicht anerkannt ist und kein Einkommen generiert, wollen ihn hochbegabte Frauen im Allgemeinen nicht führen. Die werden dann lieber kinderlose Journalistin, Wertpapierhändlerin oder Versicherungsmathematikerin, da man dort ihre Leistungen anerkennt.
    Ich wünschte mir, sie wären eine Frau und könnten kämpfen wie alle diese verkniffenen Emanzen, aber vermutlich können Sie das nicht, weil Sie zu intelligent dazu sind, sich an entscheidenden Stellen hinterfragen würden, z.b. Subjektivität des Ich`s und damit gegenüber Ideologen den entscheidenden kleine Nachteil hätten, ihre Gedanken nicht oder zu spät in den Mainstream einbringen zu können... schade, aber trotzdem danke für Ihre klare Darstellung.

    Frage ist, wie macht man es, dass diese Lebensentwürfe der Frauen anerkannt werden, denn die aufopferungsvolle Unterstützung eines Mannes durch Teilen des Alleinverdienstes mit solchen Frauen ist ja auch als Joch der Ehe diskreditiert? :-(
  3. #82

    Zitat von LouisWu Beitrag anzeigen
    ...
    Darüber hinaus muß man vielleicht akzeptieren, dass die Stärken von Männern und Frauen auf unterschiedlichen Gebieten liegen und schon immer lagen. Warum genderbewegte Frauen jetzt unbedingt auch noch in Mathe, Physik und Informatik die Fähigkeiten der Männer erreichen wollen, verstehe ich nicht so ganz. Da soll mit Gewalt etwas passend gemacht werden, was nicht zusammen paßt.
    ...
    Da hat aber einer gewaltig Angst vor (fähiger) Konkurrenz...
  4. #83

    Ausnahmen bestätigen die Regel

    Zitat von Fußballwitwe Beitrag anzeigen
    Also... ich bin eine der (nicht wenigen) Damen, die (hoch-)mathebegabt sind. Mein Denken, mein Handeln, mein Leben ist durch Logik und Analytik bestimmt
    Nun, wenn das so ist, dann können Sie die "nicht wenigen Damen" doch sicher quantifizieren, absolut und relativ. Wie viele "hochmathebegabte" Frauen gibt es, wie groß ist deren Anteil an allen Hoch(mathe)begabten?

    Zitat von heikie Beitrag anzeigen
    Mein Eindruck zu männlichen (Informatiker-)Kollegen: In der Sache oberflächlich und oft nicht in der Lage vernetzt zu denken.
    Hey, diese feministische Plattheit haben wir ja echt schon lange nicht mehr gehört: Frauen und Männer sind gleich, es sei denn, Frauen sind besser. (Sind dagegen Männer irgendwo besser, ist das selbstverständlich Ergebnis von Diskriminierung und Vorurteilen und erfordert sofortige Installation/Verstärkung von Frauenförderung.)

    Zitat von heikie Beitrag anzeigen
    Fazit: (...) vor gut 100 Jahren (...) Seit kurzem habe ich übrigens eine Kollegin, die immer noch gerne und ausgiebig Motorred fährt und auch Mathematik studiert hat, ich frage mich ob wir jetzt hier ein Weltbild zerstören...
    100 Jahre alt ist vor allem der Strohmann, den Sie hier zu errichten versuchen. Ich habe in diesem Thread keinen einzigen Kommentar gelesen, in dem behauptet worden wäre, es könne überhaupt keine mathematisch begabten Frauen geben. Daß eine Aussage über den Schnitt keine Vorhersage für ein Individuum erlaubt, sollte wissenschaftlich gebildeten Menschen eigentlich nicht erklärt werden müssen.

    Widersprochen wurde lediglich der in der vorgestellten Studie aufgestellten soziologistischen Behauptung, es gäbe überhaupt keine nicht kulturell erklärbaren Unterschiede in den mathematischen Fähigkeiten von Männern und Frauen. Und wenn mathematische Begabung und Interesse am Motorradfahren bei Frauen tatsächlich überzufällig häufig zusammentreffen sollten, wäre das doch eher ein Indiz *für* eine biologische Disposition, etwa über pränatales Testosteron, das Einfluß auf die Hirnstruktur nimmt.

    Bombe 20
  5. #84

    Zitat von Bombe 20 Beitrag anzeigen
    Nun, wenn das so ist, dann können Sie die "nicht wenigen Damen" doch sicher quantifizieren, absolut und relativ. Wie viele "hochmathebegabte" Frauen gibt es, wie groß ist deren Anteil an allen Hoch(mathe)begabten?
    Leider kann ich nicht wirklich quantifizieren, wieviele Frauen mathebegabt sind; mir liegen keine Studien vor. Ich kann nur Lebenserfahrung einer groben und daher ungenauen Schaetzung zugrunde legen:

    Wir waren 8 Maedchen in einer Gruppe von 60 hochbegabten Schuelern, d.h. das Verhaeltnis war also 14% zu 86%. Das war allerdings eine Spezialschule, die durch extreme Aufnahmepruefungen vielleicht so die oberen 0,1% oder sogar weniger Hochmathebegabte ausgesiebt hat. Viele meiner Mitschueler sind jetzt Mathe- oder Physikprofessoren, oder Erfinder... in den 80-er Jahren haben wir im Unterricht Computerchips in der Schule programmiert, da wussten die meisten in Welt noch gar nicht, was ein PC war.

    Spaeter hatte ich dann meinen eigenen Gewerbebetrieb und dadurch viel mit anderen mittelstaendigen Gewerbetreibenden zu tun. Was mir da aufgefallen ist, dass obwohl i.d.R. der Mann up-front und offiziell der eingetragene Geschaeftsfuehrer war, die Geschaefte, Finanzen und Vertraege eigentlich (vielleicht so 80%? - geschaetzt) von den Frauen gefuehrt wurden. Der Mann war das "offizielle" Gesicht des Betriebes, die Frau stellte jedoch sicher, dass der Betrieb sich rechnet und nicht pleite geht.

    Da waere sicherlich mal eine Studie interessant, sofern diese auch ehrlich beantwortet werden wuerde.


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