Nuklearwaffen in Nahost: Angst vor dem zufälligen Atomkrieg

AP/ ISNAIran treibt sein Atomprogramm voran, Israel bewaffnet U-Boote mit nuklearen Marschflugkörpern: Der Nahe Osten steht vor einem neuen Wettrüsten. Experten halten das für ein Horrorszenario - denn schon im Kalten Krieg wäre die Menschheit fast in den Atomkrieg geschlittert.

U-Boote mit Atomwaffen: Angst vor Atomkrieg zwischen Israel und Iran - SPIEGEL ONLINE
  1. #170

    Zitat von genervtneu Beitrag anzeigen
    es wird immer leicht vergessen, dass die lieben arabischen Nachbarn aus Jordanien so um die 80% der palästinensischen Gebiete unter den Nagel gerissen hat.
    Und heute Israel derer 100%....
    Ich weiß ja nicht, was die arabischen Länder so gegen Frieden haben,
    Nichts. Sie haben etwas gegen den "Frieden", wie er Israel und den USA für diese Region vorschwebt.

    aber im Europa nach dem 2.WK hat es auch funktionieren müssen. Man muss die Menschen halt beruhigen und ihnen Perspektiven geben.
    Nun, zumindest hier stimmen wir überein. Aber welche Perspektiven bietet Israle dne Palästinensern an? Die Juden kamen als Landräuber, und egal, was die Araber seitdem taten, ob sie es im Guten oder Bösen versuchten, nichts hat ihre Situation verbessert. Jedem, auch schmerzhaften, Zugeständnis folgten neue, unerfüllbare Forderungen Israels. Und in der dazwischen verstreichenden Zeit wird das Land, das einem künftigen Palästinenserstaat noch zur Verfügung stehen könnte, von Tag zu Tag kleiner. Geht es nach den jüdischen Fundamentalisten, die auch in Israel inzwischen dne Ton angeben, so soll ihnen allein Gaza als großes Ghetto überlassen bleiben, während das Westjordanland rein jüdisch/israelisch werden soll.
    Ich bleibe dabei, der größte Fehler war die Gründung Israels. Ein solches Land in separat nicht lebensfähige Landesteile aufzutrennen. Ein für drei Religionen wichtiges "Heiliges Land" quasi einer davon exklusiv zu überlassen. Ein Land, in dem Menschen verschiedenster Religionen und Ethnien leben, überhaupt in dann ethnisch getrennte und "zu säubernde" Gebiete zu unterteilen, war ein nicht wiedergutzumachender Fehler.
  2. #171

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Nein. Die Gründung erfolgte auf Grundlage des UN-Teilungsplans, der ausdrücklich einen jüdischen Staat vorsah. Der UN-Teilungsplan wurde mit großer Mehrheit von der UN-Generalversammlung angenommen, auch die Jewish Agency stimmte zu. Nur die ARaber lehnten ihn ab.

    Der Teilungsplan war somit zwar nicht völkerrechtlich bindend, es ist aber Unsinn, zu behaupten, die Staatsgründung erfolgte gegen den UN-Willen.
    Was ich nirgendwo geschrieben habe. Die Gründung Israels erfolgte aber "gegen den Willen aller direkt und indirekt beteiligten Staaten" - das habe ich geschrieben. Wenn Sie daraus "die UN" machen, ist das Ihr Problem.

    Ich denke, jeder hat Verständnis für den palästinensischen Wunsch nach Leben in einem eigenen, souveränen Staat. Nur: Was passiert, wenn Israel sich aus Gebieten zurückzieht, kann man am Gaza-Streifen und in Südlibanon sehen.
    Und Sie wagen es, anderen Propaganda vorzuwerfen?
    Was hat Antisemitismus mit Kritik an Israel zu tun?
    Wie ich schon schrieb: Nichts!
    Aber in der Praxis ist es eben DAS Totschlagargument schlechthin, mit dem praktisch jegliche Kritik an Israel unterbunden oder wirkungslos gemacht wird. Zuletzt im Falle Günter Grass'. Sind Sie etwa blind und taub für diese Vorgänge?
  3. #172

    Uno

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Was ich nirgendwo geschrieben habe. Die Gründung Israels erfolgte aber "gegen den Willen aller direkt und indirekt beteiligten Staaten" - das habe ich geschrieben. Wenn Sie daraus "die UN" machen, ist das Ihr Problem.
    Sie schrieben:
    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    (...) gegen den erklärten (UN-Beschluß) Willen praktisch aller direkt und indirekt involvierten Länder dieser Gegend.
    Ich habe das so verstanden, dass die Gründung gegen den UN-Beschluss erfolgte. Zugegben: Kann man u.U. auch anders verstehen. Fakt ist: Es gab einen UN-BEschluss, den STaat Israel zu gründen.
    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Und Sie wagen es, anderen Propaganda vorzuwerfen?
    Wo habe ich das getan?
    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Wie ich schon schrieb: Nichts!
    Aber in der Praxis ist es eben DAS Totschlagargument schlechthin, mit dem praktisch jegliche Kritik an Israel unterbunden oder wirkungslos gemacht wird. Zuletzt im Falle Günter Grass'. Sind Sie etwa blind und taub für diese Vorgänge?
    Wenn Sie mit mir diskutieren, würde ich Sie bitten, mir keine Argumente anderer zu unterstellen.

    Ich fand die Grass-Äußerungen zwar nicht zutreffen, würde ihm aber keinen Antisemitismus unterstellen.
  4. #173

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Dieser "tiefverwurzelte Konflikt" ist übrigens schlicht die Gründung des Staates Israel auf Kosten der in diesem Landstrich lebenden Araber und gegen den erklärten (UN-Beschluß) Willen praktisch aller direkt und indirekt involvierten Länder dieser Gegend. Diese Gründung hätte so niemals erfolgen dürfen.
    Wenn der Hund nicht...Tatsache ist dass der Staat Israel existiert und diese Tatsache werden Sie nicht mehr ändern können, es sei denn sie wollen einen zweiten Holocaust.
    Nach dem ersten wollten die Überlebenden einen eigenen Staat um nie mehr Opfer von Verfolgungen zu werden - verständlich.
    Sie wählten den Landstrich wo ihre Vorfahren schon vor 3000 Jahren lebten und wo seitdem immer Juden lebten - wenn auch nicht mehr in der Mehrheit.
    Wer hat also Anspruch auf das Land?

    Man stelle sich vor, mitten in den USA würde sich ein Land mit islamischen Asiaten gründen, nachdem es zuvor die US-amerikanische Bevölkerung und die Staatsmacht mit Terrorangriffen überzogen hat. Das ist nämlich im "Heiligen Land" Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts geschehen. Man muß keine Sympathie für die Hamas, Fatah, oder für die Palästinenser haben. Aber die historischen Fakten sollte man doch kennen.
    Man stelle sich vor man wäre ein friedlicher amerikanischer Ureinwohner und auf einmal kommen Scharen an Fremden über das Meer, besetzen das eigene Land, vertreiben und ermorden die eigenen Leute. Oh-muss man sich nicht vorstellen ist bereits geschehen...
    Sollen die Amerikanischen Ureinwohner jetzt losziehen und Leute in die Luft sprengen um ihr Land wieder zurück zu bekommen?

    Es hat keinen Zweck das Rad der Geschichte ständig zurückdrehen zu wollen. Man muss sich auch mal mit Tatsachen arrangieren.

    Und von wo aus man jetzt Syrien schön beschießen kann....
    Wann ist das zuletzt passiert?

    Ist natürlich auch eine Riesensauerei, daß Syrien sein Staatsgebiet dort zurück haben will. Und nicht mal die Tatsache, daß die dort lebenden Drusen lieber in Syrien als unter israelischer Besatzung leben wollen, spielt da eine Rolle.
    Vielleicht möchte ich auch Preußen zurück haben? Syrien hat sich mehrfach an Angriffskriegen gegen Israel beteiligt und verloren.
    Aufgrund der strategischen Bedeutung haben die Israelis die Golanhöhen besetzt. Und solange Israel nicht sicher sein kann, dass von dort keine Gefahr mehr droht wird das auch so bleiben.
    Das der Verlierer nachskaten will ist verständlich...

    Ich finde es immer wieder sehr "lustig" zu beobachten, mit welcher Nonchalance Israel praktisch jeder Bruch internationalen und Menschen-Rechtes zugebilligt wird, während man zugleich absolut kein Verständnis dafür aufbrungt, daß die Palästinenser in den ihnen zugesprochenen GEbieten frei und selbstbestimmt leben wollen.
    Oh ja, die Palästinensische Selbstbestimmung im Gaza-Streifen erscheint mir total erstrebenswert. Tausche Besatzungsregime gegen islamistische Terroristen...

    Und dann "wundert" sich immer alles, woher dieser verdammte "Antisemitismus" (sprich, die Kritik an diesen von Israel bestimmten Zuständen) nur kommen mag?
    Die Israelische Regierung ist sicher nicht frei von Makeln, aber gemessen an der Situation in der sich das Land befindet, ist es absolut bemerkenswert, dass ausgerechnet in diesem kleinen Land die einzige echte Demokratie im ganzen Nahen Osten besteht.
  5. #174

    Palästina/Palästina

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Und heute Israel derer 100%....
    Nein. Zum Mandatsgebiet "Palästina" - auf dem der Judenstaat gegründet werden sollte - gehörte, neben dem heutigen Israel und den besetzten GEbieten auch das Gebiet des heutigen Jordanien.

    Völkerbundsmandat für Palästina

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Die Juden kamen als Landräuber, und egal, was die Araber seitdem taten, ob sie es im Guten oder Bösen versuchten, nichts hat ihre Situation verbessert.
    Unsinn. Als die Ägypter friedensbereit waren, haben sie den Sinai zurückbekommen. Als die Palästinenser friedensbereit waren, haben sie im Rahmen des Oslo-Abkommens Gaza und Teile des Westjordanlandes (zumindest im Rahmen einer TEilsouveränität) bekommen.

    Die Frage bleibt: Wann kamen die Araber denn -abgesehen von den beiden genannten Malen - in Frieden?
    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Ich bleibe dabei, der größte Fehler war die Gründung Israels.
    Gut, dass Sie so ehrlich sind, dass Sie keinen Staat Israel wollen.
    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Ein für drei Religionen wichtiges "Heiliges Land" quasi einer davon exklusiv zu überlassen. Ein Land, in dem Menschen verschiedenster Religionen und Ethnien leben, überhaupt in dann ethnisch getrennte und "zu säubernde" Gebiete zu unterteilen, war ein nicht wiedergutzumachender Fehler.
    Das entspricht nicht den Tatsachen. Alle Religionen haben Zugang zum "heiligen Land", in Jerusalem gibt es jüdische, christliche und moslemische Kirchen und Gemeinden.

    Israel ist auch ethnisch nicht homogen. Es gibt in Israel viele Araber, die volle Bürgerrecht genießen.
  6. #175

    Unkenntnis führt zu Fehlurteilen

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Niemand braucht fuer zivile Zwecke 20% iges URAN 235. Da genuegen wenige Prozente Anreicherung. Auf 20 % darf ein Staat wie Iran, der die entsprechenden Vertraege unterschrieben hat, anreichern aber nicht mehr.

    Vertreter der iranischen Regierung haben voller Stolz erklaert, dass sie 0,7 %iges Uran 235 auf 20 % anreichern koennen und konnten, etwa 30ig Fach, und es weiter tun werden. Ich kenne niemand, der gesagt hat, die bluffen nur, das kann NICHT stimmen. Persoenlich bin ich auch der Auffassung, dass Iran sich ein immer groesser werdendes Lager an 20 % igem Uran 235 anlegt.

    Da dafuer keinerlei zivile Verwendung vorliegt, folgt aus dieser Tatsache die Verdaechtigung, dass EVENTUELL(!) spaeter, dieser Lagerbestand als Ausgangsmaterial fuer 90 %iges Uran 235 dienen wird. Diese, weiter noetige 4 1/2 Fache, Anreicherung laesst sich ohne groessere technische Schwierigkeiten in einigen Wochen durchfuehren.

    Wenn diese Programm heimlich begonnen wird, speziell, da es nicht moeglich ist den Lagerbestand an angereichertem Uran im Iran vollstaendig zu kontrollieren und zu ueberwachen, dann bleibt nur eine kurze Zeit der Reaktion, bis der Iran erste Atombomben-Testexplosionen der Welt vorfuehrt.

    Da Atombomben mit Uran wesentlich schwerer sind, wie Plutoniumbomben bei gleicher Sprengkraft, bleibt die Frage der Traegersysteme.

    Bei einem Regime, wie es der Iran zur Zeit darstellt, wuerde ich nicht darauf Wetten, dass die Entscheidungstraeger in diesem Land rational Denken und rational Entscheiden, so wie die Sovietunion und die USA im kalten Krieg.

    Wenn es also erwiesen ist, dass der Iran ueber solche Uranbomben verfuegt, koennen diese jederzeit mit normalen Frachtflugzeugen, Passagierflugzeugen und Frachtcontainern mit Schiffen in alle Welt verschickt werden. Es wird also noetig sein, den ganzen Frachtverkehr, der den Iran verlaesst zu kontrollieren!

    Sollte Iran, zum Beispiel, Deutschland beschuldigen den Israelis, Dank der Lieferung von Unterseebooten, dabei geholfen haben ihre Atomwaffendrohung zu verstaerken, dann kann ein Container mit Pistazien und getrockneten Weintrauben aus dem Iran, auch noch eine Atombombe enthalten und Hamburgerhafen ade.
    mfG Beat
    Auf 20% angereichertes Uran wird für medizinische Anwendungen benötigt! Damit bewegt sich der Iran noch innerhalb der zivilen Nutzung. Alles, was darüber hinausgeht, ist pure Spekulation.
  7. #176

    Zitat von stesch Beitrag anzeigen
    Auf 20% angereichertes Uran wird für medizinische Anwendungen benötigt! Damit bewegt sich der Iran noch innerhalb der zivilen Nutzung. Alles, was darüber hinausgeht, ist pure Spekulation.
    Das behauptet zumindest der Iran...
    Die Frage lautet jedoch ob der Iran auch plausibel belegen kann, dass er das 20%-ige Uran auch tatsächlich für medizinische Zwecke verwendet? Hat die WHO vielleicht Hinweise darauf, dass es im Iran gerade zu einer epedemischen Ausbreitung von Krebs kommt?
    In diesem Fall müsste man dem Land doch dringend medizinisch helfen, nicht wahr?
    Allerdings macht es schon ein wenig stutzig, dass der Iran seine Produktionsstätten für den medizinischen Bedarf tief im Erdboden verbunkert...
    Man kann 20%-iges Uran nämlich auch für Forschungs- und militärische Reaktoren verwenden oder leicht zu kernwaffenfähigem Material anreichern. Das erscheint hier eine weit plausiblere Erklärung.

    Stellen Sie sich mal vor ein Norweger, Anfang 30, kommt in eine Chemikalienhandlung und möchte für seine Balkon-Pflanzen eine Tonne Kunstdünger kaufen und dazu noch ein paar Treibstoffkanister.
    Sie würden ihm bestimmt glauben, dass er nur um das Wohl seiner Blumen besorgt ist und nicht etwa vor hat eine Bombe zu bauen mit der man das Regierungsviertel verwüsten kann, oder?