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NSU: Thüringer Sicherheitsbehörden versagten bei Suche nach Rechtsterroristen

dapd / BKADas Versagen der Thüringer Sicherheitsbehörden bei der Suche nach den untergetauchten Rechtsterroristen der Zwickauer Terrorzelle ist nach Informationen des SPIEGEL gravierender als bislang bekannt. Im Landeskriminalamt herrschte offenbar Chaos, eine Zielfahndung gab es nicht.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...834079,00.html
  1. #1

    jeder Terrorismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Versagen der Thüringer Sicherheitsbehörden bei der Suche nach den untergetauchten Rechtsterroristen der Zwickauer Terrorzelle ist nach Informationen des SPIEGEL gravierender als bislang bekannt. Im Landeskriminalamt herrschte offenbar Chaos, eine Zielfahndung gab es nicht.

    Thüringer Sicherheitsbehörden versagten bei Suche nach NSU-Terroristen - SPIEGEL ONLINE
    sollte gezielt zur Verhaftung führen, sobald auch nur eine Drohung ausgesprochen wird! Da sollte man das Grundgesetz noch mal ändern!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Versagen der Thüringer Sicherheitsbehörden bei der Suche nach den untergetauchten Rechtsterroristen der Zwickauer Terrorzelle ist nach Informationen des SPIEGEL gravierender als bislang bekannt. Im Landeskriminalamt herrschte offenbar Chaos, eine Zielfahndung gab es nicht.

    Thüringer Sicherheitsbehörden versagten bei Suche nach NSU-Terroristen - SPIEGEL ONLINE
    Der Zugriff auf die Terrorgruppe wurde sogar bewusst von höheren Dienststellen vereitelt. Traurig, dass einem führenden deutschen Nachrichtenmedium wie dem SPIEGEL sowas nicht bekannt sein soll, und "offenbar Chaos" als die neueste Enthüllung präsentiert wird.

    "Das Thüringer Landeskriminalamt hatte offenbar kurz nach dem Untertauchen der Jenaer Terror-Zelle im Jahr 1998 die konkrete Möglichkeit für einen Zugriff auf die Gruppe. Nach Informationen des MDR THÜRINGEN lag für einen Zugriff in Chemnitz ein Einsatzplan des Thüringer Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei vor. Nach MDR-Recherchen hatten Zielfahnder des Landeskriminalamtes die drei zwischen 1998 und 1999 in Chemnitz aufgespürt. Das SEK wurde daraufhin in Alarmbereitschaft versetzt. Kurz bevor die SEK-Beamten in Richtung Sachsen aufbrechen wollten, wurde der Einsatz abgebrochen. Auch die Zielfahnder sollen auf Weisung des LKA wieder zurückgeholt worden sein."
    Thüringer SEK kurz vor Zugriff "zurückgepfiffen" | MDR.DE
  3. #3

    Wer soll das noch glauben?

    Zuerst mal „vergisst“ man die Drei einfach nach erfolgreicher Sprengstoff-Razzia festzunehmen. Obwohl in ihrer Garage Sprengstoff aus BW-Beständen gefunden wurde, können sie einfach so von dannen spazieren.
    Dann werden sie von Zielfahndern aufgespürt, der Befehl für den Zugriff wird allerdings verweigert.
    Über 10 Jahre finanzieren sie sich durch Banküberfälle. Also bei so einer Häufung von Banküberfällen mit gleichartigen Täterprofilen gäbe es doch – unter normalen Umständen – eine Öffentlichkeitsfahndung. In diesem Fall nicht, hier ist gar nix normal.
    Und das lässt sich beim besten Willen nicht alles mit „chaotischen Zuständen“, „Kompetenz-Wirrwarr“ usw. erklären.
    Es mach vielmehr den Eindruck als ob jemand mit „sehr viel Einfluss“ (z.B. ein Geheimdienst) sehr dran interessiert war, dass die NSUler nicht verhaftet wurden. Nun kann aber auch ein Geheimdienstchef nicht einfach eigenmächtig einem Polizei-Einsatzleiter Befehle in diese Richtung erteilen, da muss er schon den vorgeschriebenen Dienstweg einhalten – und der dürfte übers Innenministerium gehen.
    In Anbetracht des Umstandes, dass diese Unterstützung krimineller Machenschaften kein Einzelfall ist sondern nur ein Glied in einer endlosen Kette vom RAF-Waffenlieferanten Urbach bis zu „Sauerland-Gruppe“ und und und.. kann man nur den Eindruck gewinnen, diese Unterstützung krimineller Machenschaften gehört nach wie vor zu den Hauptaufgaben unserer Geheimdienste.
    Und jetzt? Jetzt macht man den Bock zum Gärtner und lässt jene, die die politische Verantwortung für diese kriminellen Machenschaften tragen, eine „Untersuchung“ führen. Das verspricht "Spannung" pur!
  4. #4

    Es ist schon seltsam, dass immer noch versucht wird, das Agieren gewisser Dienste mit »Versagen« oder »Chaos« zu beschreiben. Da stößt man nämlich alle Naslang auf Dinge, die eigentlich nicht sein können oder sein dürften.
    Wenn man aber mal eine andere Untersuchungshypothese aufstellt, dann würden so ziemlich alle Vorkommnisse und Handlungen logisch zusammenpassen. Allerdings müsste man dann dem Bundesbürger die Hypothese zumuten, dass es gewisse Formen von Symbiose zwischen Diensten und Nazis gibt.
  5. #5

    Hinterher.

    Sie drehen es nach einer Unfähigkeitsdebatte ins falsche Licht. Der Radikalismus unter rechten Beamten wird damit vertuscht.
  6. #6

    Zum Glück

    gibt es das Internet und Leute wie atzlan ! Für jemanden, der wie ich den Spiegel seit über 40 Jahren schätzt, ist es jedoch niederschmetternd. Dafür gibt es jetzt aber Klasse Vorschauen auf den Grand Prix Eurovision de la Chanson im Spiegel.....


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