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NSU-Mordserie: Ermittler belauschten 14.000 Telefonanschlüsse

DPABis zur Enttarnung des NSU haben Ermittler in der Ceska-Mord-Serie Massen von Daten gehortet. Erst jetzt wird das Ausmaß bekannt: Insgesamt wurden etwa 20,5 Millionen Funkzellendatensätze gespeichert und knapp 14.000 Anschlussinhaber belauscht.

http://www.spiegel.de/panorama/nsu-m...-a-862231.html
  1. #1

    Bin mal gespannt, wann die informiert werden

    Die Betroffenen müssen ja nach der StPO von den Maßnahmen informiert werden. Ich bin mal gespannt, ob und wann das erfolgt. Es wird nämlich gerne "vergessen".
  2. #2

    Optimal

    die Ergebnisse, oder? Ein Teil unserer Ermittlungsbehörden ist wohl im den permanenten Büroschlaf gefallen. Da fragt man sich wofür und wen bezahlen wir mit unseren Steuern? Was bekommen wir an Qualität für das hart erarbeitete Geld wieder, keine, nur Reinfälle, Wozu braucht die BRD überhaupt Verfassungsschützer, wer schützt uns vor der Unfähigkeit dieser Behörden und Ihrer Leiter? Die Herren Innenminister bestimmt nicht, die sind genauso unfähig. Alle ohne Vergütungen in den vorzeitigen Ruhestand schicken, wäre das Beste.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Insgesamt wurden etwa 20,5 Millionen Funkzellendatensätze gespeichert und knapp 14.000 Anschlussinhaber belauscht.
    Offensichtlich stand in dem Artikel zunächst das Wort "belauscht" statt "angezapft". (Das Wort "belauscht" wird immer noch als Zitat übernommen)

    Beides unterstellt, dass Gespräche mitgehört wurden, was aber nicht Fall ist.

    Im Artikel selbst ist dann nur noch von 14.000 Datensätzen über Anschlussinhaber die Rede.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das bedeutet: In fast 14.000 Fällen wurden Namen und Adressen der Anschlussinhaber von Kommunikationsgeräten ermittelt.
    Früher gab es übrigens Telefonbücher. Da stand auch nichts anderes drin als in diesen 14.000 Datensätzen.
  4. #4

    Zitat von wolfi55 Beitrag anzeigen
    Die Betroffenen müssen ja nach der StPO von den Maßnahmen informiert werden. Ich bin mal gespannt, ob und wann das erfolgt. Es wird nämlich gerne "vergessen".
    Dieser Beitrag fällt wohl eher in die Rubrik "Gefährliches Halbwissen".
    Es geht hier nicht um Telekommunikationsüberwachung, sondern um Verkehrsdatenerhebung.

    Diese bewusste Unschärfe im Artikel scheint ja zu funktionieren.
  5. #5

    Zitat von Elias Beitrag anzeigen
    ...

    Früher gab es übrigens Telefonbücher. Da stand auch nichts anderes drin als in diesen 14.000 Datensätzen.
    Es gab schon intelligentere Verdummungsversuche als Ihrer. Eine Telefon-CD ins Regal legen ist wohl etwas anderes als diese anlassbezogene Datensammlung. Wer das Pech hatte, auch bei einem der folgenden Morde zufällig in der Nähe telefoniert zu haben, könnte einigen Erklärungsbedarf erzeugen.
  6. #6

    Ziemlich armselig, ...

    Ziemlich armselig, oder ?
    Ihre Argumentation meine ich.
    Zitat von Elias Beitrag anzeigen
    Offensichtlich stand in dem Artikel zunächst das Wort "belauscht" statt "angezapft". (Das Wort "belauscht" wird immer noch als Zitat übernommen)
    Beides unterstellt, dass Gespräche mitgehört wurden, was aber nicht Fall ist.
    Das wissen Sie jetzt woher ?

    Zitat von Elias Beitrag anzeigen
    Im Artikel selbst ist dann nur noch von 14.000 Datensätzen über Anschlussinhaber die Rede.
    Früher gab es übrigens Telefonbücher. Da stand auch nichts anderes drin als in diesen 14.000 Datensätzen.
    In den Telefonbüchern stand aber nichts von drin, wann ich von wo mit wem telefoniert habe.
    Insofern: nice try.
    Also gehen Sie wieder zurück zu Ihren Interessenvertretern und sagen: "Wir müssen uns andere Nebelwerfer zulegen."
  7. #7

    Zitat von Th.Tiger Beitrag anzeigen
    Wer das Pech hatte, auch bei einem der folgenden Morde zufällig in der Nähe telefoniert zu haben, könnte einigen Erklärungsbedarf erzeugen.
    Sehr gut. Sie haben den Sinn dieser Ermittlungen verstanden.

    Ich hoffe, Sie verstehen auch, dass dieser bloße Zufall noch niemanden zum Beschuldigten macht.
  8. #8

    Zitat von Elias Beitrag anzeigen
    Sehr gut. Sie haben den Sinn dieser Ermittlungen verstanden.

    Ich hoffe, Sie verstehen auch, dass dieser bloße Zufall noch niemanden zum Beschuldigten macht.
    Ich hoffe, Sie und Ihre Kollegen kennen den Unterschied zwischen Verdächtigen und Beschuldigten und haben auch ein Problem damit, die mit dieser Rasterfahnung ermittelten Personen weder als das eine noch als das andere zu betrachten.
    Schönen Tag auch!
  9. #9

    Die Fakten.

    Es wurde großflächig herumgeschnüffelt.
    Es wurde nichts gefunden.

    Das lässt einen interessanten Schluss zu:
    Der Schnüffelstaat bringt nichts, wenn man in die falsche Richtung ermittelt. Das macht mir Hoffnung.
    Denn, wenn diese Strafermittlungsmethoden in die falschen Hände geraten (und mit unserer tollen Eurokratur sind wir auf dem besten Wege dorthin), dann sind die Bürokraten dahinter zu blöd, um sie wirklich zielführend auszunutzen.








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