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NSU-Aktenskandal: MAD-Affäre bringt de Maizière in Erklärungsnot

dapdNach dem Aktenskandal im NSU-Ausschuss muss der Militärgeheimdienstes MAD um seine Existenz fürchten. Um den Schaden zu begrenzen, gibt das Verteidigungsministerium nun erstmals Fehler zu. Doch Minister de Maizière ist längst in den Sog der Affäre geraten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...855459,00.html
  1. #1

    aufklären oder vertuschen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem Aktenskandal im NSU-Ausschuss muss der Militärgeheimdienstes MAD um seine Existenz fürchten. Um den Schaden zu begrenzen, gibt das Verteidigungsministerium nun erstmals Fehler zu. Doch Minister de Maizière ist längst in den Sog der Affäre geraten.

    MAD-Affäre bringt de Maizière in Erklärungsnot - SPIEGEL ONLINE
    langsam reicht es jetzt. wie kann es sein, dass in einem verfahren, in dem es um mindestens 10 morde geht, in dem es darum geht, pannen bei der ergebnislosen fahndung nach der zwickauer zelle aufzuklären, die geheimdienste offenbar hartnäckig ihre zusammenarbeit verweigern, diese zusammenarbeit untereinander aber wohl ganz vorzüglich zu klappen scheint. wie kann es sein, dass diese geheimdienste täuschen, lügen und unterschlagen. weil sie vielleicht doch zu tief verstrickt sind? weil sie verantwortung tragen müssten für verbrechen? die herren mit den grauen haaren und grauen schnäuzern scheinen tatsächlich eine verschworene gemeinschaft zu sein.
  2. #2

    Unglaublich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem Aktenskandal im NSU-Ausschuss muss der Militärgeheimdienstes MAD um seine Existenz fürchten. Um den Schaden zu begrenzen, gibt das Verteidigungsministerium nun erstmals Fehler zu. Doch Minister de Maizière ist längst in den Sog der Affäre geraten.

    MAD-Affäre bringt de Maizière in Erklärungsnot - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde es einfach unglaublich, was sich die Medien da leisten. Tolle Überschriften, riesen Affäre usw. - was man nicht denkt, was da alles verheimlicht wurde!!!!

    Dann hatte ich heute morgen Zeit, mal in der Süddeutschen genauer darüber zu lesen. Und was ist???? NIX ist!!!

    Der MAD hat besagten späteren Neonazi während seiner Wehrpflicht (5 Jahre vor den ersten Morden) befragt, weil er mit ein paar Leuten "rechte Musik" gehört hat. Dann wurde er noch gefragt, ob er eventuell irgendwelche Infos aus der Szene liefern kann, was er verneinte.
    Der Bericht wurde u.a. an den Verfassungsschutz weitergeleitet und ist schon länger nichtmehr im MAD Verzeichnis, weil für die uninteressant (der war ja nur Wehrpflichtiger und was der 5 Jahre nach seiner Zeit beim Bund macht, interessiert den MAD zu Recht nicht!).


    WO ist denn bitte jetzt die Affäre oder der Skandal??? WO? Ist bald noch die Grundschule dran wo er war? Die hatten bestimmt auch ne Akte über ihn, die mit den Morden genauso wie die MAD-Akte nichts zu tun hat.

    Hier wird von bestimmten Stellen anscheind versucht, mit tatkräftiger (Überschriften)-Unterstützung der Presse, alle Geheimdienste schlecht zu machen.

    Der MAD ist für die Gegenspionage und das verhindern einer Unterwanderung radikaler Gruppen der BUNDESWEHR zuständig - hier jetzt einen Vorwurf zu machen ist gelinde gesagt eine Frechheit. Aber KTzG war ja auch verantwortlich für die Bombardierung der Tanklaster in Afghanistan - Monate bevor er Verteidigungsminister wurde... .

    Die Presse hat eine überwachende Funktion in der Demokratie und es ist richtig Missstände aufzuführen - aber welche zu erzeugen ist sicherlich nicht legitim!
  3. #3

    De Maizière in Erklärungsnot???

    Aber de Maizière doch nicht.

    Manche erinnern sich noch, an den ungeheuerlichen Skandal in Sachsen, in dem es um krumme Immobiliengeschäfte, Bestechung, Prostitution - einschließlich Kinderprostitution - usw. ging und in die Richter, Politiker und natürlich Gangster aller Schattierungen verwickelt waren.
    De Maizière trug damals als zuständiger sächsischer Minister die Verantwortung dafür, dass die Ermittlungsakten auf geheimnisvolle Weise verschwanden, die Ermittler auf vielfältige Art nieder gemacht oder gefeuert wurden und die ganze Sache totgeschwiegen und im Sande verlief.
    Er hat also Erfahrung mit solchen Problemen...
  4. #4

    wo ist das Problem

    Erwartet wirklich jemand in dieser Republik, dass die Behörden ehrlich und transparent arbeiten? Verwaltung ist schon lange Selbstzweck geworden. Glücklich der, der sich in sein privates Schneckenhaus zurückziehen kann. Es ist ein unglaublicher Skandal! Ausnahmsweise bin ich mal hundertprozentig auf Ströbeles Seite.
  5. #5

    MAD kritisieren: Ja!-MAD auflösen: Nein!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem Aktenskandal im NSU-Ausschuss muss der Militärgeheimdienstes MAD um seine Existenz fürchten. Um den Schaden zu begrenzen, gibt das Verteidigungsministerium nun erstmals Fehler zu. Doch Minister de Maizière ist längst in den Sog der Affäre geraten.
    Wer den MAD auflösen will, kann auch gleich die BRD auflösen. Der BND hat sich ganz andere Sachen “geleistet” und ihn gibt es immer noch. Warum? Weil er in begrenztem Umfang einen Schutz bereitstellt, den so andere Behörden nicht übernehmen können. Dass niemand über die Erfolge von MAD & BND spricht liegt in der Natur der Sache.

    Informationen werden gerade im militärischen Bereich immer wichtiger, gerade in den Bereichen, die der BND weder vom Gesetz her noch von der Ausrüstung, noch vom Personal her sinnvoll erledigen könnte. Schafft man jetzt den MAD ab, schafft man eine Lücke, von der niemand sagen kann, wie diese gefüllt werden sollte. Es reicht schon, dass die Bundeswehr auf vielen Ebenen bereits gar keine Armee mehr ist, sondern mit Zivilisten arbeitet.

    Den MAD sollte man kritisieren, und die führenden Beamten und Soldaten des Deinstes sollte man zur Auseinandersetzung mit der Tätigkeit des Dienstes politisch zwingen (wie dies ja schon mehrfach getan wurde). Deswegen gleich den Dienst abzuschaffen ist so als ob man mit einer Panzerfaust auf MAD-Spatzen schiessen würde-schlichtweg unsinnig.

    Btw, der MAD ist sowieso schon unterbesetzt und unterfinanziert.
  6. #6

    Das liest sich ...

    ... wie die Stieg Larsson Romane.
    Ich bin immer davon ausgegangen der hätte sich das alles ausgedacht.
  7. #7

    Was will man erwarten,

    Die Spitzenpolitiker sind verkommene und verrottete Schauspieler ohne einen Funken von Moral, wie könnten da die Spitzenbeamten anders sein? Das System trägt sich selbst, nur ganz selten fällt einer - und dann fällt er sehr weich. Einziger Ausweg, die Linken. Schlechter kanns nicht werden.
  8. #8

    Schlamperei

    nennt sich diese Art und Weise der Dienstführung oder ist das heimliche Sympathie? TdM sollte schnellstens zurück treten, er ist ein Versager.
  9. #9

    Zu hoch gegriffen

    Zitat von heidi1-preiss Beitrag anzeigen
    langsam reicht es jetzt. wie kann es sein, dass in einem verfahren, in dem es um mindestens 10 morde geht, in dem es darum geht, pannen bei der ergebnislosen fahndung nach der zwickauer zelle aufzuklären, die geheimdienste offenbar hartnäckig ihre zusammenarbeit verweigern, diese zusammenarbeit untereinander aber wohl ganz vorzüglich zu klappen scheint. wie kann es sein, dass diese geheimdienste täuschen, lügen und unterschlagen. weil sie vielleicht doch zu tief verstrickt sind? weil sie verantwortung tragen müssten für verbrechen? die herren mit den grauen haaren und grauen schnäuzern scheinen tatsächlich eine verschworene gemeinschaft zu sein.
    Es kann auch ganz anders sein. Vielleicht sitzen in den Diensten schlichte Beamte, die gerne Schlapphut spielen wollten und mit den Jahren frustriert wurden, weil der Gegner fehlte. Im Bewusstsein des Nutzlosen dämmert man weg. Taucht dann ein richtiger Gegner auf, so erkennt man ihn nicht als Gefahr. Sobald das Versagen offenkundig wird, wacht man auf und beginnt mit dem Vertuschen.
    Aber was soll's? Immerhin gibt's dafür gutes Geld bis zum Tod.








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