Ist schon eine seltsame Diskussion. Ein Geheimdienst arbeitet allgemein im geheimen, also ohne das Wissen über seine Arbeit. Und jetzt kommen da solche Tratschtüten und verlangen, daß man ihnen die Akten und Dokumente über diese geheim durchgeführten Aktionen und Vorgänge aushändigen soll. Da hätte der Dienst ja auch gleich seine Arbeit bloggen können oder in einer RTL Show öffentlilch vermarkten nach dem Motto "BfV sucht den Super Nazi".
Es ist doch völlig klar, dass die Akten, die darüber existieren die komplette Arbeit des Dienstes in dieser Sache zunichte machen, zukünftig wird es gar nicht mehr zu Nachforschungen kommen, wenn der Dienst/ die Dienste gezwungen wären, jeden Vorgang akribisch zu protokollieren und bei Bedarf öffentlich zugänglich zu machen.
Wir können natürlich darüber diskutieren, ob wir in Deutschland überhaupt Extremisten geheimdienstlich überwachen sollten. Wenn wir dann mehrheitlich zu dem Schluß kommen, daß wir das nicht wollen, dann können wir die Inlandsdienste auflösen - auch gut.
Die Dienste sind ja im übrigen nicht etwas ideelles, sondern dahinter stehen Menschen, die jeden Tag ihr Leben riskieren, um Informationen zu besorgen. Das sind Menschen, die nicht 9000 Euro im Monat kassieren und dann bei wichtigen Entscheidungen lieber Fußball gucken, als am Arbeitsplatz zu erscheinen.
Und dann kommen diese Arbeitsverweigerer aus den Parlamenten und wollen sich auf deren Kosten profilieren und als große Skandalaufklärer gerieren.
Ich gehe stark davon aus, daß zukünftig, sollte der Dienst überhaupt erhalten bleiben, viele Operationen und Aktivitäten gar nicht mehr dokumentiert werden. Dann braucht man später auch keine Akten mehr schreddern.
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