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NSDAP-Vergleich: Piraten in der Nazi-Falle

Die etablierten Parteien attackieren die Piraten für einen weiteren NSDAP-Vergleich. Auch in den eigenen Reihen sorgt das heikle Zitat des Berliner Piraten Delius für Empörung. Der Abgeordnete zieht seine Kandidatur für ein Amt im Bundesvorstand zurück. Erledigt ist die Debatte aber längst nicht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829039,00.html
  1. #120

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen
    Besonders faszinierend ist, daß die CDU in Hessen damals ihre schwarzen Konten als "jüdische Vermächtnisse" deklarieren konnte und die allgemeine Empörung größtenteils ausblieb. Dieses Land ist so unglaublich verlogen. Ein weiterer Grund, Piraten zu wählen.
    Also, ich kann mich noch gut an die allgemeine Empörung erinnern. Da war sogar ich empört, und das passiert mir beim Gezänk der demokratischen Parteien höchst selten. Gegen den Sturm ist das hier ein laues Lüftchen, zurecht, aber mann kann sich seine Verfolgung auch herbeireden.
  2. #121

    Zitat von amerlogk Beitrag anzeigen
    Völlig Anders ist unsere Gründung. Die Piraten sind anteilig Reformer, anteilig Netcitizens. Die Grünen waren der politische Zusammenschluß von Bewegungen, der Friedens- AntiAKW, Umwelt- und Frauenbewegung.
    In Feldern wie Bürgerrechte, Umwelt- und Netzpolitik sind wir uns recht nahe. Bei manch anderen Themen liegen wir auseinander. weswegen ich persönlich die Piraten als eine liberale Partei einstufen würde (betrachtet man da viele Beschlüsse und nicht zu verwechseln mit der FDP-Liberalität).
    Werden Sie mal konkret, damit ich überprüfen kann, was Sie unter Liberalismus/Liberalität verstehen. Wahrscheinlich ein wenig Heiteitei und Libertinage und die wirtschaftlichen Freiheiten werden komplett ausgeklammert.

    Auch ganz persönliche Ansicht und Erfahrung aus den aktuellen gemeinsamen Projekten, behaupte ich das es den Grünen leichter fällt in einer dreier Koalition mit den Piraten reinzugehen, als mit Linken oder FDP. Da muss bei den Piraten sicherlich nochmal das Thema Koalitionsverträge, Verhältnis zur Freiheit der Abgeordneten geklärt werden (eher ein Problem bei den Neumitgliedern der Piraten).
    Das glaube ich auch. Die Piraten ernähren sich vom Fleisch der Grünen. Das ist noch der positivste Aspekt dieser neuen Partei. Ansonsten sind die vertretenen Inhalte dieser Partei alter Wein in neuen Schläuchen. BGE... gibt's bei der Linkspartei auch. Die Piraten sind die "Linkspartei mit Internetschluss", da hat Lindner vollkommen recht.
  3. #122

    Die FDP hat Angst

    Zitat von borzensen Beitrag anzeigen
    Was soll diese lächerlich gespielte Empörung? Darf man heutzutage den Begriff "NSDAP" nicht mehr in den Mund nehmen ohne dass anschließend ein riesen Shitstorm über einen hereinbricht?
    Die FPD, die SPD und so weiter haben schlicht Angst.

    Denn immer mehr Menschen erkennen, dass die Piraten gut sind und somit immer stärker werden könnten.

    Die Aufregung um eine Parallele des Aufstiegs der NSDAP mit allen furchtbaren Schrecken und des Aufstiegs der guten Piratenpartei ist nur gespielt.

    Also: Ich nehme es der FDP und den übrigen einfach nicht ab, ob des Piraten-Zitates wirklich empoert zu sein. Es ist nur Angst.
  4. #123

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Und am erfolgreichsten kann man politisch Unbequeme denunzieren, indem man sie in die rechtsradikale Ecke stellt.
    Also ich kann nicht erkennen, dass man den Piraten Delius in eine rechtsradikale Ecke stellt.
    Das ist eher eine Depperlecke.
    Denn man muss schon besonders begabt sein, wenn man in der derzeitigen Nazidiskussion innerhalb der Piratenpartei, solch einen Vergleich mit der NSDAP zieht.
  5. #124

    Zitat von borzensen Beitrag anzeigen
    Was soll diese lächerlich gespielte Empörung? Darf man heutzutage den Begriff "NSDAP" nicht mehr in den Mund nehmen ohne dass anschließend ein riesen Shitstorm über einen hereinbricht?
    Das dolle ist, das man sich fast täglich Dokumentationen im Fernsehen ansehen kann die mit dem 3.Reich zu tun haben. Es ist gewollt, das wir die Zeit nicht vergessen...und das wird in 50 Jahren nicht anders sein. Also ich finde, die Piraten sollten nicht vor der Nazikeule kuschen wir Deutschen haben doch alle eigentlich die Schn....voll davon und wenn ihr lieben Medien meint, immer noch an der MEinng des Volkes vorbei schreiben zu müssen...Bitte..aslo mich würde das als Journalist nicht befriedigen.
  6. #125

    Zitat von Mathesar
    Na ja...wenn Sie wegen Binsen neidisch werden brauchts ja net viel...

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    immerhin haben Sie die Bemerkung verstanden.
    Ich fürchte nicht...
  7. #126

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen

    er vergleicht die Rasanz! Also die Geschwindigkeit der Veränderung. Ohne jetzt die genauen Wahlergebnisse aller Wahlen in Ländern und Reich genau nachzulesen, in der Tendenz ist das richtig.
    Wer aus "so rasant wie" einen inhaltlichen Bezug herausliest, hat ein schweres persönliches Pisaproblem oder ist bösartig.
    Klar ist das bösartig und auch so gemeint. Aber leider ist der Vergleich auch historisch falsch, die Piratenpartei ist Lichtjahre davon entfernt, Wahlergebnisse wie die Nazis einzufahren. Dafür haben wir völlig andere politische Verhältnisse. Die Aussage war also nicht nur dämlich, weil sie Futter für bösartige Interpretationen liefert, sondern auch historisch daneben.
  8. #127

    günter grass erlebte dieselbe "korrektheit"

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen
    Ich will rekapitulieren. Die NSDAP hatte bei den Reichstagswahlen 1928 2,6% und 1930 lag sie bei 18,3%. Im Juni 1932 kam die NSDAP auf 37,3 %. Die Piraten lagen 2009 bei 2% und nun liegen sie bei ca. 10%. Der Aufstieg der Piraten ist in der Tat rasant. Ob dieser Aufstieg vergleichbar ist, nun das bleibt jeden selbst überlassen. Problematisch ist der Vergleich nicht oder zumindest verzeilich.
    Zitat von borzensen Beitrag anzeigen
    Was soll diese lächerlich gespielte Empörung? Darf man heutzutage den Begriff "NSDAP" nicht mehr in den Mund nehmen ohne dass anschließend ein riesen Shitstorm über einen hereinbricht?
    Die FPD, die SPD und so weiter haben schlicht Angst.

    Denn immer mehr Menschen erkennen, dass die Piraten gut sind und somit immer stärker werden könnten.

    Die Aufregung um eine Parallele des Aufstiegs der Volkspartei NSDAP mit allen furchtbaren Schrecken und des Aufstiegs der guten Piratenpartei ist nur gespielt.

    Also: Ich nehme es der FDP und den übrigen einfach nicht ab, ob des Piraten-Zitates wirklich empoert zu sein. Es ist nur Angst.
  9. #128

    es handelt sich lediglich um ein Analogon
    in der Wählerbewegungsarithmetik, in den Zugängen,
    über die Abgänge wurde nichts gesagt.

    Die Zugänge zur NSDAP waren zeitlich erheblich
    nachgelagertes Ergebnis der Unterwanderung vom Kaninchenzüchterverein über Poliziedienstellen bis hin zu Ministerien, durch die NSDAP.
    Ähnliches gilt nicht für die Piraten, wohl aber
    für Schonhubers Partei seinerzeit.
    Die Unterwanderung war aber nur eine Wunschvortsellung
    Schönhubers, die insbesondere durch DIE WEKT and die Wand projeziert wurde.
    Die NSAP suchte gezilelt nach Privilegien und Sonderrechten
    konzentriert für einzelne, die sie anderen in Teilen
    abhnehemen., so dass es einzelnen gut ging,
    so wie die Deutschen das aus Kaisers Zeiten kannten.
    sodass andere sagten, eh, gehen wir auch zur NSDAP,
    dann geht's uns auch wieder gut, der Kaiser kommt nicht wieder,
    bis alles wieder kaputt war, aber dieaml sogar mit
    Genozid.

    Die Piraten sind eine Smart-Phone-Partei.
    Sie und ihre Wähler denken,
    dass sich alle Strukturen auf diese Smart-Phones
    anpassen müssen/werden.
    Es ergeben sich ganze neue Staatsführungsmodelle,
    die die Freiheitliche Demokratie verbilligen und in
    wichtigen Entscheidungen beschleunigen, aber nicht ablösen.
    Sogar Strategen für Megagrossunternehmen
    interessieren sich dafür.
    Sodoch kann alles fauler Zauber sein.
  10. #129

    Da bemerkt ein führender Pirat, "Der Aufstieg der Piratenpartei verläuft so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933", und schon heult alle Welt auf, das sei eine rechtsradikale Äußerung und deshalb müsse Herr Delius sofort zurücktreten. Leider tut dieser solchen Heuchlern auch noch den Gefallen. Solange eine solche Äußerung, die keinerlei Rückschlüsse auf das politische Gedankengut einer Partei zulässt dazu führt, Personen ins politische Abseits zu stellen, ist es um die politische Reife in unserem Lande schlecht bestellt. Es wird höchste Zeit, dass sich die Bürger gegen eine solche Bevormundung unserer Gutmenschen wehren.


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