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NSDAP-Vergleich: Pirat Delius sagt Kandidatur für Bundesvorstand ab

Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger attackiert die Piraten. Die Partei müsse sich deutlich vom NSDAP-Vergleich des Berliner Fraktionsgeschäftsführers Delius distanzieren. Dieser will seine Kandidatur für den Bundesvorstand nun zurückziehen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829000,00.html
  1. #170

    Vom Phaenomen her

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger attackiert die Piraten. Die Partei müsse sich deutlich vom NSDAP-Vergleich des Berliner Fraktionsgeschäftsführers Delius distanzieren. Dieser will seine Kandidatur für den Bundesvorstand nun zurückziehen.

    NSDAP-Vergleich: Pirat Delius sagt Kandidatur für Bundesvorstand ab - SPIEGEL ONLINE
    hat er ja eigentlicht Recht mit diesem Vergleich.Also geht es wohl nicht darum beide Parteien zu vergleichen, abgesehen davon , dass einige Nazifreunde denken, sie haetten eine neue Partei gefunden, die erfolgreicher ist, als die eigene.Der Erfolg, eben weil es Protestwaehler sind, wird sich durch solche Artikel nicht mindern, eher das Gegenteil wird vielleicht eintreten, weil die Piratenpartei eine "Zuflucht" wird,fuer alle Unzufriedenen,und davon gibt es wohl mehr, als genug.Ihr Slogan ist die Mitbestimmung,danach sehnen sich die meisten Menschen, auch ohne sich so recht vorstellen zu koennen, wie das in der Realitaet aussehen soll,also wird auf dieser Welle mitgeschwommen, weil es eine Hoffnung ist.Ich hoffe nur, dass nicht jeder Einzelne aufhoert kritisch zu denken,im grossen Gemeinschaftsgefuehl ,ohne so richtiges Ziel,weil genau darin liegt dann die Gefahr,dass aus zwei unterschiedlichen Parteien das gleiche Phaenomen wird...
  2. #171

    Auf den Pawlow-Reflex hoffend, versuchen die etablierten Parteien und die ihnen willfährige Medien, politische Gegner auszuschalten, in dem man sie als Nazis oder Kommunisten bezeichnet. Inzwischen wird das wohl nicht nur schäbig, sondern wird sicher nicht mehr funktionieren.
  3. #172

    Profis (2)

    Hier tippe ich und kann nicht anders. Ich muss einfach noch einmal zum Thema Profis nachlegen.

    Wenn wir an unserem Institut oder in unserem Department untereinander Interessenkonflikte so austragen würden, wie das derzeit die etablierten Parteien in der Oeffentlichkeit tun, sogar innerhalb der Regierung, würde bei uns ziemlich schnell nichts mehr laufen.

    Unsere hochschulinterne Politik läuft viel sachlicher, mit viel mehr Respekt auch vor Kollegen, mit denen man gerade entgegengesetzter Meinung ist, weil man bei allem eben doch auch gemeinsame Interessen hat und weil das Wohl der Hochschule insgesamt für uns und unsere Mitarbeiter über den Eigeninteressen steht. Wir sind uns auch bewusst, was für ein Aussenbild wir abgeben (zum Beispiel vor der zentralen Administration oder unseren Mitarbeitern) und achten darauf.

    Wir sind keine Politik-Profis. Wir haben andere Dinge gut gelernt und mussten uns nur ein wenig politisches Verhalten autodidaktisch aneignen, weil akademische Selbstverwaltung das erfordert.

    Es stört mich ganz gewaltig, dass Minister, Parteichefs, Generalsekretäre und Abgeordnete nicht mal die einfachsten Grundlagen von Politik, Kompromiss und Interessenausgleich beherrschen, die ich mir in begrenzter Zeit durch Versuch und Irrtum aneignen konnte.

    Mein Problem mit den etablierten Parteien ist also gerade ihre mangelnde Professionalität.
  4. #173

    Vor der Krise von 1929 gab es die NSDAP bereits seit rund zehn Jahren, Programm und Personal waren lautstark deutschlandweit bekannt gemacht worden (u.a. durch den Bürgerbräu-Putsch), das Ergebnis war, daß die Deutschen den völkischen Käse nicht mochten und der Verein sich nach zehn Jahren Wühlarbeit gegen die Republik bereits wieder auf dem absteigenden Ast befand. 1928 stellte man 12 von 491 Abgeordneten im Reichstag (2.4%), nachdem es 1919 und 20 überhaupt nicht zum Einzug gereicht hatte.

    Nach rund vier Jahren Krise waren es 288 von 647 (44.5%).

    Diese dramatische Steigerung war einzig ein Produkt der Krise, nicht etwa der wundersamen Spätwirkung der völkischen Ideologie. Daß also Großkrisen vom Format der gegenwärtigen Bankenkrise geeignet sind, politische Erbhöfe niederzubrennen, dürfte historisch unbestreitbar sein. Die (noch nicht ausgestandene) Bankenkrise hat das Format der großen Weltwirtschaftskrise von 1929, dahingehend besteht inzwischen wohl Übereinstimmung. Warum nun Delius zurücktreten muß, ist mir schleierhaft, schließlich hat er die Piraten wohl kaum zur neuen völkischen Kraft in Deutschland erklären wollen .
    Des Rätsels Lösung ist einfach: Leutheusser-Schnarrenberger spekuliert mit der Hoffnung, daß vielleicht ein wenig Nazi-Dreck haften bleibt, wenn man sich denn nur empört genug gibt.

    Die FDP pfeift auf dem letzten Loch und diese Ex-Justizministerin in spe pfeift mit.
  5. #174

    Vor der Krise von 1929 gab es die NSDAP bereits seit rund zehn Jahren, Programm und Personal waren lautstark deutschlandweit bekannt gemacht worden (u.a. durch den Bürgerbräu-Putsch), das Ergebnis war, daß die Deutschen den völkischen Käse nicht mochten und der Verein sich nach zehn Jahren Wühlarbeit gegen die Republik bereits wieder auf dem absteigenden Ast befand. 1928 stellte man 12 von 491 Abgeordneten im Reichstag (2.4%), nachdem es 1919 und 20 überhaupt nicht zum Einzug gereicht hatte.

    Nach rund vier Jahren Krise waren es 288 von 647 (44.5%).

    Diese dramatische Steigerung war einzig ein Produkt der Krise, nicht etwa der wundersamen Spätwirkung der völkischen Ideologie. Daß also Großkrisen vom Format der gegenwärtigen Bankenkrise geeignet sind, politische Erbhöfe niederzubrennen, dürfte historisch unbestreitbar sein. Die (noch nicht ausgestandene) Bankenkrise hat das Format der großen Weltwirtschaftskrise von 1929, dahingehend besteht inzwischen wohl Übereinstimmung. Warum nun Delius zurücktreten muß, ist mir schleierhaft, schließlich hat er die Piraten wohl kaum zur neuen völkischen Kraft in Deutschland erklären wollen .
    Des Rätsels Lösung ist einfach: Leutheusser-Schnarrenberger spekuliert mit der Hoffnung, daß vielleicht ein wenig Nazi-Dreck haften bleibt, wenn man sich denn nur empört genug gibt.

    Die FDP pfeift auf dem letzten Loch und diese Ex-Justizministerin in spe pfeift mit.
  6. #175

    Zitat von gbk666 Beitrag anzeigen
    Es ist ihnen nicht aufgefallen das beim SPOn seit Wochen zu 90% negative Berichterstattung zu der PP geschrieben wird, fast komplett von den gleichen 2 Autoren?

    Vergleichen sie einmal selbst die Anzahl der negativen Berichterstattung auf SPON zur PP mit der anzahl von negativen Berichten zu anderen Parteien...inklusive der FDP sogar.

    Das hat nichts mehr mit PP fanboys und Verschwörungsspinnern zu tun sondern basiert auf nackten Zahlen.
    Albern.
    Hier werden Verschwörungstheorien gesponnen um sich als Opfer einer Kampagne darzustellen um vom Fehlen von einem Programm u.a. abzulenken.

    Seien Sie doch ehrlich, Sie ertragen keine kritische Berichterstattung. Gerade die Piraten behaupten doch ständig, diese gibt es nicht mehr und wenn diese dann erfolgt, dann sind es Kampagnen.

    Wie einfach strukturiert muss das Weltbild von jemanden sein, der solchen Dummfug, wie die Behauptung, dass man gegen die Piraten schreibt sein?
  7. #176

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    Hallo,

    das ganze ist doch so was von lächerlich. (...)!
    Keineswegs. Wehret den Anfaengen!
  8. #177

    Zitat von alex-P Beitrag anzeigen
    (...)

    Ich denke die politischen Gegner sollten sich nicht zu intensiv mit den Piraten beschäftigen - die zerlegen sich selbst.
    Das prognostiziere ich doch schon seit Wochen. Ich wuerde die Aussage aber nicht nur auf die Gegner beschraenken!
  9. #178

    Zitat von gbk666 Beitrag anzeigen
    (...)

    Schlimm wie beim SPON in letzter Zeit Meinungsmache betrieben wird.
    Das ist doch Quatsch, im Gegenteil meinte ich in den letzten zwei Wochen sogar eine sehr piratenfreundliche Tendenz bei SPON zu erkennen. Die Delius-Aussage ist nun mal belegt und wird auch nicht besser, wenn es solche Leute auch anderswo gibt. Bei den Piraten entsteht der Eindruck, dass sie im Trueben fischen, von wegen "Transparenz". Allerdings sehe ich weniger die "rechte" Gefahr als die durch Google & Co, die die Piraten kraeftig zu sponsern scheinen.
  10. #179

    Sponsoring

    Zitat von Nevermeind Beitrag anzeigen
    Allerdings sehe ich weniger die "rechte" Gefahr als die durch Google & Co, die die Piraten kraeftig zu sponsern scheinen.
    Das können Sie sicher irgendwie belegen. Anderenfalls wäre es nämlich Verleumdung.

    (Ich weiss durchaus, dass Sie wegen des "scheinen" nicht zu belangen wären. Das macht dann aus der Verleumdung Demagogie im Bild-Zeitungs-Stil der Balkenüberschrift mit rechtlich schützendem Fragezeichen).








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