NS-Kriegsverbrechen: Der rüstige Herr Csatáry blamiert Ungarns Justiz

AFPDie Budapester Justiz hatte schon seit einem Jahr Hinweise darauf, dass der mutmaßliche Kriegsverbrecher László Csatáry in der Stadt lebte - doch sie unternahm nichts. So gaben die Nazi-Jäger vom Simon-Wiesenthal-Zentrum schließlich einem britischen Boulevardblatt den Tipp.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...845354,00.html
  1. #1

    Naja sooo vornehm ist der XII. Bezirk auch nicht, und besonders die angegebene Adresse, ist ein rottender Betonwürfel an einem rottenden Kongresszentrum. Und überhaupt frag ich mich warum die Adresse auf SPON veröffentlicht wird. Ich mag den alten Knacker ja auch nicht, aber so Trash Journalismus ist auch ziemlich, naja.
  2. #2

    titel

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Woher wollen Sie wissen, dass er rüstig ist? Kennen Sie seine Krankenakte. Er ist 97 Jahre alt. Das er Hausarrest bekam und nicht inhaftiert wurde, zeigt ein menschliches Verhalten der ungarischen Regierung einem Greis gegenüber.
    Sie wissen doch nicht, ob der Mann längst seine Taten bereut hat und Buße tat. Mneschlichkeit zeigt sich darin, wie man auch einen Unmenschen behandelt!
    1.) wer mit 97 noch um den block zieht um seine einkäufe zu erledigen darf _ unabhängig von irgendwelchen sonstigen gebrechen - durchaus als rüstig bezeichnet werden.
    2.) egal wie der prozess (wenn es denn dazu kommt) ausgeht - in den meisten EU-Staaten hätte der mann ob seines alters kein gefängnis zu fürchten.

    nur finde ich es eines EU-Mitgliedes unwürdig die angelegenheit nur auf internationalen druck hin zu verfolgen, und auch dies nur widerwillig.
  3. #3

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Woher wollen Sie wissen, dass er rüstig ist? Kennen Sie seine Krankenakte. Er ist 97 Jahre alt. Das er Hausarrest bekam und nicht inhaftiert wurde, zeigt ein menschliches Verhalten der ungarischen Regierung einem Greis gegenüber.
    Sie wissen doch nicht, ob der Mann längst seine Taten bereut hat und Buße tat. Mneschlichkeit zeigt sich darin, wie man auch einen Unmenschen behandelt!
    also wenn er seine taten bereut was er ja ganz offensichtlich nicht tut dann steht er auch zu seiner bestrafung und das sollte ganz egal sein ob die jetzt menschlich ist oder nicht
    das sind feinheiten die einen solchen verbrecher nicht zustehen
  4. #4

    War das auch ein Zeichen der Menschlichkeit,

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Woher wollen Sie wissen, dass er rüstig ist? Kennen Sie seine Krankenakte. Er ist 97 Jahre alt. Das er Hausarrest bekam und nicht inhaftiert wurde, zeigt ein menschliches Verhalten der ungarischen Regierung einem Greis gegenüber.
    Sie wissen doch nicht, ob der Mann längst seine Taten bereut hat und Buße tat. Mneschlichkeit zeigt sich darin, wie man auch einen Unmenschen behandelt!
    dass man ihn seit 1997 unbehelligt in Budapest leben lies? Oder war es damals eine Art Sympathie gepaart mit Solidarität. Und heute auch. Im Übrigen haben Sie nicht verstanden, worum es geht. Strafe, gerechte Strafe gar? Die wird er nicht bekommen. Dass man aber einen Kriegsverbrecher vor Gericht stellt, anstatt ihn die letzten Monate in Ruhe leben lassen: darum geht es. Dass er zum Lebensende mit seinen Taten konfrontiert wird.
  5. #5

    .

    Bei der Boulevard-Zeitung, die den Mann aufspürte, handelt es sich übrigen um «The Sun», welche Rupert Murdoch gehört. Es geht eben nichts über eine engagierte und wachsame Presse.
  6. #6

    Also ehrlich ...

    Zitat von Werner_Missal Beitrag anzeigen
    Scheint irgendwie eine Daseinberechtigung eines zwielichtigen Simon-Wiesenthal-Zentrum zu sein!
    Was macht dieses Zentrum eigentlich in 10 Jahren? Wenn def. kein "Kriegsverbrecher" mehr am LEben sein kann? Sich selber auflösen? Oder evtl. dann die Kinder dieser Leute verfolgen?

    So oder so:
    Am Ende muß was dabei heruaskommen.
    Einen 97 j. jetzt den Prozess zu machen ist höchst schwachsinnig, genau wie die in der letzten zeit stattgefundenen Prozesse.
    Man weiss jetzt schon, das es eh zu keiner Haft kommen wird. So ist alles nur reine Geldverschwendung und dient einer politisch motivierten Alibi-Veranstaltung um sich bei den Juden nicht zu tief reinzureiten.

    Was besseres als Haft kann rein statistisch einem 97j. gar nicht passieren. Das volle Progrmm umsonst, was sonst er oder die Angehörigen bzahlen müssten....

    Völliger Unfug also.
    Völligen Unfug schreiben Sie !!!
    Alter schützt vor Strafe nicht !!

    Insbesondere Mord oder Beihilfe zum Mord verjährt nicht.
    Zumindest ist mir kein westliches,bzw. demokratisches Land bekannt.

    Und der eigentliche Skandal ist nicht die vermeintliche Geldverschwendung, wie Sie behaupten, sondern dass diese Leute jahrzehntelang unbehelligt blieben.

    Im übrigen sind Ihre weiteren Bemerkungen äußerst fragwürdig, da ein antisemitischer Unterton unüberhörbar ist.
  7. #7

    Du meine Güte! Da lebt noch ein 97jähriger der damals am Holocaust beteiligt war. Die Ungarn kümmern sich nicht drum, verwundert das wirklich? Antisemitismus ist in Osteuropa, genauso wie plumber Rassismus, Homophobie etc., immernoch so verwurzelt wie hier in den 20er Jahren.

    Und die Moralapostel, die hier aufschreien, sollten lieber mal darüber nachdenken was hier für Gestalten noch in jüngerer Vergangenheit in Amt und Würden waren, bzw. wie wenig z.B. die DDR aufgearbeitet wurde.

    Ich sag nur: Filbinger.
  8. #8

    Mord verjährt nicht, Gerechtigkeit ebensowenig

    Man spiele mal für wenige Sekunden durch, dass es nicht um László Csatáry geht, sondern vielleicht gar um den Reichskanzler selbst, der sich nicht erschoss, sondern unbehellig in Budapest lebte. Nur ein Gedankenspiel. Was, wenn er nicht an Parkinson erkrankt wäre und nun rüstig seine Zeitung kaufte? Wäre es ebenso "Unfug", ihm den Prozess zu machen? Was hielten sie von dieser Schlagzeile:"Ehemaliger Reichskanzler aufgrund seines Alters nicht prozessfähig".
  9. #9

    Unfug

    Zitat von Werner_Missal Beitrag anzeigen
    Scheint irgendwie eine Daseinberechtigung eines zwielichtigen Simon-Wiesenthal-Zentrum zu sein!
    Was macht dieses Zentrum eigentlich in 10 Jahren? Wenn def. kein "Kriegsverbrecher" mehr am LEben sein kann? Sich selber auflösen? Oder evtl. dann die Kinder dieser Leute verfolgen?

    So oder so:
    Am Ende muß was dabei heruaskommen.
    Einen 97 j. jetzt den Prozess zu machen ist höchst schwachsinnig, genau wie die in der letzten zeit stattgefundenen Prozesse.
    Man weiss jetzt schon, das es eh zu keiner Haft kommen wird. So ist alles nur reine Geldverschwendung und dient einer politisch motivierten Alibi-Veranstaltung um sich bei den Juden nicht zu tief reinzureiten.

    Was besseres als Haft kann rein statistisch einem 97j. gar nicht passieren. Das volle Progrmm umsonst, was sonst er oder die Angehörigen bzahlen müssten....

    Völliger Unfug also.
    Als völligen Unfug und Polemik bezeichne mal ihren Beitrag. In ihrem Beitrag erkenne ich nur eine ignorante Gleichgültigkeit.
    Ihre Fragestellung, was das Simon Wiesenthal Zentrum in 10 Jahren macht, deutet offensichtlich darauf hin, das sie überhaupt keine Ahnung über die Arbeit , das Wirken und die Ziele dieses Zentrums haben. Einfach mal das adjektiv "zwielichtig" in die Runde werfen....es wird schon bei irgendjemanden haften bleiben. Die Begründung für diese Einschätzung bleiben sie natürlich schuldig.
    Ihr Eingangsstatement bzgl. der Daseinsberechtigung dürften sie auch noch einmal näher erläutern. Wenn dies als Kritik gedacht ist, frage ich mich ob sie solche Binsenweisheiten auch im Alltag gegenüber anderen, die ihren Job machen, von sich geben.