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NRW-Wahl: Grüne kämpfen gegen die Wunderwaffe Wachstum

Rechtzeitig vor der NRW-Wahl erinnern sich die Grünen an ihre Wurzeln als Kämpfer gegen die Wachstumsgläubigkeit. Ihre Methoden sind freilich nicht mehr so revolutionär wie einst. Statt Flugverboten und Benzinpreisdiktaten fordern sie heute eine Enquete-Kommission des Bundestages.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...689237,00.html
  1. #1

    Die Bündnisgrünen

    waren mal eine frische, unangepasste Partei die für ihre Überzeugungen gekämpft hat. Heute, eine Partei der Beliebigkkeit, siehe Koalitionangebote an SPD als auch CDU, eine Partei die für Kriegseinsätze und Wirtschaftsliberalismus einritt und dafür gesorgt hat dass der Sozialabbau mit der SPD in Form von Hartz IV salongfähig wird. Von wegen ökologisch, sozial und basisdemokratisch. Da ist die FDP wesentlich ehrlicher und steht gleich für Wirtschaftsloberalismus. Die Grünen sind eine FDP2 geworden und sonst nichts. Glückauf!
  2. #2

    grüne Weltenbummer

    Gerade bei den Grünen ist die größte Fraktion der
    Weltenbummler (bis Neuseeland u. Australien) untergebracht,
    die mit gutem einkommen (meist Lehrer/innen (Beamte/innen),
    Mediziner/innen) sich alle Flüge weltweit leisten können !
    Von CO2 haben die nie gehört !!!!!
    Beschweren sich aber bei ein Bißerl CO2 von Kleinwagen !
  3. #3

    Wachstumszwang durch Geld und Zins?

    Toll, dass die Grünen dieses Problem endlich ernsthaft diskutieren und angehen wollen! Helmut Creutz, ein Mitgründer der Grünen, hat sich jahrelang intensiv mit dem Wachstumszwang befasst. Was dabei heraus gekommen ist, hat er unter http://www.INWO.de/Wachstum beschrieben. Mit dem Tahiti-Projekt gibt es nun auch eine machbare Alternative, die nachhaltiges Leben möglich macht und demonstrieren soll.
  4. #4

    Richtig!

    Die Grünen denken berechtigterweise über Sinn und Unsinn der Wunderwaffe Wachstum nach. Zügelloses, unbegrenztes, rücksichtsloses Wachstum kann nicht die Lösung für uns Erdlinge sein, die von Mutter Erde und einer intakten Natur abhängig sind. Ungbegrenztes Zellenwachstum führt, wie man beim Krebs sehen kann, zum Tod.
    Bei täglichem Zuwachs von ca 230 000 ! Menschen (Netto!,in meiner Lebenszeit haben wir uns verdreifacht!!), ist ein Lebensstandart, wie wir ihn haben, für alle Mitmenschen einfach nicht möglich, weil er zum Kollaps des gesamten Ökosystems führt.
    Neues Denken, Handeln, Verzicht und ein nachhaltiger, schonender Umgang mit den natürlichen Resourcen, Flora, Fauna und Klima ist gefordert und der einzige erfolgversprechende Weg für eine Zukunft unseres wunderbaren "Blauen Planeten"!
  5. #5

    Avantgardepartei des Kapitals

    Die Gruenen plaedieren richtigerweise fuer weniger oder kein Wachstum, an dessen Grenzen wir sowieso bald stossen - von daher braeuchte es kein Plädoyer dafuer - aber von Umverteilung von Vermoegen und Einkommen, welche ein Leben in einer wachstumslosen Gesellschaft ueberhaupt erst ertraeglich oder auch nur moeglich machen wuerde, ist bei ihnen ernsthaft nicht die Rede.

    In einer Gesellschaft, wie sie offenbar den heutigen Gruenen vorschwebt, wuerde nur noch eine reiche Elite ihr Auskommen haben; von daher passt der Begriff des "selektives Wachstums" tatsaechlich zu ihrer Politik. Selektiv, fuer wenige.

    Ein gruener Kapitalismus wuerde die Grenzen des Wachstums noch einmal hinausschieben. Als Beispiel sei hier genannt die Umwandlung von Agrarflaechen weg vom Nahrungsmittel- zum Treibstoffanbau (Zuckerrohr), was der einheimischen Bevoelkerung die Existenz- und Nahrungsbasis nimmt, und insgesamt die Nahrungsmittel verteuert. Eine Nutzbarmachung von bisheriger Brache (Urwald, Grassland u.a.) fuer die gleichen Zwecke haette den Effekt der Unterwerfung auch der letzten freien Ressourcen, Flaechen und Natur unter den Verwertungsprozess des kapitalistischen Systems, welches so seinen nach 500 Jahren zu Ende gehenden Lebenszyklus noch einmal verlaengern koennte. Also die Vollendung der Unterwerfung der Erde und des Arbeiters unter das Verwertungsprinzip.

    Wer Gruen waehlt, wird sich Schwarz aergern, stellte Oskar Lafontaine ganz richtig fest.

    Die Gruenen sind eine Ein-Generationen-Partei; diese kommt aus dem kapitalistischen Buergertum, ist dorthin laengst wieder zurueckgekehrt, und vertritt heute neoliberale und z.T. bellizistische Positionen, im Schnitt radikaler im kapitalistischen Sinne als die CDU - die hier als Volkspartei etwas gemaessigter auftreten muss - oder die FDP, die z.B. die von den Gruenen forcierten Kolonialkriege zwar mittraegt, sie aber nicht wie diese vorantreibt. Und in Afghanistan und anderswo geht es um die Beherrschung von geografischen Raeumen zur Ressourcenkontrolle - und nicht um die Befreiung der afghanischen Bevoelkerung, damit Maedchen dort zur Schule gehen koennen. Das wissen natuerlich auch Herr Trittin und Frau Roth.

    Von daher sind die Gruenen nicht nur zu ihren Wurzeln zurueckgekehrt, sondern haben sich zur Avantgarde des Kapitals gewandelt, die Avantgardepartei des Systems schlechthin. Kuenftige schwarz-gruen-gelbe Koalitionen, und eine noch engere Kooperation des Kapitals mit dieser Partei sind daher sehr wahrscheinlich.

    Um ihre Waehlerbasis und auch ihr Bild von sich selbst bewahren zu koennen, praesentieren sie allerdings hin und wieder solche Maetzchen wie heute das „feministische Maennermanifest“ oder aehnlichen Humbug, damit ihre neoliberale Politik fuer das Kapital nicht allzu sehr in den Vordergrund rueckt. Wer braucht da noch das Manifest von Marx und Engels?

    Es geht heute um die sich verschaerfenden Gegensaetze zwischen Kapital und Arbeit, und hier zeigen die Gruenen einen Loesungsansatz im Sinne des Kapitals auf. Systemimmanent, d.h. bei Weiterexistenz des neoliberalen Systems, welches die Gruenen nicht infrage stellen, laeuft diese Loesung jedoch auf eine verschlechterte Lebensqualitaet fuer die grosse Mehrheit der Menschen weltweit, aber auch bei uns, hinaus.
  6. #6

    -

    Zitat von onzapintada Beitrag anzeigen
    Die Gruenen plaedieren richtigerweise fuer weniger oder kein Wachstum, an dessen Grenzen wir sowieso bald stossen
    Wieso bald? Wir stossen doch an diese Grenzen schon seit 1972. Jedenfalls sah der 'Club Of Rome' das seinerzeit so.

    - von daher braeuchte es kein Plädoyer dafuer - aber von Umverteilung von Vermoegen und Einkommen, welche ein Leben in einer wachstumslosen Gesellschaft ueberhaupt erst ertraeglich oder auch nur moeglich machen wuerde, ist bei ihnen ernsthaft nicht die Rede.
    Richtig. Die, die ihr Leben lang geackert haben, müssen endlich etwas abgegeben an die, die seit 1972 diese Grenzen antizipiert haben. Und die, wohl wissend, dass es so kommt, erst gar nicht mit dem Arbeiten angefangen haben.
  7. #7

    Morgenthau Plan

    Zitat von Tahiti-Projekt Beitrag anzeigen
    Toll, dass die Grünen dieses Problem endlich ernsthaft diskutieren und angehen wollen! Helmut Creutz, ein Mitgründer der Grünen, hat sich jahrelang intensiv mit dem Wachstumszwang befasst. Was dabei heraus gekommen ist, hat er unter http://www.INWO.de/Wachstum beschrieben. Mit dem Tahiti-Projekt gibt es nun auch eine machbare Alternative, die nachhaltiges Leben möglich macht und demonstrieren soll.

    Mit dem Morgenthau Plan haette Deutschland das schon nach dem Krieg haben koennen, dann gaebe es heute keine Gruene.

    Aber der Marshal Plan und der teuflische Wohlstand des Wirtschaftswunders haben alles vermasselt. Wie herrlich waere ein Deutschland ohne konkurrenzfaehige Industrie.
  8. #8

    Enquéte-Ergebnis ist bei den KREATIVEN abzuholen ...

    Die GRÜNEN können es sich einfach machen. Sie können das evolutionsprozess-eigene Exodusprojekt aus dem 2%Wachstumszwang-Absolutismus bei den KREATIVEN nachlesen - www.die-kreativen-partei.de. Etwas besseres zum Thema Sturz des Wachstumszwang-Tyrannen gibt es im Netz nicht.

    Statt eine Enquéte-Kommision anzustreben, sollten die GRÜNEN die Diskussion der Inhalte des evolutionsprozess- und chaosphysikalisch abgesicherten EPIKUR-PROJEKTS anstoßen. Sie würden damit die Medienmauer gegen das Bekanntwerden des erkannten Exodus- und Evolutionsprojekts in die nachfolgende Weltordnung des KREATIVEN Akzelerationspfades im Evolutionssystem öffnen. Der globale, machtpolitisch fundamentale Dominoeffekt wird den der Öffnung der Berliner Mauer übertreffen.

    Nun lest 'mal schön.
  9. #9

    Arbeitskreis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rechtzeitig vor der NRW-Wahl erinnern sich die Grünen an ihre Wurzeln als Kämpfer gegen die Wachstumsgläubigkeit. Ihre Methoden sind freilich nicht mehr so revolutionär wie einst. Statt Flugverboten und Benzinpreisdiktaten fordern sie heute eine Enquete-Kommission des Bundestages.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...689237,00.html
    erinnert mich irgendwie an 'Wenn du nicht mehr weiterweist, gründe einen Arbeitskreis'
    oder 'Hauptsache wir haben darüber geredet'


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