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NRW-Wahl: Grüne kämpfen gegen die Wunderwaffe Wachstum

Rechtzeitig vor der NRW-Wahl erinnern sich die Grünen an ihre Wurzeln als Kämpfer gegen die Wachstumsgläubigkeit. Ihre Methoden sind freilich nicht mehr so revolutionär wie einst. Statt Flugverboten und Benzinpreisdiktaten fordern sie heute eine Enquete-Kommission des Bundestages.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...689237,00.html
  1. #30

    Zustimmung

    Zitat von onzapintada Beitrag anzeigen
    Die Gruenen plaedieren richtigerweise fuer weniger oder kein Wachstum, an dessen Grenzen wir sowieso bald stossen - von daher braeuchte es kein Plädoyer dafuer - aber von Umverteilung von Vermoegen und Einkommen, welche ein Leben in einer wachstumslosen Gesellschaft ueberhaupt erst ertraeglich oder auch nur moeglich machen wuerde, ist bei ihnen ernsthaft nicht die Rede.

    In einer Gesellschaft, wie sie offenbar den heutigen Gruenen vorschwebt, wuerde nur noch eine reiche Elite ihr Auskommen haben; von daher passt der Begriff des "selektives Wachstums" tatsaechlich zu ihrer Politik. Selektiv, fuer wenige.

    Ein gruener Kapitalismus wuerde die Grenzen des Wachstums noch einmal hinausschieben. Als Beispiel sei hier genannt die Umwandlung von Agrarflaechen weg vom Nahrungsmittel- zum Treibstoffanbau (Zuckerrohr), was der einheimischen Bevoelkerung die Existenz- und Nahrungsbasis nimmt, und insgesamt die Nahrungsmittel verteuert. Eine Nutzbarmachung von bisheriger Brache (Urwald, Grassland u.a.) fuer die gleichen Zwecke haette den Effekt der Unterwerfung auch der letzten freien Ressourcen, Flaechen und Natur unter den Verwertungsprozess des kapitalistischen Systems, welches so seinen nach 500 Jahren zu Ende gehenden Lebenszyklus noch einmal verlaengern koennte. Also die Vollendung der Unterwerfung der Erde und des Arbeiters unter das Verwertungsprinzip.

    Wer Gruen waehlt, wird sich Schwarz aergern, stellte Oskar Lafontaine ganz richtig fest.

    Die Gruenen sind eine Ein-Generationen-Partei; diese kommt aus dem kapitalistischen Buergertum, ist dorthin laengst wieder zurueckgekehrt, und vertritt heute neoliberale und z.T. bellizistische Positionen, im Schnitt radikaler im kapitalistischen Sinne als die CDU - die hier als Volkspartei etwas gemaessigter auftreten muss - oder die FDP, die z.B. die von den Gruenen forcierten Kolonialkriege zwar mittraegt, sie aber nicht wie diese vorantreibt. Und in Afghanistan und anderswo geht es um die Beherrschung von geografischen Raeumen zur Ressourcenkontrolle - und nicht um die Befreiung der afghanischen Bevoelkerung, damit Maedchen dort zur Schule gehen koennen. Das wissen natuerlich auch Herr Trittin und Frau Roth.

    Von daher sind die Gruenen nicht nur zu ihren Wurzeln zurueckgekehrt, sondern haben sich zur Avantgarde des Kapitals gewandelt, die Avantgardepartei des Systems schlechthin. Kuenftige schwarz-gruen-gelbe Koalitionen, und eine noch engere Kooperation des Kapitals mit dieser Partei sind daher sehr wahrscheinlich.

    Um ihre Waehlerbasis und auch ihr Bild von sich selbst bewahren zu koennen, praesentieren sie allerdings hin und wieder solche Maetzchen wi

    Es geht heute um die sich verschaerfenden Gegensaetze zwischen Kapital und Arbeit, und hier zeigen die Gruenen einen Loesungsansatz im Sinne des hinaus.
    Inzwischen sind die Grünen die heuchlerischte Partei von allen, sie haben die wenigsten Kinder und mischen sich ideoligisch in die Bildungpolitik, sie wollen grün und reisen am meisten in der Weltgeschichte herum (Flugzeug).
    Sie reden vom Frieden und zetteln Kriege an..
    Mir graust es vor dieser Partei.
  2. #31

    Eine bedingt interessante Entwicklung...

    Die Grünen sind schon eine reichlich verworrene Erscheinung im politischen Leben dieses Landes: Ideologisch übertreffen sie teilweise selbst die Eiferer um Oskar Lafontaine, den mittlerweile selbst Helmut Schmidt mit Adolf Hitler vergleicht, doch von ihrem sozialen und wirtschaftlichen Umfeld gesehen, sind sie stockkonservativ – man darf gespannt sein, ob jene Partei zwischen beiden Flügeln zerrissen wird oder Teile ihrer Wählerschaft vergrätzt: Denn weder kann sie mit den konservativen Kräften FDP und CDU kooperieren, ohne Verrat und Ausverkauf von ihrem sozialutopischen Flügel vorgeworfen zu bekommen, noch kann sie mit SPD und SED eine kommunistische „Volksfrontregierung“ bilden, ohne dass die Konservativen, um ihre Pfründe fürchten und da ihre Wählerschaft vor die schwierige Wahl zwischen ihren wirtschaftlichen Interessen und ihren ideologischen Überzeugungen gestellt, sich nicht gänzlich für dieses und nicht gänzlich für jenes entscheiden mag, so befinden sich die Grünen sozusagen zwischen Skylla und Charybdis und welchen Weg sie auch wählen, beide führen in den Untergang...
  3. #32

    Weist die Banken in die Schranken

    Zitat von Sassy60 Beitrag anzeigen
    Sie hören sich wie jemand an, der früher kommunistische Lehrbücher verfaßt hat!...
    Habe ich noch nicht, aber das ist ueberhaupt eine gute Idee.

    Auch meine Familie hat vor 65 Jahren alles verloren, von daher kann ich Sie sogar verstehen, aber das ist ein anderes Thema.

    Entscheidend ist doch, wo wir jetzt stehen, und vor allem, wo wir noch hinkommen, wenn wir die Banken weiterwerkeln lassen.
  4. #33

    Die Frage ist, was kommt danach?

    Zitat von arinari Beitrag anzeigen
    Inzwischen sind die Grünen die heuchlerischte Partei von allen, sie haben die wenigsten Kinder und mischen sich ideoligisch in die Bildungpolitik, sie wollen grün und reisen am meisten in der Weltgeschichte herum (Flugzeug).
    Sie reden vom Frieden und zetteln Kriege an..
    Mir graust es vor dieser Partei.
    Sie koennen sichs ja gut gehen lassen.

    Entscheidend ist der Grundwiderspruch:
    Wenn es kein Wachstum mehr gibt, kann es auch keinen Kapitalismus mehr geben.


    Die Frage ist, was kommt danach?

    Eine Art Feudalgesellschaft fuer die besitzende Minderheit, eine Eiserne Ferse?
    Oder eine demokratische Gesesellschaft, mit mehr Gleichheit und Teilhaberechten fuer alle?

    Das wird in jedem einzelnen Land davon abhaengen wie gut dort die jeweiligen Klassen organisiert sind.
  5. #34

    Grüne kommen wieder viel zu spät.

    Ist schließlich nicht neu, daß die sich auf längst fahrende Züge versuchen draufzusetzen. Die feisten Funktionäre, angeführt von den saturierten Trittin und Co. suchen krampfhaft nach populistischen Schlagworten, mit denen sie ihre subventionsgesättigte Anhängerschaft noch mal mobilisieren können - natürlich wieder auf Kosten des Steuerzahlers. Billigste Klientelpolitik, im Gegensatz zu andern auch noch ohne Sinn und Verstand, eben typisch grün.
  6. #35

    Allen Wohl und niemand weh

    Zitat von Diomedes Beitrag anzeigen
    Die Grünen sind schon eine reichlich verworrene Erscheinung im politischen Leben dieses Landes: Ideologisch übertreffen sie teilweise selbst die Eiferer um Oskar Lafontaine, den mittlerweile selbst Helmut Schmidt mit Adolf Hitler vergleicht, doch von ihrem sozialen und wirtschaftlichen Umfeld gesehen, sind sie stockkonservativ – man darf gespannt sein, ob jene Partei zwischen beiden Flügeln zerrissen wird oder Teile ihrer Wählerschaft vergrätzt: Denn weder kann sie mit den konservativen Kräften FDP und CDU kooperieren, ohne Verrat und Ausverkauf von ihrem sozialutopischen Flügel vorgeworfen zu bekommen, noch kann sie mit SPD und SED eine kommunistische „Volksfrontregierung“ bilden, ohne dass die Konservativen, um ihre Pfründe fürchten und da ihre Wählerschaft vor die schwierige Wahl zwischen ihren wirtschaftlichen Interessen und ihren ideologischen Überzeugungen gestellt, sich nicht gänzlich für dieses und nicht gänzlich für jenes entscheiden mag, so befinden sich die Grünen sozusagen zwischen Skylla und Charybdis und welchen Weg sie auch wählen, beide führen in den Untergang...

    ......

    Leider ist es so, daß die Bürger alles anders und besser wollen, nur soll, jedenfalls für sie, tunlichst alles so bleiben, wie es ist.
    Gerade eine Partei wie die Grünen sind dadurch für viele Wähler interessant. Sie äußern viele gute Ideen, aber Konsequenzen hat das nicht, zur Not ist der Koalitionspartner daran schuld, wenn denn einer gefunden wird...
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #36

    Eine bedingt interessante Entwicklung... II

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    ......

    Leider ist es so, daß die Bürger alles anders und besser wollen, nur soll, jedenfalls für sie, tunlichst alles so bleiben, wie es ist.
    Gerade eine Partei wie die Grünen sind dadurch für viele Wähler interessant. Sie äußern viele gute Ideen, aber Konsequenzen hat das nicht, zur Not ist der Koalitionspartner daran schuld, wenn denn einer gefunden wird...
    rabenkrähe
    Gute Ideen von der weltanschaulichen Extremgruppe der Grünen? Sicher, wenn man unter den Geboten des Mohammedanismus leben und das eigene Land zur Suppenküche und dem Armenhaus der Welt machen möchte, dann kann man deren Ideen Beifall klatschen; natürlich nur, wenn man akzeptiert, dass man als Europäer an allem und jedem Schuld hat und alles Böse, was einem widerfährt nur die verzweifelte Notwehr der geschundenen Geschöpfe sind, welche durch die strukturelle Gewalt dazu gezwungen werden… ansonsten rate ich dazu mit Schiller an die romantische Naturverbundenheit der Konservativen zu appellieren: „Sehen Sie sich um In seiner herrlichen Natur! Auf Freiheit Ist sie gegründet - und wie reich ist sie Durch Freiheit! Er, der große Schöpfer, wirft In einen Tropfen Thau den Wurm und läßt Noch in den todten Räumen der Verwesung Die Willkür sich ergötzen - Ihre Schöpfung, Wie eng und arm! Das Rauschen eines Blattes Erschreckt den Herrn der Christenheit - Sie müssen Vor jeder Tugend zittern. Er - der Freiheit Entzückende Erscheinung nicht zu stören - Er läßt des Übels grauenvolles Heer In seinem Weltall lieber toben - ihn, Den Künstler, wird man nicht gewahr, bescheiden Verhüllt er sich in ewige Gesetze; Die sieht der Freigeist, doch nicht ihn. Wozu Ein Gott? sagt er: die Welt ist sich genug. Und keines Christen Andacht hat ihn mehr, Als dieses Freigeists Lästerung, gepriesen.“ – und auch im politischen Alltagsgeschäft wollen noch nicht einmal die Hamburger den grünen Irrsinn im Schulwesen mitmachen; und was sich die Grünen dabei gedacht haben den Amerikanern Schergendienste – gegen das ausdrückliche Verbot des lieben Grundgesetzes! – zu leisten fragt sich allerdings: Der Sinn und Zweck des Angriffskrieges gegen Jugoslawien ist mit noch immer schleierhaft und wozu man sich in die Hilfsvölker der Amerikaner zur Knechtung des fernen Baktriens eingereiht hat, was Gott aber nicht ich…
  8. #37

    @ zabbel - bizarre KREATIVE Weltrevolution ante portas - keine Satire

    Zitat von zabbel Beitrag anzeigen
    Habs nochmal ganz geqotet weil das ist des beste das ich seit langem gelesen hab, alder. So schauts aus und wirds auch kommen. da rollen sich die Fussnägel und äh war das jetzt Satire oder kann mir das einer erklären.
    Die GRÜNEN-Spitze hat noch e i n e Chance, ihrer geschichtliche Rolle als Exodus-aus-dem-Wachstumszwangs-Régime- und Umsteuerungsbewegung gerecht zu werden. Und diese Chance besteht in dem Diskussionsstart des von mir entwickelten Evolutionsprojekt-Wissens, das ich mit EPIKUR-Projekt bezeichnet habe. Eile tut für die GRÜNEN not.

    Wenn sie diese wirklich einzige Chance nicht wahrnehmen, was fast sicher ist, dann wird sehr wahrscheinlich Kurt Biedenkopf die Inhalte des Exodus- und Umsteuerungsprojekts in die nächst Weltordnung des KREATIVEN in die Diskussion einbringen. Er hat zu seinem 80.Geburtstag gesagt, dass er sich mit dem Thema 'Wachstumszwang - Ursachen und Folgen' schwerpunktmäßig beschäftigen wird. Er ist über meinen Erkenntnisstand informiert und hatte daran nichts zu kritisieren, als ich ihn im Januar 2005 informierte. Die Leser können davon ausgehen, dass Angela Merkel sich dann an die Spitze der KREATIVEN und EPIKURÄISCHEN Bewegung setzen wird. Wer unter KREATIV und Geniepunktpolitik googelt, kann sich im Detail informieren.
  9. #38

    Kapitalismus = Herrschaft der Kapitalstockmaximierer über alle Märkte

    Zitat von onzapintada Beitrag anzeigen
    ...Entscheidend ist der Grundwiderspruch: Wenn es kein Wachstum mehr gibt, kann es auch keinen Kapitalismus mehr geben. Die Frage ist, was kommt danach?
    .... Das wird in jedem einzelnen Land davon abhaengen wie gut dort die jeweiligen Klassen organisiert sind.
    Kapitalismus ist HEUTE die trickreich hergestellten Vorherrschaft der HighTech-Kapitalstockmaximierer über alle Akteure auf allen (freien) Märkten. Die Marktwirtschaft wird den KAPITALSTOCKMAXIMIMALISMUS besiegen. Wir müssen nur den fast-geheimen Trick im Steuerungssystem der K'Maximierer erkennen. Das zentrale Zwangs-/Steuerungsinstrument, mit dem die blasentypische Steigerung von HighTech-Kapitalstock erreicht wird, ist die stetige Steigerung der Bruttoarbeitskosten durch die Tarif- und Sozialleistungs-und-Finanzierungs-Politik der Gewerkschaften. Die strukturelle Steigerung der Bruttoarbeitskosten wurde der Wachstumszwang des BIP institutionalisiert, der alle Teile der Politik, der Gesellschaft unterworfen hat d.h. geheim und offensichtlich tyrannisiert.

    Was nach der Erkenntnis der Rumpelsltilzchen-/Kapitalstock-Tyrannei kommt, das ist aus den n a c h h al t i g e n , ökonomischen Selektionsprinzip 'Effizienzsteigerung' (= gegebenen Output mit immer weniger Input zu erzeugen) klar. Heute lebt das Wachstumszwang-Regime von der Verschwendung a l l e r Produktionsfaktoren. Sie kann nicht durchgehalten werden. Es muß zur VOLKSWIRTSCHAFLTICHEN Effizienzrevolution kommen. Diese Effizienzsteigerung leistet die steuersimulierte Verknappung/Verteuerung von Energie und Sachkapital durch eine Energie- und Maschinensteuer, die die Einkommensteuer und die Mehrwertsteuer ersetzen werden. Da Knappheit kreativ macht, entsteht daraus eine KREATIVE Ordnung des gesellschaftlichen Fortschritts. Mit dem EPIKUR-Lohn statt Flächentariflohnerhöhung wird die Schere von steigenden Bruttoarbeitskosten und nicht-steigenden Energie-und Sachkapitalkosten revolutionär umgekehrt. Ich nenne diesen Kern der Weltrevolution : Revolution der Kostenschere für die Produktionsfaktoren Arbeit und Nicht-Arbeit. Alle Staaten werden sich dem revolutionären Effizienzsprung der EPIKUR-Lohn-Länder anschließen müssen.

    So einfach liegen die Dinge auf der obersten Steuerungsebene.


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