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NRW: Dioxin in Bio-Eiern gefunden - Hof gesperrt

AFPKurz vor Ostern sind erneut verseuchte Eier aufgetaucht: Ausgerechnet bei einem Bio-Erzeuger in Nordrhein-Westfalen wurde Ware entdeckt, die mit dem dioxinähnlichen PCB belastet war - die Konzentration lag bis zu sechs Mal so hoch wie erlaubt. Der Hof mit 25.000 Legehennen wurde gesperrt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...825644,00.html
  1. #60

    Bio-Eier

    Zitat von mallorcafan Beitrag anzeigen
    ich ein Geizhals, wenn ich mir keine Eier für 36 Cent leisten kann, oder nur arm dran?
    Bin ich ein Geizhals, wenn ich verlange, dass alle im Handel befindlichen Lebensmittel nicht gesundheitsschädlich sind?
    Nochmal meine Frage: Wei viele Eier essen Sie im Monat? Rechnen Sie dann den Differenzbetrag zwischen dem Ei aus dem Hühner-KZ und einem Ei aus Dmeter-Produktion aus. Das ist die Summe, die Sie für ihre monatliche Eierration ausgeben. Sie wollen mir doch nicht erzählen, das Sie sich das nicht leisten können.
    Mit welchem Rechner sind Sie im Internet unterwegs? Welchen DSL-Anschluss verwenden Sie? Haben Sie ein iPhone? Fragen über Fragen...
  2. #61

    ...

    Zitat von laluna3 Beitrag anzeigen
    Wenn in 4 Staellen ca. 25.000 Huehner hausen, was kann da noch Bio sein?
    Wer sagt, dass Bio-Betriebe grundsätzlich klein zu sein haben? Ein wichtiger Unterschied ist die Anzahl der Tiere, die auf derselben Fläche untergebracht werden. Wenn die 25.000 Hühner also auf einem Vielfachen der Fläche beispielsweise eines Bodenhaltungsbetriebes gehalten werden, können das ja durchaus Bio-Hühner im Sinne der EG-Richtlinie sein.


    Warscheinlich wieder "Bio Futter" aus irgendeinem Drittland oder ein Abfallprodukt aus der Industrie gekauft.
    Gerade das erscheint mir unwahrscheinlich. Meines Wissens ist nämlich Bestandteil der Bio-Richtlinie, dass die Futtermittel im Betrieb selbst erzeugt werden müssen. Ich tippe daher eher auf Etikettenschwindel bzw. "Bio-Panscherei": die Richtlinie wurde schlicht nicht eingehalten, die Eier dennoch unter dem profitträchtigen "Bio"-Label verkauft. Selbst Discounter führen ja heutzutage kaum noch etwas anderes als Bio-Eier, die Umstellung dürfte manchen eingesessenen Betrieb, nun ja, überfordert haben...
  3. #62

    Dioxin-Verseuchung

    Zitat von dick_&_durstig Beitrag anzeigen
    Ansonsten ist das Gift [Dioxin] schon im Nanobereich krebserregend, weil es vom Körper nicht abgebaut, sondern im Fettgewebe und Leber, zusammen mit Schwermetallen eingelagert wird. Deshalb müßte der Mensch eigentlich entsorgt und nicht beerdigt werden. Sonst bekommen wir das Zeug niemals aus der Umwelt.
    Na ja, fast die Hälfte der Toten werden in Deutschland heute schon nicht beerdigt, sondern im Krematorium verbrannt. Ansonsten kann das mit der Leiche in zwei bis vier Meter Tiefe verbuddelte Dioxin nur von tiefwurzelnden Pflanzen aufgenommen werden. Das sind meist Bäume, und von den wenigsten Bäumen, die auf Friedhöfen so rumstehen, essen wir die Früchte.

    Klar kann aus einem Friedhof theoretisch auch ein oder zwei Jahrhunderte später eine Walnussplantage werden. Dann stellt sich aber immer noch die Frage, ob die Walnussbäume:
    A) Das PCB/Dioxin überhaupt aufnehmen,
    B) Dieses nicht abbauen, UND
    C) Es ausgerechnet in den Nüssen speichern
  4. #63

    Kickeriki

    Zitat von dick_&_durstig Beitrag anzeigen
    Ansonsten ist das Gift schon im Nanobereich krebserregend, weil es vom Körper nicht abgebaut, sondern im Fettgewebe und Leber, zusammen mit Schwermetallen eingelagert wird.
    "Im Nanobereich" ... ist eine inhaltsleere Phrase.
    Nanowas?
    Nanomol? Nanogramm? Pro Huhn? Pro Mensch? Pro kg Körpermasse?
    Merke: Nicht alles nachgackern, auch wenn es Hühner geht.
  5. #64

    Wo steht das?

    Zitat von verleitnix Beitrag anzeigen
    (...)Beim mikrobiellen Abbau des Holzgerüststoffes Lignin und von Huminsäuren entstehen chlorierte Phenole, welche sowohl unter den Zersetzungbedingungen als auch im Fall von Feuereinwirkung zu Dioxinen kondensieren können.(...)
    Zu der Behauptung bitte mal eine Literaturquelle angeben!
  6. #65

    Im Wurzelbereich alles im grünen Bereich

    Zitat von JaguarCat Beitrag anzeigen
    das mit der Leiche in zwei bis vier Meter Tiefe verbuddelte Dioxin nur von tiefwurzelnden Pflanzen aufgenommen werden.
    Was diese nicht tun?

    Zitat von JaguarCat Beitrag anzeigen
    immer noch die Frage, ob die Walnussbäume:
    A) Das PCB/Dioxin überhaupt aufnehmen,
    Nein.
  7. #66

    Dioxin-Gefahr

    Zitat von promondo Beitrag anzeigen
    Und bei 25.000 Legehennen kann man ja so einige Eier produzieren, die Wahrscheinlichkeit, solche Eier im Kühlschrank zu haben ist also nicht so klein.
    Der Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern liegt in Deutschland bei 214 Stück pro Jahr (so die Quelle, die ich gerade gegoogelt hatte, recht hat). Um die zu produzieren, werden 34 Millionen Legehennen gehalten.

    25.000 Hennen wurden nun zumindest vorübergehend "aus dem Verkehr gezogen", weil die Eier bis zum sechsfachen des zulässigen mit den Dioxin-ähnlichen PCB verseucht waren. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein konkretes Ei von einer dieser Hennen stammt, liegt also bei unter 1 zu 1000. Da nur ein Teil der Hennen "Bio-Hennen" sind, die "Bio-Eier" produzieren, liegt für Konsumenten von Bio-Eiern die Gefahr natürlich höher, geschätzt bei ca. 1 zu 100.

    Hat man im letzten Monat nun ein Dutzend Eier gegessen (direkt oder indirekt, z.B. als Zutat zu Nudeln), und war ein mit dem 6-fachen des Grenzwert belastetes darunter, und 11 weitere, die nur die Hälfte des Grenzwerts hatten, dann liegt man im Schnitt der Eier unter dem Grenzwert. Die meisten Eier haben übrigens eine Dioxin-Belastung, die deutlich unter dem Grenzwert liegt.


    Natürlich wurde der betroffene Betrieb zu Recht gesperrt, natürlich soll jetzt nach der Quelle geforscht werden, damit nicht andere Betriebe durch dieselbe Futterquelle verseucht werden. Aber die Gesamt-Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung einer solchen Grenzwertüberschreitung sind - zum Glück - gering.


    Jag
  8. #67

    Feuer erzeugt gefährlichen Rauch!

    Zitat von Pandora0611 Beitrag anzeigen
    Es sind die Betreiber von Kaminöfen!
    Jetzt werden KaminöfenEU-weit verboten.
    Ein Fall für EU-Kommisar Oettinger.
    Wie liegt Ihr Problem? Feuer erzeugt i.d.R. giftige Abgase, egal, ob im Kleinen (Kaminfeuer, Auto, Zentralheizung) oder im Großen (Kohlekraftwerk, Zementwerk etc. pp.). Schon seit Jahrzehnten gibt es strenge Abgasvorschriften für Kraftwerke, Raffinerien oder Chemiebetriebe. Warum sollen da die privaten Haushalte, die in den Städten inzwischen für dem meisten Dreck, der in die Luft gepustet wird, verantwortlich sind, nicht auch ran?
    Und nein, Kaminöfen wird man sicher nicht verbieten. Aber die brauchen in absehbarer Zeit einen Rußfilter, wie Diesel-Pkw und -Lkw auch.
  9. #68

    Dioxinähnlichkeit und Giftigkeit bestimmter PCB

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    Sonst haben Sie wohl keine Probleme? PCB kann die Abkürzung für
    1. "polychlorierte Biphenyle" oder
    2. "polychloriertes Biphenyl" sein.
    Welches genau verschweigt ja leider dieser grandiose Artikel, in dem PCB ja schon "dioxinähnlich" ist, um die Dramatik zu erhöhen.

    Ich glaube, Nagetiere bekommen keine Ostereier zu fressen. Kern der Aussage ist: Dioxin ist extrem giftig, PCB dagegen eher nicht.
    Die Gleichsetzung von PCB und Dioxin, vor allem in der Überschrift, ist zwar absolut unzulässig. Hier und im Artikel selbst muss man "Dioxinähnliche PCB" statt "Dioxin" schreiben, wenn der Artikel seriös sein soll.
    Die "Dioxinähnlichkeit" ist jedoch keine dramatisierende Wortwahl, sondern eine wissenschaftliche Einteilung für bestimmte Arten von PCB, die langfristig ähnlich schädlich wie Dioxin (des "Seveso-Typs") wirken können.
    Beim Bundesinstitut für Risikoabschätzung findet man gute Informationen in folgendem Dokument:

    http://www.bfr.bund.de/cm/343/vorges...er_zu_hoch.pdf

    Hier werden 75 ng pro g Fett als unbedenklicher Grenzwert für Hühnereier empfohlen, wobei der tatsächliche gesetzliche Grenzwert wohl auch heute deutlich höher liegt.
  10. #69

    Bio und Dioxin

    Zitat von paoloDeG Beitrag anzeigen
    Trotz intensiver Kontrolle es gibt immer wieder solche die vor nichts schrecken! Woanders in Europa es ist schlimmer! Die Gesundheit des Menschen hängt an einem dünnen Faden! Manche praktizierent auch Lebensmittel-Terrorismus fast wie ein Kinderspiel! Man soll etwas dagegen unternehmen in der ganzen EU damit während der Urlaub eine gewisse Sicherheit garantiert wird !
    Wer bisher noch nicht mitgekriegt hat... Freilandhühner picken im Boden und haben deshalb ganz automatisch bedeutend höhere Dioxingehalte im Ei, als Eier von im Stall gehaltetenen Hühnern!!!
    Deshalb bemüht sich die Biolobby ja auch schon längere Zeit intensiv, die Dioxin - Grenzwerte in Eiern aus Freilandhaltung zu erhöhen!!! Nicht alles was Bio ist ist zwangsläufig gesünder. Die Mehrzahl der Freilandeier waren während des Dioxinskandals im letzten Januar stärker mit Dioxin belastet, als die der gesperrten Betriebe. Aber sowas darf man ja nicht öffentlich machen... ist ja quasi ein "nogo"!!!

    Weshalb kamen denn die Hühner in Käfige??? Doch ganz einfach deshalb, weil man die Hygiene, und damit die Gesundheit der Hühner, und Keimbelastung der Eier reduzieren konnte, bzw. in den Griff bekam...
    Dass das im Endeffekt zu den unerwünschten Zuständen kam, die inzwischen nicht mehr zulässig sind, ist mir auch bewusst. Wenn aber ein befreundeter Legehennenhalter, mit hälftiger Stallhaltung und Freilandhaltung mir sagt, dass er selbstseine Frühstücks - Eier aus seiner Stallhaltung bevorzugt (aus hygienischer Sicht) dann passt das durchaus in meine Argumentation!


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