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Notenmanipulation: Schüler hackten sich ums Abi

DPAZwei Lübecker Gymnasiasten wurden bei dem Versuch ertappt, ihre Noten für das Abitur digital zu überarbeiten. Dafür hackten die beiden sich in die Schulrechner. Besonders delikat: Die beiden sollten eigentlich im Auftrag des Gymnasiums das Schulnetzwerk verbessern.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...832697,00.html
  1. #10

    Problematik

    Zitat von poly123 Beitrag anzeigen
    liegt eher daran, dass Lehrer meinen, sie müssten IT "unterrichten" und dabei ihr eigenes Fachwissen unter Umständen überschätzen. Die heutige, junge Schülergeneration ist in die Technik rein - und aufgewachsen und kann vieles intuitivier, was dazu führt, dass Vertrauen geschenkt wird und dann wegen der Narrenfreiheit gnadenlos ausgenutzt wird.
    Sie vermischen hier zwei Sachen: Informatikunterricht und Betreuung der Schulinfrastruktur.

    Für den Unterricht ist es so, dass "in die Technik rein" zu sein überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was in Informatik in der Schule unterrichtet wird. Ein Smartphone zu bedienen und 3 Begriffe in die Youtube Suche eintippen zu können, hat keine Aussagekraft darüber, ob jemand im Unterricht mitkommt. Auf dem Lehrplan stehen Angelegenheiten wie Datenbanken, Grundlagen der Programmierung, Mathematik im Bereich Informatik und hier haben die Lehrer in der Regel die Hosen an. Selbst gute Schüler (Mathematik) können wegen dem Loch an Erfahrung wie Mathematik im Bereich Informatik eingesetzt wird, die Kompetenz der Lehrer selten schlagen - mag sie auch noch so gering sein.

    Anders ist dies für die Betreuung der Netzwerke, weil hier in der Regel Schüler aufgrund einer Beurteilung eines Fachfremden Lehrers (oftmals Physiklehrer oder Biologen da echte Infolehrer selten vorhanden sind) zur Mithilfe ausgewählt werden. Oder sogar noch schlimmer von Direktoren, die selten mehr als Office können, was ja auch hier der Fall ist. In diesen Fällen werden technikversierte Schüler natürlich eher zum Zuge kommen.

    Ob ein Einsatz von Schülern nun richtig ist oder nicht, darüber kann man streiten. Im Bereich der Administration der Schülerdaten haben Schüler selbst sicher nichts zu suchen, bei der Gestaltung der Homepage hingegen finde ich das ganz gut.
  2. #11

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Lübecker Gymnasiasten wurden bei dem Versuch ertappt, ihre Noten für das Abitur digital zu überarbeiten. Dafür hackten die beiden sich in die Schulrechner. Besonders delikat: Die beiden sollten eigentlich im Auftrag des Gymnasiums das Schulnetzwerk verbessern.

    Noten-Hacker: Schüler in Lübeck manipulierten fürs Abitur - SPIEGEL ONLINE
    Pfft, warum sollte man das Risiko eingehen, abweichende Noten zu haben?
    Wenn der Leherer mit seinem Notebook im WLAN ist und ein vergleichweise leicht zu knackendes Passwort hat, kann man ja auch einfach die komplette Platte kopieren samt Klausuren die da waren und noch kommen.

    Nicht, daß ich das je gemacht hätte...
  3. #12

    Widerspruch

    Zitat von caecilia_metella Beitrag anzeigen
    wenn schon Schüler glauben, sich durch Betrug Vorteile verschaffen zu können.
    Selbst wenn sie es in dem Fall angeblich "nicht nötig" hatten (Wer hat es denn nötig?), so zeigt es doch, dass es gewisse Versäumnisse gibt.
    Ich denke nicht, dass es etwas zeigt. Alles hier ist Spekulation, aber hinter derlei Aktionen steckt nach meiner Einschätzung eher der Reiz, dass das möglich war. Ich war auch nicht schlecht in der Schule, aber wenn ich damals die Möglichkeit gehabt hätte so was zu machen... keine Ahnung, wie ich in dem Alter agiert hätte. Das, was mich abgehalten hätte, wäre das Vertrauen der Schule gewesen, dass ich das überhaupt machen durfte. Aber sie waren zu zweit, das kann sich hochgespielt haben.
    Wir wissen es nicht, aber dass dieser "Fall" etwas zeigt, das sehe ich nicht so.
  4. #13

    Lausbubenstreich

    Wart ihr alle Engel? Natürlich war das nicht richtig. Natürlich braucht es einen Denkzettel für die zwei Herren. Vielleicht ein nicht so ganz freiwilliges soziales Jahr?

    Wieviele Fälle gibt es bisher in Deutschland?

    Es wird ja nicht alles so heiss gegessen wie es gekocht wird daher wäre es angebracht gewesen, Gnade vor Recht, dass die beiden ihr Abitur einfach beenden könnten und ihr Leben weiter leben dürfen.

    Jetzt wo sie so öffentlich so gebrandmarkt sind, wie soll es da weiter gehen? Ist das noch fair oder einfach nur Bestrafung?
  5. #14

    Zitat von aktenzeichenxy Beitrag anzeigen
    Wart ihr alle Engel? Natürlich war das nicht richtig. Natürlich braucht es einen Denkzettel für die zwei Herren. Vielleicht ein nicht so ganz freiwilliges soziales Jahr?
    Den Vorschlag finde ich gut. Ein unfreiwilliges soziale Jahr ist eine lange Zeit, um über sein Verhalten nachzudenken. Wer in der Abi-Prüfung spickt, hat ja auch automatisch 0 Punkte und wenn es ein Hauptfach erwischt, kann man gleich 'ne Ehrenrunde drehen.

    Abgesehen davon frage ich mich, ob der Informatikunterricht und überhaupt die Tatsache, dass es an jeder Schule so viele PCs gibt, vielleicht nicht mehr zeitgemäß sind.
    Lernt heute nicht jeder Schüler selbstständig, wie man mit Computern umgeht? Selbst die Blödis eignen sich doch Grundlagen an.
    Was ich damals gelernt habe, Serienbriefe, grundlegende Programmierung in Delphi etc., brauchen die meisten im späteren Beruf nicht. Da finde ich Wahlpflichtkurse in Richtung Sport, Kunst und Musik schon sinnvoller. In der Richtung was tun, dazu lassen sich ja die wenigsten herab. Jeder Vollidiot kann einem heute erklären, wie sein kleines Smart-Phone funktioniert, aber wenn man mal ganz grob fragt, wer Bach war, sieht man nur große Fragezeichen in den Augenhöhlen. Dann wird fix das Handy zu Rate gezogen, weil Wikipedia die Antwort auf alles hat und man "Bach" gerade noch buchstabieren kann.
  6. #15

    Zitat von dickebank Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich gibt es erst einmal zwei unabhängige Netzwerke in Schulen. Die Rechner im Verwaltungsnetz einer Schule dürfen überhaupt keine Verbindung zum Internet haben. Die Verwaltungsrechner sind in ein lokales Intranet eingebunden.
    Das ist natürlich Unsinn. Es gibt nahezu kein Unternehmen mehr, bei dem nicht jeder Arbeitsplatz Internet Zugriff hat. Was aber auch grundsätzlich kein Problem ist, wenn das Netzwerk entsprechend administriert ist. Oder glauben Sie in einem unternehmen kann jeder die Finanzbuchhaltung einsehen, nur weil er Internetzugang am Arbeitsplatz hat? Jeder Arbeitsplatz hat natürlich nur auch die Bereiche Zugrif für die er freigeschaltet ist.
  7. #16

    Zitat von keinhandy Beitrag anzeigen
    Lernt heute nicht jeder Schüler selbstständig, wie man mit Computern umgeht? Selbst die Blödis eignen sich doch Grundlagen an.
    Was eignen sich die Schüler selber an?
    6-Finger Suchsystem beim Tippen. Wie man etwas runterläd, wie man ein Programm startet und ein Spiel installiert.
    Und das wars auch schon.

    „Übertrage die Messwerte in Excel/Calc.
    Berechne die Veränderungen in den Messungen.
    Stelle die Ergebnisse grafisch dar.“

    Für Schüler sind diese drei Anweisungen bereits eine Überforderung.
    Die schlechtesten scheitern am öffnen des Programms, die starten Word und erstellen dort eine Tabelle.
    Die nächsten sitzen vor Excel und halten zum berechnend er Differenzen einen Taschenrechner in der Hand.
    Die nächste Besserung ist es dann wenn sie wissen das man das am PC machen kann, die schreiben dann bei 20 Zeilen jeweils: „=57 – 37“ .
    Ein kleiner Teil weiß das man Formeln eingeben kann, und die wissen dann meistens auch das man diese in die anderen Zeilen kopieren kann.
    Unter denen gibt es dann wieder eine Gruppe die scheitert weil sie in die Felder Einheiten mit eingeben |57 cm|37 cm|

    Das wirkliche können der Schüler wird von den Schülern selber und den Erwachsenen weit überschätzt.
    Die meisten Schüler können gerade die einfachsten Funktionen. Wofür welche Programme sind und was man mit diesen machen kann ist ihnen unbekannt.
  8. #17

    wie schön

    Zitat von mcmercy Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich Unsinn. Es gibt nahezu kein Unternehmen mehr, bei dem nicht jeder Arbeitsplatz Internet Zugriff hat. Was aber auch grundsätzlich kein Problem ist, wenn das Netzwerk entsprechend administriert ist. Oder glauben Sie in einem unternehmen kann jeder die Finanzbuchhaltung einsehen, nur weil er Internetzugang am Arbeitsplatz hat? Jeder Arbeitsplatz hat natürlich nur auch die Bereiche Zugrif für die er freigeschaltet ist.
    Dann erklären Sie dies doch bitte meinem Dienstherren (Land NRW), ich habe diese Verwaltungsvorschrift nicht erlassen.
    Das Problem ist, die Netze mit Servern und Rechnern sind sächliche Schulausstattung und müssen vom Sachaufwandsträger beschafft, gewartet und administriert werden.
    Die Verwaltungsangelegenheiten einschließlich Schülerdatenverwaltung und Leistungsdatenverwaltung (Zeugnisse) sind somit bei der Kommune. Nur der kann das Land keine Vorschriften machen. Das Land kann aber sehr wohl seinen bediensteteten Vorschriften machen. Somit gibt es eben die Anweisung, dasss alle "relevanten Daten", d.h. personenbezogene Daten und Prüfungsunterlagen (ZP10 und Zentralabi) nur auf dem Verwaltungs(intra)net bearbeitet werden dürfen.

    Für zentrale Prüfungen bedeutet das, Herunterladen auf einem Rechner mit Internetzugang, Zwischenspeicherung per Stick und Übertragung der daten im Anschluss ins Intranet.

    Wer es nicht glauben will, der befasse sich mit den Begriffen "innerer" und "äußerer" Schule. In Deutschland sind die Länder für die gesetzlichen Grundlagen einschließlich der Kernrichtlinien für die Fächer und das lehrende Personal zuständig. Für das Gebäude, die Ausstattung, die Bezahlung der Lehrmittel und sonstigen Ausstattung, das nicht-lehrende Personal etc. sind die Sachaufwandträger - bei städtischen Schulen also die Kommunen - zuständig.








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