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Not auf dem Jobmarkt: Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus

Deutschlands Arbeitsmarkt entwickelt sich prächtig, bald sind wohl weniger als drei Millionen Menschen ohne Job. Doch was gut klingt, bereitet Ökonomen große Sorge: Dem Land droht ein Fachkräftemangel, der durch das Altern der Gesellschaft noch verstärkt wird. Der Ausweg: mehr Zuwanderung.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...717919,00.html
  1. #650

    Not auf dem Jobmarkt: Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus

    Zitat von ronja97 Beitrag anzeigen
    Als langjähriger Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, der sich täglich in der praktischen Arbeit mit diesen Themen beschäftigt, kann ich der Schilderung nur zustimmen.

    Leider sind viele Kommentare ....
    Ach hören sie doch auf so Sacharmlos zu Lügen, ich hab selbst mit mehren BA Mitarbeiter gesprochen sogar mit der Beschwerdeabteilung.
    Ein Gutes Schlüsselwort ist WILLKÜR, und die bewusst geduldet und gesteuert wird, und das nicht nur von der Regierung.

    Und dann von der Fachkompetenz von manchen BA Betreuern zu reden ist ja ein eigenes Kapitel für sich selbst. Nicht alle aber viele. Und wer sich Geschichtlich mal mit der BA auseinander nimmt der weiß ganz genau, das sie Statistiken Manipulieren.

    Also halten sie sich mal lieber ganz ruhig, sonst überfährt sie schneller der Bus als ihnen das klar wird.
    Propaganda von der BA, Nein danke.
  2. #651

    Not auf dem Jobmarkt: Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus

    Zitat von Izmir.Übül Beitrag anzeigen
    Warum gibt es dann immer noch Zehntausende arbeitslose Ingenieure & Informatiker über 40?
    Das fängt schon mit 35 Jahren an, und die Altersdiskriminierung in der IT ist die Extremste.
  3. #652

    Wie wäre es mal mit etwas Introspektion?

    Zitat von schensu Beitrag anzeigen
    Was könnte ein solcher auch sonst tun? ;o)
    Klar, Ökonomen sind natürlich alles Idioten, die eh keine Ahnung von nichts haben. Es lebe das Proletariat, der ehrliche kleine Arbeiter!

    Zitat von schensu Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass Deutschland auf die "Welt" schielt, ohne den eigenen Hof bestellt zu haben oder auch nur annähernd zu wissen, wie das geht.
    Hm, Deutschland hat ein Wohlstadnsniveau, um das uns immer noch große Teile der Welt beneiden. Und das trotz ca. 2 Billionen EUR, die uns das hochpäppeln der völlig maroden ex-DDR gekostet hat. Die meisten Länder hätte das ruiniert, Deutschland hat das dagegen recht gut weggesteckt, auch wenn es natürlich einige negative Folgen hatte.

    Also ein wenig werden "wir" schon wissen, wie es geht.

    Zitat von schensu Beitrag anzeigen
    Eine gesunde Entwicklung ist immer die vom Kleinen zum Großen, vom Niederen zum Höheren, vom Einfachen zum Komplizierten.
    Ja. Aber Deutschland ist halt ein "entwickeltes" Land. Also ein Land, an dem die Entwickung schon sehr fortgeschritten ist und wir daher auch eine beträchtliche Komplexität haben.

    Zitat von schensu Beitrag anzeigen
    Leute, die ihren Sandkasten nicht überblicken woll(t)en eine Kiesgrube ausbeuten...
    Ah, sie sprechen von diversen ganzen keifenden Spiegel-Foristen hier...
  4. #653

    "Ein Ruck muß durch Deutschland gehen..."

    ...na hoffentlich bald - hoffentlich rucken die Arbeitnehmer bald und fahren ihre Leistung auf Angemessenheit zum Lohnniveau herunter!!!
  5. #654

    Realschule

    Zitat von klaus1201 Beitrag anzeigen
    Doch wohl nur dann, wenn die Gesellschaft unfähig ist für eine angemessene Bildung zu sorgen.

    Erzählen Sie doch keinen Müll, daß die Anforderungen kontinuierlich steigen, nur wird zwischenzeitlich für jeden Handlangerjob schon eine Realschulbildung verlangt.
    Was natürlich vor allem daran liegt, das die Hauptschule heute weniger Schule als eher "Aufbewahrungsstätte für Problemfälle" geworden ist. Daher ist die Realschule heute das, was früher die Hauptschule war.

    Die Bildung der Kindern ist aber dennoch weitgehend Sache der Eltern. Wenn die sich nicht kümmern, sieht es halt schlecht damit aus. Heute mehr denn je, da ja inzwischen fast alle Sanktionsmaßnahmen, die die Schule früher hatte, abgeschafft wurden.
  6. #655

    diverses

    [QUOTE=c++;6265215]Es gibt einen freien und offenen europäischen Arbeitsmarkt, der 500 Mio Menschen umfasst. Da ist jede Fachkraft zu haben, aber nicht ganz umsonst[/[QUOTE]
    Die Überalterung der Gesellschaft ist kein deutsches, nicht einmal ein rein europäisches Problem.

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Der Zusammenbruch der Finanzmärkte ist nicht so unwahrscheinlich
    Und deshalb sollen wir nun die Hände in den Schoß legen, weil ja eh bald alles den Bach runter geht? Schon mal was von "selbsterfüllender Prophezeiung gehört"?

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Vorhanden sind mehrere Millionen Arbeitslose in Deutschland und ganz viele Millionen Arbeitslose in der EU
    Erstens sprechen Sie von heutem der Artikel von der Zukunft. Und zweitens sind aber meist schlecht ausgebildete Menschen. Was nützen einem Leute, deren Bildung gerade mal auf Hauptschulniveau ist, wenn man Ingenieure sucht?

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Das ist bekanntlich zu erheblichem Teil Folge der Zuwanderung von Arbeitskräften in den 60er und 70er Jahren. Die Profite hat das Kapital privatisiert, die Kosten trägt die Gesellschaft.
    Die Gesellschaft hat davon auch massiv profitiert und zwar mit dem Lebensstandard, den wir heute haben.

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Die Unternehmen sollten über höhere Steuern dafür herangezogen werden, die Kosten der Qualifizierung von Bildungsversagern zu übernehmen. So etwas nennt man Verursacherprinzip.
    Wieso ist es Sache der Unternehmen, das Versagen der Bildungspolitik auszugleichen?

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Solange über 40jährige nicht in Arbeit kommen, solange nicht ein Mißbrauch von Zeitarbeit und anderen Formen der Lohndrückerei beseitigt wird, solange die Nachfrager nach Arbeit nicht eine ebenso große Auswahl haben wie die Anbieter von Arbeit, so lange kann über Zuwanderung nicht ernsthaft diskutiert werden.
    Das Sachen wie Zeitarbeit derart boomen liegt an den viel zu rigiden Regelungen, die vor allem die Gewerkschaften durchgesetzt haben. Zeitarbeit ist quasi "Notwehr" der Unternehmen, mit denen auch die meisten Unternehmen alles andere als glücklich sind.
  7. #656

    Not auf dem Jobmarkt: Deutschland gehen die Arbeitskräfte aus

    Zitat von Antje Technau Beitrag anzeigen
    Ich frage mich zum x-ten Male, warum in Artikeln wie diesem nie genannt wird, welche Fachkräfte denn nun konkret fehlen.
    Reden wir von ....
    Meine Worte.... genauso sehe ich das auch.
  8. #657

    Geiz ist geil...

    Sicher, wer sich beinahe über 3 Jahrzehnte nicht sonderlich um den eigenen Nachwuchs gekümmert hat, weil er konsequent die Steigerung der Renditen am Aktienmarkt verfolgte, der muss sich nicht wundern wenn er jetzt dasteht und langsam sein eigenes Aus vor Augen hat. Das in diesem Rahmen der Vorschlag aus den Reihen der FDP geradezu plausibel klingt, über 50jährigen den Bezug von ALG I zu halbieren, ist nur die logische Fortsetzung des verqueren Denkens dieser Klientel und ihrer Lobbyisten. Aber all denen, die bis heute nicht über den Tellerrand hinweg zu schauen in der Lage waren, sei gesagt : Jede Gesellschaft bekommt das, was sie selbst gesät hat und erntet in jedem Fall die Früchte ihrer, wenn auch gierigen, unüberlegten, nicht-vorausschauenden Arbeit.
  9. #658

    jung und geil

    Zitat von Marie Laveau Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das Problem gar nicht. Wenn Arbeitgeber qualifizierte Fachkräfte brauchen, ist es ihnen doch unbenommen, welche einzustellen, nicht nur aus Deutschland, sondern der ganzen EU. Dazu müssten sie nur konkurrenzfähige Löhne zahlen. Das nennt man Angebot und Nachfrage.
    Genau! In Krisenzeiten wird auch zu gern auf das Arbeitskräfte-Überangebot verwiesen und darauf, dass die Chinesen so viel billiger sind. Und nun jammern sogar ostdeutsche Firmen über den plötzlichen Lehrlingsmangel. Dabei ist seit Jahrzehnten bekannt, dass die Geburtenraten rückläufig sind und deshalb massenhaft Schulen wegen Schülermangel geschlossen wurden. Gerade die Firmenchefs versuchen auch krampfhaft eine ständige Krisenstimmung aufrecht zu halten, was auf Dauer die ganze Belegschaft völlig verunsichern kann. Die potenten Potentaten hätten sogar den nötigen Fachkräftenachwuchs selbst zeugen und züchten können. Selbst wenn die alle hochgradig schwul wären, gäbe es die Möglichkeit Samenspende + Leihmütter.

    Interessant ist, dass immer nur vor Arbeitskräftemangel gewarnt wird. Eigentlich sollte das Problem ganzheitlich betrachtet werden: z.B. auch die Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Vorstellbar, dass die Lobbyisten der Vermieter mehr Zuwanderung fordern, weil sie Angst vor Leerstand und sinkenden Mieten haben.

    Zitat von Marie Laveau Beitrag anzeigen
    Die Idee, erst mal ein paar Millionen unqualifizierte Bauern einwandern zu lassen und zu hoffen, dass aus denen Ingenieure werden, ist doch Schwachsinn.
    Manche Personalabteilung wählt die Bewerber wohl auch nach sexuellen Vorlieben aus: Jung und geil ist offenbar ganz wichtig.
  10. #659

    wohl STAND ...

    Zitat von k999 Beitrag anzeigen
    Hm, Deutschland hat ein Wohlstadnsniveau, um das uns immer noch große Teile der Welt beneiden.
    Das kommt darauf an, wie Sie "Wohlstand" definieren :
    Man nehme 20 Bürger, 1 verdient 101.000, alle anderen 1.000
    120.000 / 20 = 6.000 für jeden. Meinten Sie diese statistischen Taschenspielertricks mit "Wohlstand" ?
    Umso erschreckender, dass derlei "Berechnungen" sowohl dem "Durchschnittseinkommen" genauso zu Grunde gelegt werden, wie der allg. Teuerungsrate - dort funktioniert der Betrug nämlich ebenso gut (mal bezogen auf einen willkürlich festgelegten Zeitraum):

    1 Fernseher , Preisverfall 300,-
    1 Waschmaschine, Preisverfall 100,-
    1 Computer, Preisverfall 300,-
    100 Brötchen, Preissteigerung 1,-
    10 Päkchen Margarine, Preissteigerung 2,-
    20 Pfund Kaffee, Preissteigerung 10,-

    687 / 133 Produkte = durchschn. Preisverfall von 5,16...HURRA

    nimmt man aber einmal an, dass die Anschaffungszyklen bei technischem Gerät eher längerfristig sind, so sieht die gleiche Rechnung schon anders aus :
    13 / 130 = 0,1 ergibt eine Preissteigerung von 10 Cent im Schnitt und das bei Grundnahrungsmitteln, an denen kaum einer sparen kann.


    Zitat von k999 Beitrag anzeigen
    Ja. Aber Deutschland ist halt ein "entwickeltes" Land. Also ein Land, an dem die Entwickung schon sehr fortgeschritten ist und wir daher auch eine beträchtliche Komplexität haben.
    "...an dem die Entwicklung schon sehr fortgeschritten ist..." besser hätte man es gar nicht ausdrücken können. Freud hätte seine Freude an diesem Satz, lässt er doch getreu obiger Rechnung durchblicken, wohin "die Entwicklung" denn angedacht ist :
    Kürzen von ALG I auf die Hälfte bei über 50-jährigen
    Vergünstigungen bei den AKWs
    auch Entzug von medizinischen Leistungen bei den Älteren unserer Gesellschaft stand vor ein paar Jahren ja schon einmal zur Debatte ....nur weiter so








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