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Norwegischer Massenmörder: Grausamer YouTube-Kreuzritter

Als Kreuzritter sieht sich der Attentäter von Oslo und Utøya in seinem Wahn: Er wolle den "kulturellen Marxismus" besiegen und den "Islam aus Europa vertreiben", erklärte Anders Breivik vor dem Massenmord in einem Video. Als Ritter habe er die Pflicht,*grausam zu handeln.*

http://www.spiegel.de/panorama/justi...776341,00.html
  1. #70

    Ein MÖRDER ist NIEMALS ein Christ. Punkt !

    "Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles..."
  2. #71

    Lasst ihn nicht gewinnen

    Liebe Leute,

    jetzt hört halt auf irgendwelche Angehörigen von Glaubensrichtungen oder anderen Meinungen abzuurteilen. Warum dieser Mann so einen Hass entwickelt hat kann keiner sagen.
    Jetzt helfen wir ihm doch nicht dabei seine Zwietracht und sein Misstrauen weiterzutragen.

    Ich finde es schlimm genug, dass seine Tat im Grunde ein voller "Erfolg" war, auch was die Medienaufmerksamkeit seiner Person betrifft.
  3. #72

    vs prüft Verbindung zur deutschen Rechten ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Kreuzritter sieht sich der Attentäter von Oslo und Utøya in seinem Wahn: Er wolle den "kulturellen Marxismus" besiegen und den "Islam aus Europa vertreiben", erklärte Anders Breivik vor dem Massenmord in einem Video. Als Ritter habe er die Pflicht,*grausam zu handeln.*

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...776341,00.html
    ...dann prüft mal .
  4. #73

    Kein Titel

    Zitat von Michael Giertz Beitrag anzeigen
    Degeneriert übrigens im Sinne von Gier, Dekadenz, Ignoranz - nicht im Sinne von "Entartet". Aus der Art schlagen nur jene, die diese Entwicklung nicht sehen, nicht sehen wollen - oder kräftig mithelfen.

    Aber wie schon gesagt: wenn die Argumente ausgehen, dann beleidigt man munter drauf los und fühlt sich moralisch überlegen. Mit dem Unterschied: ich habe Recht, und Sie wissen das.

    Übrigens: die meisten meiner Vorbilder sind Humanisten. Während der Rest der Welt einer Drogensüchtigen nachweint, ist der Tod eines Thomas Jefferson WIRKLICH ein Verlust.
    Mir gehen nicht die Argumente aus. Ich lehne nur komplett die Verwendung des Begriffes "degeneriert" ab. Das ist ein zutiefst inhumaner Begriff, und DAS wissen sie als angeblicher Humanist ja wohl. Da gibt es auch nichts zu argumentieren von Ihrer Seite aus. Würden Sie mir bitte eine Stell der Literatur nennen, in denen ein Humanist den Begriff "degeneriert" oder auch sinngemäß verwendet, um eine Erneuerung von Werten oder humanistischen Idealen zu begründen? Ich höre da gerne auf Argumente Ihrerseits.
    Und NEIN: ich weine keiner drogensüchtigen, durchgeknallten Sängerin nach, da täuschen Sie sich.
  5. #74

    ...

    Zitat von Sherlock70 Beitrag anzeigen
    Mehr als 15 Minuten Ruhm sind ihm sicher. Das Verfahren und alles drumherum hätte unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden sollen. Es gibt sicher genug Irre, die jetzt sehen, daß sie auf diese Art ein wunderschönes Podium bekommen.

    Furchtbar!
    In einer offenen Gesellschaft und gerade in so freien Gesellschaften wie in Skandinavien wird nichts unter Ausschluß der Öffentlichkeit passieren, das ist auch ein Preis für die Freiheit, die wir bezahlen müssen. Ansonsten, heute wo jeder glaubt in sozialen Netzwerken sein Innerstes nach Außen kehren zu müssen, sind solche kranken Hirne die furchtbaren Begleiterscheinungen dieser Netzwerke.
  6. #75

    Marketing für das Manifest

    Zitat von Meckermann Beitrag anzeigen
    Bleibt die Frage, wie der Täter den "kulturellen Marxismus" zerstören will, indem er Jugendliche in einem Ferienlager abknallt. Oder ging es ihm nur darum möglichsat viele Menschen zu töten (egal wen), um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen? Falls ja, dürfte ihm das wohl gelungen sein...
    Er schreibt in seinem Manifest, dass er das Massaker als Marketing für sein Werk begangen hat. Weil er nicht mehr genug Geld hatte, um eine umfassende Verteilung zu gewährleisten (er wollte 3 Mios machen, hat aber "nur" 500k geschafft).
    Naja, immerhin hat er geschafft, dass ich es lese. Ich verschwende zuviel Zeit mit sinnlosem Quatsch ...

    Die Computerspiele hat er übrigens angeblich bewusst gespielt, um seine sozialen (WoW) und militärischen (MW2) Skills zu verbessern. Er vergleicht das Führen einer WoW-Gilde sogar mit dem Führen eines Unternehmens und konnte durchaus Realität und Fiktion unterscheiden. Auch sonst macht er keinen übermäßig hasserfüllten oder aggressiven Eindruck in dem Werk.
    So einer wäre mir nicht aufgefallen als potentieller Massenmörder.
  7. #76

    Die Formulierung 'Kulturmarxismus'

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Kreuzritter sieht sich der Attentäter von Oslo und Utøya in seinem Wahn: Er wolle den "kulturellen Marxismus" besiegen und den "Islam aus Europa vertreiben", erklärte Anders Breivik vor dem Massenmord in einem Video. Als Ritter habe er die Pflicht,*grausam zu handeln.*

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...776341,00.html
    ... könnte auch von einem 'christlichen' Schreiberling der rechten
    deutschen 'Qualitätspresse' (z.B. FAZ, Welt) stammen.

    Einige Formulierungen könnten auch mit dem rassistischen Hetzer uns Haßprediger Sarrazin ('Sozialdemokrat'!!) asoziiert werden, dessen verbrecherische Brut jetzt in Norwegen aufgegangen ist.

    In D wird noch immer von linkem Terrorismus gefaselt, während von rechts die Massenmörder kommen. Verfassungsschutz, Justiz und Polzei sind auf dem rechten Auge blind.
  8. #77

    Die Formulierung 'Kulturmarxismus'

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Kreuzritter sieht sich der Attentäter von Oslo und Utøya in seinem Wahn: Er wolle den "kulturellen Marxismus" besiegen und den "Islam aus Europa vertreiben", erklärte Anders Breivik vor dem Massenmord in einem Video. Als Ritter habe er die Pflicht,*grausam zu handeln.*

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...776341,00.html
    ... könnte auch von einem 'christlichen' Schreiberling der rechten
    deutschen 'Qualitätspresse' (z.B. FAZ, Welt) stammen.

    Einige Formulierungen könnten auch mit dem rassistischen Hetzer uns Haßprediger Sarrazin ('Sozialdemokrat'!!) asoziiert werden, dessen verbrecherische Brut jetzt in Norwegen aufgegangen ist.

    In D wird noch immer von linkem Terrorismus gefaselt, während von rechts die Massenmörder kommen. Verfassungsschutz, Justiz und Polzei sind auf dem rechten Auge blind.
  9. #78

    Erschreckend

    Mich schaudert bei dem Gedanken, wie die öffentlichen Reaktionen auf die Tat ausgefallen wären, hätte der Mann zunächst eine Moschee gesprengt und dann mit dem Gewehr Jagd auf jugendliche Gangmitglieder mit Migrationshintergrund gemacht. Wahrscheinlich, so fürchte ich, hätten gerade diejenigen, die den Attentäter jetzt qua Notstandsgesetz einen Kopf kürzer gemacht sehen wollen, die Wahl seiner Mittel ehrlich mißbilligt, seine Ziele aber als durchaus nachvollziehbar empfunden – ähnlich wie mancher moderate Muslim über einen Shahid denken mag.

    Gottlob aber ist es so nicht gekommen. Gottlob war dieser Irre verrückt genug, um stattdessen seine Vorstellung von "Kategorie-A-Verrätern" zu massakrieren. Sein erhoffter Propaganda-Coup verkehrt sich dadurch ins Gegenteil, in ein gewaltiges propagandistisches Eigentor für die islamfeindlichen Strömungen innerhalb Europas. Dem Attentäter selbst wird das herzlich egal sein: Allein angesichts der "Propagandaphotos", die er vor der Tat von sich gemacht hat (mal in Kompressionsunterwäsche mit einem Sturmgewehr in der Hand, mal in Phantasieuniform, über und über behängt mit selbstentworfenen Orden und Abzeichen), kann es keinen Zweifel geben, daß dieser Mensch zutiefst wahnsinnig ist.
  10. #79

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Ritter habe er die Pflicht,grausam zu handeln.
    Was nat. wenig mit ritterlicher Ethik bzw. angestrebten Tugenden in der Blütezeit des. europ. Rittertums zu tun hat. Bescheidenheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Schutz der Schwachen, usw.

    Schön, man muß sicher sagen, daß Vorstellungen und Praxis da oft auseinandergingen, bloß war Grausamkeit eben nicht "Pflicht" im normativen Sinn. Aber es verwundert bei nem Typen mit so wirrer Weltsicht auch nicht mehr, daß alles in seinem Sinn verzerrt und verbraten wird.


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