Breivik ist sehr wohl schuldfähig. Er ist wie ein politischer Überzeugungstäter, ein Terrorist zu behandeln.
Man meint immer, politische Täter seien etwas besonderes, weil sie sich Dinge anmassen. Das sind sie aber nicht; sie sind Kriminelle und als solche zu behandeln.
Breivik sieht sich in seiner Rolle als Ritter (Retter des Abendlandes), als Kommandant einer Armee, deren einziger Soldat er ist, quasi als Kriegsgefangenen. Er wäre am liebsten in seiner Operettenuniform vor Gericht aufgetreten. Er genoss die Verhöre, wo er seine Tat erklären und begründen konnte. Er ist beleidigt, wenn man ihn als unzurechnungsfähig und psychisch krank erklärt.
In seiner Rolle hat er sich selber Rechte angeeignet, als über der Gesellschaft stehend. Er will das Land retten vor dem Islam. Er hatte 9 Jahre Zeit an seinem Manifest geschrieben und die Taten geplant. Wovon lebt er? Musst er nicht arbeiten? Hatte er keine Freundin? Er hat sich isoliert.
Breivik wusste sehr wohl, was er tat: morden. Die vorgebrachten Rechtfertigungsgründe sind wahnhaft. Er schwang sich als Herr über Leben und Tod auf. Aber er ist ein Mörder. Er wusste, was er tat und er wollte es tun. Die Folgen (Tote) waren im klar. Er wusste auch, wie er reagieren wird. Er setzte sich als Tötungsmaschine ein. Er nahm Anabolika, das macht entschlossen und aggressiv. Er nahm Aufputschmittel, damit er während des Massakers nicht schlapp macht, Mitleid bekommt. Er hat seine möglichen menschlichen Gefühle unterdrückt. Dem sagt man actio libera in cause. Das sogenannte Mut-Antrinken, um Hemmungen zu unterdrücken. Einen "gewöhnlichen" Mörder oder Brandstifter entlastet das nicht.
Breivik beklagt sich über Isolationsfolter. Man soll ihn in den normalen Strafvollzug stecken. Die Mitgefangenen werden dann das Problem Breivik lösen, früher oder später.
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