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Nordpol-Expedition: Mehr Licht!

Für ein paar Wochen kommt Leben in die Arktis: Jedes Jahr Ende März errichten russische Arktisforscher das Barneo-Camp in der Nähe des 89. Breitengrades. Hier versammeln sich Forscher und Abenteurer, Fotografen und Touristen - manchmal gesellt sich auch ein hungriger Eisbär dazu.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...757682,00.html
  1. #1

    Müll zurücklassen

    Das Ökosystem der Arktis soll nicht verschmutzt werden, weswegen man dort keine Reliquien der Zivilisation hinterlassen soll. Also keine Plastiktüten und Bierdosen etc. Andererseits werden dort jedes Jahr zwei lustige Planierraupen von dieser speziellen Expedition versenkt (ohne Öle natürlich *hust*). Ich glaube die Besucher vom Burning Man sind da wesentlich umweltfreundlicher mit ihrer Wüste.
  2. #2

    !

    Zitat von tusche22 Beitrag anzeigen
    Das Ökosystem der Arktis soll nicht verschmutzt werden, weswegen man dort keine Reliquien der Zivilisation hinterlassen soll. Also keine Plastiktüten und Bierdosen etc. Andererseits werden dort jedes Jahr zwei lustige Planierraupen von dieser speziellen Expedition versenkt (ohne Öle natürlich *hust*). Ich glaube die Besucher vom Burning Man sind da wesentlich umweltfreundlicher mit ihrer Wüste.
    Ein bisschen wundert mich das auch. Meine Meinung dazu: wenn Planierraupen so groß sind, dass man sie nicht wieder weg bekommt, dann darf man sie halt gar nicht erst hinbringen...
  3. #3

    Geografie-Kenntnisse

    Erstaunlich, wie man in einer russischen Antonow AN-74 binnen zwei Stunden 1.500 Kilometer zurücklegen kann.

    Ein Flugzeug mit einer Reisegeschwindigkeit von gerade einmal 550km/h - ohne Start, Climb, Descent und Landung.
    Und das die Nordspitze Spitzbergens mit 82. Grad Nord nicht 1500 Kilometer vom 89. Breitengrad entfernt sein kann, weiß jeder Hobbypilot. Gerade mal die Hälfte ist Fakt.

    Jetzt sponsort der Verlag schon mal so eine teure Recherche-Reise, da sollte man eigentlich eine bessere Vorbereitung erwarten dürfen.
  4. #4

    Distanzen von Spitzbergen nach Barneo und andere Fragwürdigkeiten

    Auch für Hobbypiloten gelten die gleichen Bedingungen, Spitzbergen ist mitnichten am 82° Breitengrad:
    Der nördlichste Punkt der Insel Spitzbergen liegt auf der Halbinsel Mosselhalvoya am Kap Verlegenhuken auf 80.0623N 7 16.2616E, der nördlichste Punkt des Archipels Svalbard ist das Inselchen Rossoya auf 80.8278N / 20.3458E.
    Airport Longyearbyen 78.2442N / 15.4953 und somit Luftlinie 1200 km bis Barneo am 89°N, was wohl der Angabe der Flugzeit im Artikel von "über zwei Stunden" wieder entsprechen dürfte.
    Ungeachtet dieser Haarspaltereien ist das Camp Barneo mit dem entsprechenden Tourismus für Betuchte kritisch zu hinterfragen. Brauchen wir wirklich einen Marathonlauf am Pol und ist es nötig für ein paar Wochen im Jahr mit einem unglaublichen Aufwand und entsprechender CO2-Produktion (Flüge, Generatoren usw)den Pol in einen Abenteuerspielplatz zu verwandeln? Von der jährlichen Versenkung der Planierraupen ganz zu schweigen. Der Betrieb von Barneo wird als "im Dienste der Wissenschaft" vermarktet,dient aber meines Erachtens eher dazu kaufkräftigen Möchtegern-Extremsportler das Ausleben der Profilneurose zu ermöglichen und den Gewinn zu maximieren...
    Arme geplagte Hocharktis


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