AFPDas erste nordkoreanische Restaurant der westlichen Welt hat in Amsterdam eröffnet. Requisiten und Gewürze werden dafür über Umwege in die Niederlande geflogen, die kommunistische Führung hat ihre besten Köche geschickt. Menschenrechtler sind entsetzt.
http://www.spiegel.de/reise/europa/0...823278,00.html
Lt. der website des Restaurants kostet das 5-Gänge Menu 49 Euro und die 9-Gänge kosten 79 Euro.
Das würde ich weder als Luxusrestaurant noch als China Imbiss bezeichnen.
Man zahlt eben für die Einzigartigkeit und die Schwierigkeit Original-Zutaten und Originalpersonal aus Nordkorea zu bekommen.
Das Personal wurde meiner Meinung auch weniger deshalb handverlesen, um möglichst gute Spione nach Europa zu schicken, sondern eher , weil es in Nordkorea schwierig sein wird , gutaussehendes, gutsingendes und auch noch gutarbeitendes Personal mit English-Kenntnissen zu finden.
Das ganze ist eine nette Idee und ich habe sowieso ein Problem damit, dass wir unbedingt unsere westlichen Werte in die Welt exportieren müssen. Lasst uns Machinen exportieren, aber keine Menschenrechte. Die Menschen müssen selber für sich entscheiden, ob sie einen Monarchen (Saudi-Arabien), einen Quasi-Monarchen (Nordkorea) oder einen wählbaren Präsidenten (USA) an der Spitze ihres Staates sehen wollen.
Diese Entscheidungsfreiheit sollten wir ihnen zugestehen.
Bildunterschrift unter Bild 7: "...dafür liegen bunte Biografien der Diktatoren aus." Offensichtlich weiß der Autor nicht, was eine Biographie ist. Oder er kann die Titel auf dem Bild nicht lesen. Es handelt sich um Schriften von den Diktatoren. (Mal abgesehen davon, dass man nicht weiß, wie weit sie von ihnen persönlich verfasst sind. Aber davon, dass man einen Ghostwriter benutzt, wird ein Buch, das man unter seinem Namen publiziert, noch nicht zu einer Biographie.)
Wenn die Tatsache, daß in einem bestimmten Land Menschen hungern, ein Ausschlusskriterium für die Eröffnung landestypischer Restaurants bei uns wäre, dann dürfte es hierzulande auch keine indischen Restaurants geben.
Gerade im Bezug auf Nordkorea ist selbst der winzigste Schritt einer Öffnung und Kontaktaufnahme sicherlich zu begrüßen.