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Nordböhmen: Roma-Hatz an deutscher Grenze

Selbst eine Spezialeinheit der tschechischen Polizei kann nicht für Ruhe sorgen: Seit Wochen kommt es in Nordböhmen*zu Krawallen*zwischen der alteingesessenen Bevölkerung und Roma.*Rechtsextreme heizen die Stimmung an der Grenze zu Deutschland zusätzlich an.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...786081,00.html
  1. #110

    Heute

    Zitat von matz-bam Beitrag anzeigen
    Ich habe ein Foto von "Zigeunern" zu Hause, ca. 70 Jahre alt,
    mit Lager und Stacheldraht im Hintergrund, da kann man sehr gut sehen, wohin es führt, wohin dieses "Seit Jahrzehnten, wenn nicht seit Jahrhunderten versucht man dieses Problem zu lösen" führt, wenn man dem Rassismus nicht früh genug seine Grenzen aufzeigt.
    ist doch Rassismus überhaupt nicht mehr das eigentliche Problem. Und ewige Hinweise auf früheres Unrecht und "wehret den Anfängen" ist für Problemlösungen bestenfalls terziär.
    Das Problem ist, dass diese Zigeuner kaum integrierbar sind, auch wenn man guten Willens ist. Von diesem Fakt sollte man ausgehen und dann menschliche Lösungen suchen, und nicht immer "Huch Rassismus" schreien.
  2. #111

    Kein tschechischen Pass für Roma

    Zitat von Coz Beitrag anzeigen
    Die Roma und Sinti sollten doch alle einen tschechischen Pass haben. Der ermöglicht es doch, ohne Probleme nach Deutschland auszuwandern. Hier werden doch gerade millionenschwere Integrationsprogramme (Duisburg) aufgelegt, um die neuzugezogenen EU-Bürger aus Rumänien zu integrieren. Diese sind auch zu 90& Roma, also sollten sich die Herrschaften dort nicht ganz so fremd fühlen. Die Lösung für die Tschechen wäre so einfach, viellicht sollten sie den Roma mal von Deutschland und den Auswirkungen von Schengen erzählen. Die rumänischen Behörden machen das mit einem bemerkenswerten Erfolg.
    Im 2ten Weltkrieg haben die Tschechien mit Hilfe der deutschen Besatzer den Großteil der Roma in lokalen Konzentrationslagern umgebracht. Die Roma die zum großen Teil jetzt in Tschechien leben sind erst in den 60ger Jahren ins Land oder besser in die Bergwerke geholt wurden. Nachdem die Tschechoslowakei 1993 in 2 Staaten getrennt wurde wollten weder die Tschechen noch die Slovaken den Roma "Ihren" Pass geben. D.H. das viele Roma auf diese Weise bis heute keinen Pass bekommen.
  3. #112

    Auf dem Weg nach unten

    Die Roma in Tschechien sind die größten Opfer der gesellschaftlichen Änderungen nach der Wende 1989. Natürlich kann man sagen, dass sie durch ihre Kindermentalität und mangehalftes Verantwortungsbewusstsein selber Schuld sind. Aber mit Druck wird sich ihre Mentalität nicht nach allgemeinen Vorstellungen ändern. Die Integration dauert viele Generationen, und weil sie immer wieder unterbrochen wird, wie wir es gerade jetzt erleben, bleibt sie im Falle der Roma ohne Erfolg.

    Noch vor zwanzig Jahren waren die Roma in Tschechien in viel besserer Lage. Viele von ihnen hatten Arbeit und sie waren besser in der Gesellschaft verteilt. Es
    gab keine großen Ghettos wie heute. Natürlich gab es auch damals Probleme, aber es war überhaupt nicht so schlimm wie heute. Nach der Liberalisierung des Arbeitsmarktes, dem Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Deregulierung der Mieten haben auch viele relativ integrierte Roma ihre Arbeit verloren und wurden durch steigende Mieten aus ökonomisch entwickelten Regionen in Städte verdrängt, wo es überhaupt keine Arbeit gibt. Die Reaktion der weißen Bevölkerung in diesen Gebieten ist Hass, Hass auf jemandem, dem es noch schlechter geht. Auch die Regierung ist teilweise daran Schuld - jahrelang wird die Unzufriedenheit der unteren Schichten mit dem sozialen Abbau auf "unanpassbare Bürger" gelenkt, wie die Roma hier in Tschechien von vielen Politikern und Journalisten genannt werden. Aber solche Entwicklung kenn man schon von früher, nicht wahr?

    Heute bekommt eine Roma-Familie einen Mietvertrag nur im Ghetto, wo sonst keiner wohnen will. Auf dem Arbeitsmarkt sind Roma ohne Chance. Trotzdem wurden sie von den letzen beiden Regierungen durch radikal reduzierte Sozialhilfe "zur Arbeit" motiviert. Wie kann man dann überleben? Nur durch Diebstahl...
  4. #113

    Ohne Titel

    [QUOTE=Liborius;8717662]
    Zitat von GetulioV Beitrag anzeigen
    Vor der Arbeit wäre ja vor allem noch die Schule wichtig. Ich denke, dass darüber neben der überragend wichtigen Bildung auch einiges an Integration geleistet werden könnte.

    Ein EU Projekt die Romakinder in Tschechien zu fördern wurde dadurch verhindert das Präsident Klaus den Rechtsradikalen Ladislav Batora ins Bildungsministerium gesetzt hat. Batora hatte in der Vergangenheit vorgeschlagen die Roma alle zurück nach Indien zu senden. Trotz massiven Protesten gegen Batora hält Präsident Klaus daran fest den Rechtsradikalen Bartora im Ministerium weiter zu beschäftigen um seine eigen Ansichten in die Schulen zu bringen.
    Batora ist aber dabei clever denn, es ist ja auch leichter und billiger die Roma zu uns zu schicken. Hier wird sich dann gekümmert und gesorgt.
    Mal wieder Integration versucht und versucht und versucht..., wie lange? Bis der letzte Deutsche aus dem Romabezirken gezogen ist und die Wut hochkocht.Weil immer nur wir versuchen diese Völker zu integrieren (gegen deren Willen) und zu "bilden". Was bleibt sind imense Kosten und eine weitere komplett andere Kultur die sich nicht an Regeln hält. Toll was für Aussichten!
  5. #114

    Auch bald hier.

    Ein Beitrag im Spiegel-TV, gestern oder vorgestern, zeigte Sinti und Roma aus Rumänien, die ins Ruhrgebiet geflohen waren und sich bemühten, Sozialhilfe zu beantragen.
    Laut rumänischen Quellen leben etwa zwei Millionen Sinti und Roma in Rumänien. Viele davon in unvorstellbarer Armut.

    Ab 2013 geniessen alle rumänischen Staatsbürger das uneingeschränkte Niederlassungsrecht.
  6. #115

    ...

    Zitat von Liborius Beitrag anzeigen
    Ein EU Projekt die Romakinder in Tschechien zu fördern wurde dadurch verhindert das Präsident Klaus den Rechtsradikalen Ladislav Batora ins Bildungsministerium gesetzt hat.
    Weil ich von der tschechischen Politik zugegebenermaßen wenig Ahnung habe, bezog ich mich auch auf Deutschland. Hierzulande kann man solche politischen Blockaden wohl eher nicht finden, dennoch bestehen die Probleme in ähnlicher Art und ähnlichem Umfang auch hierzulande.

    Mir ist aber klar, dass in Tschechien und auch z.B. in Ungarn den Roma schon ein harter Wind entgegenweht. So geht das eben, wenn das Verhältnis zwischen Mehrheitsbevölkerung und Minderheit seit ehedem vergiftet ist.
  7. #116

    .

    In der Schule hatten wir mal einen Mitschüler, der von uns immer gehänselt wurde. Als er sich darüber beschwerte, wie es sein gutes Recht war, bekamen wir einen gesalzenen Rüffel vom Rektor, wie wir es verdient hatten. ABER: besagter Mitschüler bekam ebenfalls einen Rüffel und als er fragte, warum das so sei, erhielt er zur Antwort, es gäbe eben niemals Streit, bei dem die Schuld nicht auf beiden Seiten läge.

    Naja, ob das immer so stimmt sei mal dahingestellt, ein Quäntchen Rassismus steckt denke ich in jedem von uns und wartet nur darauf in einem geeigneten Umfeld hervorzubrechen.
    Aber das deutsche quasi- Verbot, auch nur anzudeuten, dass einige Grüppchen vllt. gar nicht willens sein könnten sich zu "integrieren" (ein in letzter Zeit viel zu oft gehörtes Wort, wie ich finde), hilft ja auch nicht wirklich weiter. Schließlich sagt ein jüdisches Sprichwort ja: "Glaube nichts, worüber man dir verbietet zu reden"
  8. #117

    Warum stehen diese

    Zitat von Filoun Beitrag anzeigen
    Die Roma in Tschechien sind die größten Opfer der gesellschaftlichen Änderungen nach der Wende 1989. .....

    Noch vor zwanzig Jahren waren die Roma in Tschechien in viel besserer Lage. Viele von ihnen hatten Arbeit und sie waren besser in der Gesellschaft verteilt. Es
    gab keine großen Ghettos wie heute. Natürlich gab es auch damals Probleme, aber es war überhaupt nicht so schlimm wie heute. Nach der Liberalisierung des Arbeitsmarktes, dem Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Deregulierung der Mieten haben auch viele relativ integrierte Roma ihre Arbeit verloren und wurden durch steigende Mieten aus ökonomisch entwickelten Regionen in Städte verdrängt, wo es überhaupt keine Arbeit gibt. Die Reaktion der weißen Bevölkerung in diesen Gebieten ist Hass, Hass auf jemandem, dem es noch schlechter geht. .......

    Heute bekommt eine Roma-Familie einen Mietvertrag nur im Ghetto, wo sonst keiner wohnen will. Auf dem Arbeitsmarkt sind Roma ohne Chance. Trotzdem wurden sie von den letzen beiden Regierungen durch radikal reduzierte Sozialhilfe "zur Arbeit" motiviert. Wie kann man dann überleben? Nur durch Diebstahl...
    erklärenden Details eigentlich nicht im SPON-Artikel ? Früher hat der Spiegel nicht nur über Ereignisse berichtet, sondern auch versucht, Hintergründe zu erhellen.
  9. #118

    Warum

    Zitat von Liborius Beitrag anzeigen
    Im 2ten Weltkrieg haben die Tschechien mit Hilfe der deutschen Besatzer den Großteil der Roma in lokalen Konzentrationslagern umgebracht. Die Roma die zum großen Teil jetzt in Tschechien leben sind erst in den 60ger Jahren ins Land oder besser in die Bergwerke geholt wurden. Nachdem die Tschechoslowakei 1993 in 2 Staaten getrennt wurde wollten weder die Tschechen noch die Slovaken den Roma "Ihren" Pass geben. D.H. das viele Roma auf diese Weise bis heute keinen Pass bekommen.
    Mit der Teilung der beiden Staaten erhielten die Ciganje in Tschechien slowakische Pässe, in der Slowakei andersherum.

    Und dass man die Guten nicht erst holen musste, weil sie schon da waren wissen sie ebenfalls nicht.

    Ich lebe in diesem Land.
  10. #119

    Rassismus mit System von Vaclav Klaus

    [QUOTE=dimetrodon109;8717792]
    Zitat von Liborius Beitrag anzeigen

    Batora ist aber dabei clever denn, es ist ja auch leichter und billiger die Roma zu uns zu schicken. Hier wird sich dann gekümmert und gesorgt.
    Mal wieder Integration versucht und versucht und versucht..., wie lange? Bis der letzte Deutsche aus dem Romabezirken gezogen ist und die Wut hochkocht.Weil immer nur wir versuchen diese Völker zu integrieren (gegen deren Willen) und zu "bilden". Was bleibt sind imense Kosten und eine weitere komplett andere Kultur die sich nicht an Regeln hält. Toll was für Aussichten!
    Die Deutschen waren mehre hundert Jahre in "Tschechien" ansässig und integriert und sind dann aus damals z.T. emotional verständlichen Gründen vertrieben worden. Das finden Batora, Klaus und ein Massenmörder in Norwegen auch heute noch toll das nicht zwischen Menschen unterschieden wird sondern einfach nach Rasse, Religion oder welcher Grund auch immer gefunden wird um eine "Gruppe" zu diskriminieren. Ach ja, letzten Monat waren die "divergierten" Schulen von Bartora und Klaus beschimpft worden.








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