dapdDie Zahlen des Landungsrechnungshofs sind eindeutig: Das Engagement von Christian Wulff und seinem Ex-Sprecher Olaf Glaeseker haben dem sogenannten Nord-Süd-Dialog satte Gewinne beschert. Für den Staatsanwalt ist diese Erkenntnis "von großem Interesse".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...841327,00.html
Was der hannoveranische Oberstaatsanwalt bislang erarbeiten ließ, ist mehr als dürftig, schließlich sind schon mehr als 100 Tage seit der sonderbaren Ablösung von Wulff vergangen, Man erhofft sich gewisse Ergebnisse .... Schlimmer kann sich eine Staatsanwaltschaft nicht bloßstellen und das in unserer demokratischen Verfassung, Warum schreit eigentlich niemand auf, wenn ein Staatsanwalt vor Verurteilung jemanden aus Amt und Würden schießen kann? Wohin entwickeln wir uns ? ...
Aus diesen neuesten Enthüllungen entnehme ich, was ich schon vorher wusste: dass Christian Wulff ein hervorragender Ministerpräsident war, der viel für das Land Niedersachsen getan hat und dem die Bürger dieses Landes zu höchstem Dank verpflichtet sind.
Wulff und Mappus sind sich doch ebenbürtig, jeder auf seine ihm höchst eigene Art und Weise, schließlich geht es ja um den Nord-Süd-Dialog. Da war zwar noch Oettinger im Amt, aber der wurde ja wegen Fehlleistungen nach Brüssel weggelobt und von Mappus entsprechend beerbt. Der MP-Posten war in Ba-Wü schließlich 58 Jahre lang schwarzerblich.
Ja, Wulff war ein halbseidener Gernegroß aus kleinen Verhältnissen, den die Glitzerwelt der Reichen und Schönen offenbar aus der Kurve gehauen hat. Dafür wurde er öffentlich bestraft - und das ist gut so. Ärgerlich ist für mich, dass der SPIEGEL sein ganzes journalisches Know How zur Anwendung brachte, um diese unappetitliche Bobbycar-Privatkredit-NordSüdDialog-SyltAbsteige-Story auszugraben, während in Berlin gerade ein geplanter Bürgerbetrug von Bund und Ländern beim BER ins Werk gesetzt wird. Hier werden Milliarden mit krimineller Energie in den Sand gesetzt. Hier sind die Hintergünde dieses abgründigen Geschehens noch immer im Dunklen. Und der SPIEGEL? Er schweigt dröhnend laut zu diesem Thema und berichtet allenfalls Pressekonferenzverlautbarungen in der Rubrik Reisen. Den Mut den sie bei der Enttarnung unseres Bundespräsidenten zeigten würde man sich endlich auch beim Wirtschaftskrimi BER wünschen, denn lauter können Sie bald nicht mehr schweigen.
Selbst wenn Christian Wulff so gewesen wäre, wäre das kein Grund für einen Rücktritt als Bundespräsident.
Der Medienputsch gegen das Grundgesetz stellt die Frage, wieviel Mißbrauch verträgt die Pressefreiheit.
Wenn Medien ungestraft mit falschen Vorwürfen politische Agitation betreiben dürfen, dann steht es schlecht um unsere Demokratie.
Und öffentliche Lynchjustiz ist kennzeichnet für eine Bananenrepublik.