... wozu sind sie dann da? Was koennte nach einem Abzug noch schlimmer werden?
Vielleicht sollte "Time" ein Titelbild mit den beiden Opfern machen, und dazu den Text: "What happens while we stay in Afghanistan."
Eine grausame Strafaktion der Taliban zeigt, wie gering die Kontrolle der Bundeswehr rund um Kunduz geworden ist. Die Aufständischen steinigten in aller Öffentlichkeit ein junges Paar wegen "unsittlichen Verhaltens". Tatort: ein Marktplatz nur eine Stunde vom deutschen Camp entfernt.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...712051,00.html
... wozu sind sie dann da? Was koennte nach einem Abzug noch schlimmer werden?
Vielleicht sollte "Time" ein Titelbild mit den beiden Opfern machen, und dazu den Text: "What happens while we stay in Afghanistan."
ist die einzige Schlußfolgerung.
Ich hätte es 2001 auch nicht geglaubt, daß die Dinge eine solche Wendung nehmen, aber man sollte nicht solange warten, wie die Russen, um dann doch schmachvoll abzutreten.
In einer Demokratie sind solche Militäreinsätze IMMER zu hinterfragen und die Geduld ist endlich. Das ist so und daher ist ein schneller Rückzug auch kein großes Problem.
Man muß auch anerkennen, daß die afghanische Zentralregierung, die UNO, die NATO und die NGOs nicht miteinander harmonieren und es deshalb auch keinen Fortschritt im zivilen Wiederaufbau gibt.
Wir sollten uns daher eingestehen, daß wir gescheitert sind und den Afghanen ihr Land wieder überlassen.
Jürgen Trittin: Taliban sollen wieder Macht bekommen
Gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" äußerte der Bundestagsfraktionschef der Grünen, dass Afghanistan nur stabilisiert .....[/i]
Quelle: www.focus.de
"Trittin spricht sich außerdem gegen "gezielte Tötungen" aus....."
Nunja, als Entgegenkommen für den Herrn Trittin spricht sich die Taliban NICHT gegen gezielte Steinigungen aus. Ist ja immerhin auch etwas.
eigentlich hat die internationale Schutztruppe die Gewalt und damit die Verantwortung - aber die sind natürlich vollkommen unschuldig. Das das Dorf nicht zu Kabul gehört, kann man dessen Oberbürgermeister auch nicht die Schuld geben.
Dass die Taliban durch den ISI des Nachbarlandes gestützt werden ist ja bekannt, nur der kann auch keine Schuld haben, weil ja Pakistan ein enger Freund der öbersten globalen Terrorjäger ist.
Ist halt sehr verzwickt das Ganze - vielleicht sollte man ja einfach zur Kenntnis nehmen, dass dieses Land, wie auch andere, nicht im westlichen Sinne zu demokratisieren ist - und auch die Völker des Westens so eine ganze Zeit gebraucht haben und noch viel mehr Menschenleben, um auf den heutigen Stand zukommen.
Wenn man dann diese Erkenntnis gewonnen hat, packen alle die Sachen und fahren nach Hause. Wahre Entwicklungshelfer dürfen natürlich bleiben. Killerkommandos der USA sollten sich dem meistbietenden Warlord anschliessen, nicht dass die arbeitslos werden.
eigentlich hat die internationale Schutztruppe die Gewalt und damit die Verantwortung - aber die sind natürlich vollkommen unschuldig. Das das Dorf nicht zu Kabul gehört, kann man dessen Oberbürgermeister auch nicht die Schuld geben.
Dass die Taliban durch den ISI des Nachbarlandes gestützt werden ist ja bekannt, nur der kann auch keine Schuld haben, weil ja Pakistan ein enger Freund der öbersten globalen Terrorjäger ist.
Ist halt sehr verzwickt das Ganze - vielleicht sollte man ja einfach zur Kenntnis nehmen, dass dieses Land, wie auch andere, nicht im westlichen Sinne zu demokratisieren ist - und auch die Völker des Westens so eine ganze Zeit gebraucht haben und noch viel mehr Menschenleben, um auf den heutigen Stand zukommen.
Wenn man dann diese Erkenntnis gewonnen hat, packen alle die Sachen und fahren nach Hause. Wahre Entwicklungshelfer dürfen natürlich bleiben. Killerkommandos der USA sollten sich dem meistbietenden Warlord anschliessen, nicht dass die arbeitslos werden.
Was erwartet der SPIEGEL, SethSteiner und die Welt von der Bundeswehr? Flächendeckender Drohnendauereinsatz im Umkreis von 100km? Einen Trupp an jeder Straßenecke im gesamten Gebiet, für das die BW zuständig ist?
Wie soll die Bundeswehr das bitte verhindern? Wir haben hier in Deutschland eine mehr oder weniger flächendeckende, rechtsstaatliche Struktur und trotzdem geschehen schreckliche Dinge, unter anderem an S-Bahn Stationen.
Vielleicht wird jetzt auch dem letzten Gutmenschen und Schönredner klar, mit wem es die Welt und Rest-Afghanistan da zu tun haben. Im übrigen halte ich die "Beschützten" nicht für wesentlich "besser" im Sinne der westlichen Moralvorstellungen als die Taliban.
Wir pervers muss man eigentlich sein, um Menschen auf derartig grausam abartige Weise zu Tode zu bringen, ganz zu Schweigen von der Bagatelle die man den Opfern vorgeworfen hat.
Hat die Polizeistation Kenntnis des Geschehens gehabt, das auf dem öffentlichen Platz stattfand? Haben sie die für das Gebiet zuständigen Truppen informiert und zur Unterstützung angefordert? Haben diese reagiert und sich mit Einsatzkräften, Luftunterstützung und Sanitätszug zur Rettung der Opfer in Bewegung gesetzt?
Dass sich eine Landgendarmerie mit einer handvoll Leute nicht gegen eine paramilitärische Untergrundmiliz in Bewegung setzt dürfte verständlich sein, aber dass sie nicht um Hilfe ruft oder ein Hilferuf nicht beantwortet wird, das ist unverzeihlich. Hier muss der Bundestag einen Untersuchungsausschuss einberufen und eventuelle Versäumnisse, unterlassene Hilfeleistung und Verantwortung für das Versagen feststellen.