dapdDie Einführung des Euro war ein fataler Fehler. Trotzdem kann die Gemeinschaftswährung überleben. Dafür muss Europa aber erst die wahren Ursachen der Krise erkennen - und mehr Inflation in Kauf nehmen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828724,00.html
"Zweitens benötigen die Staaten mit unhaltbaren Außenhandelsdefiziten einen gangbaren Weg, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Kurzfristig müssen Länder mit einem großen Außenhandelsüberschuss eine starke Nachfrage nach Gütern aus dem europäischen Ausland entwickeln."
So einfach ist das also: Griechenland wir hopplahopp wettbewerbsfähig und die Deutschen importieren gefälligst mehr. Mit was denn? Mit einem schwachen Euro? Und wer soll ihnen das vorschreiben? Natürlich hat Krugman. So ginge es. Aber das "so" geht eben nicht.
Krugmann soll sich mal um die amerikanischen Staatsschulden und das seit Jahren ins unermessliche laufende Handesldefizit kümmern.
Es gibt nur eine wirtschaftlich saubere Lösung: Die Rückführung des Euro auf die Währungsschlange von nationalen Währungen.
Alles andere ist nur Krampf ohne Ende.
Krugman hat Recht: Die Einführung des Euro war ein fataler Fehler. Leider ist Dummheit nicht strafbar, nicht einmal totale politische Dummheit. Sonst säßen bis zu 90 Prozent der Politiker Europas von damals - zurecht - hinter Gittern angesichts des Riesenschadens, den sie angestellt haben.
Der Euro war vor allem ein vorschnelles Projekt unseres dicken Ex-Kanzlers, einem promovierten Historiker.
In seiner Eitelkeit trachtete er danach, nicht nur als "Vater der Deutschen Einheit", sondern auch als "Einiger Europas" in die 'Gechichte' ein zu gehen und damit letztlich den Reichsgründer Bismark zu überflügeln.
Ein Mandat hatte er dafür von der deutschen Bevölkerung nicht, auch nicht dafür, für seinen persönlichen Traum die erfolgreiche D-Mark über den Jordan gehen zu lassen.
Gerechte Strafe für diese Eitelkeit: Kohls Ruf als Totengräber der D-Mark und Vater dieses gescheiterten EU-Raums ist für alle Zeit ruiniert. Aber das nutzt uns heutige nichts mehr. Der Euro wird scheitern, es wird schrecklich, und ich hoffe, dass Kohl noch so lange lebt, dass er dies miterleben kann.
Kurz, es braucht mehr Kredite um das ganze am Leben zu halten. Da die Banken dazu imMoment ausfallen, dann eben von der EZB oder Staatsgelder. Damit schaffen wirs dann vielleicht noch ein paar Jahre, die Situation ändern wird es aber nicht. Das ganze lässt sich nicht endlos aufblasen, irgendwie auf der Strecke muss zwangsläufig jemand bankrott gehen. Wenn es die Staaten nicht sein sollen und die Banken auch nicht, bleibt nicht mehr viel übrig.
jedenfalls nicht als Anlagewährung -für den reinen Konsum schon. Wodurch entsteht Inflation? Weil die Nachfrage das Angebot übersteigt. Und zwar eine Nachfrage, die durch Geldschöpfung entsteht.
Aber Investitionen werden nur dort getätigt, wo Nachfrage nachhaltig ist - und nicht durch künstliche Eingriffe am Markt entsteht. Dass die Banken davon profitieren, steht auf einem anderen Blatt. Der Realwirtschaft hilft es nicht.
Deshalb: Jeder Versuch, mit der Notenpresse den Euro zu "stabilisieren", wird umso mehr eine Flucht aus dem Euro auslösen. Wir bekommen dann Parallelwährungen in Europa - zB. den kanadischen Dollar. Mit den Maßnahmen a la Krugman - zB LTRO - kann man kurzzeitig die Bondmärkte in die gewünschte Richtung zucken lassen - ein paar Wochen später ist man dann wieder in der Ausgangslage oder sogar schlechter.