Forum


 

Nobelpreisträger Paul Krugman: Wie der Euro gerettet werden kann

dapdDie Einführung des Euro war ein fataler Fehler. Trotzdem kann die Gemeinschaftswährung überleben. Dafür muss Europa aber erst die wahren Ursachen der Krise erkennen - und mehr Inflation in Kauf nehmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828724,00.html
  1. #90

    Man sollte mal aufhören auf die amerikanischen Ökonomen zu hören.
    Diese vertreten die Interessen amerikanischer Investoren, in diesem Fall, dass Deutschland für die Fehlinvestitionen der Wallstreet bezahlt.

    Lesen sie lieber deutsche Ökonomen, da gibt es wenigstens eine theoretische Chance zu erfahren was im deutschen Interesse ist.
    Lieber Spiegel, wie wärs mal mit einer Stellungnahme von Prof. Hankel? Oder das Gremium, welches die deutsche Presse gleichschaltet, entschieden, dass nur Eurobefürworter erwähnt werden dürfen?
  2. #91

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Einführung des Euro war ein fataler Fehler. Trotzdem kann die Gemeinschaftswährung überleben. Dafür muss Europa aber erst die wahren Ursachen der Krise erkennen - und mehr Inflation in Kauf nehmen.

    Nobelpreisträger Paul Krugman: Wie der Euro gerettet werden kann - SPIEGEL ONLINE
    In einem ist der Beitrag von Krugman, dem man sonst nur zustimmen kann (und in Wirklichkeit sieht ausser in Deutschland die ganze Welt dies mittlerweile genauso), insofern ergänzen, daß die Lohnstückkosten in Deutschland deshalb geringer gestiegen sind, weil durch ein Lohndumpingsystem H4 genau dieser Prozeß erst möglich wurde. Dadurch, daß Deutschland unter seinen Verhältnissen lebt und einen völlig unsinnigen Handelsbilanzüberschuß angehäuft hat, wurde die EURO Krise erst geschaffen bzw. verschärft.
    Die Griechen hätten ohne eine eigene Verschuldung die deutschen Produkte und Dienstleistungen gar nicht erwerben können.
    Die Überschuldung von Griechenland ist daher zu recht durch denjenigen Staat - nämlich Deutschland - auszugleichen, der das Problem erst geschaffen hat.

    Und ich mag es eigentlich gar nicht mehr wiederholen. Ausser Lafontaine und mit Abstrichen Helmut Schmidt, die dieses Problem sein fast einem Jahrzehnt ansprechen, hat die restliche Politiker-und Elitengilde in Deutschland diese Thematik noch nicht einmal zur Kenntnis genommen. (und in den Medien eigentlich nur die Nachdenkseiten).
    Neoliberale sind neben allem anderen vor allem auch miserable Ökonomen!
  3. #92

    Zitat von fabian03 Beitrag anzeigen
    Eben. Von Prof. Hankel würde ich gern mal einen Beitrag dazu bei SPON lesen. Der scheint aber politisch nicht korrekt genug zu sein.
    Bei SPON (u.a. den meisten anderen Mainstream-Medien) kommen fast nur Keynesianer zu Wort, die die Krise nicht vorausgesehen haben, ja deren Lehren uns in die Krise geführt haben.

    Immer das gleiche Geseier, daß man die Probleme durch noch mehr Schulden und noch mehr wertloses Geld der Zentralbanken lösen soll.

    Stattdessen sollte man mal Vertreter der sog. "Österreichischen Schule" zu Wort kommen lassen. Die haben nämlich den heutigen Schlamassel sehr genau vorhergesehen und kennen auch die tatsächlichen Ursachen.
  4. #93

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Krugman schreibt seit Monaten den gleichen Quatsch.

    Er sollte uns einmal erklären, warum ein nicht-Euro-Land wie GB am Abgrund taumelt, während ein Euro-Land wie Estland einen kerngesunden Haushalt hat.
    Hier die Kurve Estlands: File:Estonia real gdp growth.jpeg - Wikipedia, the free encyclopedia
    Nicht wirklich das, was ich als"kerngesund" betrachten wuerde.

    Und hier die von United Kingdom GDP Growth Rate. Hab die Viertel mal nachgerechnet und sie sind am Ende im wesentlicen wieder da, wo sie waren, als sie das erste Mal ins Minus sind. Allerdings kann man recht gut sehen, wo die Cameron-Regierung nach der Krise wieder mit Sparen angefangen hat und GB konsequenterweise wieder ins Minus gerutscht ist.

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Die Griechen wären auch mit Drachmen pleite, weil man gar nicht so viel abwerten kann und selbst zu Billigpreisen die Griechen keine verwertbaren Produkte haben
    Das kann man schon: U.S. Dollar/Greek Drachma (USD/GRD) Exchange Rate 1971-2001

    Was "verwertbare Produkte" angeht, sie haben Arbeitskraft. Wenn die billig genug ist, kommt der Rest von selber. Ist ja nicht das erste Land, wo wir Fabriken hinstellen. China z.B. betreibt dort einen Hafen. Und ein paar Fliessbaender kosten nicht die Welt und brauchen auch keine hochspezialisierten Fachkraefte.

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Was Krugman ebenfalls nicht erkennen will, ist, dass es auch im nationalen Währungsraum enorme Differenzen bei Löhnen und Kosten gibt: In Aurich sind die Gehälter eben nicht auf Münchner Niveau.
    Mag sein, aber es geht um die relativen Lebenshaltungskosten. Wie das funktioniert haben wir ausfuehrlich anhand der Massenmigration Ost-West nach der Wende sehen koennen.

    Wuerde Griechenland deutsch sprechen, haetten wir die Leute alle hier.
  5. #94

    ...

    Zitat von Nuernberger Beitrag anzeigen
    Krugmann soll sich mal um die amerikanischen Staatsschulden und das seit Jahren ins unermessliche laufende Handesldefizit kümmern.
    ...und nun? Was ist Ihre Meinung zu seiner Aussage? Oder haben Sie keine?
  6. #95

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die ganze Welt hat ein Interesse am Erfolg dieses Projekts und trägt den Schaden, wenn es scheitern sollte.
    Das stimmt nicht ganz. Die Angelsächsische Finanzindustrie hatte von Beginn des Euro bis heute, kein Interesse an der Währung. Ganz im Gegenteil:
    Sie versucht mit allen Mitteln den Euro loszuwerden.
    Sie sind in jedem Fall die Profiteure, egal wie die Sache ausgeht.
  7. #96

    Keynsianer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Einführung des Euro war ein fataler Fehler. Trotzdem kann die Gemeinschaftswährung überleben. Dafür muss Europa aber erst die wahren Ursachen der Krise erkennen - und mehr Inflation in Kauf nehmen.

    Nobelpreisträger Paul Krugman: Wie der Euro gerettet werden kann - SPIEGEL ONLINE
    "Europas Große Täuschung besteht in dem Glauben, dass die Krise durch unverantwortliche Haushaltsführung zustande kam."

    Wenn SPON wirklich an einer Analyse interessiert wäre, würden sie nicht nur einen Keynesianer zu Wort kommen lassen, der die für jeden offensichtlichen Fehler (haltlose Überschuldung der Staaten) aus ideologischen Gründen frei sprechen will - denn Keynes Grundthese war Schulden machen, Schulden machen ... so dass der Staat als "Konsument einspringt", wenn der eigentliche Konsument nichts kaufen will ... (Nachfrage ankurbeln - also von einer Tasche in die andere - ohne wirklich Güte und Dienstleistungen zu produzieren natürlich eine Blase) Diese Theorie wurde schon so oft widerlegt, dass man eigentlich nur ein Zitat dazu nennen braucht:

    "this time around we'll get socialism right because we have the correct people in place--indeed we are the people we've been waiting for!"
  8. #97

    Wozu die Enteignungs Union fortsetzen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Einführung des Euro war ein fataler Fehler. Trotzdem kann die Gemeinschaftswährung überleben. Dafür muss Europa aber erst die wahren Ursachen der Krise erkennen - und mehr Inflation in Kauf nehmen.

    Nobelpreisträger Paul Krugman: Wie der Euro gerettet werden kann - SPIEGEL ONLINE
    Wozu die Enteignungs- und Entrechtungs-Union fortsetzen ?

    Als Bürger der BRD soll man für diesen EU Wahnsinn sein Grundgesetz aufgeben (was nicht rechtens ist, genausowenig wie die Umgehungen und Verletzungen durch Parlament, Regierung und Polizei (Lauschangriffe) ???

    EU und Euro stehen für Überwachung, Entrechtung, Globalsierungsterror, Kriege und Abschaffung der demokratischen Vertretung des Souveräns! Es klappt ja hierzulande schon kaum noch in der Parteiendiktatur!

    Die Leute sind nicht Europa sonder EU verdrossen
    Die Leute sind nicht Politikverdrossen sondern Politiker(Darsteller)verdrossen.

    Schluss mit der ENTEIGNUNGS-Währung!
  9. #98

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Krugmans Position ist eindeutig: In einer Rezession zu sparen, führt zur Depression. Wirtschaftswissenschaftliches Basiswissen seit 80 Jahren. Mit Verschwendung hat das nichts zu tun. Verschwendung ist es, die Talente einer ganzen Generation zu verschwenden, weil man sie in die Arbeitslosigkeit und Radikalität treibt.
    Wo haben Sie eigentlich Ihr Basiswissen der letzten 80 Jahre gelernt? Rezession und Depression sind Konjunkturzyklen. Die gegenwärtige Krise hat mit einer Konjunkturkrise aber überhaupt nichts zu tun. Es ist eine nachhaltig strukturelle Krise, hervorgerufen durch den Euro, aus ökonomischer Sicht eine Missgeburt, und da die Ursachen der Krise nicht beseitigt sind, wird sich auch nichts bessern, da kann man noch so viel Inflation oder Rettungsschirme machen. Wie eine Inflationierung die großen Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit wett machen sollen, bleibt wohl ein Geheimnis von Krugman.
    Um zu erkennen, dass wir keine Konjunkturkrise haben mit Rezession und Depression haben, sondern eine nachhaltige Strukturkrise, benötigt man nicht wirtschaftswissenschaftliches Basiswissen seit 80 Jahren, sondern nur einen VWL-Kurs an der Volkshochschule
  10. #99

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen

    Die Maßnahmen, die bisher angewendet wurden, haben in Spanien zu 23% Arbeitslosigkeit und 50% Jugendarbeitslosigkeit geführt.
    Mit solchen Zahlen braucht man nicht mehr Sparen. Mit solchen Zahlen muss man Leute in Lohn und Brot bringen.
    Als ob das Problem erst seit dem Kurswechsel besteht!
    Das war auch vorher schon so, und es liegt erst Recht nicht nur an der Geldpolitik, ob Arbeitsplätze entstehen.
    Und wenn sie von heute auf morgen die Staatsausgaben hochfahren, wir es auch nur in einem Strohfeuer enden. Das Geld wird verpulvert, Nachhaltig entsteht nichts.


TOP



TOP