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Nobelpreis für Ökonomen: Sie wollen nicht nur spielen

REUTERS; DPA / LINDA A. CICERO / STANFORD UNIVERSITYÖkonomen sind weltfremd - dieses Vorurteil widerlegen die diesjährigen Nobelpreisträger für Wirtschaft. Lloyd Shapley und Alvin Roth haben ihre Spieltheorie immer wieder aufs Leben übertragen. Damit haben sie unter anderem US-Schülern zu einem Platz an ihrer Lieblings-High-School verholfen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-861392.html
  1. #1

    Diese beiden Wirtschaftswissenschaftler haben den Preis tatsächlich mehr als verdient! Insbesondere Shapley hat mit hervorragenden Arbeiten die Grundlage der Spieltheorie geschaffen, die anders als die herkömmliche Wirtschaftstheorie eine bessere Beschreibung der Wirklichkeit liefert.

    Während meines Studiums war ich ein echter Fan des Shapley-Wertes, der - korrekt angewendet - das einzig richtige Ergebnis für eine faire (!) Verteilung (von was auch immer) liefert!

    (Für diejenigen Leser, die davon noch nichts gehört haben, mal einfach ausgedrückt: Möchte man anteilige Kosten oder Gewinne fair an die Teilnehmer verteilen, so gibt es tatsächlich - also beweisbar - nur eine einzige richtige faire Verteilung, nämlich den Shapley-Wert. Alle anderen Verteilungen sind grundsätzlich nicht mehr fair! Schade, dass dieses völlig unstrittige Ergebnis nicht mehr Anwendung findet!)
  2. #2

    gerechte Verteilung ...

    Zitat von Trouby Beitrag anzeigen
    Diese beiden Wirtschaftswissenschaftler haben den Preis tatsächlich mehr als verdient! Insbesondere Shapley hat mit hervorragenden Arbeiten die Grundlage der Spieltheorie geschaffen, die anders als die herkömmliche Wirtschaftstheorie eine bessere Beschreibung der Wirklichkeit liefert.

    Während meines Studiums war ich ein echter Fan des Shapley-Wertes, der - korrekt angewendet - das einzig richtige Ergebnis für eine faire (!) Verteilung (von was auch immer) liefert!

    (Für diejenigen Leser, die davon noch nichts gehört haben, mal einfach ausgedrückt: Möchte man anteilige Kosten oder Gewinne fair an die Teilnehmer verteilen, so gibt es tatsächlich - also beweisbar - nur eine einzige richtige faire Verteilung, nämlich den Shapley-Wert. Alle anderen Verteilungen sind grundsätzlich nicht mehr fair! Schade, dass dieses völlig unstrittige Ergebnis nicht mehr Anwendung findet!)
    Gerechte Verteilung von Bildung und gerechte Verteilung von Gesundheit auf der Grundlage von Marktmodellen gibt es nur in den USA aber bald auch in der BRD.

    Eine Prothese wird zum echten Körperglied umdeklariert.
  3. #3

    Unverständnis

    Vielleicht bin ich in der Minderheit, aber ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass noch immer ein Nobelpreis in dieser Kategorie vergeben wird. Wenn ich mir die Beiträge der Preisträger geraumer Jahre ansehe, so klafft aus meiner Sicht eine unübersehbar große Lücke in Bezug auf Niveau und Nutzen im Vergleich zu anderen Kategorien. Viele sogenannte neuen Erkenntnisse die ausgezeichnet wurden, sind den meisten Menschen bereits intuitiv klar, und nur weil sie durch Stochastik untermauert werden, machen sie noch lange nicht zu neuen bzw. bedeutenden Entdeckungen.

    Ich kann nur hoffen, dass sich die Stiftung eines Tages besinnt, und stattdessen in Zukunft diesen Preis in einer neuen Kategorie vergibt, allen voran: Mathematik.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ökonomen sind weltfremd - dieses Vorurteil widerlegen die diesjährigen Nobelpreisträger für Wirtschaft. Lloyd Shapley und Alvin Roth haben ihre Spieltheorie immer wieder aufs Leben übertragen. Damit haben sie unter anderem US-Schülern zu einem Platz an ihrer Lieblings-High-School verholfen.
    Mensch, super, vielen Dank für den Hinweis!
    So ist er ja doch berechtigt, der Wirtschafts-Nobelpreis!
  5. #5

    2 Fragen

    Im Text ist erst von 3 Wiederholungsmöglichkeiten die Rede, dann wird Zwölfmal mit Nobelpreismethode wiederholt. Muss man einen selbigen besitzen um das zu verstehen?

    Wenn ich mich einzeln bewerbe, wie lange dauert das gesamte Bewerbungsverfahren? Habe ich meine Lieblingsschule 2 Jahre nach weiterführenden Abschluss, weil die Bewerbung so lange gedauert hat?
  6. #6

    ...

    Zitat von sehrleise Beitrag anzeigen
    Ich kann nur hoffen, dass sich die Stiftung eines Tages besinnt, und stattdessen in Zukunft diesen Preis in einer neuen Kategorie vergibt, allen voran: Mathematik.
    Unnötig. Die Mathematiker haben die Fields-Medaille, die brauchen keinen Nobelpreis. Es reicht aus, wenn man Nobels letzten Willen so umsetzt, wie er geschrieben steht. Danach gibt es keinen Nobelpreis für Wirtschaft. Lebten wir in der DDR gäbe es in einem solchen Fall bestimmt einen Nobelpreis für Sozialismus. Der Preis für Wirtschaft ist genauso ideologisch motiviert.
  7. #7

    um es kurz zu machen

    von einem Preisträger der "Spieltheorie" eine Wertung zum EURO zu erwarten, ist eher eine "Qualität" von Weltfremdheit.

    Aber: einen Preisträger der "Chaosforschung" hierzu aufzufordern, würde ein Gespür für die Problematik beweisen.
    (wohlgemerkt: der Zweig "Spieltheorie" dürfte bald zu einer anerkannten Disziplin für die Praxis reifen)
  8. #8

    Zitat von Trouby Beitrag anzeigen
    Diese beiden Wirtschaftswissenschaftler haben den Preis tatsächlich mehr als verdient! Insbesondere Shapley hat mit hervorragenden Arbeiten die Grundlage der Spieltheorie geschaffen, die anders als die herkömmliche Wirtschaftstheorie eine bessere Beschreibung der Wirklichkeit liefert.

    Während meines Studiums war ich ein echter Fan des Shapley-Wertes, der - korrekt angewendet - das einzig richtige Ergebnis für eine faire (!) Verteilung (von was auch immer) liefert!
    ...
    Schade, dass dieses völlig unstrittige Ergebnis nicht mehr Anwendung findet!)
    Das Problem ist wohl, dass die meisten Wirtschaftswissenschaftler eher schwach in harten Theorien sind.
    Die Spieltheorie ist ja ein Teilgebiet der Mathematik. Und so wie ich das verstehe haben die beiden Forscher diese Theorie (unter anderen) bei Problemen in der Wirtschaft angewendet.
    Ich vermute jetzt mal das es sich bei den beiden Herren um echte Ausnahmen handelt (bezogen auf die Menge aller Wirtschaftswissenschaftler). Vermutlich handelt es sich sogar eher um Mathematiker, die in den Wirtschaftsfakultaeten gelandet sind. Einen Nobelpreis fuer Mathe gibt es nicht (die Fieldsmedaille hat in der Oeffentlichkeit nicht den gleichen Stellenwert). Fuer mich ist es nicht verwunderlich das sich beim Nobelpreis fuer Wirtschaft oft angewandte mathematische Themen durchsetzen. Denn von der Wirtschaftstheorie bleibt ja ohne Mathe dann auch nicht mehr viel uebrig.
    Ansonsten: Ich bin auch der Meinung das es keinen Nobelpreis fuer Wirtschaft braucht.
  9. #9

    Zitat von lupo2357 Beitrag anzeigen
    Ansonsten: Ich bin auch der Meinung das es keinen Nobelpreis fuer Wirtschaft braucht.
    Psst!
    Der Meinung war Alfred Nobel übrigens auch, weswegen es einen Nobelpreis für Wirtschaft(swissenschaften) auch gar nicht gibt...


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