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Nobelpreis für Liberias Präsidentin: Strahlefrau mit Schattenseiten
Zwei afrikanische Frauen erhalten den Friedensnobelpreis, ein Signal für den Kontinent? Wohl kaum. Leymah Gbowee*ist zu unbekannt - und Ellen Johnson-Sirleaf zu undurchsichtig.*Die Präsidentin*Liberias brachte*ihrem Land Frieden, Straßen und Bildung, doch ihre Karriere*hat*auch*düstere Kapitel.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...790570,00.html
- #1 07.10.2011 17:22 von
Warum Cille statt Zille?
Hmm? Im Text wird von der deutschstaemmingen "Helen Cille" gesprochen. Ihr Name muss nun wirklich nicht anglizisiert werden. Sie heisst Helen Zille, ist in der Tat ein politisches Kraftpaket und als Weisse sowie als Vorsitzende der DA landesweit chancenlos.
Aber trotzdem Helen Zille, und zwar ueberall in Suedafrika. - #2 07.10.2011 17:36 von
never trust a friedensnobelprice
Spätestens seit Obama ihn bekommen hat, ist der Friedensnobelpreis eine Farce.
- #3 07.10.2011 18:40 von
-
Falls die Anschuldigungen wirklich stimmen wäre diese Vergabe ein Desaster - Ausgerechnet zu Taylor eine enge Beziehung gehabt zu haben dissqualifiziert komplett.
Prüft das Komittee eigentlich gar nicht nach wen man da Auszeichnet??
(Ich bin gespannt wie schnell aus den Anschuldigungen eine Kampagne der "bösen Männerwelt" gemacht wird...) - #4 07.10.2011 21:42 von zackzodiac
- #5 07.10.2011 22:52 von
Ein Diktator macht die Welt auch etwas besser, weil er seine Macht bewahren will
"engen Kontakt mit dem mutmaßlichen Massenmörder Charles Taylor gepflegt"
Dieses Nobelpreiskomitee in Oslo greift wohl gerne ins Klo. Letztes Jahr den Präsidenten eines Folterregimes und dieses Jahr eine sehr machtgierige Präsidentin eines anderen Landes.
Die beiden anderen Frau hingegen haben sich offenkundig für Frieden und Freiheit ihrer Mitmenschen eingesetzt. - #6 08.10.2011 01:15 von
Präsidentschaftsanwärterinnen
Statt Helen Zille, würde ich eher Zainab Bangura und Kadi Sesay erwähnen, zwei hochrangige Politikerinnen mit Präsidentschaftschancen in Sierra Leone:
http://en.wikipedia.org/wiki/Zainab_Bangura
http://en.wikipedia.org/wiki/Kadi_Sesay - #7 08.10.2011 03:33 von
Wo bleibt die Post?
Ich habe noch nie einen Krieg angefangen, das wüsste ich, und auch mein Nachbar lebt noch. Wann kommt endlich mein Preis? Bei der heutigen Post war er wieder nicht dabei, und Schwede hat auch keiner angerufen. Ich glaube, die Post hat ihn bei meinem Nachbar eingeworfen. Der grinst in letzter Zeit so komisch und hat sich neulich ein neues Auto geleistet. Vielleicht sollte ich die Werbung doch nicht so einfach entsorgen, sondern auch dazwischen mal nachsehen, damit ich nicht eins der Nobelpreis-Flugblätter übersehe. Man soll die ja inzwischen bei jeder Postfiliale einlösen können. Gegen Briefmarken.
- #8 08.10.2011 07:05 von
Frauenrechte und Menschenrechte
Bekanntlich gibt es Frauenrechte und Menschenrechte.
Frauenrechte sind Rechte, die für Männer nicht gelten.
Charles Taylor steht deshalb als Kriegsverbrecher vor dem UN-Kriegsverbrecher-Tribunal.
Seine Finanziererin und Mitstreiterin hat den Friedensnobelpreis.
Das sind eben Frauenrechte!
Aber auch als Präsidentin hat sie nie von ihrer Gesinnung abgeschworen:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/a...ash=2dc3f2b12d
Präsidentin Johnson-Sirleaf trotzt Protesten von Menschenrechtlern. Grund: steigende Gewaltkriminalität
BERLIN taz In einem Land, das erst vor kurzer Zeit ein Zehntel seiner Bevölkerung im Bürgerkrieg verloren hat, bedarf es wohl drastischer Maßnahmen gegen Gewalttäter. Das dachten sich vermutlich die Parlamentarier und die Präsidentin von Liberia, als sie jetzt die Wiedereinführung der Todesstrafe in dem westafrikanischen Land beschlossen. Staatschefin Ellen Johnson-Sirleaf, international als afrikanische Hoffnungsträgerin gefeiert, unterzeichnete das zuvor von beiden Parlamentskammern verabschiedete Gesetz am Dienstag vergangener Woche, wie jetzt bekannt wurde.
Verbrecher in Liberia, die während eines bewaffneten Überfalls, eines terroristischen Akts oder einer Entführung jemanden umbringen, können jetzt aufgehängt werden. Die Gesetzesänderung wurde beschlossen, nachdem Liberia von der schlimmsten Gewaltwelle seit Ende des Bürgerkrieges 2003 heimgesucht wurde. Eine Reihe brutaler Morde, teils rituellen Charakters mit verstümmelten Leichen, haben in den letzten Monaten Liberia erschüttert. - #9 08.10.2011 07:25 von
Sie haben da etwas falsch aufgefasst.
Der Friedensnobelpreis war schon lange nur eine Farce. Da ist Obama, dem man diesen Preis quasi als Vorschusslorbeeren gegeben hat, noch das kleinste Licht.
Dass jetzt heraus kommt, dass eine Johnson-Sirleaf (wenigstens) indirekt mitverantwortlich für Massenmord ist und sie nicht nur diesen Preis bekommt, sondern gleich noch eine Wahlkampfhilfe, ist geradezu ein Skandal und eine Abwertung der anderen beiden Preisträgerinnen, die diesen Preis zumindest mehr verdient haben als eine Johnson-Sirleaf. Offensichtlich nehmen Feministinnen und ihre männlichen Handlanger sogar eine Mittäterin bei Menschenrechtsverbrechen in Kauf, Hauptsache eine Frau bleibt Staatschefin. Einfach widerlich und ein weiteres Messer im Rücken des Herrn Nobel. Normalerweise würde er sich ständig im Grab umdrehen. Geht aber nicht, bei so vielen Messern, die ihn fixieren...
Das sehen Sie falsch. Schon als Yasser Arafat diesen Preis bekommen hat hieß es bei uns:
"Mach' Krieg und Terror,
schließ' dann Frieden,
so kannst du den Nobelpreis kriegen!"
Einfach nur friedlich sein nutzt nichts...
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