Nkosazana Dlamini-Zuma: Südafrikas Innenministerin führt Afrikanische Union
DPASüdafrika hat den Machtkampf um die Führung der Afrikanischen Union gewonnen. Nkosazana Dlamini-Zuma wurde zur Vorsitzenden der AU-Kommission gewählt. Damit steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der Organisation.
Sie ist nach den Staatschefs in Liberia und Malawi erst die dritte Frau in einem wichtigem Amt in Afrika.Ohne einen bestimmten Grad an Unterwerfung gegenüber Männern und den Konventionen ihrer Länder haben die Frauen nur geringe Chancen. Die wenig überzeugenden Ergebnisse der Regierungsverantwortung in den den letzten 50 Jahren seit der Unabhängigkeit haben klar gezeigt: Kompetenz kann nicht der Grund dafür sein, warum in Afrika Männer die Regierungen dominieren. Afrika zahlt für die Marginalisierung seiner Frauen einen hohen Preis. Es hat sich gezeigt, dass Frauen in Afrika weitaus produktiver sind als Männer, wenn sie Zugang zu Bildung, Besitz, Kredit sowie Recht auf Boden und Erbschaft bekommen. Auch die Ausgestaltung von Ehe-und Familienrecht spielt eine zentrale Rolle und beeinflusst maßgeblich die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Frauen.
Frauen in der Politik sind nicht die besseren Menschen( Frau Johnson-Sirleaf hat drei Söhnen und ihrem Bruder hohe lukrative Posten zugeschanzt), aber sie investieren ihr Einkommen in Gesundheit, Bildung und Familie. Deshalb ist der Beitrag, den Frauen in Afrika zum gesellschaftlichen Wohlergehen leisten, meist größer als der von Männern. Sie sind aktiv und machen die vielerorts die bessere Politik. Sie versuchen wenigstens soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Sie verbessern auch bei Männern die Einstellung zu Frauen.
Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"
Südafrikas Innenministern führt Afrikanische Union
Leider lässt der Artikel, soweit es um die Person der neu als Präsidentin der Afrikanischen Union gewählten südafrikanischen Nkosazana Dlamini-Zuma geht, eine eigene Recherchearbeit vermissen.
Nach der Wahrnehmung der Presse hier in Südafrika dürfte die Wahl von Frau Dlanini-Zuma sich zu einer politischen Katastrophe entwickeln:
Seitdem Ihr Ex-Ehemann und derzeitige Präsident Zuma an der Macht ist, agiert Dlamini-Zuma als Innenministerin. Dort glänzte Sie sicherlich nicht als eine kompetente Mangagerin, die ihre Ziele mit Entschlossenheit verfolgt, wie es in einer Agenturmeldung heißt. In dieser noch aktuellen Funktion erweist sich ihr Führungsstil als totale Katastrophe. Nicht nur die fremdenfeindlichen Tendenzen in den ihr unterstehenden Einwanderungsbehörden konnte oder wollte sie in den Griff bekommen.
(www.2010sdafrika.wordpress.com/2012/05/17/braam-hanekom-direktor-der-ngo-passop-im-interview/" \t "_blank)
Auch die Beibehaltung inkompetenter Mitarbeiter, die Zahlung hoher Vertragsstrafen, ausbleibende gesetzliche Regelungen und unzureichende Reformen machen das Innenministerium zu einer der schlecht organisiertesten Behörde in Südafrika. Mehrere Studien von Forschungseinrichtungen und Stellungnahmen von NGOs bestätigten diesen mangelhaften Zustand.