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Nikkei und Euro im Plus: Aktienhändler feiern Spaniens Hilferuf

APSpanien bekommt 100 Milliarden Euro von den EU-Partnern - an den Märkten sorgt diese Nachricht für Jubel. Die Aktienkurse in Asien steigen kräftig, der Euro legt zu. Zuspruch kommt auch von der chinesischen Regierung, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...838056,00.html
  1. #40

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    ....Bedauerlicherweise werden BIllionen Euro zur "Rettung" der Währung und ihren Staaten verwendet, keiner denkt an ein Konjunkturprogramm keynesianischer Machart, falls sie es in ihrer Not einmal machen, wissen sie noch nicht einmal, wie das richtig zu machen ist und kapitalisieren mit 10 % des tatsächlichen Bedarfes, nehmen Laufzeiten von 2 Jahren anstatt mindestens 7 Jahre, setzen die Ziele zu speziell und branchenbezogen anstatt breit und auf allgemeine Ziele wie Steuer- und Abgabensenkung, Start-up-Finanzierung ohne grosse Probleme und Arbeitsplatzförderung. Demzufolge fahren sie selbstverständlich jedes keynesianische Programm voll an die Wand. Dann jaulen sie wieder über Keyne. Der aber kann nichts dafür und würde sich im Grabe umdrehen, sähe er die Geschichten um seine Theorie, das komplette Unverständnis überstudierter Figuren bzgl. der richtien und erfolgreichen Anwendung. Aber: Sie lernen es nie. Das Ergebnis werden wir kennenlernen.
    Wir haben in den letzten Jahren Billionen Neuverschuldung in die Märkte gesteckt. Über die Banken wurde dieses Geld verteilt.

    Wenn auch nur ansatzweise ein Keynsianischer Effekt zu beobachten wäre, dann in dieser Zeit.

    Wir hatten Stimulusprogramme in den USA, Abwrackprämien in Deutschland, direkte Arbeitsmarktstützung (Kurzarbeitsverängerung), und vieles mehr.

    Der Effekt - ?

    In keinem Falle ist eine Wirksamkeit oberhalb von 1 aufgetreten.

    Keynes ist also nur temporär gekauftes Wachstum auf Schuldenbasis. Die klassische Vorstufe von Mises Boom und Bust Zyklus.
    Schön in GR zu beobachten.

    Das ist aber das, wass die Politiker schon seit Jahren auch in guten konjunkturellen Zeiten machen.
    Nun zu fordern, man müsste es nur 10x so gross machen, dann würde es funktionieren, dem kann man nur mit dem alten Einstein Spruch begegnen:

    Wahnsinn ist es, immer wieder das Gleiche zu tun und dabei aber jedes Mal andere Ergebnisse zu erwarten.

    Das Einzige, was Politiker jetzt noch tuen können, ist den Aufprall und Fall zu entschärfen.
  2. #41

    Zitat von CornelPanic Beitrag anzeigen
    "[...]sagte Kipping. 100 Milliarden Euro seien ein Drittel des Bundeshaushalts. Das könne man nicht mal eben mit einem Verwaltungsakt bewilligen."

    Kommen die 100 Mrd. denn alle aus Deutschland?
    Die 100 Mrd. nicht, aber die gesamte Haftungssumme (=120% der Garantien) Deutschlands (das auch noch Spaniens Anteile anteilig mit übernehmen werden muss) plus Target beträgt ja bereits mehr als das 10fache. ;-)
  3. #42

    Zitat von Petra_M Beitrag anzeigen
    ....Wie man es besser macht, zeigen die USA. Zwar hat die US-Regierung einige Wall-Street-Größen wie die Bank of America und Citigroup mit staatlichen Kapitalspritzen vor dem Aus bewahrt. Doch sie hat zugleich den Mut gehabt, mehr als 140 kleinere und mittlere Banken im ganzen Land in den Bankrott zu schicken. Das hat den Bankensektor bereinigt, Amerikas Finanzbranche steht heute um ein Vielfaches besser da als die Konkurrenz in Europa....
    Wieso sollte das besser sein? Besser wäre es gewesen, die BoA und die CG pleite gehen zu lassen und dafür die 140 kleinen Banken zu retten. So hat man nur die weitere Monopolisierung aka Machtkonzentration vorangetrieben.
  4. #43

    +++

    Die Generierung von Wachstum durch Schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme mag ja kurzfristig helfen, andererseits hat bisher noch kein Staat die wachsenden Steuereinnahmen zur Rückzahlung der "Konjunktuförderungsschulden" verwendet.

    Dieser Mechanismus dient nur den Finanzmärkten, die auf ihre den Staaten gewährten Kredite risikolos Zinsen kassieren.

    Die immensen Staatsschulden in aller Welt sind doch entstanden, weil die Staaten zu wenig Geld eingenommen haben, d.h. die Steuern zu niedrig waren.
    Die Sozialausgaben sind notwendig!(Auch wenn es einige, wenige geben mag, die es sich in der "sozialen Hängematte" bequem machen. Die sind es nicht, welche die xxBillionen Schulden verursachen.)
    Die Beamtenschaft könnte vielleicht hier un dort reduziert werden, aber die paar "überflüssigen Ministerialbeamten" bringen's auch nicht.
    Ähnlich sieht es bei den "Fehlinvestitionen" aus. Auch hier kann vielleicht das eine oder andere "Milliönchen" eingespart werden.

    Sparen ist sicher notwendig, noch notwendiger ist aber auch auf die Einnahmenseite zu schauen. Die Staaten dürfen nicht mehr ausgeben als sie einnehmen. Wenn dieser Ausgleich nicht gefunden werden kann, sind nicht neue Schulden die Lösung, sonder höhere Steuern.

    Politiker, die bei unausgeglichenem Haushalt die Wähler mit "Betreungsgeld" locken, die der Wähler letztlich wieder über Zinsen und Bankenrettungen zu zahlen hat, sind mehr als verantwortungslos, sie sind......

    Aber auch wir Bürger sollten langsam, besser schnell, umdenken.
    Das ständige leben auf Kredit geht nicht gut!
    Die Kreditkarte als bequeme Finanzierung für den tägliche Konsum, ohne Rücksicht darauf, ob man es sich wirklich leisten kann, ist ein Unding.
    Ebenso die Ratenkredite für Wohnungs-Einrichtung, Autos, etc.

    Das Sparen muß vor dem Ausgeben kommen, nicht danach!
  5. #44

    Politischer Fehler

    Ein fatalter Fehler wird auch diesmal von der Politik wiederholt: Staatshilfen für Banken belohnen nicht nur im nachhinein fehlerhafte Entscheidungen sondern sie garantieren auch, daß in Zukunft fehlerhafte Entscheidungen getroffen werden!
  6. #45

    Die Bürger jubeln nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien bekommt 100 Milliarden Euro von den EU-Partnern - an den Märkten sorgt diese Nachricht für Jubel. Die Aktienkurse in Asien steigen kräftig, der Euro legt zu. Zuspruch kommt auch von der chinesischen Regierung, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie".

    Hilfsantrag von Spanien lässt Aktien und Euro steigen - SPIEGEL ONLINE
    Und wieder einmal jubelt die internationale Finanzmafia und Wirtschaft: Das europäische Projekt wird auf Markt- und Kapitalkonformität getrimmt, so wie sie es sich wünschen. Schäuble, Merkel und Co. haben in vorauseilendem Gehorsam die Summe zur "Rettung" spanischer Banken auf satte 100 Milliarden festgesetzt - ein Betrag, der die Märkte beeindrucken sollte. Sie werden sich heute gegenseitig auf die Schulter klopfen und zu ihrer weisen, zumindest für heute erfolgreichen Aktion beglückwünschen.

    Unseren Bürgern und Steuerzahlern ist freikich gar nicht zum Lachen zumute, denn sie müssen all diese Geschenke an korrupze Banken und Staatsapparate finanzieren. Aber viele Bürger verstehen eh schon lange nichts mehr und haben sich fatalistisch in ihr Schicksal ergeben.
    Um so böser wird das Erwachen werden, wenn diese Euro-Zone wie ein Kartenhaus zusammenstürzt, wenn sämtliche Rettungsschirme und Steuergelder verbraten sind!
  7. #46

    Ich

    Zitat von killerbiene Beitrag anzeigen
    wann werden die Menschen wach und gehen gegen den Euro auf die Straße. Die Banken und die Wirtschaft diktieren wo es lang geht und richten die Länder in den Ruin. Die Elite wird immer reicher und haut ab, wenn ein Land am Boden liegt. Ich kann Europa nicht mehr hören. Kein Hartz4 und keine Suppenküchen, kein aufstocken der niedrigen Renten mehr,mal sehen was dann passiert, wenn die wirkliche Armut und die Realität durchschlägt. Man hofft so, daß alles zusammenbricht, zahlen werden wir am Schluß.
    Ich kann Europa und Euro nicht mehr hören und unsere gekauften Politiker nicht mehr sehen. Alles ein und derselbe Haufen.
    würde zu gern auf die Strasse gehen.
    Aber ich habe hier schon einmal gefragt, wie oder wer kann soetwas organisieren? Die Medien lassen uns ja diesbezüglich völlig im Stich und scheinen gleichgeschaltet.
  8. #47

    Ich bin mal gespannt wie lange das noch gut geht

    Jetzt liegen wieder 100 Mrd. neues Spielgeld auf dem Tisch. Geld das wieder ein lukratives Invest sucht. Mal schaun wer diesmal zur Zielscheibe der Irren wird.

    Jeder Euro / Dollar ect. der neu aus dem Nix ( ohne Bezug zu den Volkswirtschaften) geschaffen wird vermindert doch nicht das Risiko eines Totalzusammenbruches sondern steigert es.
    Das hat doch alles nix mehr mit Börse und Geldgeschäften zu tun das sind doch alles Egomanen auf dem Horrortripp ohne Hirn und Verstand.
    Hier greifen Finanzkamikaze in die reale Wirtschaft und das tägliche Leben von Menschen brutal und ohne Rücksicht ein und die Politiker stehen hilf- und vor allem Ahnungslos daneben und schauen zu.
    Wann kommt endlich mal ein Politiker der nicht nur ständig auf seine Umfragewerte schaut und der heiligen Kuh " Wirtschaftswachstum" hinterher rennt und stoppt diesen Irrsinn.
  9. #48

    Soso

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien bekommt 100 Milliarden Euro von den EU-Partnern - an den Märkten sorgt diese Nachricht für Jubel. Die Aktienkurse in Asien steigen kräftig, der Euro legt zu. Zuspruch kommt auch von der chinesischen Regierung, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie".
    Hilfsantrag von Spanien lässt Aktien und Euro steigen - SPIEGEL ONLINE
    Die "Märkte" feiern. Das erinnert mich mittlerweile an einen Junkie, der sich das Geld für den nächsten Schuss zusammengeklaut hat. Bald werden die "Märkte" aber wieder einen Affen schieben - dafür gibts ja demnächst das gesamteuropäische Eurodonprogramm.
  10. #49

    Wachstum

    Wachstum, Wachstum, Wachstum. Gebetsmühlenartig wird es wiederholt. Es KANN kein ewiges Wachstum geben. In der Humanmedizin wird sowas Krebs genannt. Wann werden unsere Politiker endlich versuchen ein Wirtschaftssysten zu schaffen, das nicht nur auf Wachstum basiert?








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