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Nikkei und Euro im Plus: Aktienhändler feiern Spaniens Hilferuf

APSpanien bekommt 100 Milliarden Euro von den EU-Partnern - an den Märkten sorgt diese Nachricht für Jubel. Die Aktienkurse in Asien steigen kräftig, der Euro legt zu. Zuspruch kommt auch von der chinesischen Regierung, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...838056,00.html
  1. #30

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien bekommt 100 Milliarden Euro von den EU-Partnern - an den Märkten sorgt diese Nachricht für Jubel. Die Aktienkurse in Asien steigen kräftig, der Euro legt zu. Zuspruch kommt auch von der chinesischen Regierung, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie".

    Hilfsantrag von Spanien lässt Aktien und Euro steigen - SPIEGEL ONLINE
    Letze Woche "stürzt der Dax ab" - die Welt geht unter für UNS (!)
    Heute jubeln die Börsen - frisches Spielgeld fürs Monopoly. WIR bezahlen. Müssen wir jetzt auch jubeln ?
    Wieder einmal ist der Euro gerettet !

    Oder wann merken SPON und andere Leitmedien endlich wessen Spiel sie hier betreiben ?
  2. #31

    und verpufft...

    Morgen heißt es wahrscheinlich dass die 100 Milliarden verpufft sind, und der geneigte Leser sich wieder derPanik hingeben darf.
    Ja, und die grundlegende Absurdität des Ganzen, Staaten verschulden sich wegen Bankenrettung bei anderen Banken (kann man die Ströme mal als Grafik darstellen?). Sie geben Banken auch für 1% Geld damit sie dies für 6% an andere Staaten weiter reichen und mal kurz die 5% einstreichen (ein paar lausige MIlliarden) für die schwere Anstrengung dies zu tun...Nebenbei -das ist nicht Monopoly-geld sondern "richtiges", für Sozialausgaben, Bildung, usw..
    Man könnte ja auch mal auf die Idee kommen das Wort Hochverrat der politischen "Eliten" am Wohl der Völker zu diskutieren. Zumindest wenn man annimmt dass JEDER Staatsbügrer gleichwertiger Bürger ist. Aber vielleicht sind wir auch längst in eine Feudalsystem zurückgerutscht ohne es gemerkt zu haben. Morgen früh wachen wir auf und Angela I. sitzt im Hermelin auf dem Thron, zu ihrer Rechten Rösler mit der Puderperücke und Spitzenjabot, nein, das war nur ein Alptraum...
  3. #32

    EInfache Lösungen für komplizierte Sachverhalte, das hilft nicht wirklich

    "Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie"."

    Da könnte er recht haben. Allerdings ist die Wirtschafts-,Finanz-, Fiskal,-Arbeitsmarkt- und zyklische Geldpolitik bei mir schon auch im Verdacht, Richtung Haiti zu führen, wenn das so weiter geht.

    "Spanien will nach langem Widerstand nun doch Gelder aus dem Euro-Rettungsfonds zur Rekapitalisierung seiner maroden Geldhäuser beantragen"

    Die europäischen Finanzminister, allen voran der deutsche Schäuble, dazu noch Junker und Rompoy, haben die Spanier angebettelt, doch endlich das Trinkgeld zu beantragen und anzunehmen, die Peanuts von 100 Milliarden Euro, die man ihnen unbedingt überweisen will. Die Spanier in ihrer Gnade haben dann auf den europäischen Druck wenigstens den Willen vorläufig bekundet, möglicherweise anzufragen, wenn die Konditonen genehm sind für Madrid.

    "Man muss sich dem zugrundeliegenden Problem stellen, und das ist: das Wachstum zu fördern" "Deutschland hält daran fest, dass die Stärkung durch Haushaltsdisziplin kommt, aber das ist eine komplett falsche Diagnose", warnte Stiglitz.

    Das dürfte richtig diagnostiziert sein.

    "Der Preis, den Deutschland für einen Zerfall des Euro zahlen müsse, sei höher als der Preis für die Rettung der Gemeinschaftswährung."

    Diese Diagnose halte ich für falsch.

    Auch Stiglitz verkennt völlig die Geburtsfehler der Währung. Für 17 Mitgliedsländer mit eigenen Regierungen und Gesetzen kann man nicht mit Bankenunionen und Fiskalpakten versuchen, einen Bundestaat wie die USA zu simulieren. Und falls doch, sind die nationalen Demokratien und Parlemtarismus weg. Das funktioniert nicht und so wird auch aus einer Multinationalwährung keine Nationalwährung. Und eben diese müsste sie sein, wenn die Transfergeschichten unschädlich vonstatten gehen sollten. Auch eine gemeinsame Muttersprache wie in den USA wäre von nöten. Ausserdem behindern die unglaublichen Mentalitätsunterschiede der verschiedenen Bürger der Nationen. Also fehlen für die verschiedenen Wirtschaftsstärken der Binnenmärkte Devisenkurse, nationale Leitzinshöhen und Geldschöpfung. Dieses Manko ist nicht aus der Welt zu schaffen und die stetige Forderung nachgebender weicher Parameter schafft mit den Sparprogrammen zusätzlich stets weiter ausbreitende Rezessionen, deflationistische Entwicklungen und am Ende Depression. Daran hat sich gegenüber den 30 er Jahren kaum etwas geändert. Begreifen sogar die Amis nicht. Alle um den Globus fürchten sich vor der Implosion des Euroraumes, es droht eine Weltwirtschaftskrise. Auslöser der gesamten Situation in seiner unendlichen Genialität: Kohl, Mitterand, Merkel, Schäuble, Junker, Rompoy und viele Helfer. Ideologen richten einen Kontinent zugrunde, am Schluss kommt eine zehnjährige Globalrezession. Bedauerlicherweise werden BIllionen Euro zur "Rettung" der Währung und ihren Staaten verwendet, keiner denkt an ein Konjunkturprogramm keynesianischer Machart, falls sie es in ihrer Not einmal machen, wissen sie noch nicht einmal, wie das richtig zu machen ist und kapitalisieren mit 10 % des tatsächlichen Bedarfes, nehmen Laufzeiten von 2 Jahren anstatt mindestens 7 Jahre, setzen die Ziele zu speziell und branchenbezogen anstatt breit und auf allgemeine Ziele wie Steuer- und Abgabensenkung, Start-up-Finanzierung ohne grosse Probleme und Arbeitsplatzförderung. Demzufolge fahren sie selbstverständlich jedes keynesianische Programm voll an die Wand. Dann jaulen sie wieder über Keyne. Der aber kann nichts dafür und würde sich im Grabe umdrehen, sähe er die Geschichten um seine Theorie, das komplette Unverständnis überstudierter Figuren bzgl. der richtien und erfolgreichen Anwendung. Aber: Sie lernen es nie. Das Ergebnis werden wir kennenlernen.
  4. #33

    auf den Punkt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien bekommt 100 Milliarden Euro von den EU-Partnern - an den Märkten sorgt diese Nachricht für Jubel. Die Aktienkurse in Asien steigen kräftig, der Euro legt zu. Zuspruch kommt auch von der chinesischen Regierung, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie".

    Hilfsantrag von Spanien lässt Aktien und Euro steigen - SPIEGEL ONLINE
    Okay, ein Nobelpreisträger macht vermutlich auch Fehler, aber in diesem Fall hat der Mann Recht. Aber wenn wir schon soweit sind, dass sich diejenigen die das Land steuern in erster Linie nur gegenseitig helfen, dann ist etwas faul.

    Nach und nach wird das gemeinsame (?) Europa in zwei Bereiche geteilt: Die, die führen und die die abhängig sind. Auf Dauer kann diese Willkürlichkeit nicht funktionieren. Nicht nur aus ökonomischer, sondern auch aus politischer Sicht. Ein Blick in die Geschichtsbücher sollte reichen.

    Aber wir sind selbst dran schuld: Kaum macht ein Großer den Mund auf, schwupps, recken sich ihm 50 Mikrophone entgegen. Und egal was er sagt, es wird in jedem Fall gesendet.

    Aber warum mach ich dieses Theater eigentlich mit und: wie komme ich aus dieser Nummer wieder raus?

    Hat jemand einen Tipp ...?
  5. #34

    Zwei Klassen Gesellschaft

    Zitat von Petra_M Beitrag anzeigen
    Während sich Europas Banker vor Freude auf die Schenkel klopfen, dürfte den Steuerzahlern die Zornesröte ins Gesicht steigen. Mit welcher Berechtigung, so fragen sie sich zu Recht, werden marode Zombiebanken in Spanien (und nicht nur dort) vom marktwirtschaftlichen Ausleseprozess verschont und mit Krediten künstlich am Leben gehalten, für die die Steuerzahler den Kopf hinhalten müssen?

    Das Argument, es handele sich um systemrelevante Banken, deren Zusammenbruch das globale Finanzsystem in den Abgrund triebe, ist pure Volksverdummung - eine Immunisierungsstrategie der Bankenlobby, die diese den Politikern geschickt als Weltenrettung verkauft hat.

    Sicherlich gibt es Banken, die wegen ihrer Größe und Vernetzung mit anderen Instituten systemrelevant sind. Diese Banken muss der Staat retten, um einen Kollaps des globalen Finanzsystems zu verhindern. Doch die spanischen Regionalbanken gehören nicht dazu.

    Wie man es besser macht, zeigen die USA. Zwar hat die US-Regierung einige Wall-Street-Größen wie die Bank of America und Citigroup mit staatlichen Kapitalspritzen vor dem Aus bewahrt. Doch sie hat zugleich den Mut gehabt, mehr als 140 kleinere und mittlere Banken im ganzen Land in den Bankrott zu schicken. Das hat den Bankensektor bereinigt, Amerikas Finanzbranche steht heute um ein Vielfaches besser da als die Konkurrenz in Europa.

    Das Aufspannen des Rettungsschirms über Spaniens Banken widerspricht zudem den vertraglichen Grundlagen des EFSF. Diese sehen vor, dass die EFSF-Mittel nur als Ultima Ratio abgerufen werden dürfen, wenn ein Land nachgewiesen hat, dass es seine Banken allein nicht retten kann.
    Ihre Strategie der Zwei Klassen ( Banken ) Gesellschaft hat allerdings einen noch größeren Haken:

    Die mächtigen Banken an der Wallsstreet und wo immer wollen sie retten weil angeblich systemrelevant und die kleinen Banken, die erst durch die großen in Schwierigkeiten gerieten wollen sie schließen.

    Das Ganze nennen Sie dann Bereinigung!

    Ich nenne das Konzentration auf Monopole und Oligopole, was gerade in Verbindung mit der Finanzwirtschaft zu demokratischen Defiziten ungeahnten Ausmaßes führt.

    Keine Bank darf gerettet werden. Soll die Mutter aller Banken, die BIS mit ihrem IWF über SZR virtuell ihre Banken retten, vielleicht werden wir diese Parasiten dann darüber los.
  6. #35

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien bekommt 100 Milliarden Euro von den EU-Partnern - an den Märkten sorgt diese Nachricht für Jubel. Die Aktienkurse in Asien steigen kräftig, der Euro legt zu. Zuspruch kommt auch von der chinesischen Regierung, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz indes spricht von "Voodoo-Ökonomie".

    Hilfsantrag von Spanien lässt Aktien und Euro steigen - SPIEGEL ONLINE
    Ich muß es mal so sagen: Die ticken nicht ganz richtig!
    Jeder, aber auch jeder Haushalt muß rechnen und weiß, gib nicht mehr aus als Du dir leisten kannst. Und hier?
    Das System stimmt vorne und hinten nicht.
    Warum müssen wir (die Kapital und Besitzlosen, aber steuerzahlenden) den Kopf für die Finanzwelt hinhalten?
    Leute, Leute ... das wird kein gutes Ende nehmen!!
  7. #36

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Und was für Idioten wollen dieses System weiter betreiben?
    Weder Merkel noch Gabriel oder Schäuble sind Idioten. Wären sie es könnte man ihre Taten entschuldigen. Viel schlimmer, es handelt sich um Überzeugungstäter.
    Und Menschen diesen Typs haben schon in der Vergangenheit die größten Schweinereien zu verantworten. Der Glaube ist der Feind der Vernunft. Und "glauben an Europa" ersetzt schon lange jede ratio.
  8. #37

    Euro Wahnsinn,

    wann werden die Menschen wach und gehen gegen den Euro auf die Straße. Die Banken und die Wirtschaft diktieren wo es lang geht und richten die Länder in den Ruin. Die Elite wird immer reicher und haut ab, wenn ein Land am Boden liegt. Ich kann Europa nicht mehr hören. Kein Hartz4 und keine Suppenküchen, kein aufstocken der niedrigen Renten mehr,mal sehen was dann passiert, wenn die wirkliche Armut und die Realität durchschlägt. Man hofft so, daß alles zusammenbricht, zahlen werden wir am Schluß.
    Ich kann Europa und Euro nicht mehr hören und unsere gekauften Politiker nicht mehr sehen. Alles ein und derselbe Haufen.
  9. #38

    Kleines Dummchen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    (...)Auch die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, bezeichnete es es als "absurd, dass sich die Staaten bei den Banken verschulden, um die Banken zu retten".(...)
    Hilfsantrag von Spanien lässt Aktien und Euro steigen - SPIEGEL ONLINE
    So, so. Die große Vorsitzende der linksten im Bundestag vertretenen Partei glaubt also, dass das Geld, das sich Staaten leihen, von den Banken kommt.

    Dieser Frau politische Verantwortung zu übertragen wäre gleichbedeutend damit, einen Menschen, der glaubt, dass der Stroch die Kinderlein bringt, zum Gesundheitsminister zu machen.
  10. #39

    100 Milliarden reichen niemals

    Zitat: Die spanische Notenbank schätzt, dass sich die faulen Kredite auf 180 Milliarden Euro summieren, andere gehen von bis zu 350 Milliarden Euro aus!

    Hier wird ein lichterloh brennendes Haus mit Benzin gelöscht.... Irgendwann kommt es zu einer Riesenexplosion








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