... dass er sich selbst morgens beim Rasieren noch im Spiegel ansehen kann ... Es scheint ihn doch zu drücken, wenn er jetzt mit dem Geständnis herausrückt. Das spricht für ihn.
REUTERSDamit er schneller im Cockpit Gas geben konnte, türkte Ex-Rennfahrer Niki Lauda, 63, als Kind sein Abiturzeugnis. Das schlechte Gewissen sei schnell verflogen, als er Karriere machte. Seiner Mutter habe er den Pfusch erst nach Jahren gebeichtet.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...831226,00.html
... dass er sich selbst morgens beim Rasieren noch im Spiegel ansehen kann ... Es scheint ihn doch zu drücken, wenn er jetzt mit dem Geständnis herausrückt. Das spricht für ihn.
Ohne Abitur können Sie keinesfalls ein sportliches Vorbild sein. Schließlich geht es nicht nur um die Fertigkeiten, die man in der Schule lernt, sondern auch um das Vertrauen in unsere Sportler.
Der Medienhype um diese Nachricht ist lächerlich: das hat er alles schon vor vielen vielen Jahren in seiner Autobiographie erzählt. Nur weil es jetzt im ZEIT-Interview noch mal erwähnt wird, macht der Boulevardjournalismus, zu dem offenbar mittlerweile auch der SPIEGEL zu zählen ist, eine neue Sensationsstory draus.
Herr Lauda will als Kind Abitur gemacht haben? Hat er das den Eltern beim Windelwechseln untergejubelt? Vielleicht hat das Kind auch schon seinen Führer- und Pilotenschein gefälscht.
Versteh ich nicht: Er hat es geschafft, seinen Eltern vorzutäuschen, er sei schon fertig und habe die Matura? Welche Eltern sind denn nicht informiert, in welchem Schuljahr sich ihr Sohn befindet und wann er tatsächlich fertig ist? Oder dreht es sich hier darum, dass er ein Schuljahr wiederholen musste, das den Eltern verschwiegen hat und dann dementsprechend 1 Jahr früher die Schule abgebrochen hat?
Der Bericht ist reichlich unverständlich.
Jedenfalls, wenn er ausschließlich die Eltern geleimt hat und keinesfalls anderswo die Fälschung benutzt hat, um sich etwas zu erschleichen, wofür er Matura (Abitur) gebraucht hätte, und die Eltern haben ihm das verziehen, dann sehe ich nichts verwerfliches. Als ich ganz jung war, diente er mir als Idol und Vorbild, mit seinem Ehrgeiz, das hat mich ein Stück weitergebracht.
Die Berichterstattung ... der letzten Zeit lässt Otto-Normal-Verbraucher nun tatsächlich den Eindruck gewinnen, als das alle unsere "Stars" Fälscher wären. Und sein mussten. Und, dass man ohne Fälschungen nicht wirklich weit kommt. Koch-Mehrin, Florian Graf (CDU), Guttenberg, Chatzimarkakis, Mathiopoulos ... u.a.
Wundert sich später irgendwer, wenn die eigenen Kinder alles nicht mehr so genau nehmen wollen? Bei einem Ehrenwort-Bundeskanzler Helmut Kohl?