DPAKommt kiffen! Die niederländische Regierung wollte eigentlich den Drogentourismus eindämmen - und den Coffeeshops verbieten, Cannabis an ausländische Touristen zu verkaufen. Doch nun ist der Gesetzentwurf vom Tisch.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-864437.html
Die niederländischen Behörden sind klüger als die deutschen. Hasch und Marihuana sind zwar keineswegs harmlos, aber nicht gefährlicher als Alkohol und Zigaretten. Diese Bürger-Drogen sind aber überall frei verkäuflich. Die Kriminalisierung von Hasch und Marihuana nützt wenig, am ehesten wohl den Dealern, die nur so ihre Riesengewinne machen können. Eine Freigabe für User über 18 würde nichts kaputtmachen, sondern die Polizei und die Gerichte entlasten und die Situation insgesamt entspannen.
Sicher nicht mit dieser regierung, aber es wird zeit, das wir hier ähnlich liberal mit weichen drogen umgehen wie holland.
Die Polizei hätte dann aber nicht mehr all die Minimalmengen-Drogendelikte in der Statistik und müßte sich tatsächlichen Problemen zuwenden. Ist doch bequemer, einen Kiffer wegen ein paar Gramm zu schnappen, als sich in eine Rockerkneipe zu begeben, um einen der Körperverletzung Verdächtigten zu greifen. Man muß auch mal menschlich denken.
So ganz stimmen die Behauptungen im Artikel nicht. Im konservativen Süden rund um Maastricht heißt es keinesfalls "kommt kiffen". In Amsterdam wird wohl alles beim alten bleiben. Damit herrscht in den Niederlanden eine völlige Schieflage. Ob das juristisch so machbar ist, wage ich zu bezweifeln. August de Loor (der bekannteste Niederländische Drogenexperte) beklagt in seinem Kommentar zum Koalitionsvertrag viele fehlende Punkte und spricht davon, dass der Wietpas de facto nicht abgeschafft sei, da Touristen noch immer der Zugang verwehrt werden kann. Im Süden der Niederlande ist der Strassenhandel schon explodiert - trotzdem haben die VVD-Politiker daraus keine Lehren gezogen.
Eine gemeinsame europäische Drogenpolitik wird gefordert, da der Ruf nach einer Entkriminalisierung von Drogen und Drogengebrauch weltweit immer lauter wird. Es ist schon Verständlich, wenn die Niederländer uns auffordern mal hier etwas zu verändern. Wir tun hier nichts gegen unsere veraltete BtmG-Gesetzgebung, halten schön den Mund (nur nicht auffallen) und fahren zum Kiffen nach Holland. Es wird endlich Zeit für Coffeeshop oder Cannabis-Social-Clubs in Deutschland. Belgien ist uns ebenfalls weit voraus. Dort ist eine Pflanze zum Anbauen gestattet und 3 Gramm Marihuana darf man bei sich haben und bekommt dieses bei einer Polizeikontrolle auch nicht abgenommen. Die Lage hier ist einfach nur peinlich. Die Prohibition muss endlich weg, das stammt alles aus den gleichen Zeiten wie das folgende Zitat von Helmut Kohl: "Unser Ziel muss eine Gesellschaft sein, die den Rausch einmal genauso ächtet wie den Kannibalismus.“ Das ist an Lächerlichkeit und Abstand von der Menschlichkeit (Rausch gehörte schon immer zum Menschen) nicht mehr zu überbieten. Aber nach diesem Motto machen Merkel und Konsorten weiterhin Politik in Punkto Drogen. Kein Wunder wenn sich die Menschen an so unsinnige Gesetze nicht halten - schlimm nur, wenn sie dafür dann bestraft werden.
Unterschied zum Alk. liegt darin das Haschisch den Menschen die Augen bzw. Bewusstein öffnet. Das ist die echte Gefahr für die Herrschenden.
1945 war der zweite Weltkrieg zu Ende - für Cannabis ist das aber kein Schlüssel-Datum. 1929 wurde Hanf ins Opiumgesetz aufgenommen. Man konnte es aber in Apotheken noch bekommen. Das Totalverbot gibt es seit 1971.