Obwohl ich für eine liberale Drogenpolitik bin, halte ich Ihre Aussage für falsch. Drogen erweitern oder öffenen niemals das Bewußtsein. Das ist pure Illusion.
Die Illusion besteht darin, dass dem Gehirn unter Drogen bestimmte Fähigkeiten genommen werden, unter anderem die Fähigkeit der Objektisierung der Wahrnehmung bzw. das Filtern von wichtigen und irrelevanten Informationen, was zum Überleben wichtig ist.
Ich versuche es mal einfach zu erklären:
Wenn Sie als nüchternen Mensch beim Aufräumen eine leere Flasche Bier auf dem Tisch stehen sehen, dann macht Ihr Gerhirn folgenden:
1. Erfassung der Form und Gestalt eines Objektes mit anschließenen Kategoriserung in die Objektklasse "Flasche" aufgrund der äußeren Merkmale.
Jetzt ist die wesentliche Kognitive Arbeit getan und es werden die Schlußfolgerungen gezogen:
2. Erkennung der Tatsache, dass sich ein Objekt Flasche auf dem Tisch befinden und diese in den Glascontainer gehört.
Unterschlagen hat in diesem Prozess Ihr Gehirn folgendes, da es für der Erfüllung Ihrer momentagen Aufgabe nicht nötig war:
- Das gesichtete Objekt hat eine Etickett aus Papier, bei dem ein kleines Stück an der unteren Ecke abgerissen ist.
- Der Glaskörper hat eine eingeschlossene Luftblase am Flaschenhals im Glaskörper
- Ein Tropfen Flüssigkeit an der Öffnung
- Die genaue, individuelle Form des Gegenstandes.
- .. und so weiter ...
All diese Information waren für Sie praktisch unnötig und ihr Gehirn hat sie für Sie gefiltert, um Sie nicht mit unnötig vielen Daten zu belasten. Es reicht zu erkennen, dass es sich um eine Flasche handelt.
Unter Drogen geht u. a. die Fähigkeit der Abstration verloren und sie nehmen plötzlich Details war, die sie von wesentlichen und praktisch relevanten Erkenntnissen ablenken. Das ist eine Defizit der Gehirnfunktion und Sie nehmen es subjektiv als Bewußtseinserweiterung war. Die Tatsache, dass diese Form der "Erweiterung" Ihre Überlebensfähigkeit in der Natur unmöglich machen würden, zeigt, dass es keine Erweiterung, sondern ein Mangel an Kognition ist.

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