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Niederlande: Bau des Atomkraftwerks in Borssele verschoben

Das umstrittene Atomkraftwerk Borssele II wird vorerst nicht gebaut. Der niederländische Stromkonzern Delta hat die Pläne auf Eis gelegt. NRW-Regierungschefin Hannelore Kraft*begrüßte die Entscheidung.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...811010,00.html
  1. #110

    ...

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Ich schrieb davon, daß sich in der Kernkraftwerkstechnik nichts getan hat,
    Was aber sehr falsch ist, denn 1949 gab es noch kein einziges Kernkraftwerk.

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    ..und moderner Wirbelschicht- und Kohlestaubfeuerung, wurde Ihnen auch schon zigmal erklärt.
    Alles bekannt; genau wie die Menge giftiger Stoffe die trotz moderner Filter in die Luft kommen und die daraus resultierenden Umwelt- und Gesundheitsschädigungen.

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Das ist richtig, außer Projekten und denn wenigen, in Betrieb befindlichen ist nichts in Sicht.
    Was ist denn bei Ihnen "nichts in Sicht"? Es werden Brüter betrieben und es werden Brüter gebaut, auch wenn Sie es nicht sehen wollen.

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Schade. Sie scheinen auch da nicht auf dem Laufenden zu sein:

    Kernkraftwerk Creys-Malville

    Der Superphenix wurde bereits 1997 abgeschaltet.
    Ich schrieb ja auch "Frankreich hatte schon zwei" in Beitrag 90. Sie schrieben bei F nur von Phenix, jetzt haben Sie rausgefunden dass es noch einen gab.

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Spielzeug. Das soll - und wird - auch so bleiben.
    [...]
    Wenn's nach Ihnen ginge, sicherlich. ;-)
    Passen so gut zusammen Ihre zwei Zeilen ;)

    Zitat von Sysiphos110 Beitrag anzeigen
    Aha. Nennen Sie mir doch ein Kohlekraftwerk, was - wie in Tschernobyl oder jetzt Fukushima - ganze Landstriche auf Jahrhunderte unbewohnbar macht.

    Zahlen, Daten, Fakten?
    Weder in Tschernobyl noch Fukushima sind ganze Landstriche auf Jahrhunderte unbewohnbar. Wie die risigen Kohleabbaugebiete aussehen und wer dort umgesiedelt wird können Sie selber recherchieren. Zu den Gesundheitsauswirkungen der Kohle empfehle ich Ihnen den Artickel Lancet 370 (2007) 979:
    Tote durch Luftverschmutzung pro TWh: Braunkohle 32.6, Steinkohle 24.5.
    Sie können gerne mal spaßeshalber mit der jählich in D erzeugten Strommenge aus Kohle multiplizieren.
  2. #111

    ...

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Quatsch, der THTR war ein einziger Schrotthaufen und hatte mehrere sehr gefährliche Störfälle, die man versuchte zu vertuschen.
    Man hat ihn sogar mit verbogenen Steuerstäben gefahren, die nicht mehr einsatzbereit waren.
    Jaja, die Verschwörungstheorien wieder. Btw, das mit dem Wasser war wo anders.
    Verbesserte Designs kommen übrigens ohne Steuerstäbe aus.

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Diese Brüter dienen zur Herstellung von waffenfähigem Plutnonium, bzw. sollten es. Der Superphenix hatte wegen Störungen dafür bloß eine zu geringe Laufzeit.
    Brüter können das vorhandene Pu verbrennen, Superphenix wurde aus politischen Gründen stillgelegt.
  3. #112

    ...

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Die Methode funktioniert allerdings nur im Labormaßstab mit ganz geringer Menge.
    Der jährliche Bedarf an Uran beträgt aktuell 68.000 t.
    Allein, wieviele Kubikkilometer Meerwasser müsste man denn hin- und herpumpen und wieviel Energie und Material braucht man dafür, um auf diese Menge spaltbarem Uran zu kommen?
    Man würde zunächst fließende Gewässer mit höheren Konzentrationen verwenden.
    Selbst das ist aber nicht nötig, vorher gäbe es noch Asche und Phosphate.
  4. #113

    AKW Mängel in Deutschland

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Jaja, die Verschwörungstheorien wieder. Btw, das mit dem Wasser war wo anders.
    .
    Die Verschwörung lag wohl eher beim AKW-Betreiber.
    Bei dem Störfall wurde aus der Anlage über den Abluftkamin innerhalb eines kurzen Zeitraums eine größere Menge von radioaktiven Aerosolen emittiert
    28. April bis 4. Mai 1986 zirka zwei Drittel der Aerosol-Aktivität emittiert wurde, Die Betreiber hatten jedoch zunächst behauptet, es habe sich um eine normale Abgabe von Radioaktivität im Rahmen des Genehmigungsbescheids gehandelt.

    Am 3. Juni 1986 erklärten die Betreiber schließlich, Ursache der Freisetzung von Radioaktivität sei eine Fehlsteuerung in der Beschickungsanlage des Reaktors gewesen.
    Kernkraftwerk THTR-300

    Den anderen gefährlichen Störfall am Rande einer Katastrophe verursachten die Experten in Jülich.
  5. #114

    eine Zeitfrage wie alles andere

    [QUOTE=knuty;9522471]Aus Ihrem Link: "Bisher gelang es noch keinem der vorgenannten Wissenschaftler und Institutionen, einen lauffähigen Laufwellenreaktor zu konstruieren". Und das seit 1950. .."

    Die anderen KKW-Typen waren schneller fertig. Also hat man sich bis Mitte der 1990er Jahre nicht mehr darum gekümmert. Und auch da gab es noch nicht gerade viele Wissenschaftler, die sich für das Thema interessiert haben.
    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    ...Dagegen ist ja die Entwicklung eines Fusionsreaktors richtig schnell und erfolgreich.
    Wer zeichnete den ersten Vorschlag eines Fluggerätes? Richtig. Das war der alte Leonarda da Vinci. Bis das erste Ding geflogen ist, hat es gleich mehrere hundert Jahre gedauert.

    Anderes Beispiel. Von der Nipkowscheibe nis zum ersten richtigen Fernsehen sind auch etwa 70 Jahre vergangen. Und da waren weltweit eine Menge Wissenschaftler damit beschäftigt.

    Oder wie war das mit der Solarenergie. Den ersten Versuch mit einem Parabolrinnenkraftwerk gab es 1912. Vier Jahre später hat der Deutsche Reichstag 200000 Reichsmark für die Entwicklung spendiert. Das erste Demonstrationsobjekt gab es erst 1977 in den USA.

    Sonnenwärmekraftwerk

    Demgegenüber ist ein Fusionsreaktor schon viel komplexer. Da sollte man nicht erwarten, dass der innerhalb von wenigen Jahren fertig ist.
  6. #115

    bisher ...

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Die Methode funktioniert allerdings nur im Labormaßstab mit ganz geringer Menge. ...
    bisher, aber Technologien werden immer weiter entwickelt.

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    ...
    Und alle haben nicht nur den einen oder anderen Nachteil, sondern alle sind auch endlich und werden immer teurer. .... ...
    erzählen Sie das mal an der Börse. Da wird dann noch mehr spekuliert und die Preise explodieren.

    Abgesehen mal davon, Quecksilber sollte schon lange alle sein. Aber wo kommt das für die Energiesparlampen her? Und gäbe es nur noch 1000 Liter Erdöl, was dann. Packen wir das dann ins Museum? Oder sollten wir es nutzen? Im Labormaßstab gibt es schon erste positive Ergebnisse um aus reinem CO2 grundlegende Stoffe zu erzeugen, die heute bei der Erdölverarbeitung für Kunststoffe die Grundlage bilden. Warum sollten wir dann nicht auch irgendwann Erdöl selbst herstellen? Einen effektiveren Energiespeicher gibt es bisher nicht.

    Der Mensch wird immer neue Technologien und Verfahren entwickeln. Was in 100 oder 1000 Jahren sein wird, können wir heute noch nicht ahnen.

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    ...Na klar. Die Frage ist nur, warum hat dies bisher kein einziges Land gemacht, um das Problem mit dem Atommüll elegant zu lösen?
    Mit Ausnahme von Afrika, da hat es die Natur bei den natürlichen KKW selbst gemacht.
  7. #116

    Die gesundgelogene Atomenergie

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Ich fände das ganz gut wenn man wieder den giftigen Abfallstoff aus der Düngemittelherstellung extrahiert anstatt ihn auf die Felder zu bringen.

    In der Kraftwerkstechnik hat sich sehr viel getan. Früher verbrannte man Kohle und verpestete damit die Umwelt. Zwischenzeitlich war gar vom Waldsterben die Rede. Dann wurde eine Technik entwickelt bei der man nur die richtigen Materialien in der richtigen geometrischen Anordnung in Wasser tauchen muss um dieses zum Kochen zu bringen. Ganz ohne Luftverschmutzung. Kohle wird immernoch verbrannt, aber wenigstens mit hochmodernen Filteranlagen.

    Sie schrieben "Kein Brüter in Sicht", das war falsch.

    Beide Techniken abgebrochen aus politischen Gründen und weil wirtschaftlich nicht nötig.

    Zu teuer ja, aber sicherer als alle anderen Arten Strom zu erzeugen (Ausnahme: Wasserkraft).

    Wir diskutieren hier über Atomenergie, können sie vielleicht mal erklären, was das mit Düngemittel und Kohleverbrennung zu tun hat oder sind sie versehentlich im falschen Forum gelandet?
    Wie lange wollen sie eigentlich noch den Eindruck von der ungefährlichen und gesunden Atomenergie verbreiten. 1,4 Millionen Atomtote allein durch die “friedliche” Atomenergienutzung in Schernobyl sollten doch für das bisschen Atomenergie schon ein viel zu hoher Preis sein aber das ist ja noch lange nicht alles.
    «Weltweit 1,44 Mio. Tote durch Tschernobyl» - International - Tagesschau - Schweizer Fernsehen
    Die Krebsopfer durch Fukushima werden sich noch in den nächsten Jahren melden. Hinzu kommen Hunderderttausende Strahlenopfer durch katastrophale Zustände bei der Urangewinnung und der damit einhergehenden Umweltverseuchung. Die Atommafia hat es bisher hervorragend verstanden die Wahrheit mit allen Mitteln zu unterdrücken, darum werden Totgeburten und Mißbildungen durch nukleare Einwirkung erst gar nicht statistisch erfasst.

    Haben sie vielleicht schon eine Lösung für den Atommüll, der in Zukunft noch genug Opfer fordern wird, wenn er wieder aus den so “sicheren Lagern” in der Biosphäre in Form von verseuchtem Wasser oder Gas erscheinen wird , siehe “Asse”? Sicher nicht, warum propagieren sie dann den Atomwahnsinn hemmungslos weiter. Ist das vielleicht ihre Vorstellung von einer verantwortungsvollen Energiezukunft?

    Mit welcher rationalen Begründung sollten wir uns das alles weiterhin antun, für einen völlig unwirtschaftlichen 2%-Atomenergieanteil, der problemlos mit ein paar Sonnenspiegel ersetzt werden kann. Anstatt endlos mit einem unangemessenen Aufwand Geld und Forschung dafür zu verschwenden, einen technologischen Irrweg sinnlos noch um einige Meter zu verlängern, sollten wir uns besser auf eine problemlose und nachhaltige Energieversorgung konzentrieren, in der die Atomenergie wirklich nichts zu suchen hat.
  8. #117

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Was aber sehr falsch ist, denn 1949 gab es noch kein einziges Kernkraftwerk.
    Natürlich nicht, aber geplant und sie wurden ja dann auch zügig realisiert.

    Alles bekannt; genau wie die Menge giftiger Stoffe die trotz moderner Filter in die Luft kommen und die daraus resultierenden Umwelt- und Gesundheitsschädigungen.
    Klar. Uranabbau ist um ein vielfaches harmloser - und über die Löcher, den der Kohleabbau in der Region hinterläßt, müssen Sie mir nichts erzählen. Schließlich wohne ich nahebei:

    Tagebau Garzweiler

    Ein Kernkraftwerk will hier aber auch niemand.

    Was ist denn bei Ihnen "nichts in Sicht"? Es werden Brüter betrieben und es werden Brüter gebaut, auch wenn Sie es nicht sehen wollen.
    Habe ich Ihnen doch schon aufgeführt, ganze zwei Stück.

    Ich schrieb ja auch "Frankreich hatte schon zwei" in Beitrag 90. Sie schrieben bei F nur von Phenix, jetzt haben Sie rausgefunden dass es noch einen gab.
    Gab. Richtig. Und es wird so schnell keine mehr geben, weil diese Technik eben zu störanfällig ist, auch wenn SIE es nicht sehen wollen.

    Weder in Tschernobyl noch Fukushima sind ganze Landstriche auf Jahrhunderte unbewohnbar.
    Das wird doch nun wirklich kindisch:

    Katastrophe von Tschernobyl: Besonders betroffene Zweige der lokalen Wirtschaft sind Land- und Forstwirtschaft. So können aufgrund der Strahlenbelastung knapp 800.000 Hektar Land und 700.000 Hektar Wald nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden.

    Da möchte auch nun wirklich niemand mehr wohnen, in Tschernobyl selber auch nicht.

    Wie die risigen Kohleabbaugebiete aussehen...
    ..siehe oben. Und die manipulatorisch extrapolierten "Todeszahlen" sind mir bekannt - auch das Lancet ist nicht gerade für seine unabhängige und kritische Berichterstattung hinsichtlich der Kernkraft bekannt.


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