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Niederlande: Bau des Atomkraftwerks in Borssele verschoben
Das umstrittene Atomkraftwerk Borssele II wird vorerst nicht gebaut. Der niederländische Stromkonzern Delta hat die Pläne auf Eis gelegt. NRW-Regierungschefin Hannelore Kraft*begrüßte die Entscheidung.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...811010,00.html
- #100 26.01.2012 23:34 von
da ....
Nein. Es kümmern sich z.Z. nur wenige darum. Dies erfordert die Fertigstellung der Entwicklung z.B. des Laufwellenreaktors.
Laufwellen-Reaktor
Da kann sogar abgereichertes Uran verwendet werden, welches militärisch uninteressant ist. - #101 27.01.2012 09:41 von
...
Ich fände das ganz gut wenn man wieder den giftigen Abfallstoff aus der Düngemittelherstellung extrahiert anstatt ihn auf die Felder zu bringen.
In der Kraftwerkstechnik hat sich sehr viel getan. Früher verbrannte man Kohle und verpestete damit die Umwelt. Zwischenzeitlich war gar vom Waldsterben die Rede. Dann wurde eine Technik entwickelt bei der man nur die richtigen Materialien in der richtigen geometrischen Anordnung in Wasser tauchen muss um dieses zum Kochen zu bringen. Ganz ohne Luftverschmutzung. Kohle wird immernoch verbrannt, aber wenigstens mit hochmodernen Filteranlagen.
Sie schrieben "Kein Brüter in Sicht", das war falsch.
Beide Techniken abgebrochen aus politischen Gründen und weil wirtschaftlich nicht nötig.
Die in China sind kommerziell. Der indische ist mit 500 MW auch etwas groß für eine Testanlage, ebenso wie der französische Superphénix mit 1200 MW (Phenix hatte 233 MW).
Im Moment plant Frankreich nichts sondern forscht nur an der Technik (ASTRID = Advanced Sodium Technological Reactor for Industrial Demonstration). Die zweite Linie an der gearbeitet wird ist "Allegro", ein advances gas cooled reactor.
Also sollten wir unsere Reaktoren weiter nutzen, damit das Uran schneller alle ist, ja?
Zu teuer ja, aber sicherer als alle anderen Arten Strom zu erzeugen (Ausnahme: Wasserkraft). - #102 27.01.2012 10:11 von
- #103 27.01.2012 10:19 von
- #104 27.01.2012 10:27 von
Billiges Ablenkungsmanöver.
Ich schrieb davon, daß sich in der Kernkraftwerkstechnik nichts getan hat, hingegen hier - erstaunlich, daß Sie das auch schon bemerkt haben - sehr viel:In der Kraftwerkstechnik hat sich sehr viel getan.
..und moderner Wirbelschicht- und Kohlestaubfeuerung, wurde Ihnen auch schon zigmal erklärt. Während man in Kernkraftwerken immer noch strahlendes Material geometrisch streng angeordnet in Wasserbecken taucht und Wasser damit erhitzt, um eine Turbine anzutreiben.Kohle wird immernoch verbrannt, aber wenigstens mit hochmodernen Filteranlagen.
Das ist richtig, außer Projekten und denn wenigen, in Betrieb befindlichen ist nichts in Sicht.Sie schrieben "Kein Brüter in Sicht", das war falsch.
Schade. Sie scheinen auch da nicht auf dem Laufenden zu sein:Die in China sind kommerziell. Der indische ist mit 500 MW auch etwas groß für eine Testanlage, ebenso wie der französische Superphénix mit 1200 MW (Phenix hatte 233 MW).
Kernkraftwerk Creys-Malville
Der Superphenix wurde bereits 1997 abgeschaltet.
Spielzeug. Das soll - und wird - auch so bleiben.Die zweite Linie an der gearbeitet wird ist "Allegro", ein advances gas cooled reactor.
Wenn's nach Ihnen ginge, sicherlich. ;-)Also sollten wir unsere Reaktoren weiter nutzen, damit das Uran schneller alle ist, ja?
Aha. Nennen Sie mir doch ein Kohlekraftwerk, was - wie in Tschernobyl oder jetzt Fukushima - ganze Landstriche auf Jahrhunderte unbewohnbar macht.Zu teuer ja, aber sicherer als alle anderen Arten Strom zu erzeugen (Ausnahme: Wasserkraft).
Zahlen, Daten, Fakten? - #105 27.01.2012 10:29 von
Quatsch, der THTR war ein einziger Schrotthaufen und hatte mehrere sehr gefährliche Störfälle, die man versuchte zu vertuschen.
Man hat ihn sogar mit verbogenen Steuerstäben gefahren, die nicht mehr einsatzbereit waren.
Wie sich beim Rückbau heraus stellte, gab es wohl auch mal einen Wassereinbruch in den Kern, was einen Unfall ähnlich wie bei Tchernobyl hätte auslösen können.
Man entdeckte nämlich im Basement des Reaktors erhebliche Mengen von Tritium, welches nur aus dem Reaktorkern stammen kann.
Diese Brüter dienen zur Herstellung von waffenfähigem Plutnonium, bzw. sollten es. Der Superphenix hatte wegen Störungen dafür bloß eine zu geringe Laufzeit.Die in China sind kommerziell. Der indische ist mit 500 MW auch etwas groß für eine Testanlage, ebenso wie der französische Superphénix mit 1200 MW (Phenix hatte 233 MW). - #106 27.01.2012 10:39 von
Mensch darf sich wundern
Mangelnde Selbstkritik und Überheblichkeit. Es ist immer wieder verwunderlich, wie seitens der Atomisten argumentiert wird. Eine im Grunde einfache und faszinierende Technik wurde vor zig Jahren immer weiter aufgeblasen, sie wurde immer komplexer und es gab auch Unfälle damit - aber, dass man sich mal besinnt und den Sachstand inkl. Entsorge überreisst und sich überlegt, wie man die Technik kompakt fassbarer machen könnte - im Grunde genommen den Weg sucht, diese zu retten? Nö. Geht nicht, dass könnte sich ja dann evtl nicht "rechnen"...
Aber kein Wunder: Wenn selbst einem Hersteller und Dienstleister hier in D nichts besseres einfällt, als die Arbeitsplatzkeule zu schwingen unter Auslassung der Tatsache, dass selbst mit einem Totalausstieg Geschäfte machbar sind, bei Service, Rückbau und Entsorgung, was soll man sich da noch wundern? - #107 27.01.2012 10:49 von
Die Methode funktioniert allerdings nur im Labormaßstab mit ganz geringer Menge.
Der jährliche Bedarf an Uran beträgt aktuell 68.000 t.
Allein, wieviele Kubikkilometer Meerwasser müsste man denn hin- und herpumpen und wieviel Energie und Material braucht man dafür, um auf diese Menge spaltbarem Uran zu kommen?
Und wieviele Tonnen von Kunstharzen, die aus Erdöl hergestellt werden, braucht man als Filter dafür?
Gold ist im Meerwasser in viel größerer Menge vorhanden als Uran und zudem noch teurer. Es ist auch einfacher heraus zu filtern, trotzdem macht es niemand. Warum wohl nicht?
Und alle haben nicht nur den einen oder anderen Nachteil, sondern alle sind auch endlich und werden immer teurer.Und die Chinesen holen es aus der Asche der Kohlekraftwerke. Es gibt aber auch andere Rohstoffe zur Energiegewinnung, man muss sich nicht auf Uran beschränken.
Mit "moderne KKW-Konzepte" meinen Sie wohl eher unrealisierbare Konzepte.Und was man nicht vergessen darf: die allergrößte Quelle ist der Abfall aus Kernkraftwerken und der militärischen Nutzung (diese Mengen sind noch größer. Moderne KKW-Konzepte können auch daraum noch Energie gewinnen.
Na klar. Die Frage ist nur, warum hat dies bisher kein einziges Land gemacht, um das Problem mit dem Atommüll elegant zu lösen?Man muss diesen Abfall nicht verstecken. Man kann ihn nutzen und würde die Umwelt weit weniger verseuchen als bei der Neodymgewinnung für Windkraftanlagen in China. - #108 27.01.2012 11:11 von
Weil man sich mit zB MOX schon vor zig Jahren auf gesamt 2 oder 3 BE-Kreisläufe geeinigt und investiert hat (bzw sich's entwickeln ließ auf Bürgers Kosten ^^). Die Krux bei Herstellern und Dienstleistern liegt darin, dass diese Technik spitz auf Knopf kalkuliert nicht wenig kostet und von einem einmal eingeschlagenen Weg nur schwer wegzukommen ist. Es ist die Grundcrux des Metiers, welches noch dazu über Jahrzehnte hofiert und gestopft nicht mal mehr auf seine eigene Grundfähigkeiten kommt. (Siehe meinen Beitrag zuvor)
- #109 27.01.2012 11:52 von
Ergänzung: MOX-BE benötigen für einen sog. Kreislauf mindestens 15 Jahre. Drei Kreisläufe also 45 Jahre. Und mit jedem Kreislauf wird die Aufarbeitung teurer. Selbst ein zweiter Kreislauf macht keinen Sinn, wenn in 15 Jahren weniger oder kein AKW mehr läuft.
Deshalb wurde bei der Laufzeitverlängerung auch nicht gleich das Verbot zur MOX-Aufarbeitung aufgehoben, sondern blieb weiterhin bestehen.
Eine von der Atomindustrie in Auftrag gegebene Studie vor der Laufzeitverlängerung kam zu dem Schluss, dass aus den besagten Gründen MOX-BE keinen Vorteil für die AKW-Betreiber bringen.
Zudem wird die Gesamtmenge Pu nicht weniger, da nur ein Teil der BE aus MOX-BE bestehen können. In den U-BE wird weiterhin Pu erbrütet und auch in den MOX-BE wird nicht alles Pu gespalten.
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