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Nicht gemeinsam mit "Bild": SZ-Redakteure lehnen Henri-Nannen-Preis ab

Bei der Verleihung des renommierten Henri-Nannen-Journalistenpreises ist es am Abend in Hamburg zum Eklat gekommen. Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" nahmen die Auszeichnung aus Protest nicht an - weil zwei Kollegen der "Bild"-Zeitung mit ihnen gemeinsam geehrt werden sollten.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...832759,00.html
  1. #1

    Wieso?

    Weshalb gab es diesen Protest? War der Grund, dass die SZ-Journalisten meinten, diese BILD-Journalisten hätten diesen nicht verdient oder war der Grund, dass diese eben für BILD arbeiten?
  2. #2

    Hut ab vor

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Verleihung des renommierten Henri-Nannen-Journalistenpreises ist es am Abend in Hamburg zum Eklat gekommen. Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" nahmen die Auszeichnung aus Protest nicht an - weil zwei Kollegen der "Bild"-Zeitung mit ihnen gemeinsam geehrt werden sollten.

    SZ lehnt Henri-Nannen-Preis ab - SPIEGEL ONLINE
    Hans Leyendecker, Klaus Ott und Nicolas Richter.
    Die haben wenigstens noch Rückgrat.
  3. #3

    Mal davon abgesehen, dass der Stern nicht grade das Gelbe vom Ei ist und der Preis somit auch nicht, stellt doch die Auszeichnung des Bildartikels eine gute Wahl dar. Was erlauben sich denn SZ mit ihren pseudointellektuellem Geschwafel halten die sich für erhaben?
  4. #4

    BILD dir deinen Preis

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Verleihung des renommierten Henri-Nannen-Journalistenpreises ist es am Abend in Hamburg zum Eklat gekommen. Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" nahmen die Auszeichnung aus Protest nicht an - weil zwei Kollegen der "Bild"-Zeitung mit ihnen gemeinsam geehrt werden sollten.
    Wie das denn!
    Wo doch die deutschen Medien in einzigartiger Eintracht unter der Führung der Bildzeitung das Grundgesetz außer Karft gesetzt haben und einen Bundespräsidenten auf Verdacht aus dem Amt geputscht haben.
    Dafür hat BILD natürlich diesen Preis verdient. Kein anderes Blatt hat die durch den bösen Wolff gefährdete Pressefreiheit mehr mit Klauen und Zähnen verteidigt als BILD.
  5. #5

    5434535

    Zitat von WhereIsMyMoney Beitrag anzeigen
    Weshalb gab es diesen Protest? War der Grund, dass die SZ-Journalisten meinten, diese BILD-Journalisten hätten diesen nicht verdient oder war der Grund, dass diese eben für BILD arbeiten?
    Wenn ich es richtig verstehe, geht es nicht um Kritik an der konkreten journalistischen Leistung. An mangelnder Relevanz kann es auch nicht liegen, es hat die Republik schließlich bewegt.
    Es geht um die Zeitung, die manche Leute eben gerne lesen. Die Zeitung von Leuten, die keine Schachtelsätze mögen, dafür kurze Artikel und viele Bilder. Leute, die den Edelfedern der Süddeutschen die Klos reinigen und das Auto reparieren.
    Es gibt Gutes am älter werden, man entspannt sich. Ich geb´s ja zu, vor 20 oder 30 Jahren war Bild für mich so was von bäh, wie kann man sowas nur lesen.
    Heute entscheide ich, was ich lese, nicht was andere besser nicht lesen sollten.
  6. #6

    aaa

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Verleihung des renommierten Henri-Nannen-Journalistenpreises ist es am Abend in Hamburg zum Eklat gekommen. Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" nahmen die Auszeichnung aus Protest nicht an - weil zwei Kollegen der "Bild"-Zeitung mit ihnen gemeinsam geehrt werden sollten.

    SZ lehnt Henri-Nannen-Preis ab - SPIEGEL ONLINE
    Oha, damit hatte ich nicht gerechnet. Die drei Redakteure der SZ haben meinen Respekt. Das hätte ich nie vermutet. Endlich mal Leute in den Medien mit Rückgrat!

    Na ja, ich weiss schon warum die SZ zu den Presseerzeugnissen zählt die ich regelmäßig lese. Das versöhnt mich dann doch wieder mit einigen unterirdischen Artikeln die man auch dort ertragen muss.
  7. #7

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Wie das denn!
    Wo doch die deutschen Medien in einzigartiger Eintracht unter der Führung der Bildzeitung das Grundgesetz außer Karft gesetzt haben und einen Bundespräsidenten auf Verdacht aus dem Amt geputscht haben.
    Dafür hat BILD natürlich diesen Preis verdient. Kein anderes Blatt hat die durch den bösen Wolff gefährdete Pressefreiheit mehr mit Klauen und Zähnen verteidigt als BILD.
    Sie verwechseln dort etwas: Auf Verdacht ist garnichts geschehen- das waren Tatsachen. Und in den rennomierten "Blättern" ging es dabei mitnichten um die strafrechtliche Relevanz sondern um die moralische Seite des Verhaltens. Und über Moral gibt es kein Gesetz und somit keine endgültige Entscheidung bzw. Unschuldsvermutung ;)
  8. #8

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Verleihung des renommierten Henri-Nannen-Journalistenpreises ist es am Abend in Hamburg zum Eklat gekommen. Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" nahmen die Auszeichnung aus Protest nicht an - weil zwei Kollegen der "Bild"-Zeitung mit ihnen gemeinsam geehrt werden sollten.

    SZ lehnt Henri-Nannen-Preis ab - SPIEGEL ONLINE
    Der Redakteur der Süddeutschen Zeitung glaubt halt wirklich was besserees zu sein als das arme Würstchen das für Bild schreiben muss ...
    Typisch linker Chauvinismus ...

    Was mich wirklich nachdenklich stimmt ist aber, was die beiden wichtigsten investigatisten Leistungen der deutschen Zeitungen sind...
  9. #9

    Recht so!

    Rechte so, liebe SZ-Redakteure. Die BILD hat den Preis tatsächlich nicht verdient. Für den Artikel vom 13.12. wurde nichts "recherchiert". Den Privatkreditvertrag hat Wulffs Pressesprecher eine Woche zuvor dem BILD-Reporter Heidemanns im Bundespräsidialamt vorgelegt, eine Verbindung zur Landtagsanfrage konnte man "ergoogeln". Ob und in welchem Umfang überhaupt eine Verpflichtung zur Erwähnung von Privatangelegenheiten bei der Antwort auf eine Parlamentsanfrage besteht, hat BILD nicht dargelegt. Der preisgekrönte Artikel enthält zudem die unwahre Tatsachenbehauptung, dass Wulff erst nach der Anfrage den Kontakt zur BW-Bank zwecks Umwandlung des Privatkredits aufgenommen habe, während der Kontakt tatsächlich schon seit November 2009 (Nord-Süd-Gipfel in Hannover unter Beteiligung von Egon Geerkens und der BW-Bank) bestand. Auch diese Verzerrung der Realität hat zur Diskreditierung Wulffs beigetragen.
    Steht es schlecht um den investigativen Journalismus, wenn diese Reportage ausgezeichnet wird, oder muss man am Realitätssinn der Jury zweifeln?








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