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Nicht gemeinsam mit "Bild": SZ-Redakteure lehnen Henri-Nannen-Preis ab

Bei der Verleihung des renommierten Henri-Nannen-Journalistenpreises ist es am Abend in Hamburg zum Eklat gekommen. Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" nahmen die Auszeichnung aus Protest nicht an - weil zwei Kollegen der "Bild"-Zeitung mit ihnen gemeinsam geehrt werden sollten.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...832759,00.html
  1. #140

    Die Selbstdemontage einer Branche

    Der zweite Skandal in Folge beim Nannen-Preis lässt tief blicken in die Abgründe einer Branche, die dem oberflächlichen Zeitgeist hinterher rennt und dabei die Grundlage ihrer Daseinsberechtigung völlig aus den Augen verliert. Aber wieso sollte es den Journalisten anders gehen als dem Rest der Zeitgenossen? Bedenklich ist es trotzdem, wenn eine Institution, die zu den Grundpfeilern der Demokratie gehört, so die Orientierung verliert. Jegliche Kritik an der Politik als Spektakel wird damit unglaubwürdig.
    Unterhaltung ist schön und gut und bringt Rendite, und Wirbel veranstalten ist Teil des Geschäfts - aber ist so etwas preiswürdig?
    Ich rate der Jury dringend, mal zwei Jahre auszusetzen und darüber nachzudenken, was sie denn künftig unter Qualitätsjournalismus verstehen will. Wird der eingeschlagene Weg fortgesetzt, sollte man dringend einen Gegenpreis erschaffen. Für wahrhaftige, gründliche, ausgewogene, faire Berichterstattung. Meine Solidarität mit der SZ!
  2. #141

    Die Selbstdemontage einer Branche

    Der zweite Skandal in Folge beim Nannen-Preis lässt tief blicken in die Abgründe einer Branche, die dem oberflächlichen Zeitgeist hinterher rennt und dabei die Grundlage ihrer Daseinsberechtigung völlig aus den Augen verliert. Aber wieso sollte es den Journalisten anders gehen als dem Rest der Zeitgenossen? Bedenklich ist es trotzdem, wenn eine Institution, die zu den Grundpfeilern der Demokratie gehört, so die Orientierung verliert. Jegliche Kritik an der Politik als Spektakel wird damit unglaubwürdig.
    Unterhaltung ist schön und gut und bringt Rendite, und Wirbel veranstalten ist Teil des Geschäfts - aber ist so etwas preiswürdig?
    Ich rate der Jury dringend, mal zwei Jahre auszusetzen und darüber nachzudenken, was sie denn künftig unter Qualitätsjournalismus verstehen will. Wird der eingeschlagene Weg fortgesetzt, sollte man dringend einen Gegenpreis erschaffen. Für wahrhaftige, gründliche, ausgewogene, faire Berichterstattung. Meine Solidarität mit der SZ!
  3. #142

    richtig gemacht süddeutsche!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Verleihung des renommierten Henri-Nannen-Journalistenpreises ist es am Abend in Hamburg zum Eklat gekommen. Drei Redakteure der "Süddeutschen Zeitung" nahmen die Auszeichnung aus Protest nicht an - weil zwei Kollegen der "Bild"-Zeitung mit ihnen gemeinsam geehrt werden sollten.

    SZ lehnt Henri-Nannen-Preis ab - SPIEGEL ONLINE
    es ist schon schwer vermittelbar, daß man für diese kampagne gegen wulff , den man ja vorher erst aufs schild gehoben hat, einen preis bekommt. da bildet sich eine "zeitung" ein, sie könne präsidenten nach ihrem gusto wählen und später entfernen lassen. ein dieckamnn der mal daumen hoch oder runter macht - das funktioniert sogar in dieser bananenrepublik.
    dafür gibt es "journalistenpreise" schon schlimm genug, aber man muß mit dem rattenpack von blöd nicht noch auf einer bühne stehen.
    es reicht, wenn das andere charakterlose opportunisten hier machen.....








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