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New York vor Hurrikan "Irene": Nur weg vom Wasser

Teile New Yorks sind auf der Flucht vor "Irene". Die Stadtteile nahe des Hudson River wurden zu Evakuierungszonen erklärt, 370.000 Menschen sollen ihre Wohnungen verlassen und in Notunterkünften oder bei Freunden unterkommen - auch SPIEGEL-Korrespondent Thomas Schulz ist betroffen.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,782898,00.html
  1. #1

    Fenster verstärken?

    Hallo,

    nur eine kleine Anmerkung zum Foto 3 Ihrer Fotoserie: Der Mann verstärkt mit dem Klebeband nicht die Fenster, das wäre mit solchem Band wohl kaum möglich. Er klebt ein "X" auf jede Scheibe, weil es im Volksmund heißt, dass die Scheibe, sollte sie kaputt gehen, dann in größere Stücke bricht und damit zu viele kleine Splitter vermieden werden, die für böse Verletzungen sorgen könnten. Diese Theorie wurde zwar widerlegt, jedoch machen das einige Hurrikan-Erfahrene immer noch.
  2. #2

    Good Luck

    Vielen Dank für diesen Lagebericht
  3. #3

    Better safe than sorry...

    ... genau die richtige Devise, damit es Washington, New York etc. nicht so ergeht wie damals New Orleans. Lieber einmal zu viel evakuiert.
    Vielen Dank für den hervorragenden Lagebericht und alles Gute für die nächsten Tage.
  4. #4

    Gute Übung für zukünftige wirkliche Ernstfälle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Teile New Yorks sind auf der Flucht vor "Irene". Die Stadtteile nahe des Hudson River wurden zu Evakuierungszonen erklärt, 370.000 Menschen sollen ihre Wohnungen verlassen und in Notunterkünften oder bei Freunden unterkommen - auch SPIEGEL-Korrespondent Thomas Schulz ist betroffen.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,782898,00.html
    Die Stadtverwaltung hat dieses Mal tatsächlich auf Nummer extra vorsichtig gesetzt. Man könnte sagen eine gute Mischung aus demokratischem Fürsorge-Ansatz, um sicher zu stellen dass nicht die Ärmsten uninformiert und ohne Unterkünfte zur Aufnahme bei einem eventuell tatsächlich großen Hurrikan die Zeche mit ihrem Leben zahlen. Mit der typisch republikanischen Einstellung ordnet dann der Bürgermeister Bloomberg Zwangsevakuierungen an, stellt es dann allerdings den mündigen Bürgern frei diese zu ignorieren. Er holt sich natürlich die Gelder für den Krisenaufwand von der Bundesregierung ab. Der tatsächliche Sturm mit wie jetzt schon bekannt lang andauerndem starken Regen und mäßiger Windstärke wird wohl vor allem ein Problem für die jämmerliche Kanalisation und viele Straßenzüge vor allem mitten in Queens etc überspülen, da wo die nicht ganz so Reichen wohnen. Diejenigen die sich Apartments in den Hochhäusern in und um Manhattan leisten können dürften die allerwenigsten Probleme bekommen. Von Ausnahmen abgesehen macht hier die Evakuierung keinen Sinn – im Extremfall gibt es immer noch Treppenhäuser, und eine Wanne voll Wasser überbrückt manchen Engpass. Spare mir das selbst auch.
  5. #5

    Korrupte Stadtverwaltung

    Zitat von Beobachter008 Beitrag anzeigen
    ... genau die richtige Devise, damit es Washington, New York etc. nicht so ergeht wie damals New Orleans. Lieber einmal zu viel evakuiert.
    Vielen Dank für den hervorragenden Lagebericht und alles Gute für die nächsten Tage.
    Die Einwohner von New Orleans wurden 2005 aufgeforderrt, die Stadt zu verlassen, nur haben sie es nicht getan. Die korrupte Stadtverwaltung hat lieber tausende von Bussen in den Fluten versinken lassen anstatt damit die Leute aus der Stadt zu fahren.

    Pragmatist
  6. #6

    Luftnummer

    Gestern wurde der Sturm schon auf Kategorie 2 runtergestuft. Heute ist es nur noch Kategorie 1. Auf den Carolinas sagen Bewohner von Strandhaeusern dass alles halb so schlimm ist. Wenn der Sturm morgen mal hier in NY ankommt wird davon nicht viel mehr uebrig geblieben sein als ein feuchter Furz. Das Alles ist nur eine der ueblichen Panik Kampagnen der US Fernsehsender die damit jede Hausfrau fuer Tage ans TV fesselt. Das sorgt fuer fette Quoten und unglaubliche Gewinne mit Werbespots. Nichtsnutzige Politiker von Obama bis Bloomberg freuen sich darueber sich mal ordentlich aufspielen zu koennen und das Volk von nicht existierended Gefahren beschuetzen zu koennen. Selbst Deutsche Journalisten sind froh was vermeintlich wichtiges berichten zu koennen und gerade weil sie es selbst wissen, dass ausser ein paar ueberfluteten Parkplaetzen und zugelaufenen Kellern ncht passieren wird muss man im Vorfeld ordentlich auf die Kacke hauen. Hinterher kann man ja bloss in zwei Zeilen schreiben dass ausser Spesen nix gewesen ist.

    Erbaermlich, dass der Spiegel sich an so einem Boulevard Humbug beteiligt. Genau so wie bei dem kaum spuerbaren Erdbeben von vor ein paar Tagen muss ich jetzt wieder reihenweise Emails von besorgten Freunden und Verwandten beantworten. Als ob es zur Zeit keine wirklichen Nachrichten geben wuerde...
  7. #7

    Fahrlässig

    Zitat von frank_g. Beitrag anzeigen
    Erbaermlich, dass der Spiegel sich an so einem Boulevard Humbug beteiligt.
    Sie meinen allein für den Auflagenhunger von Boulevardzeitungen stürzt man sich in den USA in derartige Schutzvorkehrungen, trotz leerer Kassen? Wie unüberlegt und nur polemisch ist das denn? Mal abgesehen davon, dass der Sturm noch nicht vorrüber ist, steht es Verantwortlichen sicher besser an, auch auf dem Hintergrund gemachter Erfahrungen mit Stürmen in den USA, übervorsichtig zu sein. 260000 ohne Strom in Virginia und Maryland klingt jedenfalls schon mal nicht nach einem reinen Platzregen. Umso besser wenn es am Ende weniger schlimm geworden ist als befürchtet, Vorkehrungen muss man jedenfalls im Zweifel auf der Annahme des möglichen schlechtesten Verlaufes treffen.
  8. #8

    Irene

    Zunindest hier in New Jersey tut sich derzeit (16:07) noch gar nichts ... Endlose Debatten auf allen Kanaelen und kaum brauchbare Informationen. Die Flughaefen sind wohl gesperrt, Transportmittel ebenso ...
  9. #9

    Aufgeblasen

    Zitat von Ulrich Vissering Beitrag anzeigen
    Sie meinen allein für den Auflagenhunger von Boulevardzeitungen stürzt man sich in den USA in derartige Schutzvorkehrungen, trotz leerer Kassen? Wie unüberlegt und nur polemisch ist das denn? Mal abgesehen davon, dass der Sturm noch nicht vorrüber ist, steht es Verantwortlichen sicher besser an, auch auf dem Hintergrund gemachter Erfahrungen mit Stürmen in den USA, übervorsichtig zu sein. 260000 ohne Strom in Virginia und Maryland klingt jedenfalls schon mal nicht nach einem reinen Platzregen. Umso besser wenn es am Ende weniger schlimm geworden ist als befürchtet, Vorkehrungen muss man jedenfalls im Zweifel auf der Annahme des möglichen schlechtesten Verlaufes treffen.
    Natuerlich ist Irene noch immer ein gefaehrlicher Sturm. Die Panikmache von wegen angeblich moeglicher katastrophaler Auswirkungen in NYC jedoch ist kompletter Bloedsinn. Die Tatsache dass der Sturm gestern Nachmittag schon auf Kategorie 2 abgestuft wurde und heute morgen auf Kategorie 1 wird von der sensationsgeilen Presse ignoriert und stattdessem werden hirnlose Lemminge beim Wasserflaschenkauf im Supermarkt und Buerger beim Sandsaecke stapeln abgelichtet. Bis der Hurricane hier in NY angelangt ist wird er wahrscheinlich "nur noch" ein Tropical Storm sein. Ein paar Parkplaetze werden ueberflutet werden und einige Keller vollaufen und das war's. Passiert jedes Jahr. In den 7 Jahren wo ich hier schon verbracht habe ist das nicht das ersten Mal dass uebertriebener Rummel darum gemacht wird jedoch nicht in dem Ausmass. Dies ist auch das erste Mal dass das im Ausland so aufgeblasen wird.

    Theoretisch bestand Vorgestern auch noch die Moeglichkeit, dass dies ein katastrophaler Hurricane sein koennte zu dem Zeitpunkt wenn er in NY ankommt. Spaetestens seit Gestern Abend jedoch war klar dass Irene an Kraft verliert und von da ab war alles Katastrophengeplapper absolut sinnlos.


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