"New York Times"-Recherche: Chinas Premier dementiert Bericht über heimlichen Reichtu

DPAWen Jiabao geht in die Offensive: Die Anwälte des chinesischen Regierungschefs wiesen einen Bericht der "New York Times" zurück, wonach Wens Familie über ein riesiges Vermögen verfügt. Mit den Geschäften seiner Angehörigen habe er nichts zu tun.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-863843.html
  1. #1

    Zeitungsente?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wen Jiabao geht in die Offensive: Die Anwälte des chinesischen Regierungschefs wiesen einen Bericht der "New York Times" zurück, wonach Wens Familie über ein riesiges Vermögen verfügt. Mit den Geschäften seiner Angehörigen habe er nichts zu tun.

    Wen Jiabao: Chinas Premier dementiert Bericht der "New York Times" - SPIEGEL ONLINE
    Alles wieder nur einmal eine Zeitungsente von einem kapitalistischen Medienunternehmen, denn es kann ja wohl auch nicht sein, wer sich als Kommunist darstellt, der hat doch selbstverständlich kein Kapital, es würde ja sonst die Prinzipien von Marx und Engel auf den Kopf stellen.
    Aber warum kann ich diese chinesischen Herren einfach nicht mehr glauben?
    Vielleicht ist ja was aufgebauscht worden, aber nur von ihren kleinen Gehalt werden diese sogenannten Kommunisten doch wohl auch nicht leben?
    Die vielen anderen korrupten Parteibonzen haben uns es sehr deutlich aufgeigt wie der Weg in China verlaufen ist.
    HR
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wen Jiabao geht in die Offensive: Die Anwälte des chinesischen Regierungschefs wiesen einen Bericht der "New York Times" zurück, wonach Wens Familie über ein riesiges Vermögen verfügt. Mit den Geschäften seiner Angehörigen habe er nichts zu tun.

    Wen Jiabao: Chinas Premier dementiert Bericht der "New York Times" - SPIEGEL ONLINE
    Jeder, der in China, Indien oder Griechenland korrumpieren kann, korrumpiert auch. Aber man muss es immer differenziert sehen. Wen Jiabao verfügt über gute Kontakte. Sein engster Familienkreis nutzt diese Kontakte sicherlich auch. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Wen Jiabao seine Kontakte dazu gezwungen hat, Familienangehörigen zu befördern oder ihnen Staatsgelder in Milliardenhöhe einfach aufgrund seiner Familienangehörigen zugeschanzt hat. Wenn seine Familienangehörige mit legalen Mitteln die Milliarden verdient haben, dann ist es ja in Ordnung. Seine Frau war schon vor seiner Amtszeit im Juwelgeschäft tätig. Schauen wir uns das VW-Imperium an. Da haben die Familienangehörige auch super verdient und sind damit nicht zwangsweise korrupter als der Durchschnitt.
  3. #3

    richtigdarstellung

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    [...] wer sich als Kommunist darstellt, der hat doch selbstverständlich kein Kapital, es würde ja sonst die Prinzipien von Marx und Engel auf den Kopf stellen. [...]
    Die vielen anderen korrupten Parteibonzen haben uns es sehr deutlich aufgeigt wie der Weg in China verlaufen ist.
    HR
    leider liegen Sie ganz fürchterlich daneben:
    Seit 1989 unter Deng der sog. Hauptwiderspruch geändert wurde, ist im kommunistischen China der Besitz von Kapital und Produktionsmitteln nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht! Das Ganze heisst dann "Sozialismus mit Chinesischer Prägung" und ist offizielle Doktrin. Das "Enrichez-vous" wird als notwendiger Zwischenschritt auf dem Weg zum Endziel "Weltkommunismus" angesehen - und da die KP schließlich die gesellschaftliche Avantgarde ist, ist es auch gewollt, dass deren Mitglieder und Führer ganz vorne bei diesem Zwischenschritt mitmarschieren.

    Das Problem ist: Wo fängt die Korruption an, wo endet die Verknüpfung von politischen und persönlichen wirtschaftlichen Interessen - und das Ganze in einem Land, in dem "Gefälligkeiten" und "Familie" einen völlig anderen Stellenwert haben als bei uns.

    Das Pikante dabei ist: Auf lokaler Ebene ... OK, wenn's einer nicht übertreibt, lebt man halt damit. Bisher verstand es die Spitzenführung auf Provinz- und nationaler Ebene, sich als heroische Tugendbolde im kommunistischen Sinn darzustellen. Daraus zieht die KP seit einiger Zeit auch ein Großteil ihrer Legitimation, da die "alten Gründe" (Bürgerkrieg, antijapanischer Krieg, Landreform, Alphabetisierungskampagne, nationale Souveränität etc.) so langsam verblassen.

    Jetzt droht dieser Nimbus zu zerbröseln, und zwar nicht als "gewusst" (herrjeh, wir "wissen" auch, dass unsere Politiker fett im Business stecken, Pöstchen geschachert werden, und die Ministerpräsidenten nicht aus Zufall allesamt Millionäre werden), sondern als "berichtet".

    Dass Wen nichts gewusst haben will, ist natürlich lächerlich - und zeigt, wie völlig unvorbereitet und unprofessionell die Führung Chinas im Umgang mit einer freien Presse / freien Berichterstattung ist.
  4. #4

    Stimmt nicht ganz

    Zitat von autocrator Beitrag anzeigen
    leider liegen Sie ganz fürchterlich daneben:
    Seit 1989 unter Deng der sog. Hauptwiderspruch geändert wurde, ist im kommunistischen China der Besitz von Kapital und Produktionsmitteln nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht! Das Ganze heisst dann "Sozialismus mit Chinesischer Prägung" und ist offizielle Doktrin. Das "Enrichez-vous" wird als notwendiger Zwischenschritt auf dem Weg zum Endziel "Weltkommunismus" angesehen - und da die KP schließlich die gesellschaftliche Avantgarde ist, ist es auch gewollt, dass deren Mitglieder und Führer ganz vorne bei diesem Zwischenschritt mitmarschieren.

    Das Problem ist: Wo fängt die Korruption an, wo endet die Verknüpfung von politischen und persönlichen wirtschaftlichen Interessen - und das Ganze in einem Land, in dem "Gefälligkeiten" und "Familie" einen völlig anderen Stellenwert haben als bei uns.

    Das Pikante dabei ist: Auf lokaler Ebene ... OK, wenn's einer nicht übertreibt, lebt man halt damit. Bisher verstand es die Spitzenführung auf Provinz- und nationaler Ebene, sich als heroische Tugendbolde im kommunistischen Sinn darzustellen. Daraus zieht die KP seit einiger Zeit auch ein Großteil ihrer Legitimation, da die "alten Gründe" (Bürgerkrieg, antijapanischer Krieg, Landreform, Alphabetisierungskampagne, nationale Souveränität etc.) so langsam verblassen.

    Jetzt droht dieser Nimbus zu zerbröseln, und zwar nicht als "gewusst" (herrjeh, wir "wissen" auch, dass unsere Politiker fett im Business stecken, Pöstchen geschachert werden, und die Ministerpräsidenten nicht aus Zufall allesamt Millionäre werden), sondern als "berichtet".

    Dass Wen nichts gewusst haben will, ist natürlich lächerlich - und zeigt, wie völlig unvorbereitet und unprofessionell die Führung Chinas im Umgang mit einer freien Presse / freien Berichterstattung ist.
    Die chinesische Prägung ging nur davon aus, dass Chinesen nicht mer so arm sein sollten, es ging nicht wirklich um den Besitz von Kapital.
    Kleine Händler und Gewerbetreibende zählen nicht dazu.
    Sie legen etwas total falsch aus.
    HR
  5. #5

    Schluss!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wen Jiabao geht in die Offensive: Die Anwälte des chinesischen Regierungschefs wiesen einen Bericht der "New York Times" zurück, wonach Wens Familie über ein riesiges Vermögen verfügt. Mit den Geschäften seiner Angehörigen habe er nichts zu tun.

    Wen Jiabao: Chinas Premier dementiert Bericht der "New York Times" - SPIEGEL ONLINE
    Also wem glaubst du eher, der New York Times oder dem netten Opi Wen? Genau, dem Wen, weil der so nett ist und weil er Ministerdingsbumms ist und wenn der sagt er hat das viele, viele Geld gar nicht geklaut, dann ist das auch so und jeder Chinese weiss das auch. Und jetzt Schluss mit dem Schmarrn.
  6. #6

    respekt

    Zitat von autocrator Beitrag anzeigen
    leider liegen Sie ganz fürchterlich daneben:
    Seit 1989 unter Deng der sog. Hauptwiderspruch geändert wurde, ist im kommunistischen China der Besitz von Kapital und Produktionsmitteln nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht! Das Ganze heisst dann "Sozialismus mit Chinesischer Prägung" und ist offizielle Doktrin. Das "Enrichez-vous" wird als notwendiger Zwischenschritt auf dem Weg zum Endziel "Weltkommunismus" angesehen - und da die KP schließlich die gesellschaftliche Avantgarde ist, ist es auch gewollt, dass deren Mitglieder und Führer ganz vorne bei diesem Zwischenschritt mitmarschieren.

    Das Problem ist: Wo fängt die Korruption an, wo endet die Verknüpfung von politischen und persönlichen wirtschaftlichen Interessen - und das Ganze in einem Land, in dem "Gefälligkeiten" und "Familie" einen völlig anderen Stellenwert haben als bei uns.

    Das Pikante dabei ist: Auf lokaler Ebene ... OK, wenn's einer nicht übertreibt, lebt man halt damit. Bisher verstand es die Spitzenführung auf Provinz- und nationaler Ebene, sich als heroische Tugendbolde im kommunistischen Sinn darzustellen. Daraus zieht die KP seit einiger Zeit auch ein Großteil ihrer Legitimation, da die "alten Gründe" (Bürgerkrieg, antijapanischer Krieg, Landreform, Alphabetisierungskampagne, nationale Souveränität etc.) so langsam verblassen.

    Jetzt droht dieser Nimbus zu zerbröseln, und zwar nicht als "gewusst" (herrjeh, wir "wissen" auch, dass unsere Politiker fett im Business stecken, Pöstchen geschachert werden, und die Ministerpräsidenten nicht aus Zufall allesamt Millionäre werden), sondern als "berichtet".

    Dass Wen nichts gewusst haben will, ist natürlich lächerlich - und zeigt, wie völlig unvorbereitet und unprofessionell die Führung Chinas im Umgang mit einer freien Presse / freien Berichterstattung ist.
    Wow, ihr Beitrag ist besser als jeder China-Artikel im Spiegel.
    Es gibt sie also doch noch, Menschen die sich differenzierter mit Dingen auseinandersetzen und nicht in irgendwelche anit-irgendwas-beissreflexe verfallen. Das gibt eine gewisse Hoffnung, die ich in diesem Forum noch nie erwartet habe.
  7. #7

    Habe kapiert

    alle Politiker in allen Ländern, insbesondere die allmächtigen in Ländern wie China, Nordkorea, Iran, den ehemaligen GUS-Staaten, die in Südeuropa, Afrika und Südamerika sind höchst integer. Und wenn ich das nicht glaube, dann drehen sie einfach das Internet ab und lassen sich zu Heiligen ernennen.
  8. #8

    Zitat von greizdeifl Beitrag anzeigen
    Also wem glaubst du eher, der New York Times oder dem netten Opi Wen? Genau, dem Wen, weil der so nett ist und weil er Ministerdingsbumms ist und wenn der sagt er hat das viele, viele Geld gar nicht geklaut, dann ist das auch so und jeder Chinese weiss das auch. Und jetzt Schluss mit dem Schmarrn.
    Aber die New York Times kann auch nicht mit genauen Kontoauszügen punkten. Sowas kann kein Außenstehender objektiv nachverfolgen. Für mich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Seien Sie nicht so naiv. Nicht alles was in tagesschau und co. publiziert ist, ist tatsächlich so gelaufen.
  9. #9

    der liebe Onkel Wen

    der schaut so bieder aus gell, dann hat er noch seine ganzen Studenten in Europa, die schreiben auch mal gerne nen Kommentar. Wer die Politik verläßt und genau so eine arme Sau ist wie vorher ist einfach nur ein dummes Schwein. Da kein Politiker hinterher ein armes dummes Schwein sein möchte muß er halt vorher die Sau rauslassen - nichts anderes tat der liebe Onkel Wen