Weg vom Wahlkampf, richtig so, das bringt stimmen.
REUTERSTrösten, Umarmen, Versprechen: Drei Stunden tourte Barack Obama durch die vom Hurrikan "Sandy" verwüsteten Landstriche an der US-Ostküste. Republikaner-Liebling Chris Christie, der Gouverneur von New Jersey, war stets an seiner Seite. Eine ganz besondere Allianz - zum Nutzen Obamas.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-864602.html
Weg vom Wahlkampf, richtig so, das bringt stimmen.
Tach,
Christie:
- kümmert sich um seinen Staat
- poliert in der Tat sein Image für die Gouverneurswahl 2013
- und plant insbesondere auch schon für den Präsidentenwahlkampf 2017
Wäre Christie - wie eine Zeitlang vermutet - schon dieses mal angetreten hätte Romney echte Konkurrenz in der GOP-Vorwahl und kein Durchmarsch gegen eine Clowntruppe erlebt.
Kennt man die Reden von Chris Christie, dann überrascht das ganze wenig. Er fordert schon sehr lange die ganze republikanische Partei dazu auf, sich mit Obama zu arrangieren und eine vernünftige Politik für die USA auf den Weg zu bringen. Obama selber war in seinem 1st term, aber auch nicht sonderlich kompromissbereit und dafür gab es von Christie ordentlich Schelte wie auch für einige andere Fehler. Eines wird in den Reden Christie's aber immer klar, dem Mann geht es in erster Linie um sein Land und seine Leute, deshalb will er seinen Staat jetzt bestmöglichst versorgt sehen und Obama liefert sofort - warum sollte er sich also beschweren oder Obama's gute Arbeit verleugnen? Er hat selber gesagt, wenn viele Amerikaner leiden, dann interessiert ihn die Wahl einen Dreck.
Ich halte weder von Obama noch von Romney viel, denn ihre realpoltischen Positionen liegen dichter beeinande,r als es angesichts des hohlen Wortgeklingels scheint. Und ich konnte schon damals bei der Wahl von Mr. O. die Begeisterung mancher Deutscher nicht teilen, aber gleichwohl muss ich Mr. O. bescheinigen, dass er mit seinen Krisenbesuchen geschickt und raffiniert agiert. Das würde jeder Macht-/Realpolitiker genauso machen, hat mit Mitgefühl und innigem Helfen-wollen natürlich recht wenig zu tun... Aber er weiß natürlich, was gut ankommt und die menschelnden Fernsehbilder sind wirkungsvoller als dutzende von Wahlkampfauftritten.
Sandy hin - Wahlen her. Information ist richtig und wichtig. Aber jetzt läuft in allen Medien der absolute "Overkill ". Aus dem Rest der Welt gibt es mit Sicherheit wichtigeres zu berichten. Zumal nach den Wahlen das Ergebnis noch mindestens 14 Tage in epischer Breite wieder in allen Medien diskutiert wird.
Obama macht einfach gute Arbeit und egal wie die Wahlen ausgehen, Romney kann sich mit ihm eigentlich gar nicht messen. Schade nur, dass so viele Amerikaner eine sehr seltsame Vorstellung von Freiheit haben. Wenn Romney gewinnen sollte, dann sind die selber schuld. Bush und seine zahlreichen Verfehlungen und Lügengeschichten hätten normalerweise für die nächste Zeit reichen müssen.
Was empfinden die Leute besser, einen der verspricht oder jemanden der tatkräftig Hilfe leistet? Was bisher bekannt wurde, war das FEMA trotz Milliardenspritze wieder versagt hat, hunderte wurden erst 2 Tage nach dem Hurrikan evakuiert, außer Gold Mann Sachs war in New York niemand auf einen Wassereinbruch vorbereitet, auch sonst sieht es eher so aus wie nach Kathrina als nach einer organisierten Katastrophenhilfe. Und Obama reist in die betroffenen Gebiete und streicht Kindern über die Haare. Romney organisiert wenigstens (Sach)Spenden.