Zitat von
celino
Das mit der Eigenversorgung dürfte nicht klappen, da Griechenland seit Jahren ein Primärdefizit "erwirtschaftet". Es erwirtschaftet auch ohne Zins und Tilgung nicht seine Ausgaben, so einfach, so dramatisch.
Die Kritik, dass der überwiegende Teil der EU-Hilfszahlungen nur an die Banken geht, beschreibt nur einen Teil der Realität. Dieses Geld dient nicht nur zur Bedienung der Zinsen sondern auch, um auch die griechischen Banken überhaupt liquide zu halten, um überhaupt noch selbst die drastisch gekürzten Renten und Gehälter am Monatsanfang zahlen zu können. Wird dieser Faden gekappt, ist Griechenland nicht nur bankrott sondern quasi von jetzt auf gleich illiquide. Und dann sehen wir uns mit noch ganz anderen Dimensionen des Elends konfrontiert.
Die Griechen meinen, es gehe nicht mehr schlimmer, o doch, es geht.
Die Kopplung an den Dollar ist angesichts dieser Lage ziemlich nutzlos. Sie würde neben ein paar landwirtschaftlichen Gütern das einzige "Export"gut, den Tourismus, weiterhin verteuern. Im inneren birgt die Ankopplung an den Dollar die Gefahr einer deflationären Spirale, mit der Folge dass das Währungsverhältnis immer wieder zugunsten des Dollar angepasst werden müsste.