Neurowissenschaft: Großhirn-Voodoo

Egal, ob Mutterliebe, Trennungsschmerz, Gottesglaube: Über alles gibt der funktionelle Kernspin Auskunft. Nun regen sich Zweifel: Wie groß ist die Aussagekraft der bunten Hirnscans wirklich?

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,760220,00.html
  1. #40

    Christus

    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Dann schon "Spektrum der Wissenschaft".
    Die Ideologisierung ist nicht so sehr eine, die bewusst betrieben wird, sondern die mehr unbewusst wirksam ist, seit man sich entschied die Aufmerksamkeit auf das Mess- und Wägbare zu legen. Das führte dazu, dass man das Wesentliche immer mehr aus den Augen verlor.
    Ok, Sie kommen zumindest nicht aus der kommerziell esotherischen Ecke. Das ist doch schon mal was. Und aus Ihrem Link nehme ich mal 2 Stichworte, oder besser gesagt das Stichwort "Christus" sowie den letzten Absatz ihres Blogs, wo Sie Heisenberg zitieren. Letzterem kann ich übrigens nur zustimmen. Die Crux ist nur, gerade Sie halten sich nicht daran - z.B. auch im Gegensatz zur röm.-kath. Kirche. Die hat mit dieser Art Erkenntnis-Trennung von Wissenschaft und Glaube nämlich heute überhaupt keine Probleme mehr. Und die evangelische Kirche schon gleich gar nicht, siehe z.B. den wohl besten Wissenschaftsjournalisten Prof. Harald Lesch.

    Ihr "Christus" ist offensichtlich ein anderer als jener unserer großen christlichen Glaubensgemeinschaften. Ich gehe sogar weiter. Das was Sie in Ihren Blogs über Kommunikation mit dem Geist von Toten verbreiten, oder obiges "Astral"-Zeugs, das ist mit den Glaubensgrundsätze der Kirche, der ich angehöre (röm-kath.), - im Gegensatz zu Wissenschaftsprinzipien - absolut unvereinbar.

    Irdenwo sollten Sie schon mal die Katze aus dem Sack lassen, oder Otto-Normal-Forist muss Sie schlichtweg für einen Wirrkopf halten.
  2. #41

    Die Grenzen der Naturwissenschaft

    [QUOTE=brain_in_a_tank;7786254]
    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    (...] Und hier liegt ein fundamentaler Argumentationsfehler. Wenn Sie sich mit ihrem Geist entscheiden koennen, dann waere Ihr Ich dem Geist uebergeordnet, und ihr Ich waere eine Entititaet, so wie das ich jedes anderen Menschen. Aber ihr Ich ist ja genauso nur ein Epiphaenomaen des Geistes, und als feste Entitaet nicht vorhanden, sondern waere der Sklave des Geistes, beziehungsweise des Gehirns (und des restlichen Koerpers) durch den der Geist ja wirkt und ihr Ich-Erleben erzeugt. Ergo, auch die Freiheit der Entscheidung steht Ihnen nicht zur Verfuegung, denn Sie sind ja nur ein Produkt des Geistes.
    Geist wird von mir hier zunächst als Gegensatz zu Materie definiert. Es bezeichnet etwas, das nicht materiellen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, also der Materie als Ganzes übergeordnet ist.
    In diesem Sinne ist das Ich Geist, sind sie beide identisch.
    Was sie meinen sind dann die Bewusstseinsinhalte über die das Ich/der Geist verfügt.
    Aber der Geist gestaltet uns einen Raum, den wir durch unsere Sinne erfahren koennen, ein Raum, (...)
    Da Geist und Seele nicht den materiellen Gesetzmässigkeiten unterliegen, sondern der Materie gegenüber primär sind, können geistig -seelische Wahrnehmungen gemacht werden. Das geschieht bereits bei den Nahtoderlebnissen, kann aber auch durch bewusste Schulung erfolgen. Ein berühmter Vertreter der übersinnlichen Wahrnehmung war Rudolf Steiner.
    Die Wissenschaft beschreibt nun mit empirischen Methoden die Regelmaessigkeiten (Korrelatione) der Sinneserfahrungen und erstellt Beschreibungen der Welt,[...]
    Die Wissenschaft, die Sie meinen, ist die Wissenschaft des Mess- und Wägbaren.
    Ihr Ansatz ist derart entfernt von der Wissenschaft, dass es schon im ungemuetlichen esoterischen Raum abdriftet. Wie ich zuvor schon einmal ausfuehrte, sollte man sich immer der Grenzen seiner Aussagen im klaren sein, und sie als Esoteriker haben nicht die Argumente, um die Wissenschaft zu widerlegen, ich als Wissenschaftler werde ebensowenig versuchen, Sie davon zu ueberzeugen, dass Ihr esoterisches Gedoens Bloedsinn ist und keinen direkten Wert hat.
    Wenn die Naturwissenschaft außerhalb des mechanischen Bereichs Zusammenhänge konstruiert wird sie unwissenschaftlich. Das betrifft den Bereich der Biologie, einschließlich der Evolution, die Psychologie und die Kosmologie.
    Da eben der Geist das Primat hat, können über diese Felder von der Naturwissenschaft keine zutreffenden Aussagen gemacht werden.
    Das vermag nur die Geisteswissenschaft.
    Ich habe mit meinen wissenschaftlichen Methoden kaum einen entsprechenden Zugang. Ich koennte allerdings versuchen nachzuweisen, dass bei Ihnen bestimmte morphologische Aenderungen oder Abweichungen im Hormon- oder Transmitterhaushalt vorliegen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Erscheinungsbild von Wahnvorstellungen oder aehnliches korrellieren. Dann koennte ich mit Psychopharmaka ihren Geist wieder in die Normalitaet zurueckholen ;)
    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Für Materialisten ist es am besten, sie benutzen ihren Geist überhaupt nicht - denn der kann ja die Wirklichkeit nur verfälschen - sondern sie kippen am besten ein paar Gläser Whisky oder härtere Drogen in sich hinein. Denn nur Materie hat ja die rechte Wirkung auf Materie...lol
  3. #42

    Das versagen der Kirchen

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Ok, Sie kommen zumindest nicht aus der kommerziell esotherischen Ecke. Das ist doch schon mal was. Und aus Ihrem Link nehme ich mal 2 Stichworte, oder besser gesagt das Stichwort "Christus" sowie den letzten Absatz ihres Blogs, wo Sie Heisenberg zitieren. Letzterem kann ich übrigens nur zustimmen. Die Crux ist nur, gerade Sie halten sich nicht daran
    Doch, ich halte mich daran...
    - z.B. auch im Gegensatz zur röm.-kath. Kirche. Die hat mit dieser Art Erkenntnis-Trennung von Wissenschaft und Glaube nämlich heute überhaupt keine Probleme mehr. Und die evangelische Kirche schon gleich gar nicht, siehe z.B. den wohl besten Wissenschaftsjournalisten Prof. Harald Lesch.
    Es gibt nur eine Wahrheit. Entweder sind Gott und damit geistige Welten Realität oder die Naturwissenschaft hat Recht: Es gibt nur Materie.
    Wenn es Gott gibt, dann können Mensch und Welt nicht materialistisch erklärt werden. Da Gott das Primat ist.
    Harals Lesch schaltet sein Christsein aus, wenn er naturwissenschaftlich referiert. So machen es auch alle anderen "gläubigen" Wissenschaftler.
    Ihr "Christus" ist offensichtlich ein anderer als jener unserer großen christlichen Glaubensgemeinschaften.
    Ich vertrete den lebendigen Christus, der auch heute noch etwas zu sagen hat, und zwar nicht mit Floskeln vergangener Jahrhunderte und Jahrtausende, sondern zeitgemäß. Als solcher bietet er auch dem in Szientismus und der Technik als Ausgeburt des Antichristen die Stirn.
    Ich gehe sogar weiter. Das was Sie in Ihren Blogs über Kommunikation mit dem Geist von Toten verbreiten, oder obiges "Astral"-Zeugs, das ist mit den Glaubensgrundsätze der Kirche, der ich angehöre (röm-kath.), - im Gegensatz zu Wissenschaftsprinzipien - absolut unvereinbar.
    Dass die Kirche ihre Aufgabe die Wahrheit zu erkennen nicht ernstnahm ist nicht meine Schuld. Aus diesem Versagen der Kirchen ergibt sich auch ihre heutige Kraftlosigkeit. Sie kann nur noch einen Glauben verlangen für den man nirgendwo Anhaltspunkte findet.
    Glaube ergibt sich aber nur aus Fakten, die bereits bekannt sind.
    Ich hole die Versäumnisse der Kirche nach, indem ich Fakten liefere, die den Glauben stärken.
  4. #43

    .

    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Es gibt nur eine Wahrheit. Entweder sind Gott und damit geistige Welten Realität oder die Naturwissenschaft hat Recht: Es gibt nur Materie.
    Damit haben Sie ausnahmsweise mal recht:-)

    Neben Materie gibt es natürlich noch Energie; aber so kleinlich wollen wir nicht sein, zumal beides äquivalent ist. Nur haben Sie immer noch nicht erklärt, was Geist eigentlich ist. Nur Gegensatz zur Materie erklärt noch lange nichts. Dazu müssten Sie mal beweisen, dass Gedanken ohne Materie oder Energie gespeichert und übertragen werden können. Das wird zwar immer wieder behauptet, aber es gibt keine zuverlässigen oder glaubwürdigen Experimente, die das bestätigen würden, ganz im Gegenteil. Es gibt etliche Experimente, die das Gegenteil belegen. Auch die Quantenphysik ist dafür nicht geeignet, entgegen anderslautenden Spekulationen.

    Fazit: Weder Gott noch ein autonomer Geist sind glaubhaft, dagegen funktioniert Ihr Computer offensichtlich ganz gut, obwohl Sie nicht wissen wie;-)
  5. #44

    und jetzt auch noch der Antichrist

    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Es gibt nur eine Wahrheit.
    Na klar doch. Und die genau kennen Sie. ... Womit Sie endgültig entlarven, dass Ihre Berufung auf Philosophie nichts als vorgeschobener schöner Schein war. http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit Von Philosophie haben Sie genauso viel Ahnung wie von Naturwissenschaft, nämlich keine.

    Indem Sie dem religiösen Wahrheitsbegriff einfach noch den Wahrheitsbegriff der Aussagenlogik unterschieben, erzeugen Sie für sich selbst einen Konflikt, den es eigentlich gar nicht gibt. Ist es doch ganz einfach. Glaubenswahrheiten sagen etwas über Glauben aus, und wissenschaftliche Wahrheiten etwas über Wissen. D.h. im Grunde behauptet die Wissenschaft noch nicht mal eine Wahrheit, sondern immer nur eine momentan bestmögliche Näherung daran. Widerspruchsfreiheit im Glauben beruht auf Dogmen, in der Naturwissenschaft auf Axiomen. Die Schnittmenge beider ist leer, da sich Glaube per se der materiellen Nachprüfbarkeit entzieht.

    Ihren Wahrheitsbegriff findet man nur bei religiösen Fundamentalisten. Wo das hinführt, daran wurden wir gerade erst abrupt erinnert. Während es in freiheitlichen Gesellschaften jedem Menschen selbst überlassen ist, zu entscheiden, zu welchen Anteilen er Glaube und Wissen als Halt und/oder Triebfeder in seinem Leben nutzen möchte, versuchen Fundamentalisten diese Entscheidung für andere zu treffen, notfalls mit Gewalt. Menschen, die nicht den eigenen Maßstäben entsprechen werden zum "Ungläubigen" oder gar zur
    Zitat von white eagle
    Ausgeburt des Antichristen
    (Antichrist = Teufel)

    Dabei taugt der Wahrheitsbegriff der Aussagelogik nicht einmal für den Alltag. Nehmen Sie den Fall Kachelmann. Da gibt es mindestens 3 Wahrheiten, die von Kachelmann, seiner Ex, und die, die jemand wahrgenommen hätte, wenn er die Szene beobachtet hätte. Aber auch der kann ja nicht in die Herzen der beiden Akteure schauen. Auch seine Wahrheit wäre nicht objektiv, und schon gar nicht absolut.

    Der Verdienst der Religion ist es doch gerade, diesen Konflikt zu lösen, in dem als religiöse Wahrheit steht: "Am Ende bin ich allein vor dem Herrn dafür verantwortlich, was ich getan habe. Gott weiß alles, und sieht alles, und ich werde dort Gerechtigkeit erfahren." Eine Handlungsanweisung, gut zu sein, wie sie kein noch so gut ausgefeiltes Strafgesetzbuch je hinbringen könnte. Und selbst wenn diese göttliche Wahrheit einen Absolutheitsanspruch trägt, kein Mensch kennt sie, auch Sie nicht!
    Zitat von white eagle
    Dass die Kirche ihre Aufgabe die Wahrheit zu erkennen nicht ernstnahm ...
    Ganz im Gegenteil. Viel zu lange hat die Kirche genau so agiert, wie Sie es von ihr hier verlangen. Mit verhehrenden Folgen, von Glaubenskriegen über Hexenverbrennungen bis zur Inquisition.
    Zitat von white eagle
    Glaube ergibt sich aber nur aus Fakten, die bereits bekannt sind.
    Ein Widerspruch in sich.
    Zitat von white eagle
    Ich hole die Versäumnisse der Kirche nach, indem ich Fakten liefere, die den Glauben stärken.
    Sie liefern hier keine Fakten, die den Glauben stärken, sondern Phantasiegeschichten, mit denen Sie sich ihren eigenen Aberglauben bekräftigen. Den Glauben stärken kann man heute gott-sei-dank nicht mehr durch dämliche anti-wissenschaftliche Besserwisserei, sondern besternfalls noch durch das Vorbild eigener Lebensführung. Oder wie A. Englisch es neulich sagte: "Die Wirkung von Johannes-Paul-II bestand darin, dass er den Menschen wie die Personifizierung des Guten erschien."
  6. #45

    Wahrheit und Lüge

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Na klar doch. Und die genau kennen Sie. ... [...]
    Jesus: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen."
    Die naturwissenschaftliche "Wahrheit" ist die an die Materie bindende, unfreimachende "Wahrheit". Kurz die Unwahrheit, die Lüge.
    Indem Sie dem religiösen Wahrheitsbegriff einfach noch den Wahrheitsbegriff der Aussagenlogik unterschieben, erzeugen Sie für sich selbst einen Konflikt, (..)
    Konflikte haben nur die, die die Naturwissenschaft als einziges Mittel der Welterkenntnis festhalten und trotzdem an einen Gott glauben wollen.
    D.h. im Grunde behauptet die Wissenschaft noch nicht mal eine Wahrheit,(...)Die Schnittmenge beider ist leer, da sich Glaube per se der materiellen Nachprüfbarkeit entzieht.
    Klar, schließlich hat ja Glaube mit der nichtmateriellen Wirklichkeit zu tun. Wie soll da diese Wirklichkeit materiell nachgewiesen werden. Aber Hinweise auf diese Wirklichkeit gibt es genug aus den empirischen Befunden.
    Ihren Wahrheitsbegriff findet man nur bei religiösen Fundamentalisten. Wo das hinführt, daran wurden wir gerade erst abrupt erinnert.
    Mit Fundamentalismus hat mein Wahrheitsbegriff nicht das geringste zu tun. Oder halten Sie etwa Rudolf Steiner für einen Fundamentalisten? Siehe auch oben die Aussage Jesu.
    Während es in freiheitlichen Gesellschaften jedem Menschen selbst überlassen ist, zu entscheiden(...) "Ungläubigen" oder gar zur (Antichrist = Teufel)
    Eine Sache unmissverständlich benennen, heißt noch lange nicht jemanden zu zwingen. Jeder kann in der Lüge leben, wenn er das gern möchte. Die Konsequenzen muss er allerdings selbst tragen, und diese ergeben sich eben aus seinem Missverhältnis zur Realität.
    (..)Eine Handlungsanweisung, gut zu sein, wie sie kein noch so gut ausgefeiltes Strafgesetzbuch je hinbringen könnte. Und selbst wenn diese göttliche Wahrheit einen Absolutheitsanspruch trägt, kein Mensch kennt sie, auch Sie nicht!Ganz im Gegenteil.
    Wer aus dem Bewusstsein ein ewiges Wesen zu sein, lebt, lebt anders als der, der denkt mit dem Tod sei alles aus. Gute Ursache - gute Resultate. Schlechte Ursache - schlechte Resultate. Es geht nicht um irgendwelche Gesetzlichkeit.
    Viel zu lange hat die Kirche genau so agiert, wie Sie es von ihr hier verlangen. Mit verhehrenden Folgen, von Glaubenskriegen über Hexenverbrennungen bis zur Inquisition.
    Nur Aus dem Missbrauch christlichen Wahrheit konnte dergleichen geschehen.
    Ein Widerspruch in sich.Sie liefern hier keine Fakten, die den Glauben stärken, sondern Phantasiegeschichten, mit denen Sie sich ihren eigenen Aberglauben bekräftigen. Den Glauben stärken kann man heute gott-sei-dank nicht mehr durch dämliche anti-wissenschaftliche Besserwisserei, sondern (...)durch das Vorbild eigener Lebensführung. (...) "Die Wirkung von Johannes-Paul-II bestand darin, dass er den Menschen wie die Personifizierung des Guten erschien."
    Nein, nicht durch anti-wissenschaftliche Besserwisserei, sondern durch die übergeordnete Geisteswissenschaft.
    Im christlichen Glauben geht es nicht nur um eine vorbildliche Lebensführung, sondern um die Überwindung der Abhängigkeit von materiellen Bedingungen.
  7. #46

    Wahrheit und Lüge

    Mit dem Stichwort liegen Sie zumindest richtig.
    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Jesus: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen."
    Die naturwissenschaftliche "Wahrheit" ist die an die Materie bindende, unfreimachende "Wahrheit". Kurz die Unwahrheit, die Lüge.
    ...
    Mit Fundamentalismus hat mein Wahrheitsbegriff nicht das geringste zu tun. Oder halten Sie etwa Rudolf Steiner für einen Fundamentalisten?
    Rudolf Steiner ein christlicher Fundamentalist? Nein, wie könnte ich den dafür halten? Der ist ja nicht einmal Christ, geschweige denn Fandamentalist. Nein das ist kein Christentum, sondern Esotherik und Okkultismus.
    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Jeder kann in der Lüge leben, wenn er das gern möchte.
    Nun als Steiner Anhänger sind Sie darin natürlich Spezialist. Einfach mal die Bedeutung der Worte umdefinieren. Das hätten sie ruhig von Anfang an schreiben sollen. Sprich, es sind nicht nur Naturwissenschaften und Philosophie, von denen Sie keine Ahnung haben, sondern auch von Geisteswissenschaften nicht. Das Wort "Geisteswissenschaft" hat ja in der Anthroposophie eine völlig andere Bedeutung als im normalen Sprachgebrauch.

    Übrigens, ich halte eigene, vom allgemeinen Sprachgebrauch abweichende, Sprachcodexe für höchst suspekt. Nichts als ein offenbar approbates Mittel zur (Selbst-)Gehirnwäsche. Und zur Beurteilung von Steiner würde ich Kurt Tocholsky empfehlen. Für Ihre zunächst versteckten antroposophischen Überzeugungs-/Missionierungsversuche hier im Forum habe ich leider keinen persönlichen Bedarf. Ich meine sogar, wenn die Kinder in den Waldorf-Schulen mit diesem Geister- und Reinkarnationszeug überschüttet werden, würde ich mir trotz vielleicht guter pädagogischer Ansätze dreimal überlegen, meine Kinder dort hinzuschicken. Ihre sicher gut gemeinte Werbung für die antroposophische Weltanscheung könnte auch nach hinten losgehen. Aber vielleicht haben Sie ja Glück und landen damit doch noch bei irgendeinem anderen Foristen. Ich jedenfalls klinke mich mit diesem Beitrag hier aus. Eigentlich ging es ja um die Interpretation von fMRI <g>.
  8. #47

    Bin kein Anthroposoph

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Mit dem Stichwort liegen Sie zumindest richtig.
    Rudolf Steiner ein christlicher Fundamentalist? Nein, wie könnte ich den dafür halten? Der ist ja nicht einmal Christ, geschweige denn Fandamentalist. Nein das ist kein Christentum, sondern Esotherik und Okkultismus.
    Ja was denken Sie denn was echte Theologie anders ist denn Esoterik und Okkultismus? - Das Übersinnliche einschließlich Gott ist das Okkulte, und die Erkenntnis der übersinnlichen Zusammenhänge ist Esoterik.
    Nun als Steiner Anhänger sind Sie darin natürlich Spezialist. Einfach mal die Bedeutung der Worte umdefinieren. Das hätten sie ruhig von Anfang an schreiben sollen. Sprich, es sind nicht nur Naturwissenschaften und Philosophie, von denen Sie keine Ahnung haben, sondern auch von Geisteswissenschaften nicht. Das Wort "Geisteswissenschaft" hat ja in der Anthroposophie eine völlig andere Bedeutung als im normalen Sprachgebrauch.
    Zunächt: Ich bin kein Anhänger Steiners. Sonden "nur" Christ. Aber als solcher kann ich seine Leistungen erst recht würdigen.
    Geisteswissenschaft wird von Anthroposophen im ursprünglichen Sinne angewendet,nämlich als Wissenschaft vom Geist-
    Übrigens, ich halte eigene, vom allgemeinen Sprachgebrauch abweichende, Sprachcodexe für höchst suspekt. Nichts als ein offenbar approbates Mittel zur (Selbst-)Gehirnwäsche. Und zur Beurteilung von Steiner würde ich Kurt Tocholsky empfehlen.
    War Tucholsky Christ? Hatte er mehr übersinnliches Wissen als Steiner? - Schon komisch - wenn`s drauf ankommt tun sich Kirchgänger und Gottesleugner zusammen...
    Für Ihre zunächst versteckten antroposophischen Überzeugungs-/Missionierungsversuche hier im Forum habe ich leider keinen persönlichen Bedarf. Ich meine sogar, wenn die Kinder in den Waldorf-Schulen mit diesem Geister- und Reinkarnationszeug überschüttet werden, würde ich mir trotz vielleicht guter pädagogischer Ansätze dreimal überlegen, meine Kinder dort hinzuschicken.
    Ich missioniere nicht, sondern zeige die Wahrheit auf.
    Ihre sicher gut gemeinte Werbung für die antroposophische Weltanscheung könnte auch nach hinten losgehen. Aber vielleicht haben Sie ja Glück und landen damit doch noch bei irgendeinem anderen Foristen. Ich jedenfalls klinke mich mit diesem Beitrag hier aus. Eigentlich ging es ja um die Interpretation von fMRI <g>.
    Ja, eben Großhirn-Voodoo. Und da habe ich dem etwas Zuverlässiges entgegengesetz.
  9. #48

    Anencephalie und anderes

    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Ja was denken Sie denn was echte Theologie anders ist denn Esoterik und Okkultismus?
    Ach schlagen Sie doch selbst nach: http://www.fernkurs-wuerzburg.de/woerterbuch.html
    Aber Sie benutzen Worte ja ohnehin beliebig.
    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    War Tucholsky Christ? Hatte er mehr übersinnliches Wissen als Steiner? - Schon komisch - wenn`s drauf ankommt tun sich Kirchgänger und Gottesleugner zusammen.
    Welche Rolle soll das bei der Beurteilung von Charaktereigenschaften von Rudolf Steiner spielen? Persönlichkeitsmerkmale, insbesondere solche der Kommunikation, wie Charisma, Eitelkeit, etc. sind doch keine Sache des Glaubens. Warum sollten "Kirchgänger" da also zu anderen Ergebnissen kommen als "Gottesleugner"?

    Und "übersinnliches Wissen" ist schlichtweg eine Einbildung, eine Illusion, eigentlich sogar ein Widerspruch in sich. Ein "Wissen", das nicht wahrnehmbar ist ... ja wo kommt es denn dann her? Wie ist man denn zu diesem "Wissen" gelangt?
    Zitat von white eagle Beitrag anzeigen
    Ja, eben Großhirn-Voodoo. Und da habe ich dem etwas Zuverlässiges entgegengesetz.
    Von wegen zuverlässig. "Das Wort Anencephalie bedeutet zwar "ohne Gehirn", dies stimmt allerdings nicht ganz. Einem betroffenen Baby fehlen Teile des Gehirns, das Stammhirn ist aber vorhanden." Normalerweise kann so ein Kind nur wenige Tage nach der Geburt überleben. Es gibt aber Ausnahmen, wo der Schluckreflex nicht beeinträchtig ist. Dazu gehörte jener Patient von John Lorber. Er lebte mit einem halben Gehirn. Dieses Beispiel zeigt doch nur die erstaunliche Plastizität des Gehirns, gerade beim Säugling. Bei älteren Menschen stellt sich das z.B. nach einem Schlaganfall leider etwas mühevoller dar. Aber selbst da ist es nicht hoffnungslos. Wenn Sie ausgehend von der Anencephalie etwas über das Gehirn und seine Entwicklung lernen möchten, bedienen Sie sich bitte hier: http://www.designsupporters.de/a-zie...Erfurt2006.pdf . Ihre Position ist dort sogar inkludiert.

    Selbstverständlich werfen die Hirnforschung und auch ihre Methoden - in diesem Fall die fMRI Interpretation - auch Fragen und Probleme auf, gerade auch philosophischer Art. Was Sie allerdings machen, das ist nichts anderes als eine Flucht vor deren Komplexität in nebulösen Okkultismus und Esotherik. Man kann es auch genau anders herum machen, sich grundsätzlich den aufgeworfenen Fragen und Problemen stellen und sich deren Tragweite, aber auch Widersprüchen, bewußt werden. Hier z.B. eine wunderbare Dr.-Arbeit (http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss...73/pdf/djk.pdf ), wo sich der Autor (eigentlich ganz banal) Gedanken über den philosophischen Background der Psychomotorik macht. Und was dabei heraus kommt, ist im wahrsten Sinne des Wortes "irre" (d.h. mehr verwirrend als auf- oder erklärend), aber gerade weil es so herrlich intelligent ist und eben nicht so gnadenlos einfältig wie Ihre Blogs, auf die Sie hier immer wieder verlinken.
  10. #49

    ....

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Ach schlagen Sie doch selbst nach: http://www.fernkurs-wuerzburg.de/woerterbuch.html
    Aber Sie benutzen Worte ja ohnehin beliebig.
    Dann füge ich eben mal ein, was Ihr Wörterbuch sagt: Esoterik (altgriech. esōterikós "innerlich"): Welterkenntnis und Geisteshaltung mit daraus sich ergebender Praxis, die nur für Eingeweihte bestimmt und verständlich ist; Erstreben einer besonderen, höheren Erkenntnis (okkult-astrologisch-teilreligiöse Geheimlehre), die nur bestimmten spirituell entwickelten Personen zugänglich ist; Ziel ist die angeblich allen Religionen gemeinsame ursprüngliche mystische Einheit mit dem Kosmos.
    Was sagt Paulus? : "Der natürliche Mensche vernimmt nichts, was Gottes ist.". Man könnte noch viele andere Stellen nennen. Da heute Theologen allgemein keine übersinnliche Erkenntnis haben ist ihre "Theologie" so schlecht. Das ist der Weg zu echter Theologie.

    Welche Rolle soll das bei der Beurteilung von Charaktereigenschaften von Rudolf Steiner spielen? Persönlichkeitsmerkmale, insbesondere solche der Kommunikation, wie Charisma, Eitelkeit, etc. sind doch keine Sache des Glaubens. Warum sollten "Kirchgänger" da also zu anderen Ergebnissen kommen als "Gottesleugner"?
    Da kenne ich ganz andere Beurteilungen Steiners, und zwar nicht von seinen Anhängern.
    Ausserdem erschließt sich ein Charakter auch aus seinen Werken. Da erkennt man, dass man es hier mit einem moralisch sehr hochstehenden und gewissenhaftem Mensch zu tun hat. Einem echt vorbildlichen! Hätte er jene von Tucholsky genannten Eigenschaften hätte er niemals etwas erkennen können.
    Und "übersinnliches Wissen" ist schlichtweg eine Einbildung, eine Illusion, eigentlich sogar ein Widerspruch in sich. (..)
    Da das Wesentliche für Sie Einbildung ist, müssen wir nicht den Rest diskutieren, da eben alles Materielle vom Spirituellen aufgebaut, gelenkt und geleitet wird.