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Neuro-Forschung: Angst vor der allmächtigen Gehirn-Kopie

CorbisForscher wollen intelligente Supercomputer nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns bauen. Niemand weiß, ob das teure Vorhaben je gelingt - aber ein Erfolg könnte schlimmere Folgen für die Menschheit haben als ein Scheitern.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...823928,00.html
  1. #60

    Zitat von matze_wehlau Beitrag anzeigen

    Zumindest hat es dank Internet unmittelbar Zugang zu allen Schaltstellen der Macht und könnte auch in Produktionsprozesse der Maschinenbauer eingreifen um sich eine selbst .....
    Und wenn wir einfach den Stecker ziehen?
  2. #61

    Zitat von Phleon Beitrag anzeigen
    Eine Bewusstseinsübertragung dürfte also damit recht schwierig werden.
    Das sehe ich auch so. Man müsste ja das Bewusstsein verschieben und nicht nur kopieren. Allerdings bedeutet in der IT bisher "verschieben" einfach kopieren und löschen.

    Ein Problem was übrigens auch beim Beamen auftritt. ^^
  3. #62

    Zitat von citizengun Beitrag anzeigen
    Von so eine Gehirn sind wir noch sehr weit entfernt. Nicht nur dass wir auch in den nächsten 30 Jahren (nach dem Mooreschen Gesetz) weder über die Rechen- noch Speicherkapzität verfügen so ein Gehirn nachzubauen, es fehlt uns auch an komplexen künstlichen Stimulatoren. Solange es letzteres nicht gibt, lässt sich ein Menschenhirn nicht aufbauen. Das wird mindestens noch 100 Jahre dauern.
    laut ray kurzweil eher so um 2018, für 2029 erwartet er, dass eine maschine den touringtest bestehen kann.
    interessante links dazu
    Gehirn - Rechenleistung und Leistungsaufnahme (Wikipedia)
    The Singularity Is Near (Wikipedia)

    und
    Ray Kurzweil on how technology will transform us (TED.com)
  4. #63

    zukunftsmusik

    Zitat von python101 Beitrag anzeigen
    Das menschliche Gehirn ist keine statische Masse, sonder ein Denkorgan, daß sich an äußere Reize und Anforderungen anpaßt. Wie soll ein Softwaremodel die dynamische Komplexität von Milliarden von Neuronen mit brauchbarem Zeitverhalten nachbilden, zumal eine Simulation die nur Neuronen nachbildet nur eine Teil der Gehirnfunktionen erfaßt?? Wie will man Effekte wie das "Überspringen von Gefühlen" von Hirn zu Hirn bei einer Massenpanik nachbilden?
    Ich hätte einen derartigen Artikel eher in die presstechnische Saure-Gurken-Zeit erwartet :)
    wer vom heutigen stand der technik ausgeht, hat selbstverständlich wenige bis keine ansätze, wie das funktionieren soll. doch nicht nur die transistordichte wächst exponentiell, sondern zB auch die bildauflösung der daten, die wir vom gehirn gewinnen. betonung auf exponentiell (übrigens verdoppelt sich auch das menschliche wissen alle zwei jahre). wir werden hier also in den nächsten zwei jahrzehnten rasant exakte daten erhalten, wie das alles funktioniert.

    mal ganz ehrlich: die vorstellung, dass ein "künstliches gehirn" unmöglich zu bauen sein, kommen doch aus der religionskiste! in wahrheit passt der grundbauplan unseres gehirns auf einen usb-stick. und daraus ensteht in unserem körper ein bewusstsein. da gibt es keine geheimen informationen oder etwas, das aus dem nichts kommt (oder andere synonyme für "nicht erforschbar").

    und auch wer glaubt, eine starke KI sei ein gehirn-doppelgänger hat sich schwer getäuscht: das ding - wenn es denn einmal läuft - wird mit unglaublicher geschwindigkeit (moores law mal wieder) noch schlauer werden. die möglichen problemlösungen, die sich da der menschheit offenbaren sind geradezu fantastisch.

    denn - ein schwachpunkt des artikels - begleitende technologien werden die starke KI noch nützlicher machen und uns gemeinsam zugang zu technologien geben, die heute unvorstellbar sind.
  5. #64

    Wertung aus meiner Sicht

    Die infantilisierung unserer Gesellschaft ist sehr weit Fortgeschritten und umfasst alle Schichten. Auch wenn, in Form der Piraten, technik-affine Intellektuelle sich endlich Aufraffen die Aufgabe der Politik, die Steuerung von Staat und Gesellschaft in die Zukunft, zu übernehmen.
    Soweit die Aufgabe der Politik, welche sich heute leider auf das wulffen begrenzt
    Die Neuro-Informatiker, so sehe ich es, haben die Aufgabe ein Computersystem zu schaffen welche die Einmaligkeit des menschlichen Gehirns beendet und das menschliche Hirn konkurrenziert.

    Aus dieser Konkurenz heraus, kann die heutige infantilisierung beendet, und das menschliche Gehirn zu neuen Horizonten treiben.
    Idealerweise werden die ersten neuronalen Bausteine in Smartphones der Kinder eingebaut. Dies in Bezug der Spracherkennung und Umgebungserkennung. Die kleinen Forscher (alle Kinder) und ihre Fragen, (was bedeutet das? / Was ist das) können sicherlich von der ersten neuronalen Generation bedient werden.

    Die Erziehungsberechtigten werden, in Konkurrenz zur neuronalen KI stehen und zu geistigen Höhenflügen animiert werden.
    Die erste Generation von Menschen welche mit Neuroinformatik aufgewachsen sind, werden technikaffinen sein und die Gesellschaft prägen und weiterbringen.
    Die Kränkungen, das unser Gehirn eben nicht einmalig ist, werden wir leicht wegstecken, wie alle historischen Kränkungen, welche die Menschen vor uns erleiden mussten. Ich erinnere an:
    Kopernikus: Wir sind leider nicht der Mittelpunkt des Universums.
    Darwin: Wir sind leider keine göttliche Schöpfung.
    Freud: Wir sind leider nicht Herr über und selbst.
    etc.
    Wie in allen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen (Industrielle Revolution, Bildung der Dienstleistungsgesellschaft) werden die Technikaffinen sich letztlich durchsetzen.
    In diesem Sinne rufe ich auf technikaffine Gruppierungen (Piraten) technikaffine Strukturen (Universitäten, Bildungseinrichtungen, Forschungslabore) und Technologien (Neuroinformatik, Physik, Mathe, etc.) zu unterstützen.

    Es wäre schade wenn die folgenden technikaffinen Generationen warten müssen bis das Problem unserer gegenwärtigen technikfeindlichen und infantilen Gesellschaft einer biologischen Lösung zugeführt wird.
    EDIT: Diverse Korrekturen zur Klarheit
  6. #65

    Neurowissenschaftler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher wollen intelligente Supercomputer nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns bauen. Niemand weiß, ob das teure Vorhaben je gelingt - aber ein Erfolg könnte schlimmere Folgen für die Menschheit haben als ein Scheitern.

    Neuro-Forschung: Angst vor der allmächtigen Gehirn-Kopie - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Neurowissenschaftler sollten aufhören über Dinge zu reden von denen sie nachweislich keinen blassen Dunst haben. Und Informatik, insbsondere Logik gehört definitv zu diesen Dingen. Also liebe Neurowissenschaftler: bevor ihr weiterhin so einen Stuss von euch gebt, lest euch bitte mal in die fundamentalen Grundlagen ein, insbesondere die Entscheidungs- und Berechenbarkeitstheorie sowie Turing-Maschinen. Denn solange es keinen Beweis gibt das ein Gehirn turing-berechnbar ist, solange kann man auch kein Gehirn in einem Computer nachbauen (wobei es egal ist wie leistungsfähig dieser Computer ist).
    Für den Anfang reicht es aber schon wenn man nicht alles glaubt was aus Hollywood kommt.
  7. #66

    esoterischer Mord

    Zitat von neoptolemos Beitrag anzeigen
    Und wenn wir einfach den Stecker ziehen?
    Das wäre, entsprechend des esoterischen Weltbildes des Artikelverfassers, dann Mord :-)
  8. #67

    Achso...

    Zitat von keinzeitungsleser Beitrag anzeigen
    Mein These: Das universale Bewußtsein hat (über die Evolution) das Gehirn erschaffen, um sich eine Ausdrucksmöglichkeit zu suchen. (Anstatt das Gehirn Bewußtsein erzeugt, transportiert es dieses also nur).
    Ich habe eine andere These: Der Urvogel hat (über die Evolution) die Flügel erschaffen, um sich selbst eine Ausdrucksmöglichkeit zu verschaffen.

    Werter keinzeitungsleser: Vielleicht sollten Sie doch mal die ein oder andere Zeitung lesen oder sich zumindest darüber informieren, wie die Evolution funktioniert. Zielgerichtet ist das nämlich nichts.

    Wenn man die msystifizierende Lobhudelei über das eigene Gehirn mal beiseite lässt, bleiben kaum noch Argumente, warum wir es nicht in absehbarer Zeit nachbauen könnten.
  9. #68

    Zitat von muwe6161 Beitrag anzeigen
    Die infantilisierung unserer Gesellschaft ist sehr weit Fortgeschritten und umfasst alle Schichten. Auch wenn, in Form der Piraten, technik-affine Intellektuelle sich endlich Aufraffen die Aufgabe der Politik, die Steuerung von Staat und Gesellschaft in die Zukunft, zu übernehmen.
    Soweit die Aufgabe der Politik, welche sich heute leider auf das wulffen begrenzt
    Die Neuro-Informatiker, so sehe ich es, haben die Aufgabe ein Computersystem zu schaffen welche die Einmaligkeit des menschlichen Gehirns beendet und das menschliche Hirn konkurrenziert.

    Aus dieser Konkurenz heraus, kann die heutige infantilisierung beendet, und das menschliche Gehirn zu neuen Horizonten treiben.

    Idealerweise werden die ersten neuronalen Bausteine in Smartphones der Kids eingebaut. Dies in Bezug der Spracherkennung und Umgebungserkennung. Die kleinen Forscher und ihre Fragen, (was bedeutet das? / Was ist das) können sicherlich von der ersten neuronalen Generation bedient werden.
    Die Erziehungsberechtigten werden, in Konkurrenz zur neuronalen KI stehen und zu geistigen Höhenflügen animiert werden.
    Die erste Generation von Menschen welche mit Neuroinformatik aufgewachsen sind, werden technikaffinen sein und die Gesellschaft prägen und weiterbringen.

    Die Kränkung, das unser Gehirn eben nicht einmalig ist, werden wir wegstecken, wie alle historischen Kränkungen, vor uns ich erinnere an:

    Kopernikus: Wir sind leider nicht der Mittelpunkt des Universums.
    Darwin: Wir sind leider keine göttliche Schöpfung.
    Freud: Wir sind leider nicht Herr über und selbst.

    etc.

    Wie in allen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen (Industrielle Revolution, Bildung der Dienstleistungsgesellschaft) werden die technikaffinen sich letztlich durchsetzen.

    In diesem Sinne rufe ich auf technikaffine Gruppierungen (Piraten) technikaffine Strukturen (Universitäten, Bildungseinrichtungen, Forschungslabore) und Technologien (Neuroinformatik, Physik, Mathe, etc.) zu unterstützen.

    Es wäre schade wenn die folgenden technikaffinen Generationen waren müssen bis das Problem unserer gegenwärtigen technikfeindlichen infantilen Gesellschaft einer biologischen Lösung zugeführt wird.
    Ich sehe nicht das unsere Gesellschaft technikfeindlich ist ,eher im Gegenteil. Und infantil ist gerade so ein Modewort wie mir scheint,das auf alles mögliche negativ wertend angewendet werden kann. Mir ist es zuletzt bei Diskussionen über die Piratenpartei begegnet, da wurden diese so bezeichnet. Nicht von mir! Infantil müßte mal genauer definiert werden. Vielleicht ist meistens eher naiv gemeint? So würde ich auch ihren Beitrag bezeichnen. Das ist doch die alte Technokratendenke vom besseren Leben durch technischen Fortschritt,das meistens die Kehrseite der Entwicklung ausblendet. Da gibt es viele Beispiele für. Ich beschränke mich hier mal auf ein Bonmot : Computer sind die ideale Lösung für Probleme, die wir ohne sie gar nicht hätten!
  10. #69

    Stecker ziehen

    Zitat von checker_001 Beitrag anzeigen
    Das wäre, entsprechend des esoterischen Weltbildes des Artikelverfassers, dann Mord :-)
    Sie unterschätzen das Magnetfeld. Kann man nur durch erhitzen über den Curie-Punkt zerstören. Oder durch andere Magneten. Bitte passen Sie auf Ihre Kreditkarte auf. Und auf Ihren Ausweis


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