Neulich im OP: Schlechte Prognose, viel Glück

CorbisPrognosen sind wirklich schwer, selbst für Ärzte wie Dr. Reinhold Rippe. Manchmal wünscht er sich die Gabe eines Professor Brinkmann, auf dessen Vorhersagen immer Verlass war. Stattdessen muss er zusehen, wie ein älterer Herr sich nicht um geballtes Fachwissen schert.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...845910,00.html
  1. #1

    Ohne jede Substanz

    Was will uns der Autor hier sagen? Dieser Artikel ist ohne jede Substanz!
  2. #2

    Substanziell beeinträchtigte Aufnahmefähigkeit

    Zitat von brunellot Beitrag anzeigen
    Was will uns der Autor hier sagen? Dieser Artikel ist ohne jede Substanz!
    Der Autor möchte sagen, dass medizinische Verläufe oftmals noch unvorhersehbarer sind sind, als meterologische ;)
  3. #3

    so isses

    Leider manchmal halt auch andersherum.
  4. #4

    Junge, Junge

    Das ist ein Spitzenartikel, und außerordentlich witzig. Ob ihn wirklich ein Arzt geschrieben hat, darf bezweifelt werden. Obzwar es auch gescheite Ärzte gibt, die über den Tellerrand schauen können, was man ihnen im Studium ausgetrieben zu haben meint.

    Da steht doch nur, daß der Körper klüger ist als der Arzt. Also keineswegs der Patient und Mensch, der klugerweise erst gar keinen Arzt aufsucht. Der findet nämlich immer was. Das ist seine Aufgabe. Er läßt einen nur selten mit ein paar Ermahnungen laufen, sondern macht alles, was in seiner Kunst steht.

    Der Arzt hat seine erlernten Standards und denkt darüber normalerweise nicht nach, wie andere Berufsgruppen auch. Und es ist aberhübsch, wenn er zu denken anfängt und sein Tun in Frage stellt. Dazu muß etwas passieren, was nicht ins Schema paßt.
    Man lernt nur dazu, wenn etwas schiefläuft. Erfolge bestätigen, und zwar gerade falsche Vorurteile.
  5. #5

    Zitat von mel_a Beitrag anzeigen
    Der Autor möchte sagen, dass medizinische Verläufe oftmals noch unvorhersehbarer sind sind, als meterologische ;)
    Danke das sie das Zwinkern noch hingesetzt haben. Ich finde den Artikel auch seltsam, natürlich können Prognosen auch falsch liegen, andererseits kommt das doch eher selten vor. Man ist doch wesentlich präziser als der Wetterbericht.

    Ich sehe schon die ersten Angehörigen, die sich von so einem Artikel beeindrucken lassen. Man sagt Ihnen dass es höchstwahrscheinlich nicht mehr lange dauert, und die Angehörigen sagen dann: "aber sie können sich doch auch irren". Damit ist dann keinem geholfen, wenn man den Ernst der Lage ignoriert.

    Schlimm ist es dann, wenn der eigentliche Patient sich nicht mehr äußern kann, und die Angehörigen aber sich an solche Hoffnungen klammern, und Maximaltherapie bis zum Ende betreiben lassen. Ich hab schon Ehefrauen erlebt, die sich über die Patientenverfügung ihrer Männer hinwegsetzten, und die im hohen Alter monatelang in der Mühle der ITS beließen, weil sie die Situation nicht wahrnehmen wollten/konnten.
  6. #6

    "MAnchmal" ...

    Zitat von marin Beitrag anzeigen
    Leider manchmal halt auch andersherum.
    kann man weglassen. Natürlich läuft es so gut wie immer anders rum. Trotzdem eine schöne Geschichte- wie aus der Schwarzwaldklinik...
  7. #7

    Manchmal darf man einfach schmunzeln

    Ein grosser Prozentsatz älterer Herrschaften pumpt eine unübersichtliche Menge an Medikamente in sich hinein, deren Wirkung oft fragwürdig, da die gleichzeitige Gabe von bestimmten Mitteln die zu erzielende Wirkung aufhebt. Wie oft, und noch öfter, lässt sich feststellen, dass Patienten wieder aufleben, plötzlich Lebensgeister zeigen, nachdem man den grössten Teil der Medi - Gabe absetzt - "auch ein Mediziner darf sich manchmal wundern!"
  8. #8

    Ic warte auch schon 20 Jahre

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Prognosen sind wirklich schwer, selbst für Ärzte wie <i>Dr. Reinhold Rippe</i>. Manchmal wünscht er sich die Gabe eines Professor Brinkmann, auf dessen Vorhersagen immer Verlass war. Stattdessen muss er zusehen, wie ein älterer Herr sich nicht um geballtes Fachwissen schert.

    Herzinfarkt: Wie ein älterer Herr trotz schlechter Prognosen überlebt - SPIEGEL ONLINE
    auf den vom Truppenazrt bei der Entlassunguntersuchung prophezeiten Herzinfarkt.
  9. #9

    @yeksaa66: Stimme voll zu.
    Und "viele Woche" auf der Intensiven bewirken, dass die Nachwirkungen jener Mittelchen eben weg ist.
    Wenn dann noch die "eigentlichen" Medikamente auch weg sind, kann der Körper endlich mal ohne Einmischung von aussen seine eigene Chemikalienfabrik "riechen" und danach arbeiten.
    Wahrscheinlich würden nach einer kurzen Pause der schulmedizinischen Medikamente diese sehr gut anschlagen, aber dieser Patient hatte das wohl nicht mehr nötig.
    Jetzt bekommt er Zeit alles zu regeln, und dann LANGE Zeit, dass zu tun was er tun will, ohne sich um irgendetwas kümmern zu müssen.