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Neulich im OP: Schlechte Prognose, viel Glück
CorbisPrognosen sind wirklich schwer, selbst für Ärzte wie Dr. Reinhold Rippe. Manchmal wünscht er sich die Gabe eines Professor Brinkmann, auf dessen Vorhersagen immer Verlass war. Stattdessen muss er zusehen, wie ein älterer Herr sich nicht um geballtes Fachwissen schert.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...845910,00.html
- #1 17.09.2012 14:37 von
Ohne jede Substanz
Was will uns der Autor hier sagen? Dieser Artikel ist ohne jede Substanz!
- #2 17.09.2012 15:14 von
- #3 17.09.2012 16:06 von
so isses
Leider manchmal halt auch andersherum.
- #4 17.09.2012 16:25 von
Junge, Junge
Das ist ein Spitzenartikel, und außerordentlich witzig. Ob ihn wirklich ein Arzt geschrieben hat, darf bezweifelt werden. Obzwar es auch gescheite Ärzte gibt, die über den Tellerrand schauen können, was man ihnen im Studium ausgetrieben zu haben meint.
Da steht doch nur, daß der Körper klüger ist als der Arzt. Also keineswegs der Patient und Mensch, der klugerweise erst gar keinen Arzt aufsucht. Der findet nämlich immer was. Das ist seine Aufgabe. Er läßt einen nur selten mit ein paar Ermahnungen laufen, sondern macht alles, was in seiner Kunst steht.
Der Arzt hat seine erlernten Standards und denkt darüber normalerweise nicht nach, wie andere Berufsgruppen auch. Und es ist aberhübsch, wenn er zu denken anfängt und sein Tun in Frage stellt. Dazu muß etwas passieren, was nicht ins Schema paßt.
Man lernt nur dazu, wenn etwas schiefläuft. Erfolge bestätigen, und zwar gerade falsche Vorurteile. - #5 17.09.2012 20:01 von
Danke das sie das Zwinkern noch hingesetzt haben. Ich finde den Artikel auch seltsam, natürlich können Prognosen auch falsch liegen, andererseits kommt das doch eher selten vor. Man ist doch wesentlich präziser als der Wetterbericht.
Ich sehe schon die ersten Angehörigen, die sich von so einem Artikel beeindrucken lassen. Man sagt Ihnen dass es höchstwahrscheinlich nicht mehr lange dauert, und die Angehörigen sagen dann: "aber sie können sich doch auch irren". Damit ist dann keinem geholfen, wenn man den Ernst der Lage ignoriert.
Schlimm ist es dann, wenn der eigentliche Patient sich nicht mehr äußern kann, und die Angehörigen aber sich an solche Hoffnungen klammern, und Maximaltherapie bis zum Ende betreiben lassen. Ich hab schon Ehefrauen erlebt, die sich über die Patientenverfügung ihrer Männer hinwegsetzten, und die im hohen Alter monatelang in der Mühle der ITS beließen, weil sie die Situation nicht wahrnehmen wollten/konnten. - #6 18.09.2012 07:55 von
- #7 18.09.2012 09:48 von
Manchmal darf man einfach schmunzeln
Ein grosser Prozentsatz älterer Herrschaften pumpt eine unübersichtliche Menge an Medikamente in sich hinein, deren Wirkung oft fragwürdig, da die gleichzeitige Gabe von bestimmten Mitteln die zu erzielende Wirkung aufhebt. Wie oft, und noch öfter, lässt sich feststellen, dass Patienten wieder aufleben, plötzlich Lebensgeister zeigen, nachdem man den grössten Teil der Medi - Gabe absetzt - "auch ein Mediziner darf sich manchmal wundern!"
- #8 18.09.2012 17:05 von
- #9 19.09.2012 08:56 von
@yeksaa66: Stimme voll zu.
Und "viele Woche" auf der Intensiven bewirken, dass die Nachwirkungen jener Mittelchen eben weg ist.
Wenn dann noch die "eigentlichen" Medikamente auch weg sind, kann der Körper endlich mal ohne Einmischung von aussen seine eigene Chemikalienfabrik "riechen" und danach arbeiten.
Wahrscheinlich würden nach einer kurzen Pause der schulmedizinischen Medikamente diese sehr gut anschlagen, aber dieser Patient hatte das wohl nicht mehr nötig.
Jetzt bekommt er Zeit alles zu regeln, und dann LANGE Zeit, dass zu tun was er tun will, ohne sich um irgendetwas kümmern zu müssen.
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