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Neues von der Insel: Der Ärmelkanal, wild und aufgepeitscht

Stena LineDie letzten Abenteuer der Zivilisation lauern dort, wo man sie am wenigsten vermutet. Zum Beispiel auf der Fähre von Holland nach England. Denn wer fährt schon mit dem Schiff über den Ärmelkanal - wenn Fliegen schneller, billiger und praktischer ist?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...-a-863146.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die letzten Abenteuer der Zivilisation lauern dort, wo man sie am wenigsten vermutet. Zum Beispiel auf der Fähre von Holland nach England. Denn wer fährt schon mit dem Schiff über den Ärmelkanal - wenn Fliegen schneller, billiger und praktischer ist?

    Neues von der Insel: Was man auf der Fähre nach England erleben kann - SPIEGEL ONLINE
    selten einen überflüssigeren Artikel gelesen. Ich warte schon auf die Fortsetzung: Montag morgens Kaffee getrunken, dann zwei Stationen mit der U-Bahn gefahren.
  2. #2

    ...klingt fast nach einer Aida-Tour

    Als ich in den 70ern beruflich in NL tätig war und einen wunderschönen Rover V8 fuhr, begab ich mich zwecks wesentlich günstiger Reparaturen auf dem Seeweg nach GB. Ebenfalls von Hoek van Holland nach Great Yarmouth. Container-, bzw. LKW-Frachtschiff, bei dem das Beladen durch die Transportfahrzeuglenker so fix und geschickt ablief wie bei einem Genius unter den Rubik-Würfel-Meistern. Mein Auto kam als allerletztes an Bord und stand - dank eines schiffsinternen Fahrstuhls - während der gesamten Fahrt bei Wind und Wetter in der salzigen Gischt. Die Unterbringung in einer knapp bemessenen Kabine war Passagier-bezogen, d. h. Ich hatte als Rookie diejenige zugeteilt bekommen, die dem Maschinenraum am Nächsten war. Das Stampfen des (angenommen) riesigen Schiffsdiesels war ungefähr so einschläfernd wie das Schienenrattern in einem Zug. Was die Verpflegung an Bord angeht, war diese ebenfalls sehr Passagier-, sprich Truckerbezogen. Unvergessen diese absolut leckeren Makkaroni à discretion.
    Wer also - auch in der heutigen Zeit und noch dazu vor der heimischen Haustür - das Abenteuer sucht, wird vielleicht auch heute noch fündig. Zwei Restaurants, Kinderecke, Spielcasino - alles Fehlanzeige bei dieser unvergessenen Art zu reisen.
  3. #3

    Und was will uns der Autor sagen?

    Die Idee, mit dem Schiff nach England überzusetzen, ist herrlich altmodisch - und genau darum hätte man aus diesem Artikel auch mehr machen können. Leider ergeht sich der Autor in platten Klischees, wie z.B. diesem hier: "Die Männer sehen aus wie Busfahrer." - Tja, wie sieht denn ein Busfahrer aus? Die, die ich kenne jedenfalls sehr unterschiedlich. Im Übrigen würde der Leser auch gerne wissen, wo genau die Fähre denn genau England angelegt hat.
  4. #4

    Zitat von les2005 Beitrag anzeigen
    selten einen überflüssigeren Artikel gelesen. Ich warte schon auf die Fortsetzung: Montag morgens Kaffee getrunken, dann zwei Stationen mit der U-Bahn gefahren.
    So würd ich auch gerne mein Geld verdienen.
    Viel Poesie und literarisches Können braucht man dafür anscheinend nicht - nichts gegen den Autor, ich meine, irgendjemand muss es ja gut finden, sonst würds ja nicht hier stehen.
  5. #5

    Wollte gerade schreiben, dass ich selten einen überflüssigeren Artikel gelesen habe als diesen. Aber jemand anderes ist mir zuvorgekommen. Naja, dann steht jetzt ein überflüssiger Kommentar unter einem überflüssigen Artikel - das passt doch.
    Eigentlich überflüssig zu erwähnen sind noch die grottenschlechten und damit auch überflüssigen Handyfotos in der Bilderstrecke...
  6. #6

    Die Abenteuer des

    kleinen Buben beim Schiff fahren. Ich fahre jährlich mehrmals mit Schiffen nach Schweden, Finnland, England, oder Norwegen und rede mit Bekannten weniger über diese Erlebnisse, als im Artikel stand. Die einzig erwähnenswerte Fährlinie ist für mich die Minoan Line nach Griechenland. Dort kann man schon mal mit anderen Personen in eine Kabine verbracht werden, wenn die Fähre ausgebucht ist und in Gängen und unter Treppen haben ganze Großfamilien ihr Nachtlager aufgeschlagen. Wahrscheinlich hätte der Autor des Artikels dort Schnappatmung bekommen und den Rest seines Lebens von diesem Abenteuer berichtet.
  7. #7

    Zitat von les2005 Beitrag anzeigen
    selten einen überflüssigeren Artikel gelesen. Ich warte schon auf die Fortsetzung: Montag morgens Kaffee getrunken, dann zwei Stationen mit der U-Bahn gefahren.
    Dieser Autor wird auch das als unvergleichliches Abenteuer darzustellen wissen.
  8. #8

    Vor 20 Jahren konnte man sogar noch...

    ...regelmäßig mit der Prins Hamlet von Hamburg nach Harwich fahren und, auf scheußlichen Pseudo-Recaro sitzend, den blanken Hans auf der Nordsee erleben. Besonders im Herbst und Winter ein manchmal beängstigendes Spektakel mit hoher Kreuzsee.
  9. #9

    ... der Ruhe und Auszeit! Ich bin beruflich viel unterwegs und nutze, wann immer es Zeit und Budget zulassen gerne das Schiff, denn es ist eine schöne Abwechslung zu den Hotelbars, an denen man sonst immer hängen bleibt. ja sicherlich, das ist vielleicht träumerisch, aber die wenigen ruhigen Momente im hektischen Alltag, wenn man kurz vor Mitternacht alleine an der Reling steht und den Blick über das Meer schweifen läßt, für mich immer ein Augenblick nur für mich. Aber das mag jeder gerne Anders sehen, aber ich finde es toll, daß daran erinnert wird, daß es auch heute noch diese, zugegebenermaßen immer seltenere Art des Reisens gibt und man nicht immer nur mit dem (Billig-)Flieger von A nach B hetzen muß ... und die Schiffe der Stena Line sind nach der Renovierung echt klasse, fast schon Kreuzfahrtniveau, auch wenn der Flair im Buffetrestaurant der "alten" Schiffe irgendwie schöner war ;)








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