Forum


 

Neues Transplantationsgesetz : Organspender werden abgeschreckt

dapdTausende Deutsche sterben jedes Jahr, weil sie zu lang auf ein Ersatzorgan warten müssen. Das neue Organspendegesetz soll die Zahl der Spender jetzt endlich erhöhen - doch das wird nicht funktionieren. Entscheidende Fragen zum Datenschutz bleiben ungeklärt, mangelnde Transparenz schürt Misstrauen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...835895,00.html
  1. #1

    Zweifel an der Organspende

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende Deutsche sterben jedes Jahr, weil sie zu lang auf ein Ersatzorgan warten müssen. Das neue Organspendegesetz soll die Zahl der Spender jetzt endlich erhöhen - doch das wird nicht funktionieren. Entscheidende Fragen zum Datenschutz bleiben ungeklärt, mangelnde Transparenz schürt Misstrauen.

    Organspende: Warum das Transplantationsgesetz nicht hilft - SPIEGEL ONLINE
    Die Frage, die ich mir stelle, ist ob hier die richtigen Fragen gestellt werden. Meiner Meinung nach, existieren zwei Hauptpunkte, die vom Unterschreiben eines Organspendeausweises abhalten:

    1. Möglichkeit einer Fehldiagnose von Gehirnversagen ("Hirntod").
    2. Fraglichkeit, ob der Gehirntod (Versagen eines einzelnen Organs) mit dem Tod gleichzusetzen ist.

    Zum ersten Punkt gibt es Beispiele - aber nur wenige. (Durch die Organentnahme, wachen die Menschen nicht mehr auf.)
    Zum zweiten Punkte zerbrechen sich derzeit viele denk Kopf. Fakt ist, die Organentnahme aus einem "echten Toten" klappt nicht. Als argumentiert man: Wenn das Gehirn nicht mehr funktioniert, wird er nicht mehr aufwachen, also ist das gleich dem Tod. Also für mein eigenes Leben würde mich schon freuen, wenn man mich noch ein paar Tage am Apparat hängen lässt, falss das Gehirn doch wieder "anspringt". Es gab ja auch bei Schlaganfällen eine unmögliche Heilungen, wo "kaputte" Hirnareale ihr Tätigkeit wieder aufgenommen haben.
    Es gibt auch ein paar Quellen, die das untermauern, deren Glaubwürdigkeit aber zumindest in Frage gestellt wird.

    Viele Grüße
    Sandygirl
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende Deutsche sterben jedes Jahr, weil sie zu lang auf ein Ersatzorgan warten müssen. Das neue Organspendegesetz soll die Zahl der Spender jetzt endlich erhöhen - doch das wird nicht funktionieren. Entscheidende Fragen zum Datenschutz bleiben ungeklärt, mangelnde Transparenz schürt Misstrauen.

    Organspende: Warum das Transplantationsgesetz nicht hilft - SPIEGEL ONLINE
    Wenn man tot ist, ist man tot.
    Es gibt weder Seele noch ein "Leben" danach.
    Daß jeder ein Spender sein muss, sollte auch hier gesetzlich verankert werden.
    Sogar ein Wiederrufsrecht erscheint wenig sinnvoll.
  3. #3

    Datenschutz ...

    Die fragliche Definition des "Hirntods" (ich finde allein schon den Begriff schrecklich), mögliche Fehldiagnosen und andere potentielle Probleme sind das eine.

    Das andere ist, dass Ärzte die persönlichen Daten von Spendern an Pharmafirmen weitergeben dürfen. Und zwar ohne zu fragen oder auch nur darüber zu informieren. Hallo?!? Geht's noch? Wollte sich die FDP nicht für den Datenschutz einsetzen, um sich der Konkurrenz der Piratenpartei zu erwehren? Sind wohl mal wieder umgefallen ...
  4. #4

    Wenn man tot ist, ist man tot.
    Doch wann ist man tot?
    Wenn 2 oder mehr Ärzte der Meinung sind, ein Mensch wäre es? Wie sich gerade erst wieder inUK als Fehler herausgestellt hat.
    Apparatemedizin ist auch in D nicht zwingend vorgeschrieben.
    In einer Studie der Universität Bonn, Abteilung Neurochirurgie heißt es, dass von 113 Probanden, die exakt nach den Regeln der Bundesärztekammer für hirntot erklärt waren, immerhin zwei überlebten.
    Interessantes Video zum Thema:
    http://tv.doccheck.com/de/movie/1176/tot-oder-doch-lebendig/
    Auch wie das mit der Würde ist, kann man erfahren:
    http://www.transplantation-information.de/organspende_organspender/organspende_wuerde.html
    Das grösste Problem ist, dass es keine wirklich offene
  5. #5

    Ich habe einen Organspendeausweis. Wegen des neuen Gesetzes werde ich den aber vernichten und ein Dokument hinterlegen, aus welchem hervorgeht, dass ich mit einer Organspende nicht einverstanden bin.

    Die Forschungsklausel, auf die ich keinen Einfluss nehmen kann, sowie die Tatsache, dass die Organspendewilligkeit auf meiner Versichertenkarte gespeichert werden soll, stoßen mich ab.

    Ich würde eigentlich gern Organspender bleiben. Aber die Ignoranz der Politiker ist einfach zum Kotzen, die Art der Umsetzung das Allerletzte. Organspende? Nein, danke! - Nicht mehr.
  6. #6

    Organspende

    Grundsätzlich bin ich dagegen, dass die Politik die Menschen zu Organspenden zwingt.
    Darüber hinaus habe ich einen Artikel gelesen wo die betroffene Person, die über den Tod ihrer Tochter erzählte, bereute siese Entscheidung. Es soll haißen, dass der Mensch, dem die Organe entnommen werden, noch lebt und zwar ist er an Maschinen angeschlossen. Bei entnahme der Organe wird dem jenigen eine Betäubungsspritze eingereicht, damit er angeblich nichts spürt. Das ist doch nicht Menschlich.
    Die Propaganda über den Spenderausweis sowie die politische Diskussion finde ich sinnlos und Menschenverachtend. Wer spendet überhaupt Organe und wer ist überhaupt bereit Organe zu spenden? Meist sind das Menschen, die ein schweres Schicksal hinter sich haben, sei es die eigenen Kinder waren Krank und wurden gerettet oder andere Familenmitglieder.
    Wenn man schon darüber diskutiert, sollten dafür triftige Argumente in Betracht gezogen werden.
    Ich wäre bereit meine Organe nur dann zu spenden, wenn ich dafür eine beträchtliche Geldsumme zu Lebzeiten bekomme. Schließlich wird in unseren Gesellschaft nichts geschenkt und warum soll ich jemanden umsonst meine Organe spenden? Gebt mir Geld, dann unterschreibe ich und ihr könnt mit meinem Körper nach meinem Tod alles machen.
    Außerdem bin ich der Überzeugung, dass Organspende nichts bringt. Es verlängert das Leben des jeweiligen Menschen um maximal 5 Jahre. Was soll das bringen?? Auf der Erde leben inzwischen 7 Milliarden Menschen. Wo sollen alle untergebracht werden? Wenn ein Mensch krank ist, Todkrank ist, soll er in Ruhe und in Würde sterben können. Was soll das bringen, wenn man mit einem gespendeten Herz das Leben eines Menschen um vielleicht 5 Jahre verlängern kann? Dabei die Überlebensschance liegt nur bei 50 %. Ich möchte auf keinen Fall einen Spenderorgan in mir haben und mit dem Wissen leben müssen, dass ich nach max. 5 Jahren sowieso sterben muss. Womöglich stösst mein Körper es ab oder ich werde noch mit irgendwelchen Krankheiten infiziert. Wir wissen alle, wie es in Krankenhäusern zugeht. Die Keime sind überall.
    Was ist mit mir? Auch ich brauche Hilfe. Warum spendet mir niemand Geld, damit mein Leben besser wird?
    Das Leben eines Menschen ist unbezahlbar. Meins ebenfalls und deshalb verlange ich für meine Organe, die ich spenden soll, 1 Million Euro, damit ich noch vor meinem Tod mich meines fröhlichen Lebens erfreuen kann. Andernfalls werde ich niemals meine Organe an irgendjemand spenden.
  7. #7

    Organspende

    Grundsätzlich bin ich dagegen, dass die Politik die Menschen zu Organspenden zwingt.
    Darüber hinaus habe ich einen Artikel gelesen wo die betroffene Person, die über den Tod ihrer Tochter erzählte, bereute siese Entscheidung. Es soll haißen, dass der Mensch, dem die Organe entnommen werden, noch lebt und zwar ist er an Maschinen angeschlossen. Bei entnahme der Organe wird dem jenigen eine Betäubungsspritze eingereicht, damit er angeblich nichts spürt. Das ist doch nicht Menschlich.
    Die Propaganda über den Spenderausweis sowie die politische Diskussion finde ich sinnlos und Menschenverachtend. Wer spendet überhaupt Organe und wer ist überhaupt bereit Organe zu spenden? Meist sind das Menschen, die ein schweres Schicksal hinter sich haben, sei es die eigenen Kinder waren Krank und wurden gerettet oder andere Familenmitglieder.
    Wenn man schon darüber diskutiert, sollten dafür triftige Argumente in Betracht gezogen werden.
    Ich wäre bereit meine Organe nur dann zu spenden, wenn ich dafür eine beträchtliche Geldsumme zu Lebzeiten bekomme. Schließlich wird in unseren Gesellschaft nichts geschenkt und warum soll ich jemanden umsonst meine Organe spenden? Gebt mir Geld, dann unterschreibe ich und ihr könnt mit meinem Körper nach meinem Tod alles machen.
    Außerdem bin ich der Überzeugung, dass Organspende nichts bringt. Es verlängert das Leben des jeweiligen Menschen um maximal 5 Jahre. Was soll das bringen?? Auf der Erde leben inzwischen 7 Milliarden Menschen. Wo sollen alle untergebracht werden? Wenn ein Mensch krank ist, Todkrank ist, soll er in Ruhe und in Würde sterben können. Was soll das bringen, wenn man mit einem gespendeten Herz das Leben eines Menschen um vielleicht 5 Jahre verlängern kann? Dabei die Überlebensschance liegt nur bei 50 %. Ich möchte auf keinen Fall einen Spenderorgan in mir haben und mit dem Wissen leben müssen, dass ich nach max. 5 Jahren sowieso sterben muss. Womöglich stösst mein Körper es ab oder ich werde noch mit irgendwelchen Krankheiten infiziert. Wir wissen alle, wie es in Krankenhäusern zugeht. Die Keime sind überall.
    Was ist mit mir? Auch ich brauche Hilfe. Warum spendet mir niemand Geld, damit mein Leben besser wird?
    Das Leben eines Menschen ist unbezahlbar. Meins ebenfalls und deshalb verlange ich für meine Organe, die ich spenden soll, 1 Million Euro, damit ich noch vor meinem Tod mich meines fröhlichen Lebens erfreuen kann. Andernfalls werde ich niemals meine Organe an irgendjemand spenden.
  8. #8

    Desinformation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tausende Deutsche sterben jedes Jahr, weil sie zu lang auf ein Ersatzorgan warten müssen. Das neue Organspendegesetz soll die Zahl der Spender jetzt endlich erhöhen - doch das wird nicht funktionieren. Entscheidende Fragen zum Datenschutz bleiben ungeklärt, mangelnde Transparenz schürt Misstrauen.

    Organspende: Warum das Transplantationsgesetz nicht hilft - SPIEGEL ONLINE
    Solange die Bundesregierung und die BZGA es nicht als notwendig ansehen, anständig und wahrheitsgemäß über die Umstände der Organspende aufzuklären, spenden informierte Menschen wahrscheinlich eher selten.
    -denn schon bei Verdacht auf Hirntod wird die Schmerzmittelmedikation eingestellt (weil sonst der Hirntod nicht feststellbar ist)
    - wenn Sie Pech haben, bekommen Sie als älterer Spender im "Präfinalstadium" ein Herzkatheter gelegt (nicht ungefährlich) und werden bei Bedarf reanimiert (nicht gerade angenehm im Sterbeprozess)
    -davon sagt man aber weder Ihnen, noch Ihren Anghörigen etwas- eine
    rechtliche Grauzone, die dringend geregelt werden muss. Denn ein Patient, oder sein Betreuer müsste eigentlich über jeden Eingriff aufgeklärt werden. Anders bei der Organspende- da gibt es zahlreiche juristische Extrawürste.
    Es gibt noch viele andere heikle Punkte, von denen kaum jemand etwas weiß.
    Es ist aus meiner Sicht unfair, gutwilligen Menschen wichtige Fakten zu verschweigen. Auch der Spiegel könnte da in Punkto Information noch zulegen.



    Kurzum: Wer ruhig und begleitet sterben will, spendet besser keine Organe. Eine Organspende verlangt eine maximale Intensivtherapie- vor und nach der Hirntoddiagnostik.








TOP



TOP