dapdTausende Deutsche sterben jedes Jahr, weil sie zu lang auf ein Ersatzorgan warten müssen. Das neue Organspende-Gesetz soll die Zahl der Spender jetzt endlich erhöhen - doch das wird nicht funktionieren. Entscheidende Fragen zum Datenschutz bleiben ungeklärt, mangelnde Transparenz schürt Misstrauen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...834941,00.html
Nun sterben bei Leibe nicht alle Menschen im Kreise der Familie, sondern sehr oft in Krankenhäusern. Meist allein, kann man sie auf dem Bett liegen sehen, wie sie langsam erlöschen, Krankenschwestern und Pfleger schauen im vorbeigehen, wie und ob es den Sterbenden an etwas fehlt. Das ist kein kalter und grausamer Tod, sondern ein eher unbemerkter.
Die Angehörigen haben keine Zeit und wenn nach drei Tagen noch nichts "passiert" ist, wird es schon schwierig, jemanden zu finden, der den Sterbenden besucht. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist und die Pflegenden gefragt werden, dann kommen die beruhigenden Antworten :"ja, ist ganz ruhig eingeschlafen..... nein er/sie war nicht allein, wir sind immer bei ihr/ihm gewesen. Nein, nein, ganz friedlich...."
MfG. Rainer
Falsch. Organspende und Patientenverfügung schließen sich nicht aus. Formuliert wird das in der Patientenverfügung so:
Ich stimme einer Entnahme meiner Organe nach meinem Tod zu Transplantationszwecken zu (ggf.: Ich habe eine Organspendeausweis ausgefüllt). Komme ich nach ärztlicher Beurteilung bei einem sich abzeichnenden Hirntod als Organspender in Betracht und müssen dafür ärztliche Maßnahmen durchgeführt werden, die ich in meiner Patientenverfügung ausgeschlossen habe, dann geht die von mir erklärte Bereitschaft zur Organspende vor.
Ist es wirklich nur eine Bequemlichkeit?
In den Beiträgen spüre ich ein berechtigtes Unbehagen.
Es ist nicht redlich, dass Herr Steinmeier wie eine Ikone für die Organspende eines sterbenden Menschen gehandelt wird.
Seine Lebendspende hat nichts aber auch rein garnichts mit dem Organspendeausweis zu tun.
Es ist unverschämt wenn ein Minderjähriger (16Jahre) aufgefordert wird zu entscheiden ob er seine Organe „spenden“ will.
Es ist irgendwie „anrüchig“ wie leicht ich die Organspende bei mir „einleiten“ kann und wie schwer es ist eine funktioniere Patientenverfügung hinzukriegen.
Ist es wirklich ein Akt der Nächstenliebe einem Sterbenden die Organe zu entnehmen? So wie es unsere großen Kirchen darstellen?
Wie kommt es bei der Organentnahme zum Lazaruseffekt?
Warum sagt man nicht: der Körper empfindet den Schmerz, aber dein Gehirn kann nur mit Fluchtreaktionen reagieren! Dies wäre doch ehrlich und könnte meine Entscheidung beeinflussen. Mein Ja ist dann eine heroische Tat, die sehr zu würdigen wäre.
Abschaffung der privaten Krankenversicherung kann sehr teuer werden!
Diese Versicherten tragen erheblich zum Einkommen und Wohlbefinden der Ärzte bei.
Um ihr Einkommen zu sichern, würden sicherlich die Leistungen reduziert und die Zuzahlungen erhöht, die "Arbeitsfreude" leidet dann doch auch noch, die Durchsatzgeschwindigkeit ist dann zu erhöhen, statt 7 Minuten pro Patienten, vielleicht nur noch 3 oder 5 Minuten.
Ich finde den Vorschlag der FDP sehr fortschrittlich und hilfreich, sie möchte den Ärzten ein kleines Zubrot gewähren, in der Form, dass ihr Klientel Kurse für den Rücken und Yoga für die Seele anbieten und dafür Geld von den Versichereten nehmen kann. Wenn die Ärzte dabei intensiv vorturnen, würde es auch ihrem Rücken und Seele guttun.
Wir brauchen Ärtze die gesund und glücklich sind!
Stellen wir uns doch endlich den Realitäten der menschlichen Angst. Werden die Menschen im Rahmen einer Umfrage befragt, ob sie Organspenden befürworten,
dann sind sie -man will ja nach außen idealistisch wirken- schnell dabei Zustimmung zu signalisieren. Daher auch 75 Prozent Zustimmung in Umfragen zur Organspende. Wird es aber dann konkret, herrscht doch die Angst vor, unter Umgehung der Gesetze für Reiche und Mächtige organisch ausgeschlachtet zu werden. Die Menschen vertrauen dem System einfach nicht mehr. In einer Zeit, in der
die sozial Schwachen und Durchschnittsbürger immer weniger zählen, und die Reichen und Mächtigen zunehmend sich alles herausnehmen können,
habe auch ich solche Ängste. Ich werde nicht spenden, ja aktiv einer Organspende widersprechen.