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Neues Transplantationsgesetz : Organspender werden abgeschreckt

dapdTausende Deutsche sterben jedes Jahr, weil sie zu lang auf ein Ersatzorgan warten müssen. Das neue Organspende-Gesetz soll die Zahl der Spender jetzt endlich erhöhen - doch das wird nicht funktionieren. Entscheidende Fragen zum Datenschutz bleiben ungeklärt, mangelnde Transparenz schürt Misstrauen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...834941,00.html
  1. #100

    Zitat von smisarsoolo Beitrag anzeigen
    "Nur" weil das schlecht organisierte System (noch) verbietet, Spender und nicht-Spender auf der Empfänger-Seite zu unterscheiden, könnte mit dieser Argumentation ja jeder das Spenden einstellen.
    Natürlich gibt es immer einige Spender, aber gleichzeitig existiert eine hohe Diskrepanz zwischen Spendenwilligen und tatsächlichen Besitzern von Organspendeausweisen. Da kann man sich nun fragen, warum das so ist. Liegt es allein an der Faulheit, sich um einen Ausweis zu kümmern? Oder könnte die fehlende Reziprozität ein wichtiger Faktor sein?
  2. #101

    Da sind wir eines Sinnes

    Zitat von PeterSch Beitrag anzeigen
    Nein, darauf erhebe ich gar keinen Anspruch. Ich will nicht, dass ein fremder Mensch meine Organe in sich trägt und ich will auch von keinem Fremden die Organe in mir tragen. Anders sieht es aus, wenn ein Verwandter/Freund ein Organ braucht.

    Übrigens war es meines Wissens bisher so, dass man Organspender sein MUSS, um überhaupt ein Anrecht auf eine Organspende zu haben.
    Ich weigere mich, Ersatzteillager zu sein und ich will auch kein
    Ersatzteil wenn ich sterbenskrank werden sollte. Dann ist halt Schluß.
    Einer meiner Söhne hat vor gut zehn Jahren ein Auge bei der Arbeit
    verloren. Ich bot sofort eines meiner eigenen an, doch leider sagte man
    mir, das ginge nicht, weil der Augenhintergrund des Jungen zerstört
    sei. Schlimmes Pech! Ich hätte ihm das meine gegeben, weil er es
    sicher länger brauchen wird als ich. Aber,anonyme Transplantation:
    Nein.
  3. #102

    Zitat von hallmach Beitrag anzeigen
    und mir ist es egal ob sich irgendwer dran bereichert. Immerhin Sterben genügend Menschen wegen der Borniertheit einiger (...)

    Wie oft muss denn das noch geschrieben werden:
    Diese Menschen sterben nicht wegen der Borniertheit einiger, sondern weil sie todkrank sind!
  4. #103

    Zitat von igasch Beitrag anzeigen
    Was soll das?! Begräbnis 1. Klasse. Geht's also auch wieder nur um's Materielle.
    Klar geht es ums Materielle. Für eine imaginäre Beerdigungsfinanzierung gibt es eben auch nur imaginäre Organe im Austausch.
  5. #104

    Zitat von knödlfriedhof Beitrag anzeigen
    ...einen passenden (vertrräglichen ) "Spender" aussuchen welcher demnächst einen kleinen Unfall haben wird ( bei dem selbstverständlich die benötigten organe nicht beschädigt werden )...
    Ihre Phantasie ist echt begrenzt...

    Wenn Sie wirklich meinen es würden "Unfälle" fingiert, nur um Organe zu entnehmen, glauben Sie wirklich das könnte nur bei Leuten mit Organspendeausweis passieren?

    Wenn schon Phantasievoll, dann bitte so: Der passende Spender wird rausgesucht, entführt, als "Ersatzteillager" mißbraucht, und last-but-not least wahlweise als Vermisst geführt, oder er wird Opfer eines tragischen Unfalles bei dem die Bauchgegend zufälligerweise bis zur Unkenntlichkeit zerstört wird.

    Und ist die Rate mit "Selbstmorden" vor Zügen nicht grade erst angesteigen? Warum wohl!

    Also wirklich, dieser Hype um "Tötungen zur Organentnahme" ist wirklich absurd, besonders weil das eben ohnehin möglich wäre.

    Betonung auf "wäre" - ich halte das komplett für Quatsch...
  6. #105

    eqweqwe

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Tun sie aber. Also warum spenden, wenn man damit Leuten das Leben retten würde, die einen bei umgekehrter Situation eiskalt verrecken lassen würden?

    Darauf habe ich noch nie eine gute Antwort gehört...
    doch: selbst anfangen!
  7. #106

    Gähn

    Zitat von martinom Beitrag anzeigen
    Solange Ärzte, Kliniken, Krankenkassen, Therapeuten und der Transplantierte von der Organspende profitieren, aber der Organspender bzw. seine Erben leer ausgehen, bekommt niemand meine Organe. Ganz einfach.
    Warum sollten Ihre Nachfahren finanziell entschädigt werden? Nebenbei würden Sie als Organspender auf zweierlei Art immer leer ausgehen, einerseits organtechnisch betrachtet, andererseits kann man derzeit nicht ins Jenseits überweisen.
  8. #107

    Zitat von dummkopf84 Beitrag anzeigen
    Erster Absatz: Jeder vierte Deutsche hat einen Organspendeausweis.
    Ich z.B. Darin wird aber die Spendebereitschaft verneint. Ausweis ist nicht gleich Spender.
  9. #108

    Zitat von mm01 Beitrag anzeigen
    .. . . Wer nicht bereit ist zu spenden, soll auch keine Spende erhalten.
    Nicht schlecht !
    Ich finde die hier von manchen Foristen geäußerte Einstellung: "Wenn ich (staatlich bezahltes Begräbnis) oder meine Angehörigen nichts von meiner Organspende haben, verweigere ich mich einer Organspende" zutiefst kleingeistig, ja widerlich.
    Ganz sicher kann man jedenfalls davon ausgehen, daß diese Schlaumeier spätestens, wen sie auf dem OP-Tisch liegen und der Arzt ihnen mitteilt, daß es aufgrund fehlender eigener Organspendebereitschaft keine neue, obwohl vorhandene, Niere gibt, den Dottore anflehen, ihnen doch bitte, bitte so einen Ausweis zum Unterschreiben zu geben.
  10. #109

    Würdemord?

    Zitat von PeterSch Beitrag anzeigen
    Ein Haufen Schwachsinn! Sie mögen es vielleicht ritterlich empfinden, dass sie ihre Körperteile hergeben, ich finde es aber einfach würdelos.
    was ist ihre "würde" bitte wert, wenn andere dafür draufgehen?
    warum erinnert mich das nur an manche mitbürger mit
    migrationshintergrund, die meinen, durch einen mord ihre
    "ehre" sichern zu können?
    denken sie vielleicht nochmal über ihre wertmaßstäbe nach,
    wenn sie ernsthaft ein diffuses bauchgefühl über das leben
    ihrer mitmenschen stellen.


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