Neues Stadtviertel: Leben im Ikea-Land

DPADie meisten Kunden kennen Ikea nur als Möbelhaus. Doch das Imperium des schwedischen Unternehmers Kamprad macht noch viel mehr Geschäfte. In London stampft eine Ikea-Tochter gerade ein komplett neues Stadtviertel aus dem Boden - ein Modell, das zum Vorbild für deutsche Metropolen werden soll.

Ikea plant Stadtviertel in London - und vielleicht auch in Hamburg - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    ===

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schultens Fazit zu den Ikea-Plänen: "Ich glaube nicht, dass die das in Deutschland schaffen."
    Und das ist auch gut so. Dass aus dem Boden gestampfte Retortenstädte meistens nichts taugen, sollte man eigentlich schon seit den 1960er Jahren wissen. Da helfen auch "Büros für die Kreativ-Branche, Restaurants und Geschäfte" wenig, wie man inzwischen auch in der Hamburger HafenCity feststellt.

    Und was die Kinder der "nicht Superreichen, der Mittelklasse, der Familien" in einigen Jahren treiben werden, wenn sie erst einmal größer sind und sich in so einem nicht gewachsenen Stadtteil langweilen, kann man in
    modernen Städten in den Niederlanden sehen.

    Da kann ich den Bürgermeistern und Stadträten in GB nur Glück wünschen, dass alles nicht so schlimm wird und hoffen, dass man hierzulande vor solchen "Investitionen" weitestgehend verschont bleibt.
  2. #2

    schlechte Lage bei Pilotrojekt BoKlok

    Immerhin hat IKEA dazugelernt, dass die Leute zwar zu Mobelhaeusern, nicht aber in ihre Wohnung ewig weit nach draußen fahren möchten.
    Das Pilotprojekt BoKlok lag so schlecht, dass es nicht mal im sonst teuren Rhein-Main-Gebiet verkäuflich war.
    Aber irgend etwas besonderes muss IKEA den Kommunen und den Käufern schon bieten. Wie wäre es mit einem echt autofreiem Gebiet (ohne Garagen am Rand)? Die Projektgröße wäre dafür ausreichend.
  3. #3

    meine schlimmsten befürchtungen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die meisten Kunden kennen Ikea nur als Möbelhaus. Doch das Imperium des schwedischen Unternehmers Kamprad macht noch viel mehr Geschäfte. In London stampft eine Ikea-Tochter gerade ein komplett neues Stadtviertel aus dem Boden - ein Modell, das zum Vorbild für deutsche Metropolen werden soll.

    Ikea plant Stadtviertel in London - und vielleicht auch in Hamburg - SPIEGEL ONLINE
    werden bestimmt übertroffen. man stellt sich also das billy-regal nicht nur ins zimmer, was ja noch erträglich ist, nein jetzt soll man noch darin wohnen.
    satellitenstädte in schweden oder anderswo haben es schon vor jahrzehnten vorgemacht, sterilität aller orten. wohnkultur, urbanes leben kann man nicht mit autocad planen, das ist ein langer prozeß und das heutige leben und die einkaufs- und konsumgewohnheiten lassen all das was man so liebt nicht mehr zu. kein tante emma laden, keine urige eckkneipe all die dinge die man so mag, kann man so nicht planen. es gibt auch keine farben und putze die die patina aus 20 jahren verrauchtes kneipenleben darstellen können. aseptisch, klinisch rein, geruchlos so sind neubauten. da knarrt keine diele, da gibt es haustüren aus dem katalog, plastikfenster und straßenlampen die dem ganzen buchstäblich die krone aufsetzen.
  4. #4

    Stätten

    Das wird heiter:

    - Alle Leute müssen sich per Gesetz duzen.
    - Die Straßen haben bescheuerte Namen, die sich keiner merken kann.
    - Man muss die Fertighäuser selbst zusammenbauen.
    - Der dazugehörige Imbus-Schlüssel hat eine Kantenlänge von 30 mal 70 Zentimeter. Ist aber umsonst.
  5. #5

    Ikea könnte das Geld gut in ein Glasfasernetz (FTTH) in Deutschland stecken... und die Strecken vermieten.
    Langfristig garantiert lohnenswert.
  6. #6

    Adresse

    Ich wohne in der Kotbuller Straße Ecke Snafjördad.
  7. #7

    Ja ist denn heute schon...

    der 1. April? Bei all den Schlagzeilen stelle ich mir ernsthaft die Frage... Hey liebes SPON-Team- IKEA mit eigenem Wohnviertel, Waldi Hartmann mit eigener (Comedy???)-Tour, Griechenland mit eigenem Bürgen für Staatskredite - da könnt ihr SPAM bald einstellen. Das Leben bietet noch mehr Satire.
  8. #8

    keine sorge

    macht euch mal keine sorgen. wenn in deutschland jemand neuen raum in städten schaffen will (seien es wohn- oder geschäftsflächen) schicken die besitzstandswahrer ihre kinder zum demonstrieren los, um die preise hoch zu halten (siehe besagtes bauprojekt in stuttgart). in der regel finden sie auch noch ein paar medientrottel, die ihnen beispringen. also hier würde so etwas nicht realisiert werden XD
  9. #9

    Zitat von Originalaufnahme Beitrag anzeigen
    Und das ist auch gut so. Dass aus dem Boden gestampfte Retortenstädte meistens nichts taugen, sollte man eigentlich schon seit den 1960er Jahren wissen. Da helfen auch "Büros für die Kreativ-Branche, Restaurants und Geschäfte" wenig, wie man inzwischen auch in der Hamburger HafenCity feststellt.
    In der neuen Hamburger HafenCity gibt es kaum Parkplätze, auch ein Grund diesen Ort zu meiden. Wenn ich zum Zollamt muss in der HafenCity Graut es mich jedes mal. Überall stehen die Orangen Betonklötze damit niemand auf den breiten Bürgersteig Parkt.
    Einzig in den alten Teilen der HafenCity kann man als Besucher Parken.