Forum


 

Neues Rauschgift: Schnelltests sollen "Badesalz"-Drogen nachweisen

Hochpotente Rauschmittel, die als "Badesalz" verkauft werden, breiten sich rapide aus*- ihre Wirkung erschüttert selbst erfahrene Ärzte. Bisher waren die Drogen nicht nachweisbar. Nun berichten*Forscher bei der Suche nach einem Schnelltest von einem Durchbruch.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...783440,00.html
  1. #30

    +++

    Zitat von tingeltangel-bob Beitrag anzeigen
    Und gleich noch ´ne Geschwindigkeitsbegrenzung auf 200 innerorts dazu, dann gibt´s auch kein Raserproblem mehr. Genial, oder? Gerast wird ja eh...
    Der Vergleich hinkt hinten und vorne.
    Würde man die Logik der Prohibition auf den Straßenverkehr anwenden, wären Autos illegal.
    Würde man meine Logik auf den Drogenhandel anwenden, würde der Staat die Labore kontrollieren, so wie er heute Fahrzeuge auf ihre Verkehrstüchtigkeit prüft.

    Was klingt für sie sinnvoller?
    Zitat von BetRun.de Beitrag anzeigen
    Sie, tingeltangel-bob, stellen es ja so dar, als hätte sich jemand für die Legalisierung der hier thematisierten "Badesalze" ausgesprochen. Eine derartige Ansicht konnte ich hier nirgends entdecken.
    Die meisten dieser Drogen sind allerdings nach wie vor legal, oder genauer : halblegal.
    Illegalität ist auf dem Drogenmarkt mittlerweile tatsächlich die Ausnahme, wenn man sich die Menge der verfügbaren Substanzen ansieht.
    Es gibt für ausnahmslos jede populäre Droge dutzende, wenn nicht hunderte Alternativen, die noch in der rechtlichen Grauzone verharren und sobald die verboten sind, kommen die nächsten um die Ecke.
    Der Laie macht sich gar keinen Begriff davon, wie die Szene heute aussieht und erst recht nicht davon, wie sie in ein paar Jahren aussehen wird.
    Der Artikel, um den es hier geht, wird wieder ein paar hundert potentielle Konsumenten auf Badesalze aufmerksam machen, der harte Kern der Szene besorgt sich ohnehin schon längst den Reinstoff übers Internet, die Dealer verkaufen immer häufiger Research Chemicals als etablierte Drogen, oft genug mit Todesfolge, weil auf dem Schwarzmarkt genau so wie in weiten Teilen des grauen Markts keiner weiß, was drin ist.

    Das Prohibitionsregime wird gerade vollkommen ausgehöhlt.
    Funktioniert hat es noch nie, jetzt wird es eben vollends der Lächerlichkeit preisgegeben.
    Derweil fordern seine Befürworter weiter Nulltoleranz.
    Hat zwar schon in den 60ern versagt, aber egal, Hauptsache, man kann verbieten, was einem nicht passt, statt mal auf die Konsequenzen seiner Politik zu achten und sich das eigene Scheitern einzugestehen.

    Sehen Sie sich an, was die Dekriminalisierung sämtlicher Drogen in Portugal gebracht hat.
    Weniger Drogentote, genau wie bei der Abgabe von Heroin hier in Deutschland.
    Vergleichen Sie das mit dem völligen Scheitern harter Repressionsmaßnahmen in Russland oder den USA und erzählen Sie mir dann noch mal, man sollte NICHT die regulierte Freigabe sämtlicher Drogen fordern.
    Wir bewegen uns ohnehin im Schneckentempo darauf zu.
    Methoden der akzeptierenden Drogenarbeit ersetzen in Europa und zunehmend in Amerika seit Jahren das harte Durchgreifen.
    Weil sie einfach besser funktionieren und das nicht mehr zu leugnen ist.

    Es ist eine unbequeme Wahrheit, keine Frage.
    Aber es gibt nun mal keine bessere Alternative.
  2. #31

    tja..

    ...wenn gut bekannte Genussmittel strikt verboten sind, dann wird halt auch mal zu unbekannteren und v.A. weniger kontrollierbaren aber viel riskanteren Rauschmitteln gegriffen.
  3. #32

    Mir würde ja schon...

    ...ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit reichen.Ja ja, dann packen die den Suff halt in eine Papptüte und so...kennt man ja. Nichts desto trotz finde ich, dass man den Drogenkonsum da belassen sollte wo er hingehört: Ins Privatleben. Dann können die sich auch alle Totfixen, sich bebadesalzen bis ihnen der Schaum sonst wo raus kommt oder sich das Großhirn wegbuffen.

    Hauptsache die liegen oder stehen mir nicht aufm Fahrradweg rum. ;)
  4. #33

    äh

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Wer sich mit was auch immer das Hirn zerlöchert der ist selber schuld. Natürliche Auslese. Die Gesetzeslage ist da ziemlich verlogen - abgesehen von Alkohol etc. Wer zu schnell fährt landet eben an der Wand - wird fahren deshalb verboten?
    Waffen sind da deutlich anders einzustufen, denn sie sind per se eine Gefährdung anderer - wozu sonst Waffen?
    Wer allerdings im Drogenrausch andere bedroht oder verletzt - tja der sollte dann wirklich schlechte Karten haben. Wie bei den Rasern auch.
    Waffen können ja auch Spass machen. Sportschützen z.B.
    Mit der gleichen Argumentation könnte man doch auch fragen "wozu sind Drogen gut?". Immerhin gefährden Drogen ja deutlich mehr.

    Gemäss des Bundesamtes für Statistik sind bei über 80% aller Gewalttaten Alkohol oder Drogen im Spiel. Würde man sagen, dass nur Messer und Schusswaffen Waffen darstellen dann waren Drogen häufiger in Gewalttaten beteiligt als Waffen.
    Damit würde ein Verbot von Drogen mehr Gewalttaten verhindern als ein Verbot von Waffen.


TOP



TOP