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Neues Rauschgift: Schnelltests sollen "Badesalz"-Drogen nachweisen

Hochpotente Rauschmittel, die als "Badesalz" verkauft werden, breiten sich rapide aus*- ihre Wirkung erschüttert selbst erfahrene Ärzte. Bisher waren die Drogen nicht nachweisbar. Nun berichten*Forscher bei der Suche nach einem Schnelltest von einem Durchbruch.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...783440,00.html
  1. #20

    Fehler

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    [...]
    Im Übrigen kann es ja wohl nicht sein, dass es reicht, diese Stoffe mit dem Vermerk "Nicht für den menschlichen Verzehr geeignet" zu kennzeichnen, damit sie nicht unter die Drogengesetze feiern. Was für eine schwachsinnige Welt!
    Die Recherche seitens SPON ist hier wieder unzureichend. Das trifft lediglich für die USA zu. Darauf basiert der Artikel. Dort hat man mit diesem Vermerk das Drogengesetz umgangen. Der Artikel ist eigentlich schon mindestens 1-2 Monate alt.
  2. #21

    .

    Zitat von smilingrasta Beitrag anzeigen
    ...mit der Legalisierung der weichen Drogen, neben den bereits legalen Drogen Alkohol und Nikotin? Dann gäbe es für so einen Mist, neben dem zunehmendst mit gesundheitsgefährdenden Stoffen (Plastik, Blei,...) gestreckten Gras, keinen Markt mehr.
    Konsumiert wird sowieso, ob legal oder illegal.
    Ihre Frage hat sich mit einem Blick in die Vergangenheit schon erledigt. Es gab (schon immer) ein legales Rauschmittel, den Alkohol. Trotzdem wurden (schon immer) andere Rauschmittel er-/gefunden. Es gab und gibt halt Leute, denen das "normale" nicht genug ist. Sie müssen sich von der Masse abheben. Koste es was es wolle. Und sei es das eigene ach so besch... Leben.
  3. #22

    garstiges Badesalz

    Dieses dreckige Charge Zeug ist die logische Weiterentwicklung einer durchs Gesetz pervertierten Drogenkultur..
    Amphetamin kam in den 90ern in die Partyszene (Anfangs als Streckmittel in MDMA Pillen) weil das GUG es immer schwieriger gemacht hat große Mengen Ausgangsstoffe für MDMA und LSD zu bekommen..

    In den Jahren nach 2000 fand Methamphetamin langsam immer mehr Verbreitung weil das Amphetamin so stark verschnitten wurde und Meth einfach stärker ist.
    Und jetzt tauchen irgendwelche Geschäftemacher auf und panschen ein halblegales, extrem starkes Produkt zusammen und verkaufen es über Internet und andere offizielle Vertriebswege....

    Jeder gesunde Mensch kann erkennen dass wir mit unserer momentanen Politik die Drogenprobleme immer weiter verschärfen! Wir müssen endlich weg von Verfolgung und Kriminalisierung, hin zu Hilfe und Beratung!

    So ich geh jetzt einen kiffen, Scheiß Mephedron braucht kein Mensch...
  4. #23

    Fakten fakten fakten..... xD

    Zitat von groooveman85 Beitrag anzeigen
    Dieses dreckige Charge Zeug ist die logische Weiterentwicklung einer durchs Gesetz pervertierten Drogenkultur..
    Amphetamin kam in den 90ern in die Partyszene (Anfangs als Streckmittel in MDMA Pillen) weil das GUG es immer schwieriger gemacht hat große Mengen Ausgangsstoffe für MDMA und LSD zu bekommen..

    In den Jahren nach 2000 fand Methamphetamin langsam immer mehr Verbreitung weil das Amphetamin so stark verschnitten wurde und Meth einfach stärker ist.
    Und jetzt tauchen irgendwelche Geschäftemacher auf und panschen ein halblegales, extrem starkes Produkt zusammen und verkaufen es über Internet und andere offizielle Vertriebswege....

    Jeder gesunde Mensch kann erkennen dass wir mit unserer momentanen Politik die Drogenprobleme immer weiter verschärfen! Wir müssen endlich weg von Verfolgung und Kriminalisierung, hin zu Hilfe und Beratung!

    So ich geh jetzt einen kiffen, Scheiß Mephedron braucht kein Mensch...
    Hm nö, die Historischen Tatsachen stimmen so gar nicht.
    Aber ich würde dazu das sehr gute Buch:
    http://www.amazon.de/Speed-Eine-Gese.../dp/3894015691
    empfehlen :-)
  5. #24

    .

    Zitat von cokommentator Beitrag anzeigen
    Ihre Frage hat sich mit einem Blick in die Vergangenheit schon erledigt. Es gab (schon immer) ein legales Rauschmittel, den Alkohol. Trotzdem wurden (schon immer) andere Rauschmittel er-/gefunden. Es gab und gibt halt Leute, denen das "normale" nicht genug ist. Sie müssen sich von der Masse abheben. Koste es was es wolle. Und sei es das eigene ach so besch... Leben.
    Der Mensch will sich halt berauschen. Solange er im Rausch niemand anderen belästigt, kann es mir, ihnen und dem Rest der Welt total egal sein. Sie können sich ja ruhig damit begnügen, dass Alkohol legal ist. Ich kann auch zum Doc rennen, Depressionen vorgaukeln und kriege dann Uppers. Meiner Ansicht nach müssten alle Drogen legalisiert, der Verkauf an Minderjährige mit massiven Strafen ab 3 Jahren Gefägniss belegt werden und Straftaten unter Drogeneinfluss müssen ebenso behandelt werden wie Straften die ohne die Einwirkung von Drogen begangen wurden. Glauben Sie etwa, dass bei einer Legalisierung von Heroin direkt am nächsten Tag tausende Menschen zu einem Heroin-Laden gehen und sich einen Schuss besorgen? Man muss ein staatlich kontrolliertes Herstellungs- und Verkaufssystem schaffen. Mit den Steuereinnahmen könnte man dann mehr für die Aufklärung tun. Ich habe erst diese Woche von einer Story gelesen, dass ein SEK-Kommando bei einer über 70jährigen Frau eingefallen ist, weil der Verdacht bestand, dass der Enkel bei ihr 1 Kg Cannabis verstecken würde. Dabei haben die einen harmlosen Hund getötet. Das könnte man sich dann in Zukunft durchaus sparen denn die Dealer hätten in einem guten System keine Chance.
  6. #25

    +++

    Zitat von stormy_weather Beitrag anzeigen
    In der Industrie werden etliche gefährliche Substanzen benutzt, die auch mal inhaliert werden, wie z.B. Treibgase etc. etc. Das Betäubungsmittelgesetz ist eine andere Baustelle.
    Treibgase fallen aber nicht unter das BtMG. Das Gleiche gilt für diverse Lösungsmittel, die auch in den letzten Jahren als Rauschmittel populär geworden sind.
    Der schlechte Ruf dieser dieser Substanzen ist das einzige, was ähnliche Epidemien wie bei den Research Chemicals verhindert.

    Industrielle Anwendungsmöglichkeiten sind aber nur ein winziger Teil des Problems.
    Der Gesetzgeber fügt jedes Jahr, manchmal auch mehrmals jährlich, neue Substanzen zum BtMG hinzu.
    Das kann aber zwangsweise nur Stoffe abdecken, die schon bekannt und auf dem Markt sind.
    Allein schon aus Gründen der Rechtssicherheit ist es unumgänglich, Verbote auf bekannte und identifizierbare Substanzen zu beschränken.

    Das ist allerdings kein Lösungsansatz für einen Markt, auf dem es hunderte, wenn nicht tausende kaum bekannter Drogen gibt und auf dem ständig neue hinzukommen.
    Ein einziger Kniff in der Syntheseroute führt oft zu mehreren Dutzend neuen Analogsubstanzen.

    Der Artikel gaukelt dabei ein völlig falsches Bild vor.
    Der beschriebene Schnelltest funktioniert eben nur bei einem einzigen Stoff, nämlich Mephedron.
    Mit dem Test kann man zwar gegen die Händler vorgehen, die weiter mephedronhaltige Mischungen verkaufen, was gerade im UK, wo Mephedron sich auch auf dem Schwarzmarkt fest etabliert hat, immer noch vorkommt.

    Gegen MDPV, Flephedron, Methylon und die unzähligen weiteren Substanzen aus dieser Ecke hilft das aber nicht im Geringsten.
    Der Test ist für britische Drogenfahnder sicher interessant, aber er ist nicht mal ansatzweise der suggerierte Durchbruch im Kampf gegen die Ausbreitung von Research Chemicals.
    Da ist -wie fast immer bei diesem Thema- miserabel recherchiert worden.
  7. #26

    +++

    Zitat von deus-io-vult Beitrag anzeigen
    Sowieso werden Waffen ge-/verkauft. Alle Waffen deshalb legalisieren?
    Und wenn legalisieren, warum nur die "weichen" Drogen?
    Und was sind denn für Sie weiche Drogen?
    Legale Waffen gibt es in Deutschland in jedem zehnten Haushalt.
    Ich rede hier wohlgemerkt nicht von Schreckschusswaffen oder Luftgewehren, sondern von halbautomatischen Gewehren, Pumpguns, großkalibrigen Revolvern etc.
    Sie sind eben (von Kriegswaffen abgesehen) nicht illegal, sondern reguliert, damit nur die Leute eine Waffe besitzen, die damit umgehen können.
    Dementsprechend hat Deutschland trotz weit verbreiteten Waffenbesitzes und im europäischen Vergleich sehr weit gehenden Rechten zur Selbstverteidigung wenige Feuerwaffentote.
    Wir haben auch weniger Gewaltverbrechen als bspw. die Engländer mit ihren äußerst strengen Waffengesetzen.

    Regulieren ist im Zweifelsfall besser als Verbieten.
    Das gilt auch für Drogen.

    Ein Beispiel dafür ist die Originalstoffabgabe, also die Verteilung von Heroin an Schwerstabhängige.
    Es wird gerne übersehen, aber die Legalisierung dieser überaus "harten" Droge ist in Deutschland weiter vorangeschritten als die Legalisierung von Cannabis.
    Der Grund dafür ist einfach : beim Heroin zeigt sich besonders drastisch, was die Prohibition angerichtet hat.
    Süchtige im Originalstoffabgabeprogramm sterben nicht nur seltener an Überdosen, sie sind auch allgemein in besserer gesundheitlicher Verfassung, weniger oft in kriminelle Aktivitäten verwickelt, allgemein sozial besser integriert, gehen häufiger einer Erwerbsarbeit nach und schaffen öfter den Entzug (Dosisreduzierung unter ärztlicher Aufsicht funktioniert besser als Methadonsubstitution, denn der Entzug dauert bei Methadon deutlich länger als bei Heroin).

    Nikotin ist auch legal, trotzdem haben wir seit Jahren weniger jugendliche Erstkonsumenten und mehr Süchtige, die Nichtraucher werden.

    Legalisierung bedeutet nicht, jegliche staatliche und gesellschaftliche Einflussnahme auf den Drogenkonsum und -handel aufzugeben.
    Im Gegenteil ließe sich in der Legalität vielen Aspekten der Drogenproblematik besser begegnen.
    Auch der Polizei und den Gerichten würde viel Sysiphusarbeit erspart und sie könnten sich um wichtigere Dinge kümmern.

    Das Problem dabei ist, dass dieser Schritt Mut und Pragmatismus erfordert.
    Beides sind Tugenden, die man in der deutschen Politik meist vergeblich sucht.
  8. #27

    @Wurstkopf

    Zitat von Wurstkopf Beitrag anzeigen
    Hm nö, die Historischen Tatsachen stimmen so gar nicht.
    Aber ich würde dazu das sehr gute Buch:
    http://www.amazon.de/Speed-Eine-Gese.../dp/3894015691
    empfehlen :-)
    Ich kenne das Buch und weiß jetzt leider nicht genau welche "historischen" Tatsachen so nicht stimmen?

    Natürlich wurden Amphetamine und Methamphetamine schon früher angewendet und durchaus auch mißbraucht, aber anfangs war Speed in der Partyszene ziemlich verpönt....
  9. #28

    Schwarz-Weiß

    Zitat von tingeltangel-bob Beitrag anzeigen
    Legalisieren wir doch am besten gleich alles; dann gibt´s überhaupt keine Drogenkriminalität mehr! Und gleich noch ´ne Geschwindigkeitsbegrenzung auf 200 innerorts dazu, dann gibt´s auch kein Raserproblem mehr. Genial, oder? Gerast wird ja eh...
    Zwischen weichen Drogen und allen Dorgen und zwischen 50 und 200 gibt es schon noch Unterschiede und Abstufungen, bei Ihnen nicht? Seit es Menschen gibt, versuchen sie sich zu berauschen und sie werden trotz aller Verbote immer einen Weg finden. Das sollte man einfach mal als Tatsache anerkennen und überlegen, wie man dem politisch sinvoll Rechnung tragen kann.
  10. #29

    Amg

    [QUOTE=

    Diese Substanzen sind noch legal, zudem wird auf den Verpackungen mitgeteilt, dass sie: 1. Nicht zum menschlichen Verzehr freigegeben sind und 2. Einem bestimmten Zweck zu dienen - als Räuchermischung (Spice, Sweed), Badesalz o.ä. - eben nicht als Rauschmittel. Würden sie damit werben, wäre ihr Vertrieb durchaus verboten.

    Mit Coca wäre das alles nicht möglich, da der Inhaltsstoff unter das deutsche BTMG fällt (illegal ist).

    Letztendlich ist das Ausweichen auf legale Rauschmittel nur Symptom des Mangels nach Alternativen.
    Wer zum Beispiel wie in den Niederlanden ohne Probleme an sauberes Gras/Hanf/Marihuana/Cannabis/Hasch rankommt, macht sich in der Regel nicht die Mühe ein Ersatzprodukt zu besorgen, dass die ähnliche Wirkung zu einem teilweise höheren Preis (die Ersatzdrogen usw. sind relativ teuer) und unbekannte chemische Inhaltsstoffe und Wirkungen hat.[/QUOTE]


    Diese Substanzen sind nicht "legal". In aller Regel kann der Händler - wie bei GBL - wegen Verstößen nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) verurteilt werden.


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