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Neues Programm: Bundesagentur plant Psychotests für Arbeitslose

Arbeitslose sollen lernen, sich besser zu vermarkten. Die Bundesagentur plant ein neues Betreuungsprogramm, durch das Jobsuchende die eigenen Stärken ergründen und trainieren sollen. Teil des freiwilligen*Verfahrens: ein ausführlicher Psychotest.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...776375,00.html
  1. #80

    Verwechslung

    Hier, im Forum wird etwas verwechselt. Es handelt sich nicht um einen "Idiotentest", sondern um einen Psychophysiologischen Test http://de.wikipedia.org/wiki/Psychophysiologie .
  2. #81

    und sowieso

    ..bleibt nur rausgeschmissenes Geld (aus der Sozialkasse), das wieder woanders fehlt. Aber man kann ja sagen : Ich habe was getan und bin mein Geld wert. Tja, bloß für was, das ist dann die Frage.
  3. #82

    Die Agentur abschaffen...

    Zitat von naklar? Beitrag anzeigen
    Da die BA dank der Zeitarbeitsfirmen keine Arbeit mehr hat suchen die Mitarbeiter der BA wohl nach neuen Aufgaben.

    Ich bin immer noch dafür die BA komplett dicht zu machen.

    Grund: Die BA ist inzwischen total unnötig geworden, da die Personalauswahl und Vermittlung selbst durch die Zeitarbeitsfirmen erfolgt. Jedes kleine Kaff hat inzwischen mindestens 1-Zeitarbeitsfirma.
    Ich kann mich hier nur anschliessen: die Arbeitsagentur gehört abgeschafft. Dort sitzen nur unfähige, meist minderqualifizierte Mitarbeiter ihre verbleibende Zeit bis zur Rente/Pension ab. Meine persönlichen Erfahrungen mit der BA sind durchwegs negativ. Alle paar Jahre ein Reförmchen, um die Leute zu besänftigen, aber der eigentlichen Aufgabe, nämlich der erfolgreichen Vermittlung von Arbeitssuchenden kommt die BA nicht nach. Es ist eine Schande, dass wir uns diesen unnötigen, steuerfinanzierten Luxus noch leisten.
  4. #83

    Ach...

    Zitat von skytears Beitrag anzeigen
    Um halb 12 völlig lethargische und verschlafene Menschen in den Wartezimmern, die sich lauthals beschweren wieso sie "immer so früh am Morgen" dort auftreten müssen.. oder um 11 schon so betrunken oder voller Drogen sind das ein arbeiten mit ihnen garnicht mehr möglich ist...
    von der weit verbreiteten faulheit und dem unwillen arbeit aufzunehmen will ich garnicht erst anfangen .......
    Da habe ich ganz anderes erlebt. Morgens um 8 kommt man in der Anstalt an, wie ultimativ einbestellt, weder Pförtnerloge noch Empfang sind besetzt. Der Sachbearbeiter, der einen so ultimativ vorgeladen hat, arbeitet schon gar nicht mehr in der Anstalt, sein Name ist auf keinem Türschild auffindbar. Wenn der aber nicht im Computer eingibt, dass man erschienen ist, bekommt man die Sperre.

    Kafkaesk. Raus kommt man aus dieser Situation übrigens nur, indem man sich _irgend einen_ andern Mitarbeiter greift, der das Pech hat gerade über den Flur zu huschen, und den irgendwie dazu bringt den Vermerk einzugeben. Und wenn man Glück hat guckt der auch mal in die Datenbank ob was passendes für einen drin ist, aber die Hoffnung kann man gleich begraben.
  5. #84

    Ab in die Ecke der psychisch Kranken.

    Die Frage ist doch, will eine/r Arbeitslose/r wirklich das Seelenleben dort ausbreiten. Nur weil jemand arbeitslos ist, heißt es ja nicht, dass die Agentur für Arbeit mit völlig unqualifizierten Mitarbeitern über die seelische Verfassung der Person urteilen kann und darf.
    Arbeitslosigkeit ist keine Krankheit!
  6. #85

    Was macht

    eine bessere Vermarktung an einem Produkt (dem Arbeitslosen) eigentlich besser?
  7. #86

    Selbstvermarktung

    Zitat von wohin Beitrag anzeigen
    [Ich]...will mich n i c h t ver"markt"en müssen!
    Dann lassen Sie es sein. Vielleicht sind Sie ja so eine grossartige Persoenlichkeit, dass die Arbeitgeber bei Ihnen Schlange stehen.

    Leider ist die Mehrheit nicht in dieser Lage.



    Zitat von wohin Beitrag anzeigen
    Das Gros der Menschen wäre mit einem einfacheren Leben zufrieden, ohne ständig irendwelchen sinnlosen Konsumgütern nachjagen zu müssen - eine Jagd, die durch den Markt und das Geschrei nach Wachstum angeheizt wird. Ein anderes Leben ist möglich - die Grundlagen dazu sind schon längst geschaffen.
    Eigentlich wollen die meisten Menschen eben kein einfaches Leben, sondern ein gutes!
  8. #87

    Ursache & Wirkung

    Zitat von skytears Beitrag anzeigen
    dass das was bringt.... was ich in meinen 2 Monaten Arbeitslosigkeit bei den JobCentern erlebt habe, strotzt jeder Beschreibungan.
    Um halb 12 völlig lethargische und verschlafene Menschen in den Wartezimmern, die sich lauthals beschweren wieso sie "immer so früh am Morgen" dort auftreten müssen.. oder um 11 schon so betrunken oder voller Drogen sind das ein arbeiten mit ihnen garnicht mehr möglich ist...
    Na ja, wie soll man auch die Zeit im Arbeitsamt überstehen, wenn das Gehirn nicht im Park- & Partymodus gefahren wird.
    Das ist einfach Selbstschutz von Leuten, die schon zu oft beim AA waren.
  9. #88

    ABM züzlich oder nicht?

    Die Ärzte wollen das mit Antidepressiva behandeln, was ich als absolutes NO GO ansehe und eine absolute Frechheit ist. Bewusstseinsverändernde Medikamente. Mit mir nicht ! Doch was mich so richtig wurmt an der ganzen Sache ist vom Arbeitsamt oder Jobcenter abgeschoben zu werden. Eine ABM nach der anderen und Politik feiert den Rückgang der Arbeitslosenzahlen.
    Ich beschwere mich nicht über mein Leben und meinen Zustand, ich muss es nehmen wie es ist und ich bin nicht Depressiv oder Arbeitsscheu. Ich habe immer wieder versucht eine Umschulung oder Qualifikation am Computer zu bekommen da ich meinen Beruf Koch nicht mehr ausführen kann. Es ging los mit einem Bildungsgutschein. 2005
    - 3 Monate ABM bei Kinderarche gGmbH (1€ Job)
    - 3 Monate ABM bei IFI-Institut für Integration gGmbH.
    - 6 Monate ABM bei IWR-Integrationsmaßnahme zur direkten Wiedereingliederung von Rehabilitanden gGmbH.
    - 3 Monate ABM bei IBA gGmbH, Vermittlung mit intensiver Beratung und Anwesenheitspflicht.
    - 3 Monate ABM bei IFD gGmbH, Integrations Fachdienst
    - 6 Monate ABM bei IFD gGmbH, Integrations Fachdienst
    Ich sehe hier ein ganzes Jahr, wo ich von der Arbeitslosenstatistik verschwunden bin. Unterstützung um wirklich Integriert zu werden, fehl am Platz. Eine Methode um die Arbeitslosenzahlen zu verschönen. Durch ABM ist ein grauer, zweiter Arbeitsmarkt mit großen Beschäftigungsgesellschaften entstanden, der nur von staatlichen Subventionen lebt. Weiterhin kann ein solcher zweiter Arbeitsmarkt bestimmte Leistungen unter den realen Kosten anbieten (Dumping), was wiederum Unternehmen im ersten Arbeitsmarkt die Wettbewerbsgrundlage entzieht.
  10. #89

    ...

    Zitat von VorwaertsImmer Beitrag anzeigen
    Wenn es das ist, so ist es eine Selbsteinschätzung - aber kein Psychotest!

    Solch ein Verfahren ist in der betrieblichen Praxis normal.
    Der Begriff "Psychotest" ist abwertend. Es klingt ja so als ob der Arbeitslose "krank" ist.

    Einstweilen handelt es sich eher um Fähigkeiten, um die systematische berufliche Weiterentwicklung.

    Auch die erste Bewertung beim Psychiater findet über Fragebögen statt, um eine erste Einschätzung relativ schnell vornehmen zu können. Diese Fragebögen sind dummerweise sehr leicht zu durchschauen, wenn man sich auch nur ein wenig mit den Kriterien für Persönlichkeiststörungen befasst. Mit einem solchen Bogen kann man sich jede Störung zulegen, die man gerade haben will. Und ich wage mal stark zu bezweifeln, dass Sachbearbeiter der Argen in der Lage sind, diese Bögen auszuwerten und eventuelle Abweichungen zur tatsächlichen Person zu bemerken. Das kann nur ein erfahrener Therapeut (ja, ich hatte auch schon junge Therapeuten... es mag gute geben, aber meine (in meinem Alter) waren alle noch zu grün hinter den Ohren und blieben an Buchwissen hängen - wenn man dieses Buchwissen aber selber hat, nützen die einem garnichts) in zahlreichen Sitzungen. Die Verantwortung, jemanden in irgendeiner Weise psychologisch einzuordnen, der vielleicht ohnehin schon angeschlagen ist (durch die Arbeitslosigkeit) an unausgebildete Aktenschieber abzugeben, ist Wahnsinn. Das ganze riecht eher nach weiterer Diffamierung von Arbeitslosen als "verrückt" oder "gestört", und da ich selber mit einer sogenannten Persönlichkeitsstörung lebe, weiß ich nur zu gut, was diese Stigmata bedeuten. Ich hoffe mal, das ganze verschwindet schnell wieder im Sommerloch.








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