Hier, im Forum wird etwas verwechselt. Es handelt sich nicht um einen "Idiotentest", sondern um einen Psychophysiologischen Test http://de.wikipedia.org/wiki/Psychophysiologie .
Arbeitslose sollen lernen, sich besser zu vermarkten. Die Bundesagentur plant ein neues Betreuungsprogramm, durch das Jobsuchende die eigenen Stärken ergründen und trainieren sollen. Teil des freiwilligen*Verfahrens: ein ausführlicher Psychotest.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...776375,00.html
Hier, im Forum wird etwas verwechselt. Es handelt sich nicht um einen "Idiotentest", sondern um einen Psychophysiologischen Test http://de.wikipedia.org/wiki/Psychophysiologie .
..bleibt nur rausgeschmissenes Geld (aus der Sozialkasse), das wieder woanders fehlt. Aber man kann ja sagen : Ich habe was getan und bin mein Geld wert. Tja, bloß für was, das ist dann die Frage.
Ich kann mich hier nur anschliessen: die Arbeitsagentur gehört abgeschafft. Dort sitzen nur unfähige, meist minderqualifizierte Mitarbeiter ihre verbleibende Zeit bis zur Rente/Pension ab. Meine persönlichen Erfahrungen mit der BA sind durchwegs negativ. Alle paar Jahre ein Reförmchen, um die Leute zu besänftigen, aber der eigentlichen Aufgabe, nämlich der erfolgreichen Vermittlung von Arbeitssuchenden kommt die BA nicht nach. Es ist eine Schande, dass wir uns diesen unnötigen, steuerfinanzierten Luxus noch leisten.
Da habe ich ganz anderes erlebt. Morgens um 8 kommt man in der Anstalt an, wie ultimativ einbestellt, weder Pförtnerloge noch Empfang sind besetzt. Der Sachbearbeiter, der einen so ultimativ vorgeladen hat, arbeitet schon gar nicht mehr in der Anstalt, sein Name ist auf keinem Türschild auffindbar. Wenn der aber nicht im Computer eingibt, dass man erschienen ist, bekommt man die Sperre.
Kafkaesk. Raus kommt man aus dieser Situation übrigens nur, indem man sich _irgend einen_ andern Mitarbeiter greift, der das Pech hat gerade über den Flur zu huschen, und den irgendwie dazu bringt den Vermerk einzugeben. Und wenn man Glück hat guckt der auch mal in die Datenbank ob was passendes für einen drin ist, aber die Hoffnung kann man gleich begraben.
Die Frage ist doch, will eine/r Arbeitslose/r wirklich das Seelenleben dort ausbreiten. Nur weil jemand arbeitslos ist, heißt es ja nicht, dass die Agentur für Arbeit mit völlig unqualifizierten Mitarbeitern über die seelische Verfassung der Person urteilen kann und darf.
Arbeitslosigkeit ist keine Krankheit!
eine bessere Vermarktung an einem Produkt (dem Arbeitslosen) eigentlich besser?
Die Ärzte wollen das mit Antidepressiva behandeln, was ich als absolutes NO GO ansehe und eine absolute Frechheit ist. Bewusstseinsverändernde Medikamente. Mit mir nicht ! Doch was mich so richtig wurmt an der ganzen Sache ist vom Arbeitsamt oder Jobcenter abgeschoben zu werden. Eine ABM nach der anderen und Politik feiert den Rückgang der Arbeitslosenzahlen.
Ich beschwere mich nicht über mein Leben und meinen Zustand, ich muss es nehmen wie es ist und ich bin nicht Depressiv oder Arbeitsscheu. Ich habe immer wieder versucht eine Umschulung oder Qualifikation am Computer zu bekommen da ich meinen Beruf Koch nicht mehr ausführen kann. Es ging los mit einem Bildungsgutschein. 2005
- 3 Monate ABM bei Kinderarche gGmbH (1€ Job)
- 3 Monate ABM bei IFI-Institut für Integration gGmbH.
- 6 Monate ABM bei IWR-Integrationsmaßnahme zur direkten Wiedereingliederung von Rehabilitanden gGmbH.
- 3 Monate ABM bei IBA gGmbH, Vermittlung mit intensiver Beratung und Anwesenheitspflicht.
- 3 Monate ABM bei IFD gGmbH, Integrations Fachdienst
- 6 Monate ABM bei IFD gGmbH, Integrations Fachdienst
Ich sehe hier ein ganzes Jahr, wo ich von der Arbeitslosenstatistik verschwunden bin. Unterstützung um wirklich Integriert zu werden, fehl am Platz. Eine Methode um die Arbeitslosenzahlen zu verschönen. Durch ABM ist ein grauer, zweiter Arbeitsmarkt mit großen Beschäftigungsgesellschaften entstanden, der nur von staatlichen Subventionen lebt. Weiterhin kann ein solcher zweiter Arbeitsmarkt bestimmte Leistungen unter den realen Kosten anbieten (Dumping), was wiederum Unternehmen im ersten Arbeitsmarkt die Wettbewerbsgrundlage entzieht.
Auch die erste Bewertung beim Psychiater findet über Fragebögen statt, um eine erste Einschätzung relativ schnell vornehmen zu können. Diese Fragebögen sind dummerweise sehr leicht zu durchschauen, wenn man sich auch nur ein wenig mit den Kriterien für Persönlichkeiststörungen befasst. Mit einem solchen Bogen kann man sich jede Störung zulegen, die man gerade haben will. Und ich wage mal stark zu bezweifeln, dass Sachbearbeiter der Argen in der Lage sind, diese Bögen auszuwerten und eventuelle Abweichungen zur tatsächlichen Person zu bemerken. Das kann nur ein erfahrener Therapeut (ja, ich hatte auch schon junge Therapeuten... es mag gute geben, aber meine (in meinem Alter) waren alle noch zu grün hinter den Ohren und blieben an Buchwissen hängen - wenn man dieses Buchwissen aber selber hat, nützen die einem garnichts) in zahlreichen Sitzungen. Die Verantwortung, jemanden in irgendeiner Weise psychologisch einzuordnen, der vielleicht ohnehin schon angeschlagen ist (durch die Arbeitslosigkeit) an unausgebildete Aktenschieber abzugeben, ist Wahnsinn. Das ganze riecht eher nach weiterer Diffamierung von Arbeitslosen als "verrückt" oder "gestört", und da ich selber mit einer sogenannten Persönlichkeitsstörung lebe, weiß ich nur zu gut, was diese Stigmata bedeuten. Ich hoffe mal, das ganze verschwindet schnell wieder im Sommerloch.